Facebook: Wie Facebook-Applikationen die Online Reputation gefährden können
31. August, 2009 | Thomas Hutter | 2 Kommentare
Facebook-Applikationen stellen eine grosse Gefahr für die eigene Online-Reputation dar, da öfters im Zusammenhang mit den Applikationen auch ungewollte Inhalte von Facebook-Freunden im eigenen Profil angezeigt werden können.
Viele der in Facebook erhältlichen Applikationen sind per Standard so eingestellt, dass Informationen ohne weitere Nachfragen direkt an die Pinnwand veröffentlicht werden können, bzw. in Streams auch Inhalte von Freunden ausgeben, auf die der Profil-Besitzer keinen direkten Einfluss hat.
Ein Beispiel:
Auf der Facebook Profil-Seite eines Schweizer Springreiters (Teilnehmer an den Europameisterschaften 2009 in Windsor/London und Gewinner einer Team-Goldmedaille) ist die Applikation “RockYouLive” eingebunden. “RockYouLive” ist eine Facebook-Applikation um Videos, Karten und Bilder mit Freunden (und Freunden von Freunden) zu teilen. Gleichzeitig mit der Installation der Applikation wird ein neuer Reiter im Profil eröffnet und die an “RockYouLive“ geposteten Inhalte der ebenfalls teilnehmenden Freunde werden als Stream angezeigt.
Im Beispiel des erwähnten Springreiters hat eine Freundin oder eine Freundin eines Freundes ein Video mit eindeutig pornografischem Inhalt gepostet, welches entsprechend im Stream auf der Profilseite seines Profils angezeigt wird.

In diesem Fall ist natürlich nicht der Profilinhaber der Anbieter des für die Online-Reputation schädlichen Inhalts, da dieser aber in seinem Profil angezeigt wird, kann er damit in Verbindung gebracht werden, was ihm wiederum schadet.
Bei der Installation von Facebook-Applikationen sollte immer der Sinn und die Idee der Applikation hinterfragt und entsprechende Anwendungspublikations- und Privatsphäreeinstellungen überprüft werden.
Infos und Tipps zu den wichtigsten Privatsphäreeinstellungen in Facebook
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Hi Thomas
Als Entwickler von (seriöse) Facebook-Applikationen wollte ich nur klarstellen, dass durch die ausgefeilte und sehr strenge Privatsphäreeinstellungen und auch die Grenzen, die in den Facebook API eingebettet sind, Applikationen nur mit dem Erlaubnis des Users auf Daten zugreifen oder auch Daten veröffentlichen können.
Wie du schreibst, ist es für jede(n) User sehr wichtig, diese Einstellungen zu überprüfen und auch sicherzustellen, was verscheidene Applikationen können oder nicht können. Dann braucht man keinen Angst vor Applikationen haben
Leider werden manche Applikationen in Facebook wie sonst überall misgebraucht, um solche nicht gerade jugendfreie Inhalte zu veröffentlichen.
Es ist auch keine schlechte Idee, den eigenen Profil auch zu schützen und nur mit “echte” Freunde zu teilen… es ist deinem Online-Reputation, oder?
Danke für Deinen Hinweis. Ich behaupte nicht, dass Facebook-Applikationen grundsätzlich schlecht sind, bzw. eine Gefahr darstellen. Leider sind viele Facebook-Benutzer mit Privatsphären-Dingen überfordert oder können nur schlecht Applikations-Mechanismen durchschauen, bzw. sind sich den möglichen Konsequenzen durch den Einsatz von “unseriösen” Applikationen nicht im Klaren. In diesem Bereich herrscht ein grosser Bedarf an Aufklärung.