OnlinePR: Supergau für Jack Wolfskin

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Der Hersteller von Outdoor-Bekleidung Jack Wolfskin zeigt eindrücklich, wie übereifriger Markenschutz dem Image mehr schadet als nutzt.  Alles begann mit einer Abmahnungen gegen Hobby-Designer die gemäss der Ansicht von Jack Wolfskin eine Pfote oder Tatze widerrechtlich verwendeten.

Jack Wolfskin

Mittlerweile haben neben Spiegel Online und Focus Online auch diverse Blogs das Thema aufgegriffen. Die Marke ist nun zwar besser geschützt, das unsympathische Image wird Jack Wolfskin mindestens in der Blogosphäre nicht so schnell ablegen können.

Einige Zitate aus Kommentaren bei Focus Online und Spiegel Online:

Vermutlich wird Jack W. diese Aktion bereuen, hoffe ich. Bisher hatte ich ja nichts gegen diese Firma, aber das hat sich jetzt geändert. Es ist schön, einen Feind mehr zu haben…

Wenn sich Herr Wolfskin da mal nicht ein Eigentor schießt. Die Klamotten fand ich immer recht gut, hatte auch mal erwogen, was zu kaufen. Was mich abgehalten hat, ist das übergroße Markenlogo, dass prominent auf jedem Kleidungsstück prangt. Ich vermute auch, dass es nicht wenige Menschen gibt, die, wie ich, darauf achten, wie ein Unternehmen sich “benimmt”. Und da hat sich JW einen vorläufigen Platz auf der NoGo-Liste redlich verdient. Noch nicht im Lidl- oder Kik-Status, erstmal auf Probe.

Wolfskin ist für mich gestorben. Macht dem Verbraucher!

Emailaktionen an Jack Wolfskin machen keinen Sinn, Emailaktionen an die großen Handelsketten wie Globetrotter, Sportbekleidungsketten, etc durchaus. Die Verkäufer dazu auffordern Jack Wolfskin Produkte aus dem Verkauf zu nehmen. Diese Firmen könnten Jack Wolfskin innerhalb von Wochen zu einem Umdenken bewegen, sinkender Absatz/Umsatz/Gewinn macht die Marke wertlos.

Schon irgendwie lustig, das man bei JW kleine Hobbydesigner, die selbstgemachte Produkte für ein paar Euros verkaufen und denen es offensichtlich nicht um Plagiate ging, wegen Geschäftsschädigung mit aller Härte abmahnt und die ganze Sache dann, wie an den Reaktionen hier zu lesen, zu massiven Image- und Umsatzschäden führen wird. Dort scheinen richtig kompetente Leute im Management zu sitzen.

Und wenn man die Pressemitteilung von Jack Wolfskin zum Thema liest, kann man davon ausgehen, das Jack Wolfskin noch nicht kapiert hat, worum es überhaupt geht …

Blog-Beiträge zum Thema:
Werbeblogger.de
Marketing-Gui.de

Weitere Blog-Beiträge

Update 23.10.2009

Nach massiven Protesten auf diversen Blogs hat Jack Wolfskin die Abmahnung gegenüber den Betroffenen Dawanda-Usern zurückgezogen. Ein massiver Prestige-Verlust und eine negative Online-Reputation bleiben jedoch als Folge zurück. Werbeblogger.de, der die Welle ins Rollen gebracht hat, hatte in der Zwischenzeit ein Gespräch mit dem Geschäftsführer von Jack Wolfskin geführt.
Details dazu sowie eine Analyse der Situation auf werbeblogger.de “Der Herbst des Hauses Jack Wolfskin”

Autor: Thomas Hutter (1171 Posts)

Thomas Hutter (38) ist Inhaber und Geschäftsführer der Hutter Consult GmbH. Er berät grosse und mittlere Unternehmen, Organisationen und Agenturen in der Schweiz, Deutschland, Österreich und Niederlanden rund um den strategischen und nachhaltigen Einsatz von digitaler Kommunikation und digitalem Marketing in und mit sozialen Netzwerken.

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