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Gredd Spiridellis, CEO von JibJab Media (Elf Yourself), schreibt in einem Gastbeitrag auf insidefacebook.com über die Erfahrungen mit Facebook Connect. JibJab Media bietet seit 10 Jahren individualisierbare eCards und Videos an.

Facebook Connect brachte JibJab 1.5 Millionen Facebook Benutzer

Gregg Spiridellis schreibt, das für viele Silicon Valley Leute 1.5 Mio. keine wahnsinnige Zahlen bedeuten, er aber die Beurteilung dieser Summe gerne den Lesern überlässt. Diesen Meilenstein möchte er als Vergleich und Kontrast nutzen um aufzuzeigen wie Inhalte verteilt und eine Publikum Aggregation vor Facebook und mit Facebook erreicht werden konnte.

JibJab wurde 1999 gegründet, zu einer Zeit wo 56K Modems eingesetzt und Videos möglichst unter 300K gehalten wurden.  Die Geschäftsidee war simple: hochtalentierte Künstler kreieren internetbasierende Unterhaltung um Publikum zu gewinne und das Publikum so einzubinden, dass noch mehr Publikum angezogen werden konnte.  Damals fragte man sich “und wie macht man Geld damit?”, heute nennt man dies Viralmarketing.

Um diese viralen Ambitionen vor dem Facebookzeitalter zu erreichen hatte JibJab nur gerade zwei Möglichkeiten in ihrer Toolbox. Einerseits “E-Mail to a Friend” auf jeder Seite und zweites “Sign Up For Our Newsletter” um Besucher über neueste Arbeiten zu informieren. Es dauerte fast fünf Jahre um eine Liste von 130’000 Newsletterempfänger aufzubauen. Die Mühen zahlten sich aus als die politische Satire “This Land” über die Mailingliste an Mailboxen rund um die Welt ging. Als JibJab den Clip in den Nachrichten von Südkorea sah, wussten sie, gass sie es geschafft haben, einen weltweiten Brand zu kreieren. Als die NASA JibJab anrief, um eine Kopie des Clips an die internationale Raumstation zu senden, wurde bei JibJab gescherzt, dass das Ziel übertroffen wurde und sie nun einen galaktischen Brand hätten.

This Land - JibJab

This Land” hat die JibJab-Theorie, dass die Verteilung nicht über Kanäle erfolgte sondern über Menschen. Dutzende Follow-Up-Videos, die allesamt als Premiere in der Tonight show mit Jay Leno gezeigt wurden, brachten eine Verankerung in allgegenwärtigen traditionellen Medien und ein langsame Steigerung der Publikumsaggregation.

JibJab benötigte während der E-Mail-Ära 8 Jahre, um 1.5 Millionen registrierte Benutzer zu sammeln. Mit Facebook Connect dauerte es für die gleiche Anzahl nur 5 Monate.

Noch bemerkenswerter war die Tatsache, dass JibJab über Facebook Connect diese Zahl erreicht hat ohne Facebook-Erfahrung und ohne den Einsatz von Facebook-Optimierungen wie Benutzer dazu zu bringen weitere Freunde einzuladen oder automatisch Benachrichtigungen zu versenden.

Wie hat JibJab das erreicht? JibJab startete mit einer einfachen Frage: “Wie können wir Facebook-Tools und -Daten nutzen um unseren Benutzern mehr Nutzen zu bringen?” Das JibJab Produkt- und Technologie-Team identifizierte vier Schlüsselmöglichkeiten:

Publishing

Facebook Connect ist der beste Weg um Inhalte zu verteilen. Dies nicht nur, weil es eine Verteilung ermöglicht ohne das man sich an die E-Mail-Adressen seiner Freunde erinnern muss, sondern weil es ein akzeptierter Brodcast-Kanal für jedermann wurde. Wenn man sich zurückerinnert, wie in der Vergangenheit häufig E-Mails mit Witzen an das gesamte Adressbuch verschickt wurden, ist es heute normal, dass solche Dinge über die Newsfeeds auf Facebook verbreitet werden, ohne dass der Empfänger genötigt wird, dafür ein E-Mail zu empfangen und dies zu öffnen.

Sign-On

Ein direktes Registrierungssystem bringt keinen Wert, man muss sich Benutzername und Passwort merken. Bei JibJab steht die Facebook-Connect-Registrierung im Zentrum. Warum? Ein Facebook Connect Benutzer kommt einerseits mit rund 130 Freunden und bringt weiter unten beschriebene Vorteile mit sich. Bei einem herkömmlichen Benutzer ist der Mehrwert gleich null. Heute passieren 80% der Registrierungen auf JibJab über Facebook-Connect und JibJab überlegt sich, wie die anderen 20% ebenfalls dazu gebracht werden können, sich via Facebook zu registrieren.

“Traditionelle” Webmerketer werden nun aufschreien und intervenieren warum JibJab die eigenen User aufgibt und diese zu Facebook übersiedeln?

First of all, Facebook already owns them in a deeper, more meaningful way than you ever will; get over it. Second, since when has ownership of a customer been mutually exclusive? You can own them too. Having Facebook sign on in your direct registration path for new users does not mean you have to abandon owning account registration data. It’s just a question of what point in the customer lifecycle you make a grab for it. When someone purchases something from JibJab, we get their email address and flesh out their profile. Before that, the benefit of minimizing friction to turn the visitor into a customer far outweighs the emotional concern over ownership and serves both our customers’ interests and our business objectives.

Media Acces

Das populärste JibJab Produkt, “Starring You”, erlaubt es dem Benutzer Photos hochzuladen und diese lustige personalisierte Videos einzubinden (z.B. Elf Yourself). Vor der Einbindung von Facebook Connect mussten Benutzer die Bilder von ihrem Desktop hochladen, heute können Benutzer die Videos aus ihren eigenen Fotoalben oder aus den Alben ihrer Freunde verwenden.

Data

Facebook Connect bietet eine Fundgrube an Benutzerdaten. Jeder muss für sich die Frage stelen, welchen Mehrwert diese Daten für das eigene Produkt bieten. Die Antwort für JibJab war einfach: die Geburtstage der Freunde. Durch Facebook Connect hat JibJab einen der grössten Kataloge an Daten überhaupt zur Verfügung. Die Geburtstage sind optimal für das Versenden von eCards und so wieder weitere Kunden zu gewinnen.

Gregg Spiridellis gibt zu, dass es am Anfang nicht einfach war, sich mit dem Gedanken anzufreunden, dass sämtliche User-Daten zu Facebook ausgelagert werden und Facebook eine sehr wichtigen Status innerhalb des Geschäfts einnahm. Mit der zehnjährigen Erfahrung von JibJab ist es für JibJab einfach zu sehen, wie Facebook’s Social Graph für immer das “Content Distribution Game” verändert hat.

Email, the primary discovery and distribution channel for ‘This Land’, was and is a social network, but it was decentralized and non-persistent. Facebook is centralized, persistent and, with Connect, it is becoming ubiquitous. Your friends will be there with you anywhere and everywhere there is a screen and therein lies distribution gold. In other words, if you are in the digital content distribution business and you are not deeply integrating Facebook into your product experience, you should probably be fired.

Den kompletten Artikel ohne Übersetzungsfehler finden Sie auf insidefacebook.com

Autor: Thomas Hutter 1316 Posts
Thomas Hutter (38) ist Inhaber und Geschäftsführer der Hutter Consult GmbH. Er berät grosse und mittlere Unternehmen, Organisationen und Agenturen in der Schweiz, Deutschland, Österreich und Niederlanden rund um den strategischen und nachhaltigen Einsatz von digitaler Kommunikation und digitalem Marketing in und mit sozialen Netzwerken.
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