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Wie Facebook im Developer Blog am Freitag mitteilte, werden ab dem 01.03.2010 keine Applikationsmeldungen mehr unterstützt. Facebook kündigte bereits in der Developer Road Map Änderungen in diese Richtung an.

Als Facebook 2007 startete, waren es rund 40 Millionen Benutzer, heute zählt Facebook mehr als 400 Millionen Benutzer und über 500’000 Applikationen. Mit dieser extremen Skalierung stieg auch die Komplexität der Facebook Plattform. Facebook kündigte im Oktober an, dass die Interaktionen mit Applikationen klarer strukturiert werden und für den Benutzer weniger Spam verursacht werden soll. 

Für die Kommunikation zwischen der Applikation und dem Benutzer stehen diverse Mittel wie das neu geschaffene Applikations- und Gamesdashboard, die neu eingeführte E-Mail-Benachrichtigung und die “Lesezeichen hinzufügen”-Funktion zur Verfügung. Die bisherige Applikationsbenachrichtigungsfunktion steht ab dem 01.03.2010 nicht länger zur Verfügung.

Facebook empfiehlt im Developer Blog den Einsatz von Zählern (Countern) die im Applikationsdashboard die Anzahl der offenen Transaktionen der Applikation anzeigen soll, den Einsatz von Newsnachrichten für kurze Benachrichtigungen innerhalb vom Dashboard sowie die Einholung der Erlaubnis des Benutzers um zukünftig E-Mail-Nachrichten senden zu können.

Später in diesem Jahr sollen weitere Änderungen wie die Anpassung der Applikations-Anfragen (Requests) und die Darstellung von Profilen innerhalb von Applikationen folgen.

Facebook publizierte im Zusammenhang mit den Änderungen einen Best Practice Guide für die Kommunikation mit Applikationen:

Facebook Best Practice Applikations-Kommunikation

Anmerkung

Viele Facebook Benutzer werden erfreut sein, dass für von vielen als lästig empfundenen Applikationsbenachrichtigungen wegfallen. Die laufenden Änderungen an der Facebook Plattform fordern aber von den Applikationsentwicklern einerseits fortlaufend eine hohe Flexibilität auf Anpassungen auch kurzfristig reagieren zu können, andererseits aber auch entsprechend flexible Vereinbarungen mit den Applikationseigentümern, die erlauben auf Anpassungen reagieren zu können. Für die Applikationseigentümer bedeuten die laufenden Änderungen ein Investitionsrisiko das wesentlich höher liegt als bei plattformunabhängigen Internetapplikationen.

Autor: Thomas Hutter 1675 Posts
Thomas Hutter (40) ist Inhaber und Geschäftsführer der Hutter Consult GmbH. Er berät grosse und mittlere Unternehmen, Organisationen und Agenturen in der Schweiz, Deutschland, Österreich und Niederlanden rund um den strategischen und nachhaltigen Einsatz von digitaler Kommunikation und digitalem Marketing in und mit sozialen Netzwerken.
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