Facebook: Die Entwicklung der Privatsphäre visualisiert
9. Mai, 2010 | Thomas Hutter | 2 Kommentare
Facebook verändert laufend die Privatsphäre , während früher Daten ziemlich restriktiv behandelt wurden, werden Privatsphären-Einstellungen immer freizügiger und öfters mehrfach klassifiziert, was viele Facebook-Benutzer zunehmend überfordert. Die Öffnung der Daten hängt weitgehend auch mit den Monetarisierungsversuchen von Facebook zusammen und nicht zuletzt mit der Etablierung des Social Graph.
Matt McKeon hat in seinem Blog eindrücklich die Entwicklung der Privatsphäre in Facebook visualisiert:
2005
2006
2007
November 2009
Dezember 2009
April 2010
- Likes: Personen, Bands, Filme, Webseiten oder jedes andere Element, welches über den Social Graph, bzw. den Like-Button in Facebook gezeigt wird.
- Name, Picture: selbstsprechend
- Demographics: Alter, Geschlecht, Geburtstag und andere Basisdaten
- Extended Profile Data: Familienmitglieder, Stadt, Heimatort, Religion, Politische Einstellungen, Autoren, Schulen, bzw. alles im Zusammenhang mit den Verbindungen im Profil.
- Friends: selbsterklärend
- Networks: selbsterklärend
- Wall posts & Photos: selbsterklärend.
Herzlichen Dank an Matt McKeon für seine tolle Arbeit!
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Dass Facebooknutzer mit den Einstellungen zum Schutz der Privatsphäre zunehmend überfordert sind, mag sein. Ich glaube aber vor allem, dass der Trend zur freizügigen Präsentation des Privatlebens in der virtuellen Öffentlichkeit von vielen Nutzern absolut gewollt ist, sonst hätten Netzwerke wie Facebook, Twitter oder Lokalisierungsnetzwerke wie Foursquare keinen solch großen Zulauf. Der Trend liegt in meinen Augen in einer extreme Beschleunigung der Kommunikation mit Themen ohne wirklichen Tiefgang auf öffentlichen Plattformen.
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