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Das Facebook weltweit Dinge bewegen kann ist wahrhaft nichts Neues. Stories, wie Facebook die Welt oder aber auch einfach Einzelschicksale verändert, konnten in der Vergangenheit bereits unzählige nachgelesen werden, seit dem 1. Mai schreibt Facebook jedoch ein neues Kapitel und setzt den Fokus auf Organspenden. Organspenden sind weltweit ein riesiges Problem, bzw. weniger das eigentliche Organspenden sondern vielmehr die Bereitschaft der Menschen Organe zu spenden. Gemäss einer kürzlich veröffentlichten Umfrage wären zwar grundsätzlich viele Menschen bereit Organe zu spenden, betrachtet man allerdings die Anzahl der Personen auf Wartelisten und die effektiven offiziellen Organspender, besteht eine sehr grosse Diskrepanz zwischen “Bereitschaft” und “Annmeldung”.

Die meisten Aktionen mit Sinn der Aufklärung sind in den einzelnen Länder in der Vergangenheit eher weniger erfolgreich verlaufen, die Anzahl der Organspender hat zwar zugenommen, ist aber im Verhältnis zu den benötigten Organen immer noch viel zu klein. Dieses Problem packt Facebook nun an, wie Mark Zuckerberg in der ABC-Sendung “Hello America” vom 1. Mai bekannt gab. Ausschlag für die “Funktionalitätserweiterung” bei Facebook war ein Gespräch zwischen Mark Zuckerberg und seiner Freundin  Priscialla Chan, die Medizin studiert, sowie die Freundschaft zum verstorbenen Apple-Gründer Steve Jobs, der auf Grund einer Organspende einige Jahre länger leben durfte.

Pragmatischer Ansatz

Die Sensibilisierung für das Spenden von Organen wird von Facebook sehr pragmatisch angegangen, dürfte aber ziemlich effektiv sein: Facebook Benutzer können bei den Lebensereignissen im Bereich “Gesundheit und Wellness” ein neues Ereignis “Organ gespendet” hinzufügen – durch die entsprechende Publikation wird bei Freunden das Thema verbreitet. Personen, die aus Neugierde in diesen Bereich klicken, erhalten Informationen zu den Möglichkeiten einer Organspende. Aktuell ist die Funktion nur für Facebook Benutzer in den USA und in UK erhältlich, da aber der Hilfebereich ebenfalls bereits auf Deutsch umgesetzt wurde, kann davon ausgegangen werden, dass Facebook auch hier bei uns nach entsprechenden Partnern sucht.

Das nachfolgende Video von Facebook erklärt das Vorgehen:

Lebensereignis "Organ gespendet" auf Facebook

Lebensereignis "Organ Spender" auf Facebook

Newsfeedbeitrag "Organ gespendet" bei Facebook

Newsfeedbeitrag "Organ Spender" bei Facebook

Lebensereignis "Organ Spender" bei Facebook

Lebensereignis "Organ Spender" bei Facebook

Organspenden in der Schweiz

Das Spenden von Organen, bzw. die Bereitschaft dafür zu signalisieren, ist in der Schweiz übrigens ganz einfach. Auf der Website swisstransplant.org kann direkt online ein entsprechender Ausweis ausgefüllt oder bestellt werden. Der ausgefüllte Ausweis muss nachher, am besten in der Geldbörse, mit herumgeführt werden. Das Prozedere zur Erlangung des entsprechenden Spenderausweises dauert übrigens nur gerade 2 – 3 Minuten.

Ein ausgefüllter Ausweis könnte z.B. so aussehen und im Falle eines Falles ein Leben einer anderen Person nachhaltig beeinflussen:

Organspenderausweis in der Schweiz

Organspenderausweis in der Schweiz

Organspenden in Deutschland

Auch in Deutschland ist das Spenden von Organen, bzw. die Bereitschaft dafür zu signalisieren, relativ einfach und wird auf der Website organspende-info.de einfach erklärt.

Autor: Thomas Hutter 1701 Posts
Thomas Hutter (40) ist Inhaber und Geschäftsführer der Hutter Consult GmbH. Er berät grosse und mittlere Unternehmen, Organisationen und Agenturen in der Schweiz, Deutschland, Österreich und Niederlanden rund um den strategischen und nachhaltigen Einsatz von digitaler Kommunikation und digitalem Marketing in und mit sozialen Netzwerken.
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