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Tja, heute wird´s ein wenig nachdenklich. Ich hab mich hier auch intensivst vorbereitet – Jose Gonzales Playlist, ein paar Kerzen angezündet, Licht gedimmt (ja, ich hab nen Dimmer #fortheladies) und Unmengen Räucherstäbchen, deren beißender Gestank meine Augen zum Tränen bringen. Ich trink sogar „Entspann Dich Tee“. Ja Mama, Tee!!! Ich will zu 100% fokussiert sein.

Thomas Meyer entspannt ...

Thomas Meyer entspannt …

Und das alles für die eine Frage, die uns heute beschäftigen wird – nämlich:

Was tun gegen Selbstzweifel?

Was führen wir eigentlich für ein Leben? Hab ich mir das alles so vorgestellt? Ist das etwas, auf das ich stolz sein kann? Social Media? Von früh bis spät am Handy, Tablet oder Laptop. Getrieben von KPI’s, Networking und der Angst einen Trend zu verpassen. Keine gesellschaftliche Wertschätzung? Der Freak. Der Nerd. Der, der ständig am Handy hängt.
Ich hab mich bis letzte Woche nicht wirklich mit diesem Thema auseinandergesetzt. Warum, weiß ich nicht. Weil ich vor der vermeintlichen Wahrheit Angst hatte? Oder weil einfach alles so schnell geht? Von Facebook auf Twitter auf Insta auf Snapchat – und das noch alles vor dem Frühstück. Ob ich das verurteile? Fix nicht. Ich tu´s ja selber. Augen auf, Tweets, Stati und Fotos von Kunden checken – und die zwei, drei wichtigen Blogs lesen. Boom. Duschen, Zähne putzen, im besten Fall was anziehen und ab ins Office. Fuck, ich liebe meinen Job, wirklich. Und doch fragen wir (und unser Umfeld) uns, was wir da tun und was für eine Bedeutung es hat.

Warum Bedeutung so bedeutend ist

Wie oft könnt ihr tun und lassen, was ihr wollt? Entweder weil es keinen interessiert oder sich niemand richtig damit auskennt. Wie oft sehnt ihr euch nach Anerkennung? Oder nach Zuspruch? Nach einer lobenden Geste? Wie oft wirkt alles so bedeutungslos?
Klar sind wir Marketing. Klar sind wir New Media. Klar sind wir Kreativbereich. Aber was bedeutet das? Es ist alles noch so neu. Ohne Grenzen. Ohne Regeln.

UND JETZT DIE KERNAUSSAGE (#PeinlicheGroßbuchstaben): Wir müssen uns die Bedeutung geben – wir sind die Antwort. Wir selbst sind die Lösung.
Und an diesem Punkt kommt die klassische Betriebswirtschaft ins Spiel. Die Ökonomie. Puuhhh. Ziemlich fancy. Doch wenn ich eines während meines BWL-Studiums gelernt habe, dann dass ich Ziele definieren muss (und dass man zum letzten Bier auf der Studentenfeier immer NEIN sagen sollte..).

Ziele definieren

Ziele und Nicht-Ziele. Nur durch sie bekommt unsere Arbeit ein Gerüst – eine Statik, die wichtig ist, um Bedeutung überhaupt definieren zu können. Nur durch die Definition von Zielen kann ich auch etwas erreichen, auf das ich und, eigentlich viel wichtiger, meine Vorgesetzten stolz sein können. Wir müssen Social Media messbar machen. Und nein, ich rede nicht nur von plumpen KPI’s – ich rede auch von dem Erreichen der Unternehmensziele – der Mission – der Vision. Wir sind Teil des Unternehmens – wir sind ein verdammt wichtiger Teil des Unternehmens – die Kommunikation nach außen – aber damit haben wir auch eine Verantwortung zu tragen.

Goal setting as memo on notebook with many light bulbs by shutterstock.com shutterstock_256521256

 

Die Theorie

Auch wenn ich euch auf die Nerven gehe: Ziele müssen SMART sein. Fuck it. Ja, das ist vielleicht abgedroschen, aber es stimmt. Wessen Ziele nicht spezifisch, messbar, akzeptiert, realistisch und terminiert sind, wird definitiv unglücklich werden.Formuliert sie aus. 2,3,4 Ziele reichen vollkommen. Und dann bewertet sie nach diesen Kriterien. Ziele sind so geil! Ziele sind unser Anker – im rauen Wind der beruflichen Unsicherheit (#metapherorgasmus).

Und Ziele bringen gar nichts, wenn man sie nicht immer und immer wieder an die übergeordneten Ebenen anpasst – an die Vision bzw. Mission des Unternehmens.

Die Vision ist im Grunde der ausformulierte Idealzustand. Wie die perfekte Zukunft aussieht. Die Mission beschreibt dagegen, wie ihr da hinkommt – meist in Form eines Slogans.

Schreibt euch den ganzen Wahnsinn auf. Ihr für euch, aber natürlich auch im Team. Und bitte, bitte, bitte kommuniziert die Ziele nach oben. Klar setzt ihr euch der Gefahr aus, ein Ziel nicht zu erreichen. Aber tausend mal geiler als immer der Honk zu sein, der einfach so nebenher mit läuft. Lieber einmal ein Tadel, aber dafür endlich auch Lob.
Angenehmer Nebeneffekt: plötzlich weiß man, was ihr tut. Oft ist es ja eine gewisse Scham der Vorgesetzten – denn man gibt nicht gerne zu, dass man keine Ahnung hat, was seine Angestellten überhaupt so tun…Und dann fragen sie mal lieber erst gar nicht nach.

Die Antwort

Also, was ist nun die Antwort auf das Warum? Ich denke wir tun´s,weil es uns Spaß macht. Einfach weil wir Menschen sind, die gerne neue Dinge ausprobieren. Aber damit das langfristig funktioniert und nicht im Burnout oder beim Arbeitsamt endet, müssen wir die Arschbacken zusammenkneifen und uns die Rolle im Unternehmen und der Gesellschaft selbst definieren. Denn dann hat das, was wir machen eine Bedeutung – ein Ziel.
Und wenn wir ein Ziel haben, gibt es etwas, dass wir erreichen “müssen” – und wenn wir es erreichen pusht es das Ego, motiviert uns und macht uns im Unternehmen wertvoll…doch erst der Wert – und dann erst die Wertschätzung.

So, nicht nur, dass aus dem „Entspann dich Tee“ ein kalter “Trink mich, ich schmeck nach Pipi Tee“ wurde, nein, mir ist auch noch kotzübel von diesen verdammten Räucherstäbchen. Na gut, ich hoffe ich konnte euch ein wenig motivieren und wünsch euch noch ein schönes Wochenende! Ich trink erst mal ne Tasse „Ich will nicht kotzen Tee“ ;-).

 

 

Image Credits:

Goal setting as memo on notebook with many light bulbs by shutterstock.com

Autor: Thomas Meyer 12 Posts
Thomas Meyer ist Sales Director bei Swat.io, einer Social Media Management Lösung die Unternehmen bei Content Planung & Kundenservice auf Facebook & Co. unterstützt. Zu unseren Kunden zählen Focus Online, Burda Intermedia, 3Österreich, Hitradio Ö3, ÖBB uvm.

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