Facebook: Diesel Cam bringt Facebook in die Umkleidekabine
10. Mai, 2010 | Thomas Hutter | 8 Kommentare
Wie allfacebook.com berichtete bringt Diesel Spanien mit der Diesel Cam Facebook in die Umkleidekabine und erklimmt so ein neues Level im Social Media Marketing. Die Idee dahinter ist simpel und genial, die Diesel Cam ist eine interaktive Installation die es Shopper erlaubt, sich direkt in der Umkleidekabine  zu fotografieren und die Bilder auf Facebook zu veröffentlichen. Shopper können so Fotos ihrer neuen Kleider direkt in Facebook veröffentlichen und sich so von Freunden vor dem Kauf beraten lassen.
Die Shopper verbinden sich via Facebook Connect mit Facebook, über den Touch Screen Monitor können die Aufnahmen direkt in Facebook publiziert werden, durch das integrierte Diesel Logo in der Bildecke ist auch der Branding-Effekt für Diesel riesig gross und der Spass für die Shopper darf nicht unterschätzt werden.
Was ist Deine Meinung – werden bald in verschiedenen Boutiquen auch in Deutschland, Österreich und in der Schweiz Kameras à la Diesel Cam zu finden sein? Werden solche Möglichkeiten die Shopping-Gewohnheiten verändern?
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Ich bin mir ehrlich gesagt über den Sinn dieser Cam nicht so ganz klar. Wenn ich mich VOR einem Kauf beraten lassen will und mein Bild bei Facebook poste, heisst das doch noch lange nicht dass ich sofort Feedback von meinen Freunden bekomme. Ausserdem will ich ja auch nicht von irgendwem Feedback sondern meisten nur von einer oder zwei bestimmten Personen. Das würde bedeuten ich müsste entweder ewig in der Umkleidekabine oder im Laden warten bis die richtige Person mein Outfit kommentiert.
Finde ich nicht so besonders ausgereift diese Idee.
ich schliesse mich hier an. Der wirkliche Nutzen (mal von der Selbstdarstellung abgesehen) ist hier noch nicht wirklich gegeben. Da gibt es doch schon ziemlich gute social commerce ansätze über die man seinen Freunden direkt eine Nachricht schicken kann – zielgerichtete Ansprache der Advocats.
Relevanz statt Masse – der Grundbaustein jeder erfolgreichen Social Media Kampagne fehlt hier mal wieder. Schade, aber der Ansatz ist auf jeden Fall innovativ und mal was anderes. Ich verstehe nur nicht warum die Werber immer noch kein Social Media Verständnis aufgebaut haben, bei der Kampagne geht es doch nur um Publikation nicht den Mehrwert.
Ich bin da nicht ganz mit @prfriends und @daria einig.
@daria
Es wäre theoretisch durchwegs möglich, dass ich das Bild nur einigen meiner Freunde zur Verfügung stelle um ein Feedback abzuholen – Mobile Internet ist extrem wachsend – dh. es ist eine Frage der Zeit, dass viele Freunde in immer kürzeren Abständen auf Facebook anzutreffen sind, beachtet man zusätzlich das Shoppingverhalten der jungen Spanierinnen und Spanier (und den vielen Latinos/Latinas in Spanien) ist es normal, dass zuerst einige Kleidungsstück probiert werden und diese nicht unbedingt am gleichen Tag gekauft werden (Shopping gehört in Spanien und bei den Latinos zu den Freizeitbeschäftigungen – die Meinung der Freunde wesentlich wichtiger als hier in DE/CH/AT – entsprechende Trends zeigen auch die US-Studien über das Empfehlungs- und Kaufverhalten der US-Facebook-Nutzer).
@prfriends
Gerade bei dieser Idee haben es die Werber hervorragend verstanden ein Verständnis für Social Media aufzubauen. Bei diesem Ansatz wird dem Kauf- und Surfverhalten der Zielgruppe extrem Rechnung getragen, zusätzlich werden die Facebook-Kanäle durch den gebotene Möglichkeit der Selbstinszenierung des Nutzers für das Branding bestens genutzt. Durch den innovativen und neuen Ansatz entsteht zusätzlicher Mehrwert durch die vielen Blog- und Newsbeiträge (ebenfalls Social Media Kanäle), die das Branding (meist) positiv unterstützen. Ich bin mir sicher, dass bei einer aktuellen Sentiments-Analyse Diesel in den meisten Fällen positiv erwähnt wird.
dürfte grossen erfolg haben. schon heute posten teens fotos direkt aus den umkleidekabinen von h&m & co und posieren in neuen kleider und wunsch-outfits. könnte vor allem bei teuren labels wie disel erfolg haben -> die selbstdarstellung ist besonders bei teens ein ganz grosses ding.
die funktion dürfte aber hier (CH) nicht wirklich zum feedback einholen mit anschliessendem kauf genutzt werden, sondern viel mehr for fun und zur selbstdarstellung.
Da gebe ich @Thomas Hutter und @dave Recht.
Da Always-On immer beliebter und wichtiger wird, und die Möglichkeit besteht, bei neuen Inhalten meiner Freunde sofort eine Mitteilung auf meinem Smartphone zu erhalten, zielt die Idee in die richtige Richtung.
Desweiteren ist es für den Werber DIE Chance einen Kontakt zu seinen Store-Kunden aufzubauen. Das ist ja das grösste Problem der Stores.
Der Kunden kommt rein, kauft was und weg ist er. Somit keine Kontaktmöglichkeiten mehr für den Betreiber, kein Feedback vom Kunden, keine Kontaktdaten, kein Nachfassen werblicher Art möglich.
Somit sehe ich für beide Seiten einen Mehrwert.
[...] dazu auch bei Thomas Hutter und auf All [...]
[...] im andersdenken-Blog und im thomas-hutter-Blog via All Facebook Blog « Happy Coffee will mit Transparenz und fairen Preisen [...]
Ich behalte mir das Recht vor, Kommentare ohne korrekte E-Mail-Adresse und/oder Absenderkennung zu löschen…