Facebook: Aufatmen für Brandmanager – Community Seiten können beansprucht werden

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Viele Brandmanager werden aufatmen können, die von Facebook im Zusammenhang mit der Einführung der Connections und der damit verbundenen automatischen Erstellung generierten Gemeinschaftsseiten (Community-Pages) können nun von den “rechtmässigen” Inhabern beansprucht werden.

Was sind Community Pages?

Community Pages, oder auf Deutsch  Gemeinschaftsseiten, wurden von Facebook bei der Umstellung der Profil-Informationen in Connections (Verbindungen) und somit zu Open Graph Objekten anfangs April automatisiert erstellt. Benutzer, welche im Profil bei Interessen beispielsweise “Essen” oder “Reiten” eingetragen hatten, wurden automatisch mit den entsprechenden Community Pages verbunden. Nutzen also mehrere Benutzer z.B. einen Brand, nehmen wir mal als Beispiel McDonalds, eröffnete Facebook automatisch dafür Community Pages, mit einem Schlag waren plöztlich sehr viele McDonalds oder Mc Donalds oder Mc Donald’s Seiten vorhanden. Community-Pages erkennt man daran, dass sie einerseits über eine eingebundene Wikipedia-Information, andererseits über das fehlende “Fan-Feld”, bzw. bereits heute über die Navigation auf der linken Seite anstelle der Tab-Navigation im oberen Bereich dargestellt werden. Innerhalb der Gemeinschaftsseiten werden Pinnwandbeiträge von Freunden oder aber für jedermann sichtbare Beieträge von etwelchen Nutzern dargestellt. Siehe auch Gemeinschaftsseiten vs. Communityseiten

Community Pages – der Graus für jeden Brandmanager

Viele Brandmanager waren bei der Aufschaltung der Community-Seiten verzweifelt, plötzlich gab es für den eigenen Brand plötzlich mehrfache Facebook Präsenzen und noch viel schlimmer, die Inhalte konnten nicht kontrolliert, bzw. administriert werden, Designrichtlinien, etc. konnten nicht eingehalten werden.

Claiming von Community Pages jetzt möglich

Neuerdings können Brandverantwortliche den Anspruch auf bestehende Community-Seiten erheben. Facebook stellt dazu auf der entsprechenden Community-Page auf der linken Seite oder im Fuss der Seite einen Link “Ist das deine Seite?”. Nach dem Anklicken des entsprechenden Links erhält der Benutzer ein Informations-Fenster und muss bestätigen, dass er der offizielle Vertreter des Brands ist. Nach der Bestätigung fragt Facebook nach, ob die entsprechende Seite mit einer bestehenden Seite verbunden werden soll.

Beispiel für das Claiming einer Community Seite bei McDonalds

Beispiel für das Claiming einer Community Seite bei McDonalds

Folgende Punkte sind für das Merging zu beachten:

  • Der Name der Community-Seite muss mit der offziellen Facebook-Seite korrespondieren, z.B. Nike -> Nike, das Merging von Nike Shoes zu Nike ist  nicht möglich
  • Es können pro Merge-Vorgang maximal fünf Community Seiten verbunden werden, bei mehr als fünf Community Pages muss der Vorgang mit mehrfachen Anfragen ausgeführt werden
  • Inhalte der Community-Seiten werden nicht übernommen, die Inhalte der offiziellen Seite bleiben bestehen. Die “Liker” der Community-Seiten werden auf die Facebook Seite automatisch übertragen – eine Benachrichtigung findet nicht statt
  • Nach der Übermittlung des Merge-Vorgangs wird dieser von Facebook überprüft, z.B. kann Nike -> Nike verbunden werden, eine Verbindung von Nike Basketball oder Nike Shoes zu Nike wird aber von Facebook nicht erlaubt. Diese Überprüfung von Facebook kann einige Tage dauern. Nachdem Facebook die Überprüfung positiv durchgeführt hat, wird der Seitenadministrator benachrichtigt, nach dieser Benachrichtigung kann es weitere 7 Tage dauern, bis der Merge komplett ist.
  • Ein Merge kann nicht rückgängig gemacht werden

Fazit

Facebook hat nach der “Hals-über-Kopf”-Aktion mit der vollautomatischen Erstellung von Gemeinschaftsseiten entsprechende Probleme der Inhaber von offiziellen Seiten erkannt und handelt nun. Beachtet man die Zeitachse, immerhin sind knapp sieben Monate vergangen, können Lösungen auf Probleme gefunden werden, allerdings dauert deren Umsetzung relativ lange und  lässt Seitenverantwortliche an der Seriosität und Zuverlässigkeit von Facebook als Partner im Marketing zweifeln. Die Möglichkeit des Claimings ist nun aber eindeutig ein Schritt in die richtige Richtung.

Autor: Thomas Hutter (1263 Posts)

Thomas Hutter (38) ist Inhaber und Geschäftsführer der Hutter Consult GmbH. Er berät grosse und mittlere Unternehmen, Organisationen und Agenturen in der Schweiz, Deutschland, Österreich und Niederlanden rund um den strategischen und nachhaltigen Einsatz von digitaler Kommunikation und digitalem Marketing in und mit sozialen Netzwerken.

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