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Immer wieder trifft man auf Facebook Profile die für das Marketing verwendet werden, obwohl die Verwendung von persönlichen Profilen gemäss den Nutzungsbedingungen von Facebook eigentlich verboten wäre (vergleiche dazu den bereits älteren Beitrag: “Facebook | Kommerzielle Nutzung – Private Profile – Unternehmenskonto – Möglichkeiten“. Aktuelles Beispiel “Liz Wohnen” und “Max Wohnen”.

Liz Wohnen und Max Wohnen

Wie der lokale Radiosender “Radio Top” heute meldete, kursiert auf Facebook momentan eine Frau mit dem Namen “Liz Wohnen” und ein männliches Pendant “Max Wohnen”, hinter den beiden Profilen steckt eine Immobilienfirma, welche in Winterthur Hegi Wohnungen vermieten will. Liz Wohnen zählt zur Zeit 230 Freunde, Max Wohnen 238 Freunde.

Fake-Profil Liz Wohnen auf Facebook

Fake-Profil Liz Wohnen auf Facebook

Fake-Profil Max Wohnen auf Facebook

Fake-Profil Max Wohnen auf Facebook

Audio-Beitrag von Radio Top als MP3 (Sorry, Deutsche Freunde, die Sendung ist in Schweizerdeutsch)

Private Profile für Marketing-Aktivitäten? Verstoss gegen die Nutzungsbedingungen von Facebook

Die Verwendung von privaten Profilen, bzw. Fake-Profilen, für Marketing-Aktivitäten verstösst gleich mehrfach gegen die Nutzungsbedingungen von Facebook, z.B.

Erklärung der Rechte und Pflichten

3.1. Du wirst keine nicht genehmigten Werbekommunikationen (beispielsweise Spam) auf Facebook verwenden oder auf andere Art auf Facebook posten.

4.1 Du wirst keine falschen persönlichen Informationen auf Facebook bereitstellen oder ohne Erlaubnis ein Profil für jemand anderes erstellen

4.4 Du wirst dein persönliches Profil nicht zu deinem kommerziellen Nutzen verwenden (wie beispielsweise durch den Verkauf deiner Statusmeldung an Werbetreibende).

4.7 Deine Kontaktinformationen sind korrekt und du wirst sie auf dem neuesten Stand halten.

Gemäss den Nutzungsbedingungen von Facebook sind nur gerade Facebook Seiten für die kommerzielle Nutzung erlaubt.

Was kann passieren?

Zuwiderhandlungen gegen die Nutzungsbedingungen können die Sperrung des Profils zur Folge haben.

Guerilla-Taktik?

Falsche Profile melden "Diese Person melden/blockieren"

Falsche Profile melden "Diese Person melden/blockieren"

Beim obigen Beispiel muss es sich um einen Guerilla-Marketing-Versuch handeln, anders kann man sich die Wahl eines privaten Facebook Profils für Marketingaktivitäten auf Facebook nicht erklären. In diesem genannten Fall erfolgreich, immerhin ist ein Lokalradio auf den Zug aufgesprungen. Allerdings dürfte die Überlegung dahinter auch für die Guerilla-Taktik relativ gefährlich sein, einige Klicks auf “Diese Person melden/blockieren” genügen, damit Facebook das Profil sperrt, sämtliche “Akquise-Aktivitäten” wären dann umsonst (allerdings nicht kostenlos) gewesen.

Autor: Thomas Hutter 1675 Posts
Thomas Hutter (40) ist Inhaber und Geschäftsführer der Hutter Consult GmbH. Er berät grosse und mittlere Unternehmen, Organisationen und Agenturen in der Schweiz, Deutschland, Österreich und Niederlanden rund um den strategischen und nachhaltigen Einsatz von digitaler Kommunikation und digitalem Marketing in und mit sozialen Netzwerken.
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