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Nun ist die Katze aus dem Sack: Google hat auf die nur schleppende Nutzung von Google+ reagiert und in einer Pressemeldung die Fusion von Google+ mit Facebook zu Facebook+ bekanntgegeben. Google+ Nutzer werden umgehend in das neue Facebook+ migriert.

Fokus auf Kernbusiness

Dass das soziale Netzwerk von Google+ nur harzig in Schwung kam, war nichts Neues. Nur gerade 125 Millionen der rund 500 Millionen Nutzer, davon ca. 400 Millionen zwangsregistrierte Nutzer (YouTube, Gmail und Android-Nutzer, welche automatisch bei Google+ registriert wurden), waren innerhalb eines Monats aktiv. Grund genug sich Gedanken zu machen, wie ein Google Sprecher an der Pressekonferenz erläuterte. Google werde sich in Zukunft auf innovative neue Dienste im Zusammenhang mit dem Kernbusiness (Suche, Sammeln von Daten) beschränken und die Social Media Aktivitäten nicht weiter unterstützen. In diesem Zusammenhang wurde gleichzeitig auch das Ende von YouTube und dafür die Lancierung von Google Nose und Gmail Blue bekanntgegeben.

 

Aus Google+ wird Facebook+

Die Fusion von Google+ mit Facebook war grundsätzlich vorauszusehen, mit dem neuen Dienst Facebook+ werden die Stärken von Google+ in Facebook integriert. Wie Facebook mitteilte, werden die wenigen guten Funktionen von Google+ in Facebook+ integriert. Beispielsweise wird der bei Google+ Nutzern sehr beliebte Dienst Hangout bei Facebook unter dem Namen “Chillout” weitergeführt, die Beschränkung von 10 Teilnehmern wird gelockert, in Chillout können, angepasst an die neuen Dimensionen von Facebook+, bis zu 1’000 Teilnehmer gleichzeitig sprechen. Auch der 1+ Button soll teilweise übernommen werden, in einer ersten Phase wird ein neugestalteter grösserer Like+ Button eingeführt der nach dem Klick gleich ein Kommentarfeld von maximal 12’000 Zeichen beinhalten wird. Auch wird das Circle-Prinzip in Facebook+ unter dem Namen “Friend Round” Einzug halten.

Der neue Like+ Button

Der neue Like+ Button

Facebook+ mit neuem News Feed

Um Google+ Nutzer nicht vom ersten Tag an zu überfordern und gleichzeitig einen einfachen Übergang zu ermöglichen, wird in Facebook+ ein reduzierter News Feed angezeigt. Im reduzierten News Feed werden nicht wie in Facebook üblich die relevantesten Meldungen mit den meisten Interaktionen, sondern die Meldungen mit der tiefsten Interaktionsrate angezeigt. Ehemalige Google+ Nutzer werden dann in Facebook+ Schrittweise an die für Facebook Nutzer gewohnte Datenflut herangeführt, nach rund 30 Tagen werden dann auch Meldungen mit kleiner oder mittleren Interaktionsraten in den News Feed eingespielt, der vollumfängliche News Feed soll dann ab Juni den ehemaligen Google+ Nutzern zugänglich gemacht werden.

Das neue Facebook Plus Logo

Das neue Facebook Plus Logo

Keine direkte Übernahme von Google+ Firmenpräsenzen

Wie Facebook in der Pressemeldung betonte, werden bereits existierende Firmenseiten nicht vollautomatisch in Facebook Seiten umgewandelt. Die Community Manager von Google+ Firmenseiten werden in einem ersten Schritt zuerst in einem zweitägigen Webinar mit der Massenkommunikation vertraut gemacht. Community Manager können so während der Trainingsphase üben und das Gefühl erlernen wie es ist, wenn tatsächlich Nutzer sich mit den Inhalten einer Seite auseinandersetzen.

Migration noch heute

Goolge+ Benutzer werden heute im Laufe des Tages einen entsprechenden Migrationsaufruf am Bildschirm sehen und können dann die Migration zu Facebook+ innerhalb von 7 Tagen vornehmen. Nutzer, welche die Migration nicht innerhalb einer Woche vornehmen, werden keine weitere Möglichkeit zur Migration erhalten. Facebook betonte an der Pressekonferenz, dass so allfällige Karteileichen so auch gleich gesäubert werden können, man rechne damit, dass rund 100 Millionen Nutzer übernommen werden können. Die Umstellung unter Zwang dürfte allerdings bei der Google+ Gemeinde keine Probleme verursachen, wurden doch bereits in der Vergangenheit Änderungen ohne Rückfrage bei der Community ohne Diskussion hingenommen.

 

Update 01.04.2013 19.37 Uhr

Wahrscheinlich haben es ja eh alle bemerkt … das Ganze ist natürlich ein 1. April Scherz. Google+ und Facebook fusionieren nicht, die Google+Anhänger dürfen einsam weiter posten 😉

Autor: Thomas Hutter 1675 Posts
Thomas Hutter (40) ist Inhaber und Geschäftsführer der Hutter Consult GmbH. Er berät grosse und mittlere Unternehmen, Organisationen und Agenturen in der Schweiz, Deutschland, Österreich und Niederlanden rund um den strategischen und nachhaltigen Einsatz von digitaler Kommunikation und digitalem Marketing in und mit sozialen Netzwerken.
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