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shutterstock_56671228 Immer wieder erreichen mich Anfragen von Hinterblieben von verstorbenen Personen, die mich bitten, ihnen bei den “Formalitäten” rund um das Facebook Profil der verstorbenen Person zu helfen. In den meisten Fällen haben die Verwandten oder Lebenspartner keinen Zugriff auf das Facebook Konto der verstorbenen Person. Selbstverständlich hat Facebook auch für diese Fälle vorgesorgt.

Eine verwandte Person stirbt, wie muss ich bei Facebook vorgehen?

Stirbt eine verwandte Person, können angehörige Facebook über das Formular “Besondere Anfrage bezgl. des Kontos einer verstorben Person” kontaktieren. Für die Anfrage benötigt Facebook folgende Informationen:

  • der Name der Person, welche das Formular ausfüllt
  • den vollständigen Namen des Kontos der verstorbenen Person
  • die E-Mail-Adresse des Kontos der verstorbenen Person
  • die Chronik URL der verstorbenen Person (facebook.com/xxxxxxxxxx)
  • Angaben zur Beziehung zur Person (Verwandschaftsgrad)
  • Todesdatum
  • Einen Nachweis zum Tod des direkten Familienmitgliedes (Sterbeurkunde, Geburtsurkunde oder einen rechtsgültigen Nachweis einer Behörde).

Über das Formular kann anschliessend gewählt werden, was mit dem Konto geschehen soll, Facebook sieht dazu zwei Varianten vor:

  • Löschung des Kontos
  • Konto im Gedenkzustand

Das Aushändigen von Login-Daten an angehörige ist aus Datenschutzgründen nicht möglich.

Löschung des Kontos

Bei der Löschung des Kontos werden alle Daten (Statusmeldungen, Texte, Bilder, Videos, etc.) gelöscht. Das Konto ist anschliessend nicht mehr verfügbar.

Konto im Gedenkzustand

Wird beantragt, dass ein Konto in den Gedenkzustand versetzt wird, weist das Konto anschliessend folgende Hauptmerkmale auf:

  • Facebook gewährt niemandem Zugriff auf ein Konto im Gedenkzustand.
  • Konten im Gedenkzustand können nicht bearbeitet oder verändert werden. Dies umfasst das Hinzufügen oder Entfernen von Freunden, das Bearbeiten von Fotos oder das Löschen von vorhandenen Inhalten.
  • Abhängig von den Privatsphäre-Einstellungen des verstorbenen Nutzers können Freunde in der in den Gedenkzustand versetzten Chronik Erinnerungen teilen.
  • Jeder kann private Nachrichten an den verstorbenen Nutzer senden.
  • Vom verstorbenen Nutzer geteilte Inhalte (z. B. Fotos, Beiträge) bleiben auf Facebook verfügbar und sind für das Publikum, mit dem sie geteilt wurden, sichtbar.
  • Chroniken von Konten im Gedenkzustand erscheinen nicht öffentlich, etwa als „Person, die du vielleicht kennst“ oder als Geburtstagserinnerung.
  • Gruppen, die ausschließlich zu einem Konto im Gedenkzustand gehören, haben die Möglichkeit, neue Administratoren zu wählen, während Seiten von Facebook entfernt werden.

Es ist zu beachten, dass es nicht möglich ist, eine Chronik zum Gedenken einer bereits verstorbenen Person zu erstellen. Anstelle einer Chronik sollte stattdessen eine Seite oder Gruppe zu diesem Zweck erstellt werden.

Wie Facebook in einer Newsmitteilung am 21.02.2014 mitteilt, werden Konten im Gedenkzustand mit weiteren Funktionen und Restriktionen belegt:

  • Die Visibilität eines Kontos im Gedenkzustand wird nicht mehr auf “Freunde” der verstorbenen Person beschränkt, die ursprünglich vorgenommenen Privatsphäre-Einstellungen bleiben erhalten.
  • Ausgelöst durch John Berlins Anfrage an Facebook, erhalten auch andere Angehörige von verstorbenen Personen die Möglichkeit das “Look Back”-Video einer verstorbenen Person zu sehen. Der Antrag kann über das Formular “A Look Back for a Loved One Who Has Passed Away” gestellt werden.

In der gleichen Newsmitteilung kündigt Facebook auch an, dass weitere Verbesserungen in diesem Bereich folgen werden. Zukünftig werden Nutzer auch zu Lebzeiten bestimmen können, was mit ihrem Konto nach dem Ableben passieren soll.

Changes like this are part of a larger, ongoing effort to help people when they face difficult challenges like bereavement on Facebook. We will have more to share in the coming months as we continue to think through how best to help people decide how they want to be remembered and what they want to leave behind for loved ones.

 

Image Credits:
Two young girls visiting a grave site in the rain. They hold an umbrella, a bouquet of flowers and a teddy bear by shutterstock.com
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Autor: Thomas Hutter 1675 Posts
Thomas Hutter (40) ist Inhaber und Geschäftsführer der Hutter Consult GmbH. Er berät grosse und mittlere Unternehmen, Organisationen und Agenturen in der Schweiz, Deutschland, Österreich und Niederlanden rund um den strategischen und nachhaltigen Einsatz von digitaler Kommunikation und digitalem Marketing in und mit sozialen Netzwerken.
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