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Zugegeben, ein ziemlich provokanter Titel für einen Blogpost. Ein für seine hochqualitativen Fachartikel überaus geschätzter Kollege aus den USA, Jon Loomer, schreibt mir mit seinem Blogpost „It May Be Time for You to Quit Marketing on Facebook” quasi direkt aus der Seele. Aus diesem Grund habe ich seinen Blogartikel aufgenommen und frei von der Leber übersetzt. Ich kann in meinem beruflichen Alltag, aber auch im Werdegang und in der Denkweise viele Gemeinsamkeiten zu Jon Loomer feststellen.

Jon Loomer schreibt in der Einleitung: “That’s probably the click-baitiest (most click-baity?) headline I’ve ever written. I hate click-bait. I’m the king of boring headlines that just tell you what the post is going to be about. But this headline is not intendet to “bait”.” Ich mag seine Einleitung. Auch ich versuche regelmässig Titel zu wählen, welche exakt, wenn auch sehr langweilig, die Inhalte meiner Blogbeiträge wiedergeben. In den seltensten Fällen, wähle ich Titel mit der Intention aus, dass sie möglichst viele Klicks provozieren. Doch der Titel passt: „vielleicht ist es nun für dich Zeit mit Facebook Marketing aufzuhören!”.

Wrong Way by shutterstock

ich glaube, es ist vielleicht wirklich die Zeit gekommen, um mit Facebook Marketing aufzuhören

Du und Facebook kommen einfach nicht miteinander zurecht. Du verlierst Geld mit der Anzeigenschaltung und du hast nicht die notwendigen Ressourcen, um deine Facebook Seite richtig zu verwalten. Vielleicht vertraust du Facebook nicht, bist müde von den vielen Veränderungen, bist davon überzeugt, dass Facebook an der Schraube dreht und dir die Reichweite abwürgt, so, dass du gezwungen bist, Facebook Werbeanzeigen zu kaufen.

Also mach. Beende Facebook Marketing. Ich meine es ernst.

Es ist Zeit für dich, deine Marketingaktivitäten auf Facebook zu beenden. Mache etwas anderes, und hier ist der Grund warum…

Du hasst die Änderungen im News Feed Algorithmus

Vor geraumer Zeit, teilte jeder Bilder. Es wurde Dir gesagt, dass Bilder die meisten Interaktionen erhalten. Entsprechend hast du das gemacht, was du gehört hast. Du hast selbst dann Bilder verwendet, wenn es darum ging, einen Link zu teilen. Du hast einen Link oberhalb des Bildes in den Text eingesetzt, weil du gehört hast, dass die Reichweite von Links und die Interaktionen schlicht und einfach schrecklich sei.

Aber, als du gehört hattest, dass Textbeiträge am meisten Reichweite bekommen würden, hast du das Bild einfach weggelassen und einen hässlichen Link, ohne Vorschaubild und ohne Beschreibung publiziert.

Beispiel einer URL im Text

Beispiel einer URL im Text

 

Dann sagte Facebook plötzlich, dass Textbeiträge mit einem inkludierten Büro Link vom News Feed Algorithmus abgestraft werden, dass auf die altmodische Art und Weise geteilte Links vom System bevorzugt werden würden O, um die zu strafen, welche versuchen, den Algorithmus auszutricksen. Du warst wütend, weil du wieder alles ändern musstest, aber du hast es getan. Du hast nun begonnen Links zu teilen, Du hast Links mit ködernden Schlagzeilen benutzt, um Menschen auf deine Seite zu ziehen, bis sie herausfanden, dass sie auf deiner Seite nicht das finden, was sie ursprünglich erwartet haben. Die Menschen waren entsprechend enttäuscht.

Beispiel eines Click-Bait Beitrages

Beispiel eines Click-Bait Beitrages

 

Du hast dann entsprechend begonnen, Memes zu verwenden, weil diese die meisten Interaktion hervorrufen. Unabhängig davon, ob diese Interaktion überhaupt für deine Ziele Sinn machen.

Beispiel eines Memes

Beispiel eines Memes

 

Facebook hat daraufhin wiederum den Newsfeed Algorithmus angepasst, um Werbetreibenden wie dir das Handwerk zu legen, um die Verwendung von Click-Baits und Memes zu bestrafen. Du warst wieder wütend und langsam aber sicher auch müde, laufend deine Strategie anhand des letzten Updates des News Feed Algorithmus anzupassen.

Jetzt bist du erschöpft. Kreativität, ohne Memes und ohne Click-Baits für das Austricksen des Systems, ist verdammt schwierig. Zumindest hast du eine positive Rendite für deine Bemühungen bekommen. Du brauchst Verkäufe und Facebook gab dir kostenlose Reichweite. Und du warst mit Sicherheit nicht bereit, Facebook für Werbeanzeigen Geld zu geben. Und jetzt hat Facebook auch noch den Algorithmus so angepasst, dass Marken, die organische Reichweite von Beiträge nutzen, um Dinge zu verkaufen, abgestraft werden.

Das ist es nun, Du bist am Ende.

Ich mach dir keine Vorwürfe. Es ist anstrengend laufend den Algorithmus zu jagen. Und wenn du das machst, bist du im Wesentlichen nur eine Marionette des Algorithmus, der die Fäden zieht. Du hast das alles vielleicht gar nicht gemacht, aber die, die sich um den Algorithmus sorgen, sind die, die in jagen. Wenn die Befriedigung des Algorithmus deine erste Priorität ist, verlierst Du die Kontrolle. Und die Kontrolle zu verlieren, ist echt ein beschissenes Gefühl.

Ich kann dir aus meiner Sicht sagen, dass sich meine Posting-Strategie in den letzten drei Jahren kaum verändert hat. Ich kümmere mich relativ wenig um den Facebook Algorithmus. Fokus war seit jeher die höchstmögliche Qualität an Inhalten zu bringen, welche meine Zielgruppe schätzt, bzw. fordert.

Es dreht sich alles darum, die richtigen Menschen mit der richtigen Nachricht zur richtigen Zeit zu erreichen

Ich habe im grossen Ganzen immer nur Links gepostet, Links, die zu meinem Blogbeiträgen führen. Sehr viele davon habe ich publiziert, auch wenn sie vom Algorithmus verdammt wurden. Wenn du weiterhin mit Facebook Erfolg haben willst, musst du akzeptieren, dass der Newsfeed Algorithmus dazu entwickelt wurde, um Menschen genau die Inhalte zu zeigen, die sie auch sehen wollen. Wenn du das nicht glauben willst, dann musst du jetzt aufhören. Ich sehe wie du mit den Augen rollst, aber, verliere keine weitere Minute deiner wertvollen Zeit.

Wenn du das aber so akzeptierst, wirst du ein besseres Verständnis für Facebook entwickeln. Wenn du akzeptierst, dass deine Fans an ihren eigenen Freunden mehr interessiert sind, wirst du einen tollen Platz im Facebook Universum finden. Viele Menschen kommen gewöhnlicherweise auf Facebook, um Dinge zu teilen, zu argumentieren, zu gratulieren und um mitzufühlen. Ihre Freunde sind die eigentlichen Stars in Facebook, Seiten sind nur ein ganz kleiner Teil der Show. Wenn du etwas teilst, musst du dies im Hinterkopf wissen und du musst entsprechend deine Erwartungen ändern.

Verstehst du das?

Als die Leute deine Seite geliked haben, war das kein explizites Opt-In und um alle deine Inhalte zu sehen, die du verbreitest. Viele Deiner “Fans” kümmert es überhaupt nicht, wenn sie keine deiner Beiträge sehen.

Bist du damit einverstanden?

Wenn ja, cool. Dann führe die verrückte Facebook Reise weiter. Falls nein, ist es den Aufwand nicht wert. Der Facebook Newsfeed Algorithmus ist dazu da, um zu filtern. Und er wird schlimmer und schlimmer, je mehr Menschen und Unternehmen Facebook beitreten. Es ist ein Kampf, der immer weitergeht, und du wirst immer diesen Kampf verlieren.

Du kannst bessere Reichweite sonstwo holen

Zurück zu den guten alten Zeiten, als wir noch Kinder waren, damals haben wir 50 % unserer Fans mit einem einzelnen Beitrag erreicht. Das war gewaltig, richtig? Aber was ist passiert? Immer mehr Menschen haben begonnen Facebook zu nutzen. Millionen von Unternehmen haben die Möglichkeit für kostenlose Werbung und Kommunikation erkannt. Der verrückte Kampf um den News Feed hat begonnen. Facebook hatte aber den News Feed schon immer gefiltert. Aber dieses Filtern wurde plötzlich immer stärker betont. Wenn du typischerweise 1500 Meldungen am Tag zur Verfügung hast, hat dir Facebook davon nur rund 300 gezeigt. Viele Inhalte von Freunden, Gruppen und Seiten, bei welchen Facebook sich gedacht hat, dass sie dich nicht interessieren würden, wurden aussortiert.

Und ja ich weiss, Facebook weiss nicht, was du oder sonst jemand sehen will. Ich würde dazu aber argumentieren, dass Facebook mehr weiss, was du möchtest, als du selber weisst. Facebook hat Daten zu jedem Klick und zu jeder Interaktion auf der ganzen Plattform. Sie wissen mehr als du. Facebook hat verdammt noch mal ausgetestet um herauszufinden, was die richtige Kombination von Inhalten ist, was am meisten Interaktion bringt, und was die Menschen am meisten Zeit auf der Plattform hält. Weil am Ende des Tages braucht Facebook die Menschen, die so lange wie nur möglich auf der Plattform verweilen.

Du meinst, dass mit dem Börsengang das Geschäft begonnen hat. Das Facebook damit begonnen hat, den News Feed so einzuschränken, so dass du nur einen kleinen Prozentsatz deiner Fans mit dem einzigen Beitrag erreichst. Vorher hast du viele nicht erreicht, weil die Menschen nicht online waren, zu dem Zeitpunkt, als du es publiziert hast. Aber jetzt hat Facebook begonnen, dich davon abzuhalten, die zu erreichen, die tatsächlich online sind, mehr und mehr. Dann hast du plötzlich nur noch 25 % deiner Fans erreicht, dann 16 %, dann 10 %, jetzt sind es 5 % oder teilweise sogar noch weniger.

Vergiss das! Du bist am Ende!

Ich verstehe, dass das für dich frustrierend ist, aber ist Twitter besser? Erreichst du mehr Follower mit einem einzelnen Tweet, nur weil der Newsfeed nicht gefiltert ist?
Ist Google+ besser, wo ein geringerer Prozentsatz der Personen verbunden sind?
Wenn du denkst, dass das Gras auf der anderen Seite grüner ist, sattle dein Pferd und reite hinüber. Aber bevor du gehst, denk über die Seiten nach, welche mit Agorapulse Barometer verglichen wurden:

  • Die durchschnittliche Unternehmensseite mit weniger als 1’000 Fans erreicht rund 22.9 % der Fanbasis mit einem einzelnen Beitrag.
  • Die durchschnittliche Unternehmensseite mit einer Fanbasis zwischen 1’000 und 10’000 erreicht 12.8 % der Fans.
  • Der Durchschnitt über alle Seiten beträgt 9 %.

Ich weiss, das sind keine 50 % (oder 25 %, 16 % oder 10 %), aber ist es wirklich so schlecht, wenn 9 % deiner Fans, unabhängig davon ob sie online sind, wenn du publizierst, einen Beitrag sehen?
Wir sind verdammt noch mal verdorben, aufgrund von dem was einmal war. Facebook gab uns eine lebenslange Schokoladenration, und jetzt geben sie uns nur noch knapp einen Monatsvorrat.

Aber nochmals, wie viele deiner 10 000 Follower auf Twitter, wenn du überhaupt so viele hast, sehen einen einzelnen Tweet von dir? Du weisst ja, ein Tweet hat eine Halbwertszeit von rund 60 Sekunden, nachdem du ihn geschrieben und publiziert hast. Das ist nicht viel, aber ich weiss, was du jetzt denkst. Du denkst, dass die Reichweite eines einzelnen Tweets nicht wichtig ist, weil du ja mehrmals tweeten kannst.

B.I.N.G.O.

Warum machen wir uns aber über die Reichweite eines einzelnen Beitrages auf Facebook Gedanken? Wenn du die Reichweite eines Beitrages über einen ganzen Tag oder eine Woche überwachst, bis du vielleicht überrascht, was du dann siehst. Aber das ist ja uninteressant für dich  – aus Prinzip, weil Facebook hält dich ja davon ab, kostenlos und einfach Menschen zu erreichen, die du früher einfacher erreicht hast.

Manchmal sind Änderungen aufgrund der Änderungen eine gute Sache. Ich möchte beispielsweise, dass der Trainer der Deutschen Fussball Elf Spieler X feuert, um einen anderen Spieler zu verpflichten, der schlussendlich genauso gut oder schlecht ist, wie der andere. Manchmal ist es aber auch die blosse Veränderung, die Neuausrichtung, die dich belebt und neuen Schwung gibt.

Ich habe ernsthafte Zweifel, dass du mehr Menschen auf Twitter erreichst. Was aber nicht bedeutet, dass du damit keinen Erfolg haben kannst. Wenn du alles nimmst und von Facebook auf Twitter verschiebst, wäre es interessant zu sehen, was dann passiert.

Wenn du denkst, dass der Wert eines Fans wertlos ist

Nun, wo die Reichweite abgenommen hat bist du davon überzeugt, dass der Wert eines Fans nicht mehr existiert. Die ganze Zeit und Energie, alles ist wertlos.

Manchmal sind Fans wertlos

Vielleicht hast du ein Gewinnspiel am anderen durchgeführt, um die Anzahl der Fans kontinuierlich zu steigern. Vielleicht hast du auch Werbeanzeigen mit einer armseligen Zielgruppenauswahl geschaltet, mit dem Fokus auf Preis und Quantität, vor Quantität … Aussagen wie “hier bekommst du Fans billiger” , “ich generiere Fans um € 0.20”, “ich habe 1000 Fans für nur € 50 generiert” – solche Aussagen höre ich immer wieder. Sie sind für mich auch ein ganz deutliches Zeichen, dass die Person, die eine entsprechende Aussage macht, einiges rund um Facebook Marketing nicht verstanden hat und  wahrscheinlich auch in Zukunft nicht verstehen wird. . Vielleicht hast du dir auch schon Gedanken gemacht, wie es wäre, Fans zu kaufen… bloss keine Angst, ich verrate das niemandem.

Wenn du das gemacht hast, was ich jetzt gerade aufgezählt habe, sind deine Fans wahrscheinlich absolut wertlos.

Hast du diese Dinge nicht gemacht, ist deine Zielgruppe, bzw. sind deine Fans vielleicht wesentlich wertvoller, als du überhaupt denkst. Vielleicht ist deine Fanbasis jetzt gerade wertlos, aber sie hat vielleicht Potenzial, dass du gar nicht kennst. Ich kann dir mit 100%iger Sicherheit sagen, dass die Fans meiner Facebook Seite alles andere als wertlos sind. Und ich weiss, dass es viele Facebook Seiten gibt, mit extrem wertvollen Fans.

Als ich diesen Beitrag gepostet habe, habe ich insgesamt 1’927 Menschen auf meinen Blog gebracht, rein organisch.

Beitrag via facebook.com/thomashutterblog

Beitrag via facebook.com/thomashutterblog

 

Okay, der Beitrag war relativ populär, aber dieser hat auch 1’794 Besucher auf meine Seite gebracht.

Beitrag via facebook.com/thomashutterblog

Beitrag via facebook.com/thomashutterblog

 

Und dieser 1’326 Menschen …

Beitrag via facebook.com/thomashutterblog

Beitrag via facebook.com/thomashutterblog

 

Alle diese Beiträge haben keine Taktik genutzt, um das System auszuhebeln. Es sind ganz normale, alte und langweilige Linkbeiträge. Menschen auf meine Seite zu bringen, ist extrem wichtig für mich. Wenn ich sehe, wie viele Menschen ich wieder mit einem einzelnen, nicht beworbenen Beitrag, auf meine Seite bringe, ist das vergleichbar mit einer Newsletterliste, die ich in diesem Ausmass gar nicht habe.  Ich zeige diese Statistiken auch nicht, um anzugeben, sondern um zu zeigen, was nach mehreren Jahren Arbeit mit der richtigen Zielgruppe auf Facebook möglich ist – kostenlos.

Meine Fans konvertieren auch. Diese Zielgruppe aus hochrelevanten Menschen, nehmen mit dem Besuch meines Blogs die erste Hürde in meinem Facebook Sales Funnel.

Okay, ich höre die Stimmen, die sagen “Thomas, diese Werbebeiträge, die funktionieren in Zukunft auch nicht mehr”.

Absolut richtig. Und diese Beiträge, die irgendwelche Dienstleistungen von mir pushen sollen, funktionieren in Zukunft auch nicht mehr. Das ist der Grund, warum ich Werbeanzeigen einsetze. Und ja, Fans konvertieren. Die konvertieren sogar auf einem sehr guten Level. Ich bekomme Registrationen für Facebook Ads Seminare bei 121Watt oder CPC-Consulting, ich erhalte Anfragen für Beratung, für Referate, für Expertise. Das alles zu häufig sehr günstigen Klickpreisen, abhängig von Inhalt, Zielgruppe und Zielsetzung.

Jon Loomer hat dazu eine Grafik veröffentlicht, welche aufzeigt, wie seine Kampagnen für Webinare funktionieren.

Kampagnenleistungen bei Jon Loomer

 

Um einen $1 herum, bw. 1’397 Conversions für einen durchschnittlichen Preis von $0.76 … der Hauptgrund für diese Leistung liegt in der Zielgruppe: es sind Fans, die er anspricht. Und wenn du nicht an die Kraft eines Likes glaubst, solltest Du in die Kraft einer Registration glauben, dadurch bekommt man eine E-Mail-Adresse und hat somit einen ersten Anknüpfpunkt für den Funnel.

Weisst du woher die guten Resultate kommen? Weil hier zwei Gruppen angezielt werden: Fans und Besucher der Webseite. Weisst du warum genau diese beiden Gruppen genutzt werden? Weil es wesentlich schwieriger ist an Menschen etwas zu verkaufen, die man nicht kennt. Entsprechend haben Fans einen hohen Wert.

Okay, du kannst nun zynisch oder einfach ungläubig sein, man könnte natürlich argumentieren, dass das alles nur so ist, weil ich über das Thema Facebook Marketing schreibe… Okay, glaub das. Wenn du das glaubst, ist es wiederum ein Grund mehr, warum du auf Facebook kein Marketing betreiben solltest.

Das führt dazu:

Du vertraust Facebook nicht

Du vertraust Facebook nicht, du denkst Facebook sei böse. Du glaubst, dass Facebook Horrordinge mit deinen Daten macht, dass sie deine Privatsphäre nicht respektieren. Du glaubst, dass Facebook Fans von deiner Seite fernhält,  Fans, die jeden Deiner Beiträge sehen wollen. Facebook tut alles was möglich ist, damit du Werbung schalten musst. Auch Mark Zuckerberg ist böse. Das ganze Wesen Facebook ist eine einzige Verschwörung.

Die bei Facebook sind Idioten – habe ich alles abgedeckt?

Okay, das war jetzt vielleicht ein bisschen übertrieben. Ich sehe aber viele solche Kommentare jeden Tag. Es ist verrückt, gerade diese Kommentare auf Facebook zu sehen, in meinen Blogbeiträgen, oder als Kommentar auf der Facebook Seite oder als Kommentar unter Werbeanzeigen von Facebook selbst. Und das häufig bei Beiträgen, die das Thema Facebook Marketing behandeln. Wenn du diese Dinge über Facebook denkst, warum bist du denn überhaupt hier? Und warum denkst du überhaupt über Marketing und Werbung auf Facebook nach?

Weisst du, was ich mache, wenn ich einem Unternehmen oder Menschen nicht traue? Ich stelle sicher, dass ich mit den Menschen oder dem Unternehmen nichts zu tun habe. Ich gebe denen mit Sicherheit mein Geld nicht. Auch meine Zeit nicht. Ich gehe diesen Menschen und Unternehmen schlicht und einfach aus dem Weg. Ich weiss, das sieht unmöglich aus, weil jedermann und jedermanns Mama auf Facebook aktiv sind. Aber es ist keine Notwendigkeit. Wenn du alle diese schlechten Dinge über Facebook denkst, warum um alles in dieser Welt vergeudest du auch nur einen einzelnen Cent bzw. eine einzige Minuten deines Lebens dafür?

Hör auf damit. Du quälst dich selber. Du verstösst gegen deine eigenen Werte. Das fühlt sich sicherlich schmutzig an. Du bist einer, der von jeder Facebook Verschwörung betroffen bist und du hast nun genug. Also, es ist Zeit zu gehen, weiterzuziehen.

Deine Facebook Ads funktionieren nicht

Das Erstellen von funktionierenden Facebook Kampagnen ist eine kleine Wissenschaft für sich. Es braucht Zeit und viel Geduld.

Es gibt keinen einfachen Knopf. Okay, es gibt den Boost-Button. Aber das ist sehr einfach und weil es sehr einfach ist, dürfte dies nicht der Schlüssel zum Facebook Werbeerfolg sein. Du erhältst zwar eine riesige Anzahl von Interaktionen, aber sonst nichts. Du baust damit deine Fanbasis auf, beschränkst vielleicht auch auf Interessen die Zielgruppe, aber vergisst dabei die Zielgruppe auf dein Land oder Tätigkeitsgebiet einzuschränken. Du siehst zwar tolle Resultate, aber beobachtest die falschen Zahlen. Oder du versuchst dein Produkt zu verkaufen und erhälst keine Bestellungen. Oder du schreibst einen Beitrag mit dem Ziel Menschen für deinen Newsletter zu gewinnen, aber siehst kein Ergebnis.

Oder vielleicht trifft auch keiner dieser Punkte und du findest sonst keine Möglichkeit, dass Facebook Werbeanzeigen für dich funktionieren. Es können hunderte von Gründe sein, warum es nicht funktioniert. Es kann sein, dass es für deine Branche nicht funktioniert. Aber häufiger liegt der Hund tiefer begraben. Es kann sein, dass es das falsche Bild ist in deiner Werbeanzeige, der falsche Text. Es kann auch sein, dass die Landingpage nicht gut ist (und davon gibt es viele). Es kann auch das Produkt sein. Oder das falsche Gebot, oder die falsche Platzierung.

Meistens ist es die Zielgruppenauswahl

Zurück zu der Geschichte mit den Resultaten, welche mit Fans und Besuchern der Website erzielt wurden. Ich zähle mich nicht zu den guten Textern und habe meistens auch keine kreative Bildwelt. Aber, ich spreche die richtigen Menschen an. Wenn du keine Fanbasis mit den Menschen aufbaust, die dich kennen, wird die Loyalität eher tief sein. Wenn du nicht die Menschen bewirbst, welche deine Website besucht haben, bezahlst du mehr für einen Klick. All das braucht viel Zeit in der Planung. Es braucht Analyse und es braucht auch Misserfolge.

Das ist gut so. Facebook ist vielleicht wirklich nichts für dich.

Facebook Marketing ist nicht für jedermann

Erfolg haben mit Facebook ist schwierig. Inhalte erstellen, welche Menschen sehen möchten, ist aufwendig. Werbeanzeigen schalten, die konvertieren und positive Leads generieren mit einem guten ROI, ist wirklich schwierig.

Aber warum muss es einfach sein?

Das sind schwierige Voraussetzungen. Es gibt mehr Unternehmen auf Facebook, als Unternehmen, die nicht auf Facebook sind. Entsprechend gibt es viele Misserfolge. Aber was ist sonst noch schwierig ist?

  • Das Erstellen von erfolgreichen Webseiten, die viele Besucher anziehen.
  • Der Aufbau von E-Mail Listen, die konvertieren.
  • Algebra ist auch eher kompliziert.

 

Wenn Erfolg mit Facebook Marketing schwierig und die Erstellung einer erfolgreichen Webseite aufwändig ist, der Aufbau einer E-Mail Liste, die konvertiert, relativ viel Aufwand bedeutet, oder das Lösen eines mathematischen Problems schwierig ist, ist das okay. Aber das ist vielleicht auch nicht unbedingt deine Schuld. Du kannst ja auch in einer schwierigen Branche arbeiten, hast vielleicht auch nicht die notwendige Erfahrung. Oder du hast auch nicht wirklich die Zeit und die Ressourcen, das alles perfekt zu machen. Das ist völlig in Ordnung. Du vergeudest somit Zeit für etwas, das für dich nicht funktioniert. Dann musst du weiter gehen, Facebook verlassen und etwas finden, was für dich wirklich funktioniert.

Immer mehr Vermarkter drücken ihre Frustration über Facebook aus. Das ist keine Überraschung. Facebook ist ein überfüllter Raum. Und es wird mehr und mehr zum Ort, wo nur die agilsten überleben. Aber hast du gewusst, du musst nicht frustriert sein? Du kannst nämlich weitergehen, das ist okay so, und am Ende wahrscheinlich das Beste für alle.

Jetzt bist du dran!

Dieser Rant ist das Resultat meiner eigenen Frustration, von dem, was ich laufend höre, von denen die sich laufend beschweren, jedoch die Möglichkeit hätten, dies zu ändern. Dieser Beitrag soll unterstreichen, dass es möglich ist unbeschwerter zu sein, weil es eine Option gibt. Aber ich weiss auch, dass dies ein heisses Thema mit starken Meinung ist, vor allem von denen, die das Gefühl haben, Facebook hätte ihnen Unrecht angetan.

Die beiden wichtigsten Aussagen in diesem Beitrag:

  • Erfolg ist möglich
  • Marketing auf Facebook ist für dich nicht erforderlich.

 

Was meinst du? Ist es Zeit, für mehr Marketer aus Facebook auszusteigen?

 

 

Image Credits:
Wrong way road sign by shutterstock.com

 

Autor: Thomas Hutter 1832 Posts
Thomas Hutter (41) ist Inhaber und Geschäftsführer der Hutter Consult GmbH. Er berät grosse und mittlere Unternehmen, Organisationen und Agenturen in der Schweiz, Deutschland, Österreich und Niederlanden rund um den strategischen und nachhaltigen Einsatz von digitaler Kommunikation und digitalem Marketing in und mit sozialen Netzwerken.
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