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Der Qualitätseffort um die Platzierungen im News Feed von Facebook geht in die nächste Runde. Facebook kündigt in der Serie News Feed FYI weitere Updates zur Verbesserung der Qualität im News Feed an, Clickbait-Überschriften wird der Kampf angesagt. Umfragen von Facebook haben ergeben, dass eine grosse Anzahl von Menschen falsche, sensationshaschende oder SPAM-Inhalte nicht mögen (dafür wäre eigentlich keine Umfrage notwendig gewesen)…

Reduktion von Clickbait-Beiträgen

Im letzten Jahr hat Facebook Updates im News Feed Algorithmus vorgenommen, welche Beiträge von Quellen die häufig Clickbait-Überschriften enthalten, die nicht entsprechende Informationen enthalten und übertreiben. Nun werden drei weitere Updates vorgenommen, welche auf den ersten Bestrebungen aufbauen und weiter die Anzahl von Clickbait-Überschriften reduzieren soll.

  • Ergänzend zur bestehenden Seiten- und Domain-Ebene werden neu auch die individuellen Beiträge analysiert.
  • Um dies noch effizienter zu gestalten, überprüft Facebook nun zwei separate Signale, einerseits ob eine Überschrift übertreibt oder Informationen zurückhält.
    Ein Beispiel für übertreibende Überschrift wäre: “WOW! Ginger tea is the secret to everlasting youth. You’ve GOT to see this!”. In diesem Fall wird mit dem Titel eine grössere Geschichte vorgegaukelt, als die Geschichte tatsächlich ist.
    Ein Beispiel für eine Überschrift, die Informationen zurückhält wäre: “When She Looked Under Her Couch Cushions And Saw THIS…”. Bei dieser Variante werden dem Betrachter gezielt Informationen vorenthalten, so dass ein Klick notwendig ist, um mehr zu erfahren.
  • Diese Anpassungen werden in zusätzlichen Sprachen ausgerollt.

Wie werden diese Bemühungen verbessert?

Facebook hat aus den Anpassungen im letzten Jahr viele Lehren gezogen und kann nun, durch die kombinierte Identifikation von Signalen, besser verstehen, welche Beiträge Titel enthalten, welche Informationen vorenthalten oder übertreiben. Facebook hat dazu hunderttausende von Schlagzeilen überprüft und als Clickbait oder Nicht-Clickbait markiert, bei Schlagzeilen mit Clickbait wurde zwischen vorenthaltenden und übertreibenden Titeln differenziert. Ein Team überprüfte daraufhin tausende von Überschriften nach diesen Kriterien und validierte die Resultate der anderen Prüfenden.

Basierend auf den Resultaten wurden Phrasen identifiziert, welche häufig in Clickbait-Überschriften vverwendet werden, ähnlich wie das beim SPAM-Filtern von E-Mail-System verwendet wird. Entsprechend werden Beiträge, welche Clickbait-Überschriften enthalten, weniger häufig im News Feed auftauchen. Facebook wird die Bemühungen weiter fortsetzen, weitere Clickbait-Muster zu erkennen und dies auf weitere Sprachen ausrollen.

Was bedeutet die Anpassung für meine Facebook Seite?

Facebook meint, dass die meisten Seiten keine signifikante Änderungen in der Reichweite sehen werden. Publisher, welche sich Clickbait-Beiträgen bedienen, sollten damit rechnen, dass ihre Reichweite signifikant abnimmt. Seiten sollten keine Inhalte mit Clickbait-Texten publizieren. Hört eine Seite auf, Clickbait-Beiträge zu publizieren, sollten neue Beiträge nicht von reichweitenhemmenden Massnahmen betroffen sein. Facebook verweist dabei auf das Best-Practice-Tipps zum Publizieren.

Autor: Thomas Hutter 1765 Posts
Thomas Hutter (40) ist Inhaber und Geschäftsführer der Hutter Consult GmbH. Er berät grosse und mittlere Unternehmen, Organisationen und Agenturen in der Schweiz, Deutschland, Österreich und Niederlanden rund um den strategischen und nachhaltigen Einsatz von digitaler Kommunikation und digitalem Marketing in und mit sozialen Netzwerken.

Kommentare via Facebook

Eine Antwort zu «Facebook: Anpassungen im News Feed – Reduktion von Clickbait-Überschriften»

  1. Nano@hotmail.com' Nano sagt:

    Kriegen sie irgendwie einfach nicht hin, schon so oft hat FB gesagt sie gegen dagegen vor…

    https://www.facebook.com/genialetricks/posts/1152896361523237

    Hier sieht man rennt nach wie vor sensationell. So pages werden auch verifiziert obwohl sie ein geschäftsmodell verfolgen wo FB sagt das wollen sie nicht.

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