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Manchmal kommt Weihnachten schon früher. Dieses Mal macht Facebook die Ankündigung der Bescherung bereits vor Weihnachten. Profitieren dürfen alle die Seitenbetreiber, welche sich tagtäglich Mühe geben und wertvolle Inhalte erstellen. Weniger freuen dürfen sich alle die, die versuchen den News Feed Algorithmus mit Engagement Baits auszutricksen.

Kampf gegen Engagement Baiting auf Facebook

Wie Facebook in der Reihe News Feed FYI ankündigte, wurden hunderttausende Beiträg untersucht und für die KI gekennzeichnet, wenn diese Engagement Baiting Charakteristiken aufweisen. Facebook hat so den News Feed Algorithmus trainiert, dass Beiträge, welche nach Interaktion betteln, erkennt werden können. Weisen Beiträge entsprechende Zeichen auf, erhalten sie weniger Reichweite im News Feed, bzw. werden abgestraft.

Facebook unterscheidet dabei:

  • Vote Baiting
    Beispiel:  “Klicke auf “wow”, wenn Du für Variante A, klicke auf “haha”, wenn Du für Variante B und klicke auf “love”, wenn Du für Variante C bist”.
  • React Baiting
    Beispiel: “Klicke auf “gefällt mir”, wenn Du ebenfalls aus Zürich bist” oder “klicke auf “gefällt mir”, um am Gewinnspiel teilzunehmen”.
  • Share Baiting
    Beispiel: “Bitte teile!”  oder “teile diesen Beitrag um schnell hektisch reich zu werden”.
  • Tag Baiting
    Beispiel: “Markiere einen Freund, der ebenfalls Angst vor dem Fliegen hat” oder “markiere einen Freund im Beitrag, um am Gewinnspiel teilzunehmen”.
  • Comment Baiting
    Beispiel: “Kommentiere, um am Gewinnspiel teilzunehmen” oder ” Kommentiere mit A, B oder C”.

Egal, in welche dieser fünf Kategorien ein Beitrag eingeordnet wird, der Beitrag wird weniger Reichweite erhalten.

Vote Baiting, React Baiting oder Share Baiting (Quelle: Facebook)

Vote Baiting, React Baiting oder Share Baiting (Quelle: Facebook)

 

Der Update wird bereits nächste Woche ausgerollt und dürfte einigen Seitenbetreiber hoffentlich bereits die Weihnachten vermiesen.

Tag Baiting und Comment Baiting (Quelle: Facebook)

Tag Baiting und Comment Baiting (Quelle: Facebook)

 

Bestrafung auch auf Seitenebene

Wie Facebook mitteilt, wird in den nächsten Wochen auch ein Update eingespielt, welcher nicht nur die Reichweite eines Beitrages reduziert, sondern Seitenbetreiber bestraft, welche regelmässig mit Engagement Baiting arbeiten. Entsprechende Seitenbetreiber haben also entsprechend noch eine kurze Schonfrist um ihre Strategien zu überdenken.

Fazit

Die angekündigten Strafmassnahmen sind längst überfällig, beklagen doch immer wieder “sauber” arbeitende Seitenbetreiber, welche Zeit und Geld in gute und authentische Inhalte investieren, über schwindende Reichweiten. Engagement Baiting gehörte schon immer in die Trickkiste vieler Seitenbetreiber, die versuchen im News Feed zu tricksen. Leidtragende waren in der Vergangenheit alle die Seitenbetreiber, welche sich an die Publisher-Empfehlungen von Facebook gehalten haben. Gerade in der Beratungspraxis musste ich schon sehr häufig gegen entsprechende Engagement Baitings argumentieren, was ohne die Abstrafung für fehlbare Seitenbetreiber von Facebook durchaus nicht immer ein einfaches Unterfangen war, lag doch der “scheinbare” Erfolg mit Engagement Baiting augenscheinlich zum Greifen nah.

Danke Facebook, mit dieser Anpassung werden endlich Seitenbetreiber belohnt, welche nachhaltige und durchdachte Strategien einsetzen und auf nachhaltige Inhalte setzen!

 

Autor: Thomas Hutter 1833 Posts
Thomas Hutter (41) ist Inhaber und Geschäftsführer der Hutter Consult GmbH. Er berät grosse und mittlere Unternehmen, Organisationen und Agenturen in der Schweiz, Deutschland, Österreich und Niederlanden rund um den strategischen und nachhaltigen Einsatz von digitaler Kommunikation und digitalem Marketing in und mit sozialen Netzwerken.

Kommentare via Facebook

9 Antworten zu «Facebook: Bye Bye Engagement Baits – Anpassungen im News Feed Algorithmus»

  1. mail@elternplanet.ch' Kathrin sagt:

    Aber wie macht man das denn in Zukunft bei Wettbewerben? Da muss man doch schreiben, dass
    Die Leute kommentieren solllen, resp. dass die Leute die Frage xy beantworten sollen?

    • thomas@hutter-consult.com' Thomas Hutter sagt:

      Vielleicht in Zukunft einfach intelligente Wettbewerbe durchführen

      • mail@elternplanet.ch' Kathrin sagt:

        Das mach ich. Aber wenn man zum Beispiel schreibt: „ Zum Mitmachen einfach dazu schreiben, welches eure Lieblingsfigur ist/ wer denn bei euch am Meisten Freude an diesem Film hätte/ Wie IHR diesem kleinen Hund sagen
        Würdet?“
        Ist das denn noch erlaubt? Oder wie soll
        Man das denn in Zukunft machen?

      • thomas@hutter-consult.com' Thomas Hutter sagt:

        eben, intelligente Wettbewerbe, nicht s8lche Dinge… nutze die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr….

    • tarek.al-faiech@iprospect.com' Tarek Faiech sagt:

      Deine Anzeige hat nur weniger Reichweite. Heisst nicht gleich, dass diese nicht mehr erscheinen wird.

  2. heinz@sondhauss.com' H.U. sagt:

    LOL! Ich kann mich gut erinnern das da mal irgendein Experte zum Besten gegeben hat, aktives Einfordern führe zu höherem Engagement. Lange her?

  3. Hi, gute Sache, doch meine Reichweite ist seit einiger Zeit unter 100 auch ohne jegliche Bittel- und Bettelaktionen. Für Reichweite will fb Geld und ich frage mich, wo das in Zukunft noch hinführt. Denke schon darüber nach, fb ganz den Rücken zu kehren.
    Diana

  4. support@coolesteil.de' Marc sagt:

    Übersichtlicher Beitrag zum Thema. Vielen Dank dafür.
    Wie sieht es eigentlich bei bezahlter Werbung aus mit dem Engagement Baits? “Markiere jemanden, dem das Produkt XY auch gefallen könnt!” Wird sowas auch bestraft? Viele Grüße, Marc

  5. gerd.pufler@3wfuture.de' Gerd sagt:

    Na da müssen jetzt aber einige Abteilungen diese berüchtigte Kreativität wieder aus der Schublade holen 😉 Denke mal einige werden es aber auch weiterhin praktizieren, da die mit Themen wie Facebook Feed Algorithmus völlig überfordert sind bzw. noch nie etwas davon gehört haben. Naja, wir werden sehen…wahrscheinlich wird jetzt einfach mehr Geld für sponsored posts in die Hand genommen und FB ist glücklich 😉

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