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16.04.2019 Veranstaltungen & Konferenzen

DEX19 Zürich: Ein kurzer Rückblick

Am letzten Donnerstag ging die «Digital Experience» – kurz DEX19 – in der Halle 622 in Zürich über die Bühne. Zwei Bühnen, drei Workshop-Räume und die Master Class luden zu einem grosszügigen Programm ein. Ein kleines Geschwader der Hutter Consult AG machte sich ebenfalls auf den Weg nach Zürich, um dem digitalen Treiben beizuwohnen.

Adi Zumbühl
3 Min. Lesezeit
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Am letzten Donnerstag ging die «Digital Experience» – kurz DEX19 – in der Halle 622 in Zürich über die Bühne. Zwei Bühnen, drei Workshop-Räume und die Master Class luden zu einem grosszügigen Programm ein. Ein kleines Geschwader der Hutter Consult AG machte sich ebenfalls auf den Weg nach Zürich, um dem digitalen Treiben beizuwohnen.

Die Revolution der Customer Journey im Digital Marketing

An der ersten DEX19 drehte sich alles um die «Customer Journey im digitalen Marketing». Ob an den Vorträgen auf der Main Stage, den dreizehn 7-minütigen (deutlich zu kurz, um explizite Einblicke zu den einzelnen Themen zu erhalten) Case-Präsentationen an den Master Classes oder den sehr gut ausgebuchten Walk-In-Workshops (bei denen leider weniger gewerkelt, dafür umso mehr Frontal-Kommunikation betrieben wurde – manchmal mit sehr guten Hinweisen und Inputs, oft aber auch sehr verkaufsorientiert). Und trotz der leicht erkennbaren Kritik: Den Anwesenden schien die Veranstaltung eine Menge Spass zu machen und die gewählten Themen haben eindeutig den Nerv der Zeit getroffen.

Purpose driven insight + Creativity = Love

Auf der Main Stage begann das offizielle Programm mit der Frage: «Braucht die Welt einen digitalen Imbusschlüssel?». Claudia Willvonseder – Vice President von IKEA Switzerland – ermutigte die Zuschauer innovativ und offen zu sein, Werten treu zu bleiben und sich trotzdem fit für die Zukunft zu machen. Digitalisierung bestehe nicht nur aus aus der Integration von neuen Prozessen. Man müsse sich auch von bestehenden Prozessen lösen können. Die Kombination aus wirksamen Touch-Kreationen, externen Daten und solcher, bestehender Kunden, treibt IKEA stetig voran. Daten steigern die Effektivität und in Kombination mit der nötigen Kreativität komme man weiter. Ganz nach der IKEA-Formel: Purpose driven insight + Creativity = Love.

Präsentationsfolie von Claudia Willvonseder - «Purpose in practice: Braucht die Welt einen digitalen Imbusschlüssel?»

Präsentationsfolie von Claudia Willvonseder – «Purpose in practice: Braucht die Welt einen digitalen Imbusschlüssel?»

 

Expertenrunde

Unter dem Aufhänger «AIDA ist tot» diskutierten vier Experten über die neuen Pfade in der Customer Journey. Tim Benzin von Google erwähnt hierbei, dass die Konsumenten immer kritischer bezüglich ihrer Daten werden. Sie erwarten jedoch von den Unternehmen ein gutes und persönliches Marketing. Das stehe leider komplett im Widerspruch. Ebenfalls müssen auch die Unternehmen und Werber weiterhin ihre Hausaufgaben machen. Gemäss einer BCG Studie sind es lediglich derer 2%, welche es verstehen, das volle Potenzial von datengesteuertem Marketing für die Steigerung der Kundengewinnung und -bindung einzusetzen.

Mensch oder Maschine?

Prof. Dr. Claudia Bünte Forscht im Bereich der künstlichen Intelligenz und hat mit dem Thema den Nerv der Zeit getroffen. Künstliche Intelligenz (AI) sei schon seit 1950 in den Köpfen von Menschen – damals hatte man aber schlichtweg noch zu wenig Rechenleistung und nicht genügend Daten. Deswegen sei dieses Thema erst jetzt allgegenwärtig – weil in der heutigen Zeit diese beiden Parameter gegeben seien. Gemäss einer Studie werde AI im Marketing auch immer wichtiger. Doch wie gut ist AI heute bereits im Marketing integriert? 31% der Befragten nutzen angeblich bereits AI für ihr Marketing. Prof. Dr. Claudia Bünte sieht eine grosse Marktlücke für Beratungsunternehmen in diesem Bereich. Oftmals scheitere es an der Strategie für den Einsatz von künstlicher Intelligenz.

Präsentationsfolie von Prof. Dr. Claudia Bünte - «Maschinen oder Menschen: Wer hat den Lead im Digitalen Marketing?»

Präsentationsfolie von Prof. Dr. Claudia Bünte – «Maschinen oder Menschen: Wer hat den Lead im Digitalen Marketing?»

 

Fazit

Die DEX19 verzeichnete einen sehr hohen Besucheraufmarsch – hierfür gibt es von uns schon mal ein «Thumbs up» für die Organisatoren, die einen tollen Job gemacht haben. Thematisch hoffen wir bei der nächsten Ausgabe auf eine höhere Vielfalt, welche neben Dienstleistern und Agenturen auch Endkunden in den Fokus rückt und ebenso Themen wie Social Media, SEO, SEA oder Content Marketing aufgreift. Momentan war doch alles sehr auf den Fokus Display- bzw. Programmatic-Advertising ausgelegt – und die digitale Branche hat in der Schweiz noch viel mehr zu bieten. Alles in allem ist der Anlass aber mit Sicherheit wertvoll für die Schweizer Digital Szene und sollte seinen fixen Platz im Kalender eines jeden Digital-Marketers erhalten.

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