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19.03.2019 Facebook

Facebook: Ausweitung des Faktenprüferprogramm in Deutschland – DPA wird neuer Partner

Facebook arbeitet in der Stratregie zur Bekämpfung von Falschmeldungen schwerpunktmässig mit externen und unabhängigen Faktenprüfern. Neben Correctiv, die bereits seit Januar 2017 Inhalte auf Falschmeldungen innerhalb von Facebook prüfen, wird künftig auch die dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH, die grösste Nachrichtenagentur Deutschlands, als Partner im Boot sein.

Thomas Hutter
2 Min. Lesezeit
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Facebook arbeitet in der Strategie zur Bekämpfung von Falschmeldungen schwerpunktmässig mit externen und unabhängigen Faktenprüfern. Neben Correctiv, die bereits seit Januar 2017 Inhalte auf Falschmeldungen innerhalb von Facebook prüfen, wird künftig auch die dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH, die grösste Nachrichtenagentur Deutschlands, als Partner im Boot sein.

43 unabhängige Faktenprüfer in 23 Sprachregionen

Facebook arbeitet weltweit mittlerweile mit 43 unabhängigen Faktenprüfern für aktuell 23 Sprachregionen zusammen. Dazu zählen Nachrichtenagenturen, Medienunternehmen und gemeinnützige Organisationen. Alle Programmteilnehmer sind durch das unabhängige International Fact-Checking Network zertifiziert. Die Prüfer sind rund um die Uhr tätig, um Facebook bei der Erkennung irreführender Nachrichten, Bilder und Videos zu unterstützen. Wird ein Inhalt als falsch markiert, wird die Verbreitung der Falschmeldung im News Feed reduziert. So werden im Durchschnitt zukünftige Aufrufe der als falsch markierten Inhalte um mehr als 80% reduziert.

“Gemeinsam mit unseren Partnern konnten wir in den vergangenen zwei Jahren erhebliche Fortschritte bei der Bekämpfung von Falschmeldungen auf Facebook erzielen. Gerade im Kontext von Wahlen ist die Integrität von Informationen von größter Bedeutung. Deshalb freuen wir uns sehr, dass die dpa unserem Programm vor der anstehenden Wahl zum Europäischen Parlament im Mai als zweiter unabhängiger Faktenprüfer für den deutschsprachigen Raum beitritt”, unterstreicht Tessa Lyons, Head of News Feed Integrity bei Facebook.

Meldung von möglichen falschen Inhalten (Quelle: Facebook)

Meldung von möglichen falschen Inhalten (Quelle: Facebook)

 

„Informationen und ihre Zuverlässigkeit zu prüfen ist schon immer eine Kernaufgabe der dpa-Teams gewesen“, sagt Peter Kropsch, Vorsitzender der dpa-Geschäftsführung. „Wir haben in den letzten Jahren viel in den Bereich Fact Checking investiert. Um unseren Verification Officer und sein Team herum sind neue Berufsbilder im dpa-Newsroom entstanden. Bei der Zusammenarbeit mit Facebook befinden wir uns nunmehr in der Gesellschaft anderer großer und internationaler Nachrichtenagenturen, die solche Dienstleistungen bereits seit einiger Zeit erbringen“, so Kropsch weiter.

Zusätzliche Massnahmen

Neben der Kennzeichnung von Falschmeldung umfasst die Strategie zur Bekämpfung von Falschmeldung auch das Entfernen von gefälschten Konten oder Inhalte, die gegen die Gemeinschaftsstandards oder gegen die Werberichtlinien von Facebook verstossen. Zudem informiert Facebook Menschen, indem mehr Kontext zu den Beiträgen im News Feed eingeblendet werden. Menschen auf Facebook haben so die Möglichkeit besser zu entscheiden, ob eine Quelle oder eine Nachricht als vertrauenswürdig erachtet werden kann.

Limitationen

Auf Grund der Vielzahl der Inhalten sind der manuellen Überprüfung von Beiträgen durch Faktenprüfer auch Grenzen gesetzt. Aus diesem Grund kommen immer mehr KI-Systeme zum Einsatz, die wiederum aus den Erkenntnissen der Zusammenarbeit lernen und so gewisse Muster besser erkannt werden können.

Quelle: Facebook News Room

 

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