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17.10.2018 Facebook

Facebook: Facebook Seiten mit geklautem Content ranken jetzt im Newsfeed schlechter

Facebook passt seine Publishing Richtlinien an und lässt ab sofort “trashige” Publisher und andere Seiten, die illegal Inhalte aus Fremdquellen mit wenig oder gar keiner Adaptierung veröffentlichen, öffentlich degradieren – mit anderen Worten die Inhalte dieser Seiten werden zukünftig im Newsfeed schlechter gerankt. Erst heute teilte Facebook mit, dass Links weniger prominent im Newsfeed angezeigt […]

Anna Fries
1 Min. Lesezeit
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Facebook passt seine Publishing Richtlinien an und lässt ab sofort “trashige” Publisher und andere Seiten, die illegal Inhalte aus Fremdquellen mit wenig oder gar keiner Adaptierung veröffentlichen, öffentlich degradieren – mit anderen Worten die Inhalte dieser Seiten werden zukünftig im Newsfeed schlechter gerankt. Erst heute teilte Facebook mit, dass Links weniger prominent im Newsfeed angezeigt werden, wenn eine Kombination aus kopierten Inhalten, Clickbaiting-Schlagzeilen und/oder Webseiten mit minderwertigen Ads erkannt wird. Das bedeutet, die User werden ab sofort weniger Beiträge von minderwertigen Webseiten sehen, die überwiegend Inhalte anderer Parteien kopieren und neu veröffentlichen ohne einen zusätzlichen und eigenen Mehrwert zu bieten. Dieser Schritt erfolgt nachdem Umfragen und persönliche Interviews ergeben haben, dass User “Copycat Content” gegenüber nicht gerade positiv eingestellt sind.

Wenn unrechtmässig verbreitetes geistiges Eigentum weniger im Newsfeed distribuiert wird, minimiert dies den Referral Traffic. Dies wiederum führt zu verminderten Werbeeinnahmen, und das schlussendlich zu einem geringeren Anreiz für Content-Langnasen sich ungefragt an Artikeln, Fotos und Videos zu bedienen. Hieraus erhofft sich Facebook, dass durch diesen sogenannten “Umbrella effect” die Echtheit von Inhalten im Web deutlich erhöht werden kann.

Und für den Fall, dass die Profildaten der 29 Millionen Nutzer, die durch den jüngst erfolgten Securitybranch von Facebook gestohlen wurden, online veröffentlicht würden, hätte Facebook bereits eine klare Massnahme, um Links zu diesen Daten effektiv aus dem Feed zu entfernen.

Aber wie stellt Facebook fest, ob Inhalte tatsächlich unrechtmässig kopiert werden?

Facebook vergleicht den hauptsächlichen Textinhalt einer Seite mit allen anderen Inhalten, um mögliche Übereinstimmungen zu finden. Der Grad der Übereinstimmung wird verwendet, um Aussagen darüber zu treffen, ob eine Website Inhalte kopiert hat oder nicht. Der Übereinstimmungsanteil wird kombiniert mit der Frage wie “clickbait-y” die Überschriften und Headlines einer Website sind, sowie der Qualität und Quantität der auf der Website veröffentlichten Anzeigen.

Fazit

Facebook bewegt sich mit dieser Massnahme einen Schritt weiter auf die Mission “meaningful conversations” zu. Inwiefern die Analyse fragwürdiger Facebook Seiten in der Realität genau funktioniert und wie erfolgreich sie ist, muss noch abgewartet werden.

 

Bild: Tech Crunch

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