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29.08.2018 Facebook Sicherheit & Privatssphäre

Facebook: Kampf gegen Sharing-Schemen

Clickbaiting und Sharing-Schemen sind ein grosses Problem für Facebook. In einem Facebook Media Beitrag erklärt Facebook, dass der Kampf gegen Sharing-Schemen verstärkt wird. Facebook klärt rund um Sharing-Schemen auf In den letzten Monaten hat Facebook Anpassungen an den Seiten vorgenommen und die Richtlinien für Markeninhalte aktualisiert. Darin verbietet Facebook Seiten und Profilen, Entschädigungen für die systematische […]

Thomas Hutter
4 Min. Lesezeit
1 Kommentar

Clickbaiting und Sharing-Schemen sind ein grosses Problem für Facebook. In einem Facebook Media Beitrag erklärt Facebook, dass der Kampf gegen Sharing-Schemen verstärkt wird.

Facebook klärt rund um Sharing-Schemen auf

In den letzten Monaten hat Facebook Anpassungen an den Seiten vorgenommen und die Richtlinien für Markeninhalte aktualisiert. Darin verbietet Facebook Seiten und Profilen, Entschädigungen für die systematische Weitergabe grosser Mengen von Inhalten Dritter zu akzeptieren. Gleichzeitig verstärkt Facebook seine Bemühungen zur Durchsetzung von Massnahmen gegen solche Seiten und Profile. Diese Bemühungen stehen im Einklang mit den Versuchen, Clickbait auf Facebook zu reduzieren.
Um Seiten und Profile besser zu verstehen und diese Situationen zu vermeiden, erklärt Facebook an einem Beispielszenario und skizziert auf, was basierend auf Erfahrungen in der Praxis erfolgt(e).

Wie weiss man, ob man an einem Sharing-Programm beteiligt ist?

Online “Content Mills” produzieren grosse Mengen an Website-Inhalten, die sich häufig auf oberflächliche Lifestyle-Themen konzentrieren, um Kommentare, Shares und letztendlich Klicks voranzutreiben. Solche Inhalte sind beispielsweise zahlreiche Listen oder weit hergeholte Geschichten mit sensationellen Schlagzeilen sein. In typischen Szenarien kontaktieren diese “Content-Mühlen”, die sich oft als hochwertige digitale Verlage präsentieren, Seiten mit hoher Follower-Zahl an und nutzen sie, um grosse Mengen der Artikel oder Videos der Content-Mühlen zu verteilen.

Hier ist ein Beispiel:

Schritt 1

Der Seiten-Inhaber werden angesprochen, um dem Programm beizutreten. Eine Person wendet sich an den Seiteninhaber um einen Geschäftsvorschlag zu besprechen. Dabei wird wahrscheinlich auf das Folgende angespielt:

  • Die Person bietet eine Entschädigung für die Erlaubnis, die Seite für die Veröffentlichung von Inhalten zu nutzen, an und beantragt möglicherweise den Zugriff auf das Werbekonto, um Anzeigen zu schalten, die für diese Inhalte werben.
  • Es wird behauptet, dass das Geschäftsmodell Facebook-konform ist und möglicherweise wird auf Prominente oder andere Seiten verwiesen, mit denen bereits zusammengearbeitet wird. Häufig wird auch behauptetet, dass eine Zusammenarbeit mit Facebook besteht.
  • Es wird behaupten, dass der zu distribuierende Inhalt überzeugend ist und erklären, dass diese Content-Zusammenarbeit sich positiv auf höheres Engagement steigende Sympathien für die Facebook Seite einzahlt. In Wahrheit sind die meisten dieser Inhalte sensationshaschend oder sind Clickbaits.

Schritt 2

Der Seiteninhaber unterzeichnen eine Vereinbarung und gewährt dem Partner Zugang zu den Konten. Sobald die Vereinbarung unterzeichnet wurde, muss wahrscheinlich Zugang zu den Werbekonten für die Werbebuchung gewährt werden. Normalerweise wird ein Account Manager beauftragt, der für die Zusammenarbeit und die Optimierung der Inhalte verantwortlich ist.

Schritt 3

Die Inhalte werden auf der Seite veröffentlicht und der Seiteninhaber erhält eine Vergütung. Es werden Inhalte erscheinen, die nicht vom Inhaber der Seite publiziert wurden, diese Inhalte können im Laufe der Zeit vom Team des Digital Publishers bearbeitet und geändert werden. Eine andere Möglichkeit ist, dass Inhalte dem Seitenbetreiber für die Publikation zur Verfügung gestellt werden. Die ausgerichtete Vergütung richtet sich in der Regel danach, wie viele Personen auf diese Beiträge klicken und somit nach dem Traffic der auf die Website des Publishers gelenkt wird.

 

Wenn man als Seitenbetreiber etwas Ähnliches wie das oben genannte Szenario erlebt hat und mit einem Dritten zusammenarbeitet, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass man Teil eines entsprechenden Sharing-Programms ist.

Was passiert, wenn man weitermacht?

Während Facebook versucht, Seiten die Möglichkeit zu geben, diese Praxis zu beenden, bevor weitere Massnahmen ergriffen werden, wird die Reichweite der Seite erheblich reduziert, falls die Seite als eine an einem Sharing-Schema beteiligte Seite identifiziert wurde. Das bedeutet, dass die Beiträge dieser Seite weniger Menschen erreichen und eine viel geringere Anzahl von Impressionen erhalten. Alle Szenarien, die gegen die Bedingungen der Facebook Richtlinien verstossen, sind anfällig für eine eingeschränkte Reichweite. Ein wiederholter Missbrauch kann auch dazu führen, dass der Zugang zu den Monetarisierungsfunktionen auf Facebook verloren geht. Für bestimmte Beiträge und Seiten, deren Verbreitung reduziert wurde, kann über die Facebook-Benachrichtigung, die über den Verstoss informiert, Berufung eingelegt werden.

Warum bekämpft Facebook Sharing-Schemen?

Facebook zielt mit der Durchsetzung der Richtlinien darauf ab, dass qualitativ hochwertige Inhalte besser das richtige Publikum erreicht. Facebook will sicherstellen, dass Seiten, die ein passendes Publikum und Fans aufgebaut haben, nicht von Dritten für ihre eigenen Einnahmezwecke ausgenutzt werden.

Was sollte man tun, wenn man Teil eines Sharing-Schema ist?

Wenn man Teil eines Sharing-Schemas ist, sollte man die die Veröffentlichung von Inhalten dieses Anbieters einstellen und jegliche Beziehung beenden. Damit wird sichergestellt, dass die eigenen Beiträge und die Seiten nicht negativ beeinflusst werden und die eigene Reichweite reduziert wird. Administratoren können relativ einfach von der eigenen Seite entfernt werden.

Was kann man tun, um eine Seite zu monetarisieren?

Facebook erweitert und verbessert das Monetarisierungsangebote kontinuierlich, um es Publishern und Autoren zu ermöglichen, hochwertige Inhalte zu monetarisieren und engagierte Communities auf Facebook aufzubauen. Der beste Weg, die Seite oder das Profil zu positionieren, um mit den Facebook Monetarisierungsprogrammen wie Branded Content oder Ad Breaks sinnvolle Einnahmen zu erzielen, besteht darin, Inhalte zu teilen, die eine einzigartige Stimme widerspiegeln und die Menschen bindet. In diesem Sinne hat Facebook kürzlich einen pädagogischen Bereich innerhalb der Facebook for Creators-Seite eingerichtet, der sich auf die Monetarisierung konzentriert.

Fazit

Bewusst gegen die Facebook Richtlinien zu verstossen, kann ärgerliche Konsequenzen bis hin zum Totalverlust nach sich ziehen.

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  1. hermes.lukas1@gmail.com' Lukas H. sagt:

    Hey Thomas,
    kannst du bitte den Link zum Original Medien Beitrag von Facebook zu diesem Thema posten?

    Beste Grüße

    Lukas

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