08.12.2020 Facebook

Facebook: Neuer Bericht zeigt steinigen Weg zur Erholung für kleine Unternehmen

Eine weltweite Umfrage der OECD und der Weltbank veröffentlichte in einem Report wichtige Ergebnisse im Hinblick auf die Herausforderungen von KMU in Zeiten von Covid-19. Dabei wurden signifikante Unterschiede im Vergleich des Reports im Mai verzeichnet.

Lena Eberhardt
4 Min. Lesezeit
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Die Pandemie ist sowohl eine gesundheitliche als auch eine wirtschaftliche Krise, die kleine Unternehmen besonders hart getroffen hat. Viele wurden dauerhaft geschlossen. Viele, die offen bleiben, stehen vor großen Herausforderungen, um sich über Wasser zu halten, ihre Mitarbeiter zu bezahlen und ihren Gemeinden zu dienen. Das Jahr neigt sich dem Ende zu, es herrscht überall noch Unsicherheit. Aber es gibt auch Anzeichen für Lichtblicke, was die Ergebnisse des neusten Global State of Small Business Reports zeigen.

Der Global State of Small Business Report

Seit Juli hat Facebook die Ergebnisse einer monatlichen, weltweiten Umfrage unter Kleinunternehmen veröffentlicht, die in Zusammenarbeit mit der OECD und der Weltbank durchgeführt wurde. Diese Berichte wurden vor der Pandemie geplant, um ein genaueres Bild für diese Situation zu schaffen. Stattdessen wurde die Aufmerksamkeit auf die größten Herausforderungen gelenkt, denen mehr als 150.000 kleine und mittlere Unternehmen weltweit gegenüberstehen. Ausserdem wurde aufgezeigt, wo Hilfe am dringendsten benötigt wird.

Nun wurde der sechste Global State of Small Business Report veröffentlicht und ist der letzte Report für das Jahr 2020. Er zeigt, dass sich die Geschäftsbedingungen seit der ersten Umfrage verbessert haben, jedoch nicht überall und nicht für alle Kleinunternehmen. Eine beträchtliche Anzahl bleibt geschlossen und eine Mehrheit berichtet weiterhin von Umsatz- und Beschäftigungsrückgängen. Auch, wenn die Wirtschaft insgesamt Anzeichen einer Verbesserung zeigt.

Die Pandemie hat zwar alle betroffen, aber nicht alle gleichermaßen. Frauen auf der ganzen Welt sind unverhältnismäßig stark vom Coronavirus betroffen. Sie tragen eher Pflegeverantwortung, verlieren eher ihren Arbeitsplatz oder müssen Lohnkürzungen hinnehmen. Zudem fühlen sie sich vergleichsweise überforderter, gestresster oder ängstlicher. Viele weibliche Führungskräfte in der Wirtschaft haben mit der doppelten Belastung gekämpft, um ihr Unternehmen über Wasser zu halten und zu Hause mehr Verantwortung zu übernehmen. Der Bericht zeigt, dass sich die Situation im Laufe der Pandemie nicht verbessert hat.

Dennoch sind Unternehmerinnen und Managerinnen widerstandsfähig. Die Umfrage zeigt, dass trotz allem mehr als die Hälfte weiterhin optimistisch über die Zukunft ihres Unternehmens denken. Viele haben kreativ gehandelt, damit neue Wege gefunden werden, um Kunden zu erreichen. Wobei mehr als jeder Vierte berichtet, dass sie ihren Anteil an den Verkäufen, die sie im Verlauf der Pandemie digital getätigt haben, erhöht oder stark erhöht haben.

Einige der wichtigsten Ergebnisse des Berichts sind:

  • Die Schließungsraten der Unternehmen fielen im Oktober auf 15 %. Im Mai war diese Rate noch auf 26 %.
  • Von den noch geöffneten Unternehmen gaben 55 % an, im Oktober geringere Verkäufe als im selben Monat 2019 verzeichnet zu haben. Das entspricht einer Verbesserung um nur 7 % seit Mai. Jedoch nimmt der Anteil der Unternehmen ab, die von einem Rückgang der Verkäufe von mehr als 50 % im Vergleich zum Vorjahr berichteten.
  • Obwohl sich das Verkaufsumfeld allmählich verbessert, gab mehr als jeder Vierte an, weiterhin Schwierigkeiten bei der Zahlung von Miete oder Pacht zu haben. Mehr als ein Drittel gab an, als Reaktion auf die Pandemie Arbeitsplätze abgebaut zu haben.
  • Seit Beginn der Pandemie haben 31 % der befragten, weiblichen Unternehmensführungskräfte mehr Zeit mit häuslichen Aufgaben verbracht, im Vergleich der männlichen Führungskräfte (26 %). Diese geschlechtsspezifische Diskrepanz hatte in jeder Umfrage fortbestand. Die grösste Ungleichheit zwischen den Geschlechtern wurde in den Vereinigten Staaten beobachtet.
  • Mehr als die Hälfte der im Oktober befragten Geschäftsführer äußerten sich besorgt darüber, ihre Familien finanziell unterstützen zu können (Anstieg um 6 % seit Mai). 30 % waren besorgt darüber, nicht genug Nahrungsmittel und Grundversorgung für ihre Familie zu haben (Anstieg um 24 % seit Mai).
  • Viele erwarten, dass die mangelnde Nachfrage und der verringerte Cashflow anhalten werden. Unternehmensleiter nannten Darlehens- und Kreditgarantien (30 %), Steueraufschübe (30%) und Lohnzuschüsse (28%) als die Maßnahmen, in denen sie in den nächsten Monaten am dringendsten Unterstützung benötigen. Länderübergreifend gilt: Je größer die Auswirkungen von Covid-19 auf die Einnahmen, desto wahrscheinlicher ist es, dass Unternehmen sagen, dass sie diese Unterstützungsmaßnahmen benötigen.

Zustand der Kleinunternehmen Bericht infografisch (Quelle: Facebook Newsroom – New Report Shows Rocky Road to Recovery for Small Businesses)

Fazit

Facebook bietet für Kleinunternehmen genau die Fläche, welche in solchen stark digital geprägten Zeiten für viele überlebenswichtig geworden ist. Mehr als 200 Millionen Unternehmen nutzen die Anwendungen von Facebook jeden Monat, um virtuelle Schaufenster zu schaffen und Kunden zu erreichen. Und Millionen nutzen diese Tools, um sich seit Beginn der Pandemie den Übergang ins Internet zu erleichtern. Welchen Herausforderungen Kleinunternehmen auch immer in den kommenden, unsicheren Monaten gegenüberstehen, Facebook wird sicher weiterhin alles tun, um Unternehmen in der Online-Welt beim Überleben und beim Wachsen zu helfen. Wir sind gespannt und hoffen, dass sich die Reports nächstes Jahr ins Positive entwickeln.

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