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20.09.2018 Facebook Mobile

Facebook: Neuer Dating-Service startet heute in Kolumbien

Mit Facebook “Dating” will der Social-Media-Riese für mehr Liebe auf der Welt sorgen und startet den Service heute offiziell in Kolumbien. Das erste Mal darauf aufmerksam machte Facebook die neue “Dating”-Funktion auf der eigenen “F8 Konferenz” im Mai diesen Jahres – wir berichteten.

Joel Ferro
3 Min. Lesezeit
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Mit Facebook “Dating” will der Social-Media-Riese für mehr Liebe auf der Welt sorgen und startet den Service heute offiziell in Kolumbien. Das erste Mal darauf aufmerksam machte Facebook die neue “Dating”-Funktion auf der eigenen “F8 Konferenz” im Mai diesen Jahres – wir berichteten.

Wie Facebook “Dating” funktioniert

Facebook-Dating Colombia (Quelle: TechCrunch)

Facebook-Dating Colombia (Quelle: TechCrunch)

 

Facebook Dating wird zunächst nur in der mobilen Facebook App für iOS und Android funktionieren. Benutzer ab 18 Jahren (oder der entsprechenden Landes-Volljährigkeit) erhalten einen Hinweis auf dem eigenen Newsfeed, der dazu einlädt, Facebook Dating auszuprobieren bzw. zu nutzen. Ebenfalls wird ein entsprechendes Verknüpfungssymbol im Lesezeichen-Menü angezeigt.
Bei der Erstanmeldung und Erstellung des Dating-Profils wird zunächst der aktuelle Standort über die Ortungsfunktion des Smartphones abgerufen. Danach kann entschieden werden, welche Details man seinem “Dating”-Profil hinzufügen möchte. Dazu zählen bspw. Biografie, Arbeitsplatz, Bildung, Religion, Grösse, Kinder. Facebook berücksichtigt dabei auch nicht-binäre Geschlechter und unterschiedliche sexuelle Orientierungen.

Um das Profil entsprechend auszustatten, können bis zu ein Dutzend Fotos ausgewählt werden. Ob diese dabei direkt hochgeladen oder aus dem bestehenden Album ausgewählt werden, überlässt Facebook dem Nutzer. Ist das Profil soweit erstellt, muss ein kleiner Persönlichkeitstest vollzogen werden. Dabei tauchen Fragen auf wie: “Wie sieht dein perfekter Tag aus?” oder “Welcher Song lässt dich immer mitsingen und wie laut?”.

Facebook “Dating”-Nutzer haben eine Vielzahl an Filter-Möglichkeiten, um entsprechende “Matches” zu erhalten, dabei kann ein Radius von bis zu 100 km und Eigenschaften wie Kinder, Religion, Grösse und Alter bestimmt werden.

Die vorgeschlagenen “Matches” können dann auf dem Homescreen durchgeblättert werden. Auch können Veranstaltungen und Gruppen “freigeschaltet” werden, an denen man teilgenommen hat oder Mitglied ist, um Personen zu finden, die das gleiche gemacht haben. Blockierte Kontakte/Profile und Ex-Freunde/-innen, tauchen in den Vorschlägen nicht auf.

Um durch die entsprechenden Vorschläge zu blättern, muss jeweils angegeben werden, dass man kein Interesse hat oder der User wählt ein Foto oder eine Frage aus und sendet dem “Match” eine Nachricht – danach ist das vorgeschlagene Profil nicht mehr einsehbar.

Für die Nachrichten verwendet Facebook “Dating” einen eigenen Dating-Chat-Bereich, unabhängig des hauseigenen Messengers. Erhalten Dating-Nutzer Nachrichten, werden diese in einer speziellen “Interessens”-Registerkarte festgehalten, ohne Lesebestätigung an den Absender. Antwortet der Empfänger hingegen zurück, startet bei beiden Nutzern eine Chat-Konversation in der Registerkarte “Gespräche”.

Warum Facebook “Dating”

Facebook’s Dating Produktmanager “Nathan Sharp”, erläutert den Kollegen von TechCrunch in neun einfachen Punkten, welche Regeln, Funktionen und Philosophie hinter Facebook “Dating” stecken. Hier sind einige davon:

  1. Sinnvolle Beziehungen, keine One-Night-Stands, denn “sinnvoll” ist das neue Schlagwort von Facebook, wenn es um den Faktor “Time Well Spent” geht. Um passende Übereinstimmungen zu finden mit denen man gerne am nächsten Tag aufwacht und nicht nur ins Bett geht, nutzt der Social-Media-Riese die tiefgreifenden biografischen und Interessens-Daten, die es ohnehin bereits besitzt.
  2. Freunde von Freunden und Fremde, aber keine Freunde. Die grösste “Angst” von vielen ähnlichen Single-Services ist diejenige, dass Freunde und Familien davon “Wind bekommen” oder das Profil sehen.
  3. Ein neues Profil, nicht das bestehende. Die einzige Info die Facebook “Dating” übernimmt, ist der Vorname und das Alter. Somit können “Dating”-Nutzer sich bei Bedarf von einer anderen Seite zeigen und können so ihre “wahre” sexuelle Orientierung nur auf der “Dating”-Erweiterung offenbaren.
  4. In Kontakt treten, ohne “Tinder-Matching”. Facebook möchte den Nutzern ein “einfaches-in-Kontakt-treten” (ohne z.B. “Doppelwischen nach rechts” wie bei Tinder) ermöglichen. Dabei soll genau überlegt werden, wem man sein Interesse durch eine Nachricht zeigt. Ist die Nachricht erstmal versendet, muss man nur noch auf eine Rückmeldung hoffen.
  5. Echtes Alter und Location. Es gibt kein Platz für Fake-Profile und Betrüger. Daher können Alter und Aufenthaltsort nicht selbst angegeben werden.
  6. Matches durch Veranstaltungen und Gruppen. Manchmal reichen Bilder nicht aus, um seinem Traumpartner zu begegnen. Interessens-Überschneidungen sind der Schlüssel zum Erfolg und geben den Nutzern die Möglichkeit, festgelegte Veranstaltungen als Dates zu nutzen.

Das ganze Interview und weitere Details zu Facebook “Dating” findet man hier bei TechCrunch.

Fazit

Ob Facebook “Dating” zum Erfolg wird, bleibt abzuwarten. Einen grossen Vorteil gegenüber den seit Jahren erfolgreichen Konkurrenten wie Tinder, Lovoo oder auch Bumble hat Facebook aber bereits: Die meisten Single’s weltweit haben bereits auf der Plattform einen Account und müssen nicht extra eine zusätzliche App herunterladen und sich registrieren.

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