07.12.2021 Marketing

LinkedIn: Änderungen bei Live Events

Nach einem Jahr Wartezeit ist es endlich soweit! Die neuen Funktionen für Live Events auf LinkedIn sind nun vollständig ausgerollt. In diesem Beitrag wird erläutert, welche Funktionen neu eingeführt und welche abgeschafft wurden.

Stephanie Hillig
2 Min. Lesezeit
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Zur Erinnerung: Bereits letztes Jahr um diese Zeit verkündete LinkedIn, sich «auf eine Mission» begeben zu haben. Eine Mission, die auf dem Feedback von mehr als 100 Gesprächen mit Seitenadministratoren und Event-Organisatoren basierte, die verdeutlichten, dass die überwiegende Mehrheit der Nutzer von Live-Events, virtuelle Live-Events bevorzugen würden, um ihre Reichweite und das Engagement auf LinkedIn grösstmöglich zu skalieren.
Gemäss LinkedIn besteht bei Werbetreibenden das Bedürfnis, die Reichweite ihrer Zielgruppen sowie deren Interaktion nicht länger einzuschränken, indem ausschliesslich private Veranstaltungen durchgeführt werden. Der Grossteil aller Befragten kritisierte, dass derzeit Workarounds notwendig seien, um das volle Potenzial eines Events nutzen zu können.
Inspiriert durch die Features der eingesetzten Workaround-Lösungen startete also der Verbesserungsprozess.

Was hat sich bei Live Events verändert?

Anfang Dezember erreichte LinkedIn den letzten Meilenstein der Produktumstellung, an der die Plattform seit über einem Jahr gearbeitet hat. Die «verbesserten» Live-Events stehen nun allen berechtigten Nutzern der Plattform zur Verfügung.
Wer die neuen Funktionen der Live Events etwas genauer unter die Lupe nimmt, wird feststellen, dass sich das User Interface optisch kaum vom bisherigen unterscheidet.

Welche Funktionen sind neu verfügbar?

  • Personen, die berechtigt sind Veranstaltung live zu hosten, können bei der Erstellung einer neuen Veranstaltung im Dropdown-Menü das Veranstaltungsformat «Live» auswählen. Das Live-Event wird nach Auswahl des präferierten Partneranbieters (Streamyard, Restream, Socialive, Vimeo und Switcher) automatisch über dessen Streaming-Tool angezeigt.
  • Nach Erstellung eines geplanten Live Events, wird dieses automatisch im Feed der Unternehmensseite angezeigt.
  • Fortan können Live Events zudem ganz einfach ein Registrierungsformular mit bis zu sechs Feldern hinzugefügt werden. Dadurch wird die Veranstaltung gekennzeichnet und die Anmeldungen werden vor, während und nach der Veranstaltung erfasst.
  • Im Feed der Unternehmensseite sehen Live-Event jetzt aus wie «beliebige» LinkedIn-Feed-Posts und verhalten sich  auch dementsprechend.

Welche Funktionen wurden entfernt?

Bereits seit Mitte Oktober ist es nicht mehr möglich, LinkedIn Events exklusiv für spezifische Teilnehmer zu erstellen. LinkedIn Live Events können also von jedem, ob Teilnehmer oder Nicht-Teilnehmer, während und nach dem Live-Event angesehen werden. Seit November sind zudem alle neu erstellten Veranstaltungen vollständig öffentlich einsehbar.
Wer bereits eine private Veranstaltung auf LinkedIn erstellt hat, ist davon nicht betroffen. Allerdings weist LinkedIn darauf hin, dass es bei der Durchführung zu Schwierigkeiten kommen könnte und empfiehlt deshalb die Prüfung von bereits geplanten Events.
Der spezielle Event-Feed zum Posten von veranstaltungsbezogenen Inhalten (der nur für Teilnehmer sichtbar war) wurde ebenfalls entfernt. Fortan kann der Kommentarbereich des Event-Posts genutzt werden, um zu interagieren und Informationen mit Teilnehmern und Nicht-Teilnehmern zu teilen. Durch den Wegfall des dedizierten Event-Feeds können Organisatoren zudem auch keine Benachrichtigung mehr senden.

Fazit

Nach fast einem Jahr Wartezeit sind die neuen Funktionen endlich für jedermann verfügbar. Klarer Benefit ist die neue Skalierbarkeit von Reichweite und Interaktion, nach der Werbetreibende sich von Beginn an gesehnt haben. Der Teufel steckt aber im Detail: Der Preis für eine potenziell grössere Reichweite und mehr Interaktionen findet sich in den entfernten Funktionen. Auf Live Events für spezifische Zielgruppen müssen Werbetreibende fortan verzichten. Und auch der «geschlossene» Austausch unter den geladenen Teilnehmern sowie das «eingeschränkte» Teilen von Informationen weicht dem höheren Ziel der quantitativen Interaktion.

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