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28.06.2019 LinkedIn

LinkedIn: Anpassungen am Algorithmus – worauf Publisher achten sollten

Auch bei LinkedIn sorgt der Algorithmus für die Ausspielung der Inhalte im News Feed. Wie auch bei Facebook setzt LinkedIn in Zukunft weniger auf virale Inhalte und möchte “meaningful” Content im News Feed stärker bewerten. LinkedIn gibt den Nutzern nun Tipps, welche Postings bevorzugt verteilt werden.

Thomas Hutter
2 Min. Lesezeit
1 Kommentar

Auch bei LinkedIn sorgt der Algorithmus für die Ausspielung der Inhalte im News Feed. Und für diesen wurde hat LinkedIn nun eine Aktualisierung angekündigt: Wie auch bei Facebook wird LinkedIn in Zukunft weniger auf virale Inhalte setzen und möchte “meaningful” Content im News Feed stärker bewerten. LinkedIn gibt den Nutzern nun Tipps, welche Beiträge bevorzugt verteilt werden.

Nischen nutzen

Gemäss den Informationen von LinkedIn bevorzugt der Algorithmus Nischenthemen, was wiederum den vielen Experten zu Gute kommt. Dabei können genaue Beschreibungen der Inhalte helfen, wird beispielsweise ein Beitrag zu einem Dialog-Marketing-Thema publiziert, sollte nicht ein generischer Hashtag wie #marketing, sondern vielmehr ein spezifischer Hashtag wie #dialogmarketing verwendet werden. Die Anzahl der Hashtags sollte allerdings überschaubar bleiben – LinkedIn empfiehlt nicht mehr als drei Hashtags in einem Beitrag zu verwenden.

Interessanterweise hat die Länge des Textes keinen Einfluss auf den Algorithmus. LinkedIn empfiehlt allerdings, dass beim Publizieren eines Links auch eine Meinung dazu geäussert wird. Zusätzlich kann das Markieren von anderen LinkedIn-Nutzer über die @-Mention helfen, diese ebenfalls in die Konversation einzubinden, jedoch ohne dabei zu übertreiben: LinkedIn empfiehlt maximal 5 @-Mentions  zu verwenden. Auch das Beantworten von Kommentaren unter dem Beitrag hilft im Ranking.

Art des Beitrages spielt keine Rolle

Trotz anderslautender Vermutung vieler LinkedIn Spezialisten spielt die Art des Beitrages keine Rolle für die Auslieferung im News Feed. Gemäss Aussage von LinkedIn bevorzugt der Algorithmus weder Videos noch Bilder. Primär wichtig ist die Interaktion mit den Beiträgen. Je mehr Menschen mit einem Beitrag interagieren, desto höher wird der entsprechende Beitrag im Feed gelistet.

Fokus auf das Umfeld

Wie auch bei Facebook soll die Gewichtung stärker auf das direkte Umfeld gerichtet werden, Marken und Seiten sollen weniger Gewichtung erhalten als die Accounts von Personen. Entsprechend ist eine Strategie mit Business Influencern im Unternehmen zu arbeiten sicherlich sehr sinnvoll. Der Algorithmus soll entsprechend ein starkes Augenmerk darauf haben, wie stark ein Nutzer mit dem Absender eines Beitrags interagiert hat und wie stark die Interessen übereinstimmen.

Fazit

Wie erfahrene Social Media Marketer bereits bei Facebook gelernt haben, ist der Erfolg auf Plattformen primär davon abhängig, dass man relevante Inhalte zum relevanten Zeitpunkt an die relevanten Zielgruppen aussteuern kann. Ein ausgewogener Content Mix, der entsprechend auch unterschiedliche Formate beinhaltet, ist dabei essentiell. Marketer, die ihre Strategie nur auf aktuelle Algorithmen-Trends ausrichten, werden mittel-/langfristig so oder so wenig Erfolg haben, wie auch alle die Menschen, die versuchen den Algorithmus auszutricksen.

Die schlechte Nachricht nun aber ganz zum Schluss: auch bei LinkedIn geht es nicht darum, möglichst hohe Follower-Zahlen aufzubauen, denn die “organische Reichweite” für Marken und Unternehmen wird über kurz oder lang mit der immer grösser werdenden Nutzung der Plattform und der damit verbundenen Zunahme an Inhalten abnehmen. D.h. Marken und Unternehmen, die mittel- oder langfristig mit LinkedIn Erfolg haben möchten, müssen sich bereits heute mit Paid-Reach-Strategien auseinandersetzen.

 

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  1. a.neumann1212@gmail.com' Alexander sagt:

    sehr starker und ansprechender Artikel. Heruntergebrochen auf 5 umsetzbare Tipps. Sehr schön!

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