15.07.2020 LinkedIn

LinkedIn: Business-as-usual Content über Corona bis hin zur Ungerechtigkeit

Die Welt verändert sich und wir alle sind mitten drin. Die Gesprächsthemen auf LinkedIn passen sich der Umwelt an und zeigen, wie sich Unternehmen in gewissen Situationen verhalten. LinkedIn zeigt mit den Daten auf, wie sich der Content auf der Plattform verändert.

Belinda Weibel
3 Min. Lesezeit
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Der publizierte Content der Unternehmen auf LinkedIn hat sich in den letzten Monaten drastisch verschoben: von Business-as-usual Anfang des Jahres über Covid-19 und Home-Office bis hin zu rassistischer Ungerechtigkeit. Bei einem solchen Wandel, den die Welt gerade zu meistern hat, bleiben die Unternehmen nicht mehr still. Laut LinkedIn veröffentlichen die Unternehmen mehr organische Beiträge als sonst – und bekommen auch mehr Engagement. Bei so viel Aufmerksamkeit für das, was Unternehmen sagen, könnte die Art und Weise, wie Unternehmen auf die heutigen Krisen reagieren, die Arbeitgebermarke für die kommenden Jahre prägen.

Unternehmen kommunizierten mehr in Zeiten der Not

Unternehmen nehmen Stellung, wie es auch von immer mehr Menschen erwartet wird. In der Vergangenheit haben vielleicht viele gedacht, dass es besser ist zu schweigen und lieber nicht ins Rampenlicht zu treten während einer Krise. Heute sind wir an einem Punkt angekommen, wo die Gefahr für Unternehmen besteht, dass diese nicht sprechen und so ihre Arbeitgebermarke schwächen. Vom Teilen der News wie Unternehmen mit der Pandemie umgehen, bis hin zum Support für die #BlackLivesMatter Bewegung, Unternehmen zeigen ihre Werte und wofür sie einstehen, den Mitarbeitenden sowie den Kandidaten gegenüber.

Die Daten von LinkedIn zeigen, dass die Rate der Unternehmensbeiträge seit Jahresbeginn stetig gestiegen ist:

Steigerung der Unternehmensbeiträge im Vergleich zum Vorjahr (Quelle: LinkedIn)

Steigerung der Unternehmensbeiträge im Vergleich zum Vorjahr (Quelle: LinkedIn)

Im Mai 2020 war das Engagement der Unternehmensbeiträge fast 30% höher als im Vorjahr. Natürlich darf nicht vergessen werden, dass die eigenen Mitarbeitenden eine entscheidende Rolle spielen, die Botschaft des Unternehmens zu verbreiten. Wenn Mitarbeitende eines Unternehmens mit mindestens 500 Mitarbeitenden einen Beitrag publizieren, werden die diese eine 3x höhere Reichweite erreichen als, wenn das Unternehmen den Beitrag publiziert.

In den letzten Monaten haben die Mitarbeitenden viel dazu beigetragen, Konversationen voranzutreiben, indem sie mehr Inhalte geteilt haben als sonst. Im Mai 2020 steigt die Anzahl der Mitarbeitenden, die monatliche Updates teilen, gegenüber dem Vorjahr um 17% an.

Indem von den Unternehmen eine Botschaft verfasst und Massnahmen ergriffen werden, auf die die eigenen Mitarbeitenden stolz sind, kann die Arbeitgebermarke in dieser kritischen Zeit einem viel breiterem Publikum zugänglich gemacht werden.

 Von Covid-19 zur Ungerechtigkeit

Zu Beginn der Pandemie konzentrierten sich die Gespräche auf der Plattform hauptsächlich auf Covid-19 und Home-Office. In den letzten Wochen hatte sich aber das Gespräch verschoben, obwohl die Krise noch nicht vorüber ist.

Unternehmensbeiträge mit Hashtags zu Covid-19 (beispielsweise #coronavirus oder #covid19) oder zu Arbeiten von zu Hause aus (beispielsweise #WFH oder #RemoteWork) verzeichnen einen Rückgang.

Hashtagtrends in Unternehmensbeiträge (Quelle: LinkedIn)

Hashtag-Trends in Unternehmensbeiträge (Quelle: LinkedIn)

Gleichzeitig hat das Engagement in Stellenangeboten und Karrieren (beispielsweise #karrieren oder #jobs) stetig zugenommen. Dies ist wahrscheinlich auf zwei Makrotrends zurückzuführen: Unternehmen beginnen langsam wiederzueröffnen, nachdem Millionen ihre Arbeitsplätze verloren haben, und der Eintritt neuer Absolventen in die Belegschaft. Der dramatischste Anstieg des Engagements ist jedoch in Beiträgen über die #BlackLivesMatter Bewegung zu sehen, die sich mit rassistischen Ungerechtigkeiten befasst und nach der Ermordung von George Floyd am 25. Mai wiederauflebte.

Top Hashtags (Quelle: LinkedIn)

Top Hashtags (Quelle: LinkedIn)

Da viele Unternehmen ihre Unterstützung für #BlackLivesMatter zusagen, werden sie auch aufgefordert, weitere Maßnahmen zur Bekämpfung der Rassenungleichheit zu ergreifen, insbesondere im Hinblick auf die Personalrekrutierung.

Es ist eine starke Erinnerung daran, dass Employer Branding zu gleichen Teilen aus Mitteilung und Aktion besteht. Nachrichten ohne Aktion klingen hohl, und Aktionen ohne Nachrichten können unbemerkt bleiben.

Fazit

Während Unternehmen es früher vielleicht vorgezogen haben, sich von aktuellen Ereignissen fernzuhalten, erfordert der heutige Moment mehr. Mitarbeitende, Kandidaten und Kunden erwarten von Unternehmen, dass sie sagen, wie sie zu den Welt-Themen stehen und wie sie diese angehen. Von den Gesundheitsvorkehrungen, die sie zum Schutz der Mitarbeitenden treffen, bis hin zu den Möglichkeiten, einen vielfältigeren und attraktiveren Arbeitsplatz zu schaffen. Es ist deshalb umso wichtiger, dass Unternehmen eine professionelle sowie aussagekräftige Unternehmensseite auf LinkedIn haben. Zudem benötigen sie eine durchdachte Strategie mit einer klaren Zielsetzung, was mit der Unternehmensseite auf LinkedIn erreicht werden soll.

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