24.06.2022 Social Selling

LinkedIn: Die Vorteile des Creator Modus

LinkedIn knackt bald die 20 Mio. Marke in der DACH-Region. Trotzdem gibt es im Verhältnis eher wenig Content Creators auf LinkedIn. Auf der wohl grössten Business Plattform in der DACH-Region sind viele Mitglieder eher passiv unterwegs und lauschen gerne den relevanten Inputs und Insights in diversen Bereichen. Damit die Creators mehr Spielraum haben als die reinen Konsumenten, können sie den sogenannten Creator Modus aktivieren.

Belinda Weibel
7 Min. Lesezeit
2 Kommentare

In der DACH-Region sind es schon mehr als 19 Millionen LinkedIn Mitglieder und es werden täglich mehr. Der Creator-Modus ist eine Profileinstellung im LinkedIn Dashboard, mit der die Reichweite und der eigene Einfluss auf LinkedIn erweitert werden können. Der Creator-Modus kann eingeschaltet werden, um Zugriff auf zusätzliche Tools und Funktionen zu erhalten, mit denen Inhalte erstellt und die eigene Zielgruppe auf LinkedIn erweitert werden kann. Jedes LinkedIn Mitglied hat zu jeder Zeit die Möglichkeit Creator zu werden und den Modus zu aktivieren. Jedoch ist es nicht für jedes Mitglied sinnvoll, den Creator Modus einzuschalten.

Der LinkedIn Creator Modus

Der LinkedIn Creator Modus ist seit einiger Zeit für die Mitglieder von LinkedIn als neue Funktion verfügbar. Durch das Aktivieren auf dem eigenen persönlichen Profil werden weitere Zusatzfunktionen freigeschaltet, welche ohne den Creator Modus nicht nutzbar sind. Auch verändern sich einige Einstellungen auf dem eigenen Profil, sodass die Vernetzung beispielsweise mit einem Creator nicht mehr mit einem Klick funktioniert, sondern eher mit zwei bis drei Klicks. Genau aus diesem Grund ist der Creator Modus nicht für jedes Mitglied immer geeignet. Wer noch kein eigenes Netzwerk aufgebaut hat, sollte vom Creator Modus die Finger lassen, um die 1. Kontakte weiterhin aufzubauen.

Die Vorteile eines LinkedIn Creators 

Die Schaltfläche «Vernetzen» auf der eigenen Visitenkarte wird durch den «Folgen» Button ersetzt. Das Folgen einer Person wird dadurch viel prominenter platziert, wodurch viele Mitglieder gar keine Vernetzungsanfragen mehr schicken, weil es für viele «unsichtbar» wird. Wenn jemand trotzdem unter «Mehr» bei der Visitenkarte eine Vernetzungsanfrage stellen will, kann dies nach wie vor mit einer Nachricht oder ohne erfolgen. Durch die Vernetzungsanfrage wird das Mitglied auch automatisch ein Follower, obwohl die Anfrage noch unbeantwortet bleibt vom Creator. Wenn der Creator die Vernetzungsanfrage ablehnt, bleibt das andere LinkedIn Mitglied trotzdem Follower der Beiträge des Creators.

Hashtag Themen (Quelle: LinkedIn.com)

Hashtag Themen (Quelle: LinkedIn.com)

Ein LinkedIn Creator kann 5 Hashtag-Themen definieren. Die Hashtags werden auf der Visitenkarte direkt unter dem Profil-Slogan angezeigt. Dadurch können andere LinkedIn Mitglieder die Inhalte einfacher finden und diesen Themen gezielter folgen. Es ist zudem wichtig, dass der Creator auch genau über diese Themen Content verfasst und veröffentlicht, denn dadurch kann die Relevanz und somit Reichweite der Inhalte gesteigert werden.

Durch das Aktivieren des Creator Modus ändert sich auch die Reihenfolge der Profilabschnitte. LinkedIn setzt bei den Creators den Profilbereich «Im Fokus» direkt an den Anfang nach der Visitenkarte, wodurch gezielte Inhalte im eigenen Profil hervorgehoben werden können.

Profilbereich «Im Fokus» (Quelle: LinkedIn.com)

Profilbereich «Im Fokus» (Quelle: LinkedIn.com)

Die neuste Funktion der Creators ist ein Link, welcher in der Visitenkarte des eigenen Profils hinzugefügt werden kann. Dadurch kann gezielt Traffic auf eine Website, bevorstehende Veranstaltung und auf viele verschiedenen Seiten gelenkt werden. Es ist zudem auch möglich, von LinkedIn als vorgeschlagener Creator hervorgehoben zu werden, damit potenzielle Followers die eigenen Inhalte auf LinkedIn besser finden können.

Creators profitieren zusätzlich vom Zugriff auf die Creator Tools wie LinkedIn Live und LinkedIn Newsletter. Dadurch können LinkedIn Live Events abgehalten werden und durch das Schreiben von Artikeln auch Newsletter an die eigenen Follower versendet werden. Es gibt dadurch mehr Spielraum in der Kommunikation, wodurch das Knowhow nicht nur durch Beiträge und Artikel im Newsfeed verbreitet werden können, sondern auch direkt live vor der Kamera oder als wiederkehrender Newsletter.

 

Creator Hub (Quelle: LinkedIn.com)

Creator Hub (Quelle: LinkedIn.com)

Die zusätzlichen Tools; LinkedIn Live und LinkedIn Newsletter sind spannende Formate, die Abwechslung in die Content-Erstellung bringen. Mit dem LinkedIn Live kann auch direkt mit dem Publikum interagiert und auf schriftliche Fragen im Event live eingegangen werden. Dadurch ermöglicht sich ein sehr interaktives Zusammenspiel aus Creator und Follower. Auch der Newsletter bringt neue Möglichkeiten mit sich. Durch den Newsletter können gezielte Informationen laufend an die Community gesendet werden, wodurch ein weiterer Berührungspunkt entsteht, da Newsletter in der Regel auch per Mail zugesendet werden und via Benachrichtigung innerhalb LinkedIn.

 

Newsletter Einstellungen (Quelle: LinkedIn.com)

Newsletter Einstellungen (Quelle: LinkedIn.com)

Ein Newsletter ist nichts anderes als das Versenden des LinkedIn Artikels an die eigenen Follower und Kontakte. Es ist also zu empfehlen einen Newsletter zu erstellen, sobald mehrere Followers vorhanden sind, damit auch eine grosse Reichweite mit dem ersten Versenden erzielt werden kann. Die Erscheinungsfrequenz ist besonders wichtig, damit die eigenen Ressourcen klar eingeteilt werden können. Selbstverständlich hängt dies vom Umfang und Inhalt des Newsletters ab.

Nicht nur das Erstellen und Veröffentlichen von Inhalten wurde durch den Creator Modus verstärkt, sondern auch die Analyse. Neu werden den Creators aggregierte Analysen von vergangenen Zeitabschnitten bereitgestellt. Es zeigt auf, wie sich das eigene Content-Portfolio im Laufe der Zeit entwickelt.

Aggregierte Analyse (Quelle: LinkedIn.com)

Aggregierte Analyse (Quelle: LinkedIn.com)

Für LinkedIn Creators kann die Performance der Inhalte der letzten 365 Tage angezeigt werden. So ist ersichtlich, wann es Peaks gab und wann eher mal eine Urlaubsphase war. Die Performance lässt sich mit Impressionen und Interaktionen bestimmen. Ebenfalls können detailliertere, demografische Einblicke angezeigt werden aufgrund des Engagements. Zur Auswahl bei den demografischen Einblicken stehen:

  • Jobbezeichnungen
  • Orte
  • Branchen
  • Karrierestufe
  • Firmengrösse
  • Unternehmen

Mit dem Auswerten kann die Relevanz des Themas erörtert werden und was für Persönlichkeiten eigentlich damit interagieren. So lassen sich besser Optimierungsmöglichkeiten herauskristallisieren und der Content kann für die entsprechende Zielgruppe verbessert werden.

Wer Content Creator auf LinkedIn ist, kann aber auch von anderen Funktionen profitieren und diese einsetzen und sich nicht nur auf die Creator Modus Funktionen beschränken. Eine sehr abwechslungsreiche Funktion bietet die Coverstory auf dem privaten Profil. Die Coverstory startet automatisch eine 3-sekündige Vorschau, wodurch viel Aufmerksamkeit generiert wird aufgrund des Bewegtbildes. Mit der Profilstory kann sehr schnell und einfach die eigene Expertise erklärt werden.

Des Weiteren heisst es, relevante Inhalte kreieren, welche einen Mehrwert bieten. Zudem macht es die Abwechslung aus, sodass verschiedene Formate verwendet werden sollten und sich dadurch keine festgefahrenen Muster abzeichnen.

LinkedIn – Ein Ort, wo jeder seinen Platz findet 

Ob lieber passiv als stiller Teilnehmer an Diskussionen oder doch lieber kommunikativ und das Expertentum wächst im Spotlight des Netzwerks. Die letzten zwei Jahren waren für alle Personen eine richtige Herausforderung in ganz unterschiedlichen Disziplinen, ob am Anfang der Karriere, mittendrin oder doch schon eher am Ende der Karrierelaufbahn. Es wurde viel Zeit für Reflexionen benötigt, um zu erkennen, was wirklich die entscheidenden Punkte für uns im Leben sind. In diesem Jahr sind in Grossbritannien mehr als 67% der Menschen, 57% in Deutschland und 82% in Indien der Meinung, eine neue Herausforderung in Betracht zu ziehen. Zurzeit ist der Arbeitsmarkt stark im Wandel und die Fach- und Führungskräfte sind in Bewegung und suchen aktiv nach Veränderungen.

Die Sinnhaftigkeit und die eigene Sicht der Dinge kundtun, stehen im Fokus von ganz vielen Persönlichkeiten. Den eigenen Weg finden und seiner Stimme auch Volumen zu verleihen, damit die eigene Perspektive gesehen und aufgenommen wird. Genau aus diesem Grund wird LinkedIn als Kommunikationskanal der Arbeitswelt immer wichtiger und immer mehr Persönlichkeiten finden ihren Platz im Netzwerk. Mehr Vernetzungen innerhalb einer Branche, aber auch branchenübergreifend wird Knowhow transportiert, sodass sich neue Wege ebnen und neue Verbindungen entstehen. Auf LinkedIn ist Platz für alle und durch den Creator Modus können Persönlichkeiten ihrer Stimme Volumen verleihen und werden endlich in ganz unterschiedlichen Medien gehört.

Den eigenen Feed relevant und produktiv halten

Wer LinkedIn Creator wird, sollte sich nicht nur darum kümmern, was für Inhalte gepostet werden, sondern auch, was für Persönlichkeiten im eigenen Netzwerk sind und wie sich der eigene Feed verhält. Es ist nicht empfehlenswert, sich nur auf den eigenen Feed zu fokussieren, welcher immer noch nach der Relevanz geordnet und ausgespielt wird. Es ist zwingend notwendig, dass wir dem Algorithmus aufzeigen, was uns gefällt und was nicht. Wenn Beiträge im eigenen Feed erscheinen, die völlig irrelevant sind und keinen Mehrwert bieten, sollten auch als solche gekennzeichnet werden. Nicht nur der Feed allein sollte im Fokus eines Creators sein. Besser gezieltes Interagieren bei den wesentlichen Themenfeldern innerhalb von Gruppen, Hashtags oder auch Events sollten in den Fokus gerückt werden. Die eigene Sichtbarkeit wird dadurch sehr verstärkt in genau den richtigen Themenfeldern.

Fazit

Der Creator Modus ist ein grossartiges Feature für LinkedIn Mitglieder, die gerne ihre Ansicht nach aussen tragen und einen Mehrwert schaffen möchten. Mit dem Creator Modus werden die eigenen Kernkompetenzen (5 Hashtag-Themen) hervorgehoben und Beiträge werden bevorzugt ausgespielt. Neu gibt es auch die Funktion, dass ein Audio Event à la Clubhouse von einem Creator gehostet werden kann. Die Betaversion ist bereits im Umlauf und einige Audio Events wurden bereits abgehalten. Wer Creator werden will, sollte ein grösseres Netzwerk in der Zielgruppe aufbauen, sodass weiterhin das Netzwerk wächst und nicht nur die Followers. Schliesslich soll die Reichweite weiter durch mehr Kontakte des ersten Grades wachsen, sodass mehr Kontakte des zweiten und dritten Grades entstehen. Der Creator Modus bringt einige spannende Formate mit sich, für welche es sich lohnt den Modus einzuschalten, wenn man selbst aktiv werden will und seiner Stimme Volumen verleihen will. Wir sind gespannt, was LinkedIn in Zukunft alles erneuern und erweitern wird für die Creators auf der wohl grössten Business Plattform weltweit.

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