02.09.2021 Marketing

LinkedIn: Mit einem organischen und bezahlten Medienstrategie-Mix mehr Konversionen erzielen

Wie wichtig ein guter Medienmix in Bezug auf organische und bezahlte Inhalte ist, zeigt eine aktuelle Studie von LinkedIn. Eine 61 % höhere Erfolgsquote bei Personen, welche einer LinkedIn-Seite folgen und mit organischen und nicht ausschliesslich bezahlten Inhalten von der Seite konfrontiert werden.

Adi Zumbühl
4 Min. Lesezeit
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LinkedIn hat eine neue Studie herausgebracht, welche aufzeigt, dass die Konversionen auf der Business-Plattform mit einer organischen und bezahlten Medienstrategie signifikant gesteigert werden können.

Steve Kearns, Leiter Social Media Marketing bei LinkedIn Marketing Solutions, war schon immer der Meinung, dass der Aufbau einer starken Online-Community auf LinkedIn für Geschäfte einen signifikanten Einfluss haben kann. Durch eine Studie vom hauseigenen Team kann diese Wirkung nun aufgezeigt werden. Sein Team hat herausgefunden, dass die Wahrscheinlichkeit einer Konvertierung von Personen, welche einer LinkedIn-Seite folgen, um 61 % höher ist, wenn sie mit organischen und bezahlten Inhalten statt nur mit bezahlten Inhalten konfrontiert werden.

Quelle: LinkedIn

Organische Zielgruppen sind zudem eher bereit zu konvertieren, wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist. Dies überrascht nicht, da sie einer Seite ohne Werbung folgen und so der Community auf LinkedIn eigenständig beigetreten sind bzw. wirkliches Interesse an einer Marke zeigen. Durch authentischen Content wird dieses Interesse verstärkt.

Drei Schritte zum Erfolg

LinkedIn hat einen Leitfaden herausgegeben, in welchem beschrieben wird, wie eine integrierte, organische und bezahlte Medienstrategie für ihren Kanal entwickelt werden kann. Kaerns empfiehlt denjenigen, welche mit der organischen Seite weniger vertraut sind, im Blogartikel mit folgenden Schritten zu beginnen:

1. Community und Ziele kennen

Eine professionelle Community ist für eine integrierte Medienstrategie enorm wichtig, weshalb man sich vorab darüber klar sein sollte, wer das ideale Mitglied ist. Klar ist, dass jeder, der sich für eine Marke interessiert (inklusive ehemaliger, gegenwärtiger, künftiger Mitarbeiter und Kunden) Teil davon sein kann. Kennt man das ideale Profil aber vorher, kann mittels der Funktionen Seitendemografie und Besucheranalyse von LinkedIn überprüft werden, ob die richtigen Zielgruppen angesprochen werden und wie diese mit der Seite interagieren. Dies ist besonders wichtig, um später das organische Publikum in bezahlten Kampagnen erneut anzusprechen zu können, um die Konversionsrate zu steigern.

Neben der Community ist es auch wichtig sich im Klaren zu sein, was erreicht werden soll. Alle Bemühungen, egal ob organisch oder bezahlt, sollen zum Aufbau der Beziehungen mit der Community beitragen. In jedem Fall soll der Content immer einen Mehrwert für die Personen bieten und auf die richtigen Ziele einzahlen. Soll z.B. die Reichweite schnellstmöglich aufgrund einer Themenaktualität vergrössert werden? Oder will man Fans gewinnen, damit diese künftig für sein Unternehmen Werbung machen? In beiden Fällen würde man womöglich nicht mit den gleichen Inhalten und Botschaften arbeiten.

2. Es ist ok, klein zu beginnen!

Ressourcen sind in jedem Marketingteam ein grosses Thema und wohl kaum ein Team verfügt unendlich davon. Es ist also wichtig, sich bei der organischen Strategie nicht zu übernehmen. Lieber klein und fein … LinkedIn bietet viele kostenlose Möglichkeiten wie Seiten, Artikel für Seiten, LinkedIn Events u.v.m. Aber auch Kaerns empfiehlt, sich auf die eigene LinkedIn Seite zu konzentrieren, wenn Prioritäten gesetzt werden müssen. Schliesslich bildet diese das Zuhause der Marke und der Community. Er hat folgende Tipps, die beim Aufbau der Seite beachtet werden sollten:

  • Veröffentlichungsrhythmus finden: Dies muss nicht zwingend täglich sein, einmal pro Woche ist aber empfehlenswert.
  • Inhalte für relevante Zielgruppen: Organische Posts können an bestimmte Segmente der Community gesendet werden. Diese Möglichkeit sollte genutzt werden, um Relevanz zu gewährleisten und die richtigen Personen anzusprechen. So wird das Engagement hochgehalten.
  • Test and learn: Um herauszufinden, was bei Personen, welche der Seite folgen, am besten ankommt, sollten verschiedene Inhalte und Formate getestet werden. Wichtig dabei ist es, die Änderungen und Metriken im Auge zu behalten, um zu sehen, was funktioniert und was nicht. Beiträge, welche gut ankommen, können schliesslich noch beworben werden, um ihnen so noch mehr Reichweite zu geben.

3. Gezielte Inhalte

Es ist wohl der schwierigste und sicher der aufwändigste Teil, ständig Inhalte zu produzieren und die Personen damit zu bespielen. Folgende Tricks können einem das Leben aber vereinfachen:

  • Vorhandenes Material sichten: Es gibt sicherlich bestehende Inhalte im Unternehmen, welche für LinkedIn mit wenig Aufwand neu aufbereitet werden können.
  • Hashtags und inhaltliche Anregungen verwenden: Mit dem Verwenden von relevanten Hashtags bekommt man laufende Unterhaltungen eher mit und kann sich einbringen. Eine weitere tolle Funktion ist die Funktion der Inhaltsvorschläge, die auf aktuelle Trends in der Community basieren.
  • Variieren: Nicht alle Inhalte müssen von Grund auf neu sein oder mit einem aufwändigen Creative gepostet werden. Es ist durchaus möglich, Inhalte zu «recyclen» oder mal nur eine Umfrage zu starten, um eine Konversation zu beginnen. Reine aber gute Textbeiträge können Wunder bewirken.

Weitere Inspirationen und Tipps bietet der LinkedIn Leitfaden «The Perfect Blend: Organic & Paid».

Fazit

Es ist sinnvoll, organische sowie bezahlte Inhalte auf LinkedIn zu veröffentlichen. Wichtig ist aber, sich im Vorhinein Gedanken zu machen und eine Strategie festzulegen, nicht zuletzt auch für den organischen Auftritt. Zudem ist es wichtig, die Community zu kennen und auf deren Bedürfnisse einzugehen, damit die Beiträge erfolgreich sind. Der Leitfaden von LinkedIn scheint gute Praxistipps zu beinhalten.

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