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25.01.2019 LinkedIn

LinkedIn: Rollout von Interessen Targeting

LinkedIn bot bereits eine Reihe von Targeting-Möglichkeiten über den Campaign Manager und sein Audience Netzwerk von Drittanbieter-Apps an. Nun geht LinkedIn einen Schritt weiter, was das Targeting betrifft.  LinkedIn startete am Mittwoch nach mehr als drei Monaten in der Beta-Phase das interessensbasierte Targeting über seine Self-Service-Werbeplattform.

Michaela Gahbauer
2 Min. Lesezeit
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LinkedIn bietet bereits eine Reihe von Targeting-Möglichkeiten über den Kampagnen Manager und sein Audience Netzwerk von Drittanbieter-Apps an. Unter anderem ist Geo-Targeting, Tageting basierend auf Mitgliederprofildaten (Unternehmen, Stellenfunktion, Branche und dergleichen) und das Targeting basierend auf Accounts möglich. Ebenso ist es möglich eigene E-Mail Listen auf der Plattform hochzuladen. Nun geht LinkedIn einen Schritt weiter, was das Targeting betrifft.  LinkedIn startet Ende Januar nach mehr als drei Monaten in der Beta-Phase das interessensbasierte Targeting über seine Self-Service-Werbeplattform.

Interessen-Targeting

Mit Hilfe von Interessens-Targeting kann das Kampagnen-Targeting verfeinert werden, indem mehr als 200 berufliche Interessenskategorien verwendet werden wie künstliche Intelligenz, Weltwirtschaft, Kundenzufriedenheit und vieles mehr. Da immer mehr LinkedIn-Benutzer sich direkt im Newsfeed mit Themen beschäftigen, können Werbetreibenden diese Aktivitäten nutzen, um massgeschneiderte Kampagnen zu erstellen und das Fachpublikum zu erreichen, das für ihr Unternehmen am wichtigsten ist.

Einsatzmöglichkeiten von Interessen-Targeting

  • Schaltung von relevanten Anzeigen und Inhalten, die den beruflichen Interessen eines Mitglieds entsprechen. Interessen-Targeting kann dabei helfen, die Markenwahrnehmung bei verschiedenen Publikumsgruppen zu gestalten, indem die Marke mit den Themen verbunden wird, die einem wichtig sind. Angenommen ein Unternehmen verkauft Cloud Computing-Services. Es können Mitglieder angesprochen werden, die sich für “Cloud Computing” interessieren und eine Kampagne mit Anzeigen für gesponserte Inhalte erstellt werden, die zeigen wie das eigene Produkt Unternehmen dabei unterstützt mehr aus den Daten zu machen.
  • Verstärkung des Einflusses auf das Käuferkomitee innerhalb der Zielkonten. Heute nutzen viele Werbetreibende bereits das leistungsstarke Account Targeting. Jetzt können sie noch einen Schritt weiter gehen, indem sie Account Targeting zusammen mit Interest Targeting verwenden, um ein Publikum von potentiellen Käufern zu erreichen, die bereits ein Interesse an Inhalten bekundet haben oder wahrscheinlich bekunden werden, die für ein Unternehmen relevant sind.
  • Erreichung von denjenigen, die an einem Zertifikatsprogramm interessiert sind. Werbetreibende können auch eine Kombination von Abschlüssen und Interessen verwenden, um das Publikum zu erreichen, das für Hochschulprogramme geeignet ist.

Generell kann gesagt werden, dass mit dieser neuen Targetingmöglichkeit Mitglieder mit relevanten Anzeigen erreicht werden können, die ihren beruflichen Interessen entsprechen – basierend auf den Inhalten, die sie teilen und mit denen sie auf LinkedIn interagieren.

Beispielsweise die Auswahl des Interesses “Wissenschaft und Umwelt” richtet sich an Zielgruppen, die sich mit Inhalten über Wissenschaft und Umwelt beschäftigt haben, was bedeutet, dass das Publikum nicht unbedingt Menschen sind, die in diesen Bereichen arbeiten.

Folgende Interessenskategorien sind für das Targeting möglich:

  • Kunst und Unterhaltung
  • Betriebswirtschaft und Management
  • Karriere und Beschäftigung
  • Finanzen und Wirtschaft
  • Marketing und Werbung
  • Wissenschaft und Umwelt
  • Gesellschaft und Kultur
  • Technologie
  • Gesundheit
  • Politik und Recht

Rollout

LinkedIn Interessenstargeting steht zu diesem Zeitpunkt nur einer begrenzen Anzahl von Kunden zur Verfügung und wird schrittweise auf weitere Kunden ausgeweitet. Das Interessen-Targeting darf nicht zur Diskriminierung verwendet werden und muss den Werberichtlinien entsprechen.Mitglieder können ihre Ad-Präferenzen jederzeit in den Einstellungen des LinkedIn Kontos aktualisieren.Die Testphase hat bisher sehr ermutigende Ergebnisse erbracht. Es konnte beispielsweise eine Steigerung der CTR um 25 % erreicht werden.

Fazit

Natürlich ist Interest Targeting im weiteren Sinne nichts Neues, da dies die meisten sozialen Plattformen bereits seit einiger Zeit anbieten. Aber dennoch kann sich die Option angesichts des einzigartigen beruflichen Fokus als sehr wertvoll erweisen. Interessen-Targeting kombiniert mit Karussell-Ads könnte eine vielversprechende Möglichkeit sein, um mehr Nutzer für die jeweilige Kampagne zu gewinnen.

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