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20.02.2020 Multimedia Produktion

Multimedia Produktion: Wieso jedes Unternehmen einen Giphy Account braucht, zweiter Teil

In diesem Beitrag zu den allseits beliebten GIFs, geht es ans Eingemachte. Ein Unternehmen, das in der Welt der sozialen Medien glänzen will, sollte auf eigene GIFs nicht verzichten. Da ist ein Giphy Brand Channel genau das Richtige.

Lisa Müller
6 Min. Lesezeit
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Jedes Unternehmen, das in den sozialen Medien glänzen und als Frontrunner mitmachen will, braucht für seinen Content, sein Community Management und für die interne Kommunikation GIFs. Am besten legt man sich einen Giphy Brand Channel an. Dafür muss man aber zuerst seine eigenen GIFs produzieren lernen. In diesem Blogbeitrag lernen Unternehmen, wie sie GIFs in hoher Qualität exportieren können. Damit können Werbetreibende sofort einen Brand Channel auf Giphy anmelden.

Giphy – Die GIF Suchmaschine

Als Erstes muss man sich mit der Plattform Giphy anfreunden, der grössten GIF-Plattform der Welt. Es gibt auch Tenor, mit respektabler Grösse, jedoch möchten wir auf diese Plattform nicht weiter eingehen, da sie keine spezifischen Business Accounts zur Verfügung stellt. Giphy ist eine lustige, bunte Seite und es fallen direkt die „trending“ GIFs ins Auge. Die zurzeit meist benutzten GIFs, werden zu oberst auf der Seite vorgeschlagen. Darüber ist das Suchfeld positioniert. Klickt man auf ein GIF, erhält man dessen Links zum Teilen und Einbetten. Unten werden einem ähnliche GIFs vorgeschlagen. Die eigentliche Besonderheit von Giphy, ist für Werbetreibende der Brand Channel. Das Anlegen eines Brand Channels ist jedoch nicht für jeden garantiert. Man muss sich dafür bewerben und bereits fünf eigens erstellte GIFs einreichen, um sich eines Business Accounts würdig zu zeigen. Hat man alles richtig ausgefüllt und sind die fünf eigenen GIFs gut angekommen, kann man seinen Kanal mit unendlich vielen GIFs füllen. Dabei sind entsprechende Tags wichtig, um die GIFs gut zu promoten und an viele “Views” zu gelangen. Doch dazu später mehr.

Der Brand Channel auf Giphy.com

Für Unternehmen, Künstler oder öffentliche Figuren ist es möglich, einen Brand Channel auf Giphy anzulegen. Als Erstes sollte man einen Account erstellen und ein online Formular ausfüllen. Nun sollten fünf GIFs eingereicht werden. Diese müssen dann auch in den Einstellungen öffentlich zugänglich gemacht werden. Wichtig ist, dass diese GIFs selbst erstellt wurden. Ebenso sollen sie das Unternehmen reflektieren und repräsentativ dafür sein, wie man seinen Brand Channel führen will.

Produktion der eigenen GIFs

Video-GIFs

Grundsätzlich ist es sehr einfach an eigene GIFs zu kommen. Soweit wir wissen, ist Giphy nicht sehr streng bei der Bewilligung von Brand Channels. Aber für eine Marke selbst sollte es natürlich wichtig sein, sich optisch gut zu präsentieren. Sollten aber die GIFs auf einfachste Weise erstellt werden, dann genügt es, wenn man kurze Videosequenzen mit dem Handy macht. Das Einzige was es dann benötigt, ist eine Funktion, welche die Videos als GIF umwandeln kann. Dafür gibt es diverse Apps oder das Handy (ein Huawei P9 kann das als integrierte Funktion).

Es macht viel Spass, die GIFs anhand eines Green Screen zu erstellen. Man kann Mitarbeiter und andere Sujets davor filmen. In einem Editierprogramm, wie Premiere oder After Effects von Adobe, kann man schliesslich verschiedene Hintergründe und Schriften einfügen. Der Vorteil eines Green Screens ist auch, dass man sogenannte Sticker erstellen kann. Das sind ebenfalls Dateien im .gif-Format, haben jedoch einen transparenten Hintergrund. Sticker werden hauptsächlich in Stories auf Instagram und Facebook verwendet. Unerfahrene sowie Video-Profis können also ganz einfach mit dem Handy oder einer Kamera ziemlich schnell und einfach, gute GIFs erstellen.

Animierte GIFs

Wenn man Menschen mit Multimedia-Skills im Hause hat, kann man sich der Herausforderung annehmen und eigene kleine Animationen erstellen. Diese werden im besten Fall auch im Corporate Design erstellt und animiert. Dabei empfehlen wir auch hier die Dauer kurzzuhalten. Länger als drei Sekunden muss ein GIF nicht sein. Es können die firmeneigenen Slogans animiert werden, Reaktionen wie “Danke”, “Wow!” oder einfach die eigenen Produkte oder Logos. Animationen bieten sehr viel kreativen Spielraum und müssen nicht aufwändig sein.

Wie kreiert man GIFs in guter Qualität?

An dieser Stelle zeigen wir ein kleines Tutorial, um eigene GIFs zu erstellen. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass man die beste Qualität der GIFs mit zwei oft genutzten Programmen der Adobe Cloud erreichen kann: Adobe After Effects und Adobe Photoshop. Egal ob es kleine Animationen sind oder Mitarbeiter, die vor einem Green Screen aufgenommen wurden. Die Erstellung mit diesen Programmen ist sehr einfach. Oft sind GIFs jedoch verpixelte Schlamassel: wir fokussieren uns daher auf den Export der GIFs, denn so erhält man die beste Qualität. Das Erstellen der GIFs ist jedem selbst überlassen. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten. Da GIFs Spass machen, ist unser Tutorial natürlich auch im GIF-Format:

Schritt 1: Der Export

GIF: Projekt exportieren

Hat man das GIF fertig erstellt, gilt es zuerst einmal ein Video aus After Effects heraus zu exportieren. Wir fokussieren uns dabei auf ein grosses .avi Videoformat. Da das herausgegebene File sehr gross wird und das einigen PCs zu viel werden kann, ist es auch möglich, mit dem H.264 Codec eine .mp4-File zu rendern. Dieses Video-File sollte dann wenige MB gross sein, trotz relativ guter Qualiät.

Schritt 2: der Hintergrund

GIF: Hintergund durchsichtig exportieren

Nun ist das Projekt in der sogenannten “Render Queue”. Hier kann man seine Einstellungen vornehmen. Will man, so wie in unserem Beispiel einen Sticker erstellen, muss man in den Optionen den RGB + Alpha Kanal als Output definieren. Somit bleibt der Hintergrund leer, respektive transparent. Das ist eigentlich der Hauptgrund, wieso wir unsere GIFs in After Effects erstellen. Diese Art von Export ist hier sehr einfach.

Schritt 3: Speichern & Rendern

GIF: richtigen Speicherort wählen         GIF: rendern

Diese Datei wird dann an einem wieder auffindbaren Ort abgespeichert. Dieser Schritt wird erwähnt, weil wir darauf aufmerksam machen wollen, dass diese Datei nach dem ganzen Erstellungsprozess gelöschten werden kann. Je nachdem, wie viele GIFs man erstellt, kann es sehr mühsam werden alle benötigten Dateien zu archivieren. Da der Export so einfach ist, wäre das im schlimmsten Fall schnell zu wiederholen.

Schritt 4: Im Photoshop ein GIF erstellen

GIF: Photoshop

GIF: export "save for web"               GIF: Einstellungen des Exports

 

Dieser Schritt geht ganz schnell. Einfach das Video-File ins Photoshop ziehen. File > Export > Save for Web, fertig! Die geeigneten Export-Einstellungen sind die Standard-Einstellungen. Wir haben hier lediglich “Diffusion Transparency Dither” eingestellt, weil wir einen Sticker mit Glow-Effekt exportieren. Dadurch werden die Leucht-Teile als einzelne Pixel dargestellt. Ansonsten kann man die Einstellungen so belassen. Die übrig gebliebene Photoshop-Projektdatei speichern wir auch nicht ab. Wie auch das Ursprungsvideo, löschen wir alles, was nicht das fertige GIF ist. Das braucht nur unnötigen Speicherplatz und die Vorgänge sind notfalls schnell zu wiederholen.

Schritt 5: Auf Giphy hochladen

Der Upload auf Giphy ist schnell gemacht. Wichtig wird das Tagging des GIFs. Best Practices im Tagging gibt es nicht wirklich. Einerseits ist es wichtig, dass die allgemeine Öffentlichkeit an die GIFs kommt und andererseits sollen Mitarbeiter bei der Content-Publikation schnell auf die GIFs zugreifen können. Es lohnt sich daher sicher, das Tagging auf das Unternehmen auszurichten. Unsere GIFs findet man beispielsweise unter allen möglichen Spitznamen und Schreibweisen des Firmennamens “Hutter Consult AG”. So finden uns die Mitarbeiter und können Firmen Content gebührlich online publizieren. Man sollte jedoch seine GIFs auch wie den dargestellten Inhalt nennen. In unserem Beispiel wäre das “Happy Weekend”. Weitere mögliche Tags wären: “weekendvibes”, “friday” oder “tgif”. Auch hier ist man frei und kann kreativ sein.

Die GIFs dieses Tutorials habe ich mit der kostenlosen Software Screen to GIF erstellt.

Fazit

Man kann nicht einfach einen Business Account auf Giphy erstellen, man muss sich quasi bewerben. Aber dieser Bewerbungsprozess ist nicht sehr streng und man übt gleich das Erstellen der eigenen GIFs. Giphy verlangt nämlich, dass gleich fünf eigens erstellte GIFs eingesendet werden, um zu zeigen, wie der Brand Channel wohl in der Zukunft aussehen wird. Nun sollte man von dieser Aufgabe nicht gleich zurückschrecken: mit dem Handy allein lassen sich schon sehr einfach eigene GIFs filmen und exportieren. Will man sich noch ein bisschen mehr zutrauen, sollte man sich an die Adobe Cloud oder an einen Green Screen wagen. Wichtig ist jedoch, dass man die GIFs dann richtig erstellt und exportiert.

 

 

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