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21.08.2015 Monitoring

SEO-Tag-Team: Content Marketing & Monitoring Technologie – Wie der SEO-Prozess einen Zahn zulegt

In meinem letzten Gastbeitrag in diesem Blog habe ich mich mit dem Zusammenspiel zwischen Content-Marketing-Prozessen und Social Media Monitoring auseinandergesetzt. Wenn man die an der Stelle skizzierten Gedanken und Prozesse verlängert, spielt ganz schnell ein dritter durchaus relevanter Faktor eine entscheidende Rolle im Gefüge: Die Suchmaschinen-Optimierung oder kurz SEO. Beginnen wir aber langsam bei den […]

Anjou Müller-Pering
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In meinem letzten Gastbeitrag in diesem Blog habe ich mich mit dem Zusammenspiel zwischen Content-Marketing-Prozessen und Social Media Monitoring auseinandergesetzt. Wenn man die an der Stelle skizzierten Gedanken und Prozesse verlängert, spielt ganz schnell ein dritter durchaus relevanter Faktor eine entscheidende Rolle im Gefüge: Die Suchmaschinen-Optimierung oder kurz SEO. Beginnen wir aber langsam bei den Zusammenhängen von SEO und Content Marketing.

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Zusammenhang SEO & Content Marketing

Die frohe Botschaft von Content Marketing wird seit einigen Jahren von vielen Beratern gepredigt. Unter anderem ist hier die Rede vom „Neuen SEO: Content Marketing“. Meiner Meinung nach ist dies ein wenig differenziert zu betrachten.

Die Definition bzw. der Zweck von Content Marketing ist immer stark von der Betrachtungsperspektive abhängig. Ein PR-Manager wird einen anderen Schwerpunkt setzen als ein Social Media Manager und aus SEO-Perspektive sind wieder andere Faktoren entscheidend. Ob nun Mittel zum Linkaufbau oder als Instrument der Unternehmenskommunikation, Content Marketing setzt seinen Siegeszug als strahlkräftiges Marketing Instrument fort, wie auch ein Blick auf Google Trends beweist:


Ich möchte versuchen den kleinsten gemeinsamen Nenner der tangierten Unternehmensdisziplinen, im Mehrwert für den Leser zu begründen, es aber gleichzeitig als Instrument der Reichweitengewinnung zu verstehen.

Stetiger Wandel von Suchmaschinen erhöht den Druck auf herkömmliche SEO-Strategien

Fest steht: Google rankt qualitativ hochwertigen Content höher. Ohne grundlegende SEO-Spielregeln einzuhalten wird die Reichweite von Artikeln ggf. nicht gerade für Luftsprünge sorgen. Dadurch entsteht ein wechselseitiges Abhängigkeitsverhältnis zwischen SEO und Content Marketing. Wer Artikel nicht nur schreibt, um den Unternehmensblog mit Bildern zu befüllen, der muss Keywords recherchieren und darauf achten, wie und wo er diese im Text und in den SEO-relevanten URLs, Titles und Co. einbindet.

Wenn wir an dieser Stelle erneut die vier Phasen des Content Marketings heranziehen wollen (Planung, Produktion, Seeding und Optimierung) fallen insbesondere die Phasen der Planung und des Seedings, als besonders SEO-relevante Phasen, ins Auge.

Gleichzeitig stellen diese beiden Phasen (zusammen mit der Produktion) große Herausforderungen an die Skalierbarkeit von Content Marketing Prozessen.

Im Umkehrschluss heißt es auch, dass in diesen beiden Phasen eine Prozessunterstützung besonders wertvoll ist. Wie also unterstützt Monitoring den Prozess der SEO-optimierten Content Planung und Produktion?

Monitoring im Kontext SEO und Content Marketing

SEO hat im Kern vieles mit dem Aktiengeschäft gemein. Wer zum richtigen Zeitpunkt in das richtige Wertpapier investiert, mag in der Zukunft davon profitieren. Dabei ist es natürlich besonders lukrativ möglichst früh in potenzielle Senkrechtstarter zu investieren. Ist die Marktreife jedoch fortgeschritten und hat sich eine Marke am Markt etabliert, werden Aktien teurer.

Ähnlich verhält es sich im SEO-Umfeld. Wer sich früh auf Keywords festlegt und diese konsistent einsetzt, kann sich einen Vorsprung erarbeiten. Beschließt man zu einem späteren Zeitpunkt auf ein gewisses Keyword hin zu optimieren, betritt man ggf. stark umkämpftes Gebiet und muss einen höheren Aufwand betreiben, um die Suchmaschinen-Sichtbarkeit auf einen gewissen Standard zu heben, der den Aufwand der SEO-Optimierung überhaupt rechtfertigt.

Hier bietet es sich an innovativer vorzugehen und sich nicht auf Keywords zu verlassen die bereits sehr bekannt sind, sondern einen Teil der eignen Maßnahmen auf solche Keywords zu konzentrieren, die vielleicht schon morgen den selben Themenbereich beschreiben oder ein Themengebiet inhaltlich flankieren.

Bei richtigem Setup und korrektem Einsatz kann Monitoring an dieser Schnittstelle zur Optimierung der Content-Qualität in Hinblick auf SEO-Interessen beitragen. Ich habe diesbezüglich sechs Argumente gesammelt:

1. Aktualität fördert organische Reichweite

Die im Rahmen des Monitorings recherchierten Trends, Events und Inhalte tragen zu einer verbesserten Aktualität und dementsprechend erhöhten Attraktivität für die Leser bei. Ein SEO-optimierter und inhaltlich wertvoller Blogbeitrag, der zum richtigen Zeitpunkt und zum richtigen Thema veröffentlich wurde, wird oftmals ganz natürlich verlinkt und sorgt dementsprechend für eine hohe Sichtbarkeit in den Google-Suchergebnissen.

2. Viralität begünstigt Distribution

Moderne Monitoring-Tools (wie beispielsweise uberMetrics DELTA) sind in der Lage die Viralität einzelner Beiträge bzw. Plattformen darzustellen. Somit lassen sich Verbreitungswege reichweitenstarker Artikel visualisieren, was die Option eröffnet, den eigenen Content einer ähnlichen Leserschaft anzubieten und von der Distributionsstrategie anderer Plattformen zu lernen. Zudem schlummern hier Potenziale, da sich über solche Methoden weitreichende Content-Partnerschaften schließen lassen, die Nachhaltig die Backlinkstruktur verbessern.

3. Keywordrecherche

Monitoring dient insbesondere zur Horizonterweiterung, sowie den Kontext des eigenen Themenbereiches systematisch zu analysieren und darüber Trends und Nachfrage zu verstehen. Mithilfe von Keyword-Analysen lassen sich ganz einfach verwandte Begriffe erschließen, die als mögliche Keyword-Kandidaten in die SEO-Strategie einfließen können.

4. Internationale Horizonterweiterung

Monitoring passiert mehrheitlich auf internationaler Ebene. Es ist sicherlich nichts neues, dass insbesondere Trends im Online-Marketing häufig in Übersee entstehen und dann den Weg in deutschsprachige Büros finden. Monitoring kann also dabei helfen die Trends im englischsprachigen Sprachraum früh zu erkennen und auch hierzulande anzuwenden.

5. Wettbewerbsanalyse

Wichtiger Aspekt der SEO-Arbeit ist eine kontinuierliche Analyse der Wettbewerbsaktivitäten. Moderne SEO-Tools bieten zahlreiche Möglichkeiten die Inhalte des Wettbewerbs und die enthaltenen Keywords zu analysieren. Diese Informationen können allerdings noch verdichtet werden, wenn die Recherche auf die Sozialen Kanäle des Wettbewerbs ausgedehnt wird. Auch hier ein klassisches Heimspiel für Monitoring-Technologie.

6. Datenverdichtung

Der Trend geht dahin, dass immer mehr Analyse-, Monitoring- und Analytics-Tools auf technischer Ebene miteinander verbunden werden. Es ist also durchaus abzusehen, dass SEO-Tools in Zukunft selbst auf die Integration von Echtzeit-Kommunikationsdaten aus Monitoring-Schnittstellen bauen werden.
Zusammenfassend lässt sich die folgende Aussage treffen: SEO braucht Content, Content Marketing liefert den nötigen Rahmen und Monitoring stützt die Skalierbarkeit der Content Marketing Maßnahmen.

 

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