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17.10.2019 Online Marketing

Videoproduktion für alle: erste Schritte zum eigenen Video

Was macht Videos so erfolgreich und wieso muss sich jedes Unternehmen ernsthaft mit Videoinhalten beschäftigen? Diese Beitragsreihe «Videoproduktion für alle» macht jeden zum Videoproduzenten.

Lisa Müller
3 Min. Lesezeit
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Die Onlinewelt liebt Videos. Ein Bild reicht da nicht, bewegen muss es sich. Die Möglichkeiten des Videos sind unendlich. Auch hier in der Hutter Consult AG hat man dies schon lange realisiert. Darum arbeite ich jetzt hier: Lisa Müller, studierte Multimedia Produzentin. Ich produziere intern und für Kunden Videos. Dabei mache ich oft den ganzen Prozess mit. Von der Konzeption bis zur Produktion und Postproduktion übernehme ich alles. In dieser Beitragsreihe «Videoproduktion für alle» will ich allen das Produzieren von einfachen und guten Videoprojekten näherbringen.

Was macht Videos so stark?

Videos Online sind mittlerweile ein zentrales Medium geworden mit dem User ihre Informations- und Unterhaltungsbedürfnisse stillen. Videoproduktion nicht in die eigene Online-Marketingstrategie aufzunehmen wäre ein grosses Versäumnis. Videos vermitteln Inhalte emotionaler, schneller und bunter als einzelne Fotos. Als Unternehmen kann man sich so sehr gut profilieren und emotionalisieren. Nun, da dies eine Erklärreihe sein soll, die euch einem die Videoproduktion näherbringt und man sich nicht vor diesem Task scheuen soll, vermeide ich viel Statistik und Theorie sowie technische Details. Zur pragmatischen Produktionsweise sollte man sich in erster Linie, folgende Fragen stellen:

Welche Ziele will ich mit dem Video erreichen?

Als erstes überlegt man sich, welche Ziele mit dem Video erreicht werden sollen. Dabei unterscheidet man am besten zwischen strategischen und taktischen Zielen. Wobei strategische Ziele Markenbekanntheit oder Markenbildung sein können und taktische Ziele eher betriebswirtschaftliche Ziele darstellen wie die Conversion Rate erhöhen oder die Anzahl der Kunden steigern.

Was ist das Thema meines Videos?

Zuerst muss man sich bewusst werden, welche Inhalte geeignet wären, in Videos zu publizieren und auf den eigenen Social Media Kanälen zu verbreiten. Dabei unterscheiden wir zwischen drei Content-Formaten:

  1. Hero Content
    • Inhaltliche Highlights die eine besonders hohe Aufmerksamkeit erzielen. (schwierig zu erreichen)
  2. Hub Content
    • Regelmässig veröffentlichte Inhalte die auf die Nutzertreue abzielen.
  3. Help Content
    • Alle ideal passenden und auf das Suchumfeld zugeschnittene Inhalte, die zeitlic relevante Informationen in Bezug zum eignen Angebot liefern.

Weiter geht es damit, dass man sich vor Augen führen muss, dass man diese Videos in verschiedenen Stufen der Customer Journey einsetzen kann. Hier kommt das See-Think-Do-Care Framework ins Spiel. Will ich Aufmerksamkeit generieren und potentielle Kunden oder Nutzer ansprechen oder die bereits bestehende Kundschaft unterstützen. Diese Überlegung kann zusätzlich helfen, die richtige Thematik für das Video zu bestimmen. Hier noch einmal der Funnel, für alle die ihn noch nicht kennen:

Das SEE-THINK-DO-CARE Framework nach Kaushik

Wie erzähle ich richtig?

Die Aufmerksamkeitsspanne der Menschen ist stark gesunken. Im Jahr 2000 redete man in Marketingkreisen noch von einer Aufmerksamkeitsspanne von 12 Sekunden, wenn Werbung betrachtet wird. Heute flitzt unser Daumen einmal über Smartphone Screens in 1.7 Sekunden. So kann man sagen, hat sich auch der Spannungsbogen der Videos verändert. Der Aktive und engagierte User widmet seine Aufmerksamkeit einem «Story High» das gleich zu Beginn des Videos erscheint. Wobei früher ein gradueller Aufbau der Spannung zu einem Höhepunkt im Erzählstrang führte.

Story Arc Darstellung

YouTube Google 2018

Darum gilt: Erzählen Sie das beste oder interessanteste zuerst. Videos Online steigen gleich mit dem ein, das sehenswert ist. Dies hat konkrete Auswirkungen auf den Videoschnitt. Schnelle Schnitte, Jump Cuts und dergleichen sind nun angesagt.

In welchem Format kreiere ich meine Videos?

Nun hat man sich Gedanken zur Art wie der Content daherkommen muss. Ein weiterer Schritt war sich einen Erzählstrang auszudenken, also dramaturgische Überlegungen zu machen. Dies kann man alles in Mindmaps festhalten. Hier eine Übersicht der verschiedenen Formate.

Videoformate

Videoformate nach Facebook

Wichtig ist, dass man verschiedene Versionen dieses Videos kreiert. Eine Pitch-Version im Storyformat von 15 Sekunden, eine Facebook Post im 4:5 oder 1:1 Format das ein bisschen länger dauern darf und für YouTube sollten in klassischer Manier 16:9 Videos veröffentlicht werden. Dies betrifft auch YouTube Bumper Ads und dergleichen. Dabei kommt es aber darauf an, welche Ziele mit dem Video erreicht werden sollen. Dann weiss man nämlich auch, wo das ausspielen am meisten Sinn macht und schliesslich, welches Format am geeignetsten wäre für besagte Plattform.

Fazit

  1. Welche Ziele will ich mit dem Video erreichen?
  2. Was ist das Thema meines Videos?
  3. Wie erzähle ich richtig?
  4. Welches Format soll ich verwenden?

Diese vier grundlegenden Fragen helfen dabei, ein Videoprojekt genauer zu planen und sich vor Augen zu führen, wie und wo dieses Video ankommen soll. Für einen umfassenderen gehenden Einblick in die theoretischen Grundlagen der Online Videos kann man unser Video Marketing Seminar besuchen.  Dort erhält man einen tiefergehenden Einblick in die richtige Videostrategie und in die Produktion.

Im zweiten Beitrag dieser Reihe geht es ans Eingemachte: das Storyboard.

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