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24.04.2018 Facebook Ads / Werbeanzeigen

Facebook: Anpassung und Einschränkungen in der Zielgruppenauswahl

Wie Facebook im Business Blog mitteilt, werden die Zielgruppenauswahl-Optionen einen Review unterzogen. Ziel der Überprüfung ist es, kritische Targetingmöglichkeiten zu eliminieren, die Diskriminierung ermöglichen. Facebook möchte in diesem Bereich die Sensibilisierung und Ausbildung von Werbetreibenden weiter fördern. Review der Zielgruppenauswahlmöglichkeiten Facebook schreibt im Newsbeitrag: In der klassischen und digitalen Werbung hängt der Erfolg eines Unternehmens […]

Thomas Hutter
3 Min. Lesezeit
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Wie Facebook im Business Blog mitteilt, werden die Zielgruppenauswahl-Optionen einen Review unterzogen. Ziel der Überprüfung ist es, kritische Targetingmöglichkeiten zu eliminieren, die Diskriminierung ermöglichen. Facebook möchte in diesem Bereich die Sensibilisierung und Ausbildung von Werbetreibenden weiter fördern.

Review der Zielgruppenauswahlmöglichkeiten

Facebook schreibt im Newsbeitrag:

In der klassischen und digitalen Werbung hängt der Erfolg eines Unternehmens davon ab, die richtigen Kunden zu finden. Gezielte Werbung hilft Millionen von Unternehmen, jedes Jahr zu wachsen, indem sie sie mit ihren Kunden verbindet. Es hilft den Menschen auch, relevantere Anzeigen zu sehen und sich auf sinnvollere Weise mit Unternehmen zu verbinden. Wir wissen, wie wertvoll Targeting für Unternehmen und Menschen ist, und wir setzen uns dafür ein, dass es sicher und zivilisiert durchgeführt wird. Deshalb haben wir die von uns angebotenen Targeting-Möglichkeiten genau geprüft. Heute geben wir ein Update zu dieser Überprüfung und den laufenden Verbesserungen, die wir auf der Grundlage unserer Erkenntnisse und des Feedbacks von Experten für Datenschutz, Datenethik und Bürgerrechte sowie gemeinnützigen Organisationen und Interessenvertretungen auf unseren Plattformen vornehmen.

Mehr Ausbildung und Sensibilisierung für Werbetreibende

Das Ziel von Facebook ist es, Anzeigen abzufangen, die gegen die Richtlinien verstossen, bevor sie auf Facebook starten. Dies bedeutet, dass mehr Leute eingestellt werden müssen, um Anzeigen zu überprüfen, und dass bessere maschinelle Lernsysteme entwickelt werden müssen, um Anzeigen zu überprüfen. Facebook bemüht sich, mehr zu tun, um Werbetreibenden zu helfen, ihre Verpflichtungen im Rahmen der Richtlinien zu verstehen, einschliesslich der Richtlinien, die den Einsatz der Tools zur unrechtmässigen Diskriminierung verbieten. Deshalb führt Facebook neue Warnmeldungen ein, die Werbetreibende an die Antidiskriminierungsrichtlinien erinnern, bevor sie eine Kampagne erstellen und die Ausschlussmöglichkeiten verwenden. Dies dient dazu, die Werbetreibenden an ihre Verpflichtung zur Einhaltung der Facebook Richtlinien und der Gesetze zu erinnern.

Hinweis bei Ausschlusstargeting

Hinweis bei Ausschlusstargeting

Informationen zum Thema “Diskriminierung” bietet Facebook in den Werberichtlinien in Punkt “Verbotene Inhalte – Diskriminierung“.

Wenn Facebook Anzeigen identifiziert, die Wohnraum, Arbeit oder Kredit anbieten, verlangt Facebook vom Werbetreibenden, dass er bestätigt, dass er die Antidiskriminierungspolitik und die geltenden Antidiskriminierungsgesetze einhält. Facebook verbessert ständig die Systeme, um diese Art von Anzeigen zu identifizieren und Anzeigen von Unternehmen abzulehnen, die es abgelehnt haben, die Konformität zu zertifizieren. Die Systeme von Facebook lehnen Tausende solcher Anzeigen pro Tag ab. Facebook hat diese Prozesse auch dahingehend erweitert, dass jeder Werbetreibende, der Ausschluss-Targeting einsetzt, auch seine Konformität zertifizieren muss.

Limitierung des Ausschluss-Targetings

Obwohl Targeting ein wichtiges Instrument ist, um Menschen zu erreichen, hat Facebook Bedenken über möglichen Missbrauch als Feedback entgegengenommen, insbesondere über die Funktion, mit der Werbetreibende Menschen von ihren Anzeigen ausschliessen können. Werbetreibende wollen Anzeigen für Personen schalten, die am ehesten an ihren Angeboten interessiert sind, und das Ausschluss-Targeting hilft zu vermeiden, dass Anzeigen für Personen geschaltet werden, die wahrscheinlich nicht interessiert sind. Beispielsweise wenn eine lokale Basketballmannschaft versucht, neue Fans zu gewinnen, können Leute ausgeschlossen werden, die bereits an der Mannschaft interessiert sind.

Obwohl Ausschluss-Targeting ein nützliches Instrument sein kann, versteht Facebook auch die Bedenken, die über möglichen Missbrauch geäussert wurden. Als Reaktion auf das Feedback, das Facebook erhalten hat, wurden Tausende von Kategorien aus dem Ausschluss-Targeting entfernt. Facebook hat sich dabei hauptsächlich auf Themen konzentriert, die sich auf potenziell sensible persönliche Eigenschaften wie Rasse, ethnische Zugehörigkeit, sexuelle Orientierung und Religion beziehen.

Die Überprüfung durch Facebook ist kontinuierlich; der Prozess wird fortgesetzt und Facebook wird weiterhin Feedback einholen. Facebook nimmt die Verantwortung für eine sichere und zivile Werbung ernst, und wird weiterhin nach Möglichkeiten suchen, wie Facebook zielgerichtet für Menschen und Unternehmen arbeiten kann.

Fazit

Grundsätzlich sind die Bestrebungen von Facebook gegen diskriminierende Werbung vorzugehen sehr sinn- und wertvoll und zu begrüssen. Allerdings verwenden viele Werbetreibende ausschliessende Kriterien nicht mit dem Ziel zu diskriminieren, sondern beispielsweise mit dem Ausschluss von Expats mögliche Ungenauigkeiten in der Auslieferung von Werbeanzeigen zu minimieren. Diskriminierende Werbung darf nicht gefördert, bzw. ermöglicht werden, allerdings wünsche ich mir als Facebook Werbeprofi gleichzeitig eine massive Verbesserung in Bezug auf SPAM- und Fakeprofile, dass entsprechende Ausschlüsse gar nicht erst notwendig werden und Werbetreibende Gewähr haben, dass sie mit “üblichen Targeting-Einstellungen” nicht zweifelhafte Profile erreichen.

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