09.02.2021 Diverses

Facebook: COVID-19 Richtlinien Update und Schutzmassnamen

Da Menschen auf der ganzen Welt mit dem aktuellen Gesundheitsnotstand konfrontiert sind, möchte Facebook sicherstellen, dass die Richtlinien dazu beitragen, Menschen vor schädlichen Inhalten und neuen Arten von Missbrauch im Zusammenhang mit COVID-19 zu schützen.

‎Dorian Kostanjsek
4 Min. Lesezeit
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Facebook arbeitet daran, Inhalte zu entfernen, die zum Risiko eines realen Schadens beitragen. Dies geschieht unter anderem durch die Richtlinien, welche die Koordination von Schaden, den Verkauf von medizinischen Masken und verwandten Waren, Hassreden, Mobbing und Belästigung sowie Fehlinformationen, die zum Risiko von drohender Gewalt oder körperlichem Schaden beitragen, verbieten.

Während sich die Situation weiterentwickelt, werden die Inhalte auf der Plattform weiterhin betrachtet. Dabei werden Sprachtrends bewertet und Facebook wird sich mit Experten wie der WHO, staatlichen Gesundheitsbehörden und Interessenvertretern, die Dienste von Facebook nutzen, austauschen und gegebenenfalls zusätzliche Richtlinien bereitstellen. Dies erfolgt insbesondere, um die Mitglieder der Community während dieser Krise zu schützen.

Im Rahmen der Richtlinie zur Koordinierung von Schäden, werden Inhalte entfernt, die:

  • die Verbreitung von COVID-19 befürworten.
  • persönliche Treffen oder Veranstaltungen gegen staatliche Gesundheitsrichtlinien befürworten. Dies schliesst nicht die Diskussion und Debatte über öffentliche Richtlinien oder vorgeschlagene neue Richtlinien von politischen Entscheidungsträgern und gewählten Beamten ein.
  • persönliche Veranstaltungen oder Versammlungen koordinieren, die Menschen mit COVID-19 ermutigen, sich anzuschliessen.

Im Rahmen der Richtlinie für regulierte Güter wurden Schritte unternommen, um die Ausnutzung dieser Krise für finanziellen Gewinn zu schützen, indem Inhalte verboten werden, die:

  • versuchen, medizinische und Atemschutz-Gesichtsmasken, Händedesinfektionsmittel, Flächendesinfektionstücher und COVID-19-Testkits zu verkaufen oder damit zu handeln. Diese Richtlinie erstreckt sich nicht auf Angebote oder Bitten um Maskenspenden.
  • medizinische Produkte und COVID-19 erwähnen und ein Gefühl der Dringlichkeit andeuten bzw. behaupten, dass Prävention sichergestellt ist.

Gemäss der Richtlinie für Hassreden werden Inhalte entfernt, die:

  • behaupten, dass Menschen, die ein geschütztes Merkmal wie Rasse oder Religion teilen, das Virus haben, das Virus geschaffen haben oder das Virus verbreiten. Dies gilt nicht für Behauptungen über Menschen, die auf nationaler Herkunft basieren, da eine Diskussion zugelassen werden soll, die sich auf Reaktionen und Auswirkungen auf nationaler Ebene konzentriert (z. B. “X Anzahl Italiener haben COVID-19”).
  • sich über Menschen lustig machen, die ein geschütztes Merkmal wie Rasse oder Religion teilen, weil sie COVID-19 haben.

Gemäss der Richtlinie zu Mobbing und Belästigung werden Inhalte entfernt, die böswillig auf Personen abzielen, einschliesslich Inhalten, die:

  • behaupten, dass eine Privatperson COVID-19 hat, es sei denn, diese Person hat sich selbst deklariert oder Informationen über ihren Gesundheitszustand sind öffentlich zugänglich.

Darüber hinaus entfernt Facebook Fehlinformationen, die zur Gefahr von drohender Gewalt oder körperlichen Schäden beitragen. Im Zusammenhang mit einer Pandemie wie COVID-19 gilt dies für:

Falsche Informationen über die Existenz oder den Schweregrad von COVID-19, einschliesslich, aber nicht beschränkt auf:

  • Behauptungen, dass COVID-19 nicht existiert, keine Pandemie ist oder dass es für Menschen nicht gefährlicher ist als eine Erkältung oder Grippe.
  • Behauptungen, dass die COVID-19-Regierungsanordnungen zur sozialen Distanzierung ein Mittel sind, um die Infrastruktur der 5G-Mobilfunktechnologie zu installieren oder dass die Symptome von COVID-19 tatsächlich eine Folge der 5G-Mobilfunktechnologie sind.
  • Behauptungen, dass COVID-19 nicht in Ländern oder Orten vorkommt, in denen es laut der Website der Weltgesundheitsorganisation bestätigte Fälle gegeben hat.

Falsche Informationen über die Mittel zur Verhinderung von COVID-19, einschliesslich, aber nicht beschränkt auf:

  • Behauptungen, dass etwas jemanden davor schützt, sich mit COVID-19 anzustecken (z. B. vorhandene Impfstoffe, Ernährungsgewohnheiten, Aromatherapie und ätherische Öle). Dies hindert Menschen nicht daran, über Verhaltensweisen zu sprechen, die helfen können, COVID-19 zu verhindern, wie z.B. Händewaschen mit Wasser und Seife, Verwendung von alkoholhaltigen Handeinreibungen, sozialer und körperlicher Abstand und Verzicht auf das Berühren von Augen, Nase und Mund.
  • falsche Darstellungen von Regierungsrichtlinien über die Mittel zur Verhinderung der Verbreitung von COVID-19, einschliesslich Inhalten, welche die Regierungsrichtlinien über soziale Distanzierung falsch wiedergeben.

Falsche Informationen darüber, wie COVID-19 übertragen wird, einschliesslich, aber nicht beschränkt auf:

  • Behauptungen, dass irgendeine Gruppe immun ist oder nicht an COVID-19 sterben kann (z. B. Kinder, Menschen bestimmter Rassen), oder dass eine bestimmte Behandlung oder Aktivität zu einer garantierten Immunität führt. Dies hindert nicht daran, von Menschen zu sprechen, die sich von COVID-19 erholt haben und nun möglicherweise immun gegen eine erneute Infektion sind.
  • Behauptungen, dass COVID-19 in bestimmten Klimazonen, Wetterbedingungen oder an bestimmten Orten nicht übertragen werden kann.
  • Behauptungen, dass COVID-19 von Moskitos übertragen wird.
  • Behauptungen, dass die 5G-Mobilfunktechnologie die Übertragung von COVID-19 verursacht.

Falsche Informationen über Heilmittel, Behandlungen und Tests für COVID-19, einschliesslich, aber nicht beschränkt auf:

  • Behauptungen, dass es eine “Heilung” für COVID-19 gibt, bis und solange die Weltgesundheitsorganisation oder eine andere führende Gesundheitsorganisation eine solche Heilung bestätigt. Dies hindert Menschen nicht daran, medizinische Versuche, Studien oder anekdotische Erfahrungen über Heilmittel oder Behandlungen für die bekannten Symptome von COVID-19 (z.B. Fieber, Husten, Atembeschwerden) zu diskutieren.
  • Behauptungen, dass COVID-19 ohne einen staatlich anerkannten medizinischen Test erfolgreich nachgewiesen werden kann, einschliesslich der Behauptung, dass das Anhalten des Atems über einen bestimmten Zeitraum die Abwesenheit von COVID-19 beweist.

Falsche Informationen über die Verfügbarkeit wesentlicher Dienste, einschliesslich, aber nicht beschränkt auf:

  • Behauptungen, dass wesentliche Dienste jetzt oder in Kürze nicht mehr verfügbar sind, es sei denn, die zuständige Regierungsbehörde hat diese Information öffentlich bestätigt. Zu den wesentlichen Diensten gehören unter anderem Krankenhäuser und andere medizinische Einrichtungen, öffentliche Verkehrsmittel, Supermärkte, Versorgungsdienste (d.h. Gas, Strom, Wasser, Internet, Telefon), Verkehrsinfrastruktur (d.h. Strassen, Tunnel, Brücken), Sicherheitsdienste (d.h. Polizei, Feuerwehr), medizinische Notfalldienste (d.h. Notärzte, Krankenwagen) und Gefängnisse.

Fazit

Facebook verschärft den Ton und wird in Zukunft bei Informationen wohl etwas härter durchgreifen, welche nicht von der WHO oder äquivalenten Gesundheitsorganisation bestätigt wurden. Dabei stellt sich die Frage, was über das Entfernen der Inhalte hinaus geschieht? Es ist zu erwarten, dass mit den strikteren Richtlinien auch mehr Verstösse bzw. auch mit mehr Sperren von Benutzern, Ad Accounts oder kompletten Business Managern zu rechnen ist. Somit ist zünftig nun mehr denn je Vorsicht geboten.

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