06.10.2021 Ads / Werbeanzeigen / Advertising

Facebook: Die detaillierte Targeting-Ausweitung wird teilweise standardisiert

Die detaillierte Targeting-Ausweitung wird für Kampagnen mit Ziel Conversions auf entweder Conversions, Wert- oder App-Events optimieren nun standardmässig angewendet. In diesem Artikel zeigen wir auf, was das genau bedeutet und worum es bei der detaillierten Targeting-Ausweitung geht.

Tanja Nägele
2 Min. Lesezeit
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Bereits Ende September haben wir in einem Blogbeitrag darüber berichtet, dass Facebook regelmässige Updates für die detaillierte Targeting-Ausweitung durchführt. Dies ist vor allem für Werbetreibende relevant, welche innerhalb von Kampagnen mit dem Ziel Conversions auf entweder Conversions, Wert- oder App-Events optimieren, denn da wird die Targeting Expansion nun automatisch angewandt.

Die Targeting-Ausweitung verwendet detaillierte Targeting-Eingaben als Richtlinie für die Auslieferung. Das heisst, dass die detaillierten Targeting-Eingaben weiterhin erfasst werden, jedoch werden möglicherweise Anzeigen ausgeliefert, die über die detaillierten Targeting-Auswahlen hinausgehen, sofern eine Leistungssteigerung vorhergesagt wird.

Warum diese Standardisierung

Facebook hat dies in der Vergangenheit getestet und dabei folgendes festgestellt:

  • Bei Conversion-Kampagnen mit der detaillierten Targeting-Ausweitung sanken die durchschnittlichen Kosten pro inkrementeller Conversion um rund 37 %.
  • Bei Conversion-Kampagnen mit der Lookalike Expansion sank der durchschnittliche CPA um 17,3 %.

Diese Veränderung sollte somit zu besseren Ergebnissen führen.

Worum es bei der detaillierten Targeting-Ausweitung genau geht

Auf Anzeigengruppen-Ebene im Facebook Ads Manager kann die detaillierte Targeting-Ausweitung aktiviert oder deaktiviert werden:

Quelle: Screenshot Facebook Ads Manager

Sobald diese Funktion aktiviert ist, wird Facebook ermöglicht, eine breitere Personengruppe anzusprechen als die, die im Bereich zum detaillierten Targeting bereits festgelegt wurde.

Die Aktivierung eignet sich also, falls die Anzeigen zusätzlichen Personen angezeigt werden sollen, wenn sie mehr oder günstigere Ergebnisse erzielen. Facebook setzt die Erweiterung nur dann ein, wenn die Performance dadurch verbessert wird. Falls die Option also nicht angewählt wird, hat Facebook gar nicht die Möglichkeit dies überhaupt zu testen, weshalb eine Standardisierung also durchaus Sinn ergibt.

Je nach Kampagnen-Ziel ist die Targeting-Ausweitung nun automatisch (kann nicht geändert werden) oder standardmässig deaktiviert (kann aber aktiviert werden).

Wie die Targeting-Ausweitung funktioniert

Facebook richtet sich bei der Anzeigenauslieferung nach demografischen Angaben, Interessen und Verhaltensweisen, die im Rahmen des detaillierten Targeting ausgewählt wurden. Gleichzeitig werden auch dynamisch Entscheidungen für die Anzeigenauslieferung, die sich vorteilhaft auf die Performance auswirken können, getroffen.

Falls Facebook also Werbechancen ausserhalb der definierten Zielgruppe findet, gestattet die Targeting-Ausweitung dynamisch Anpassungen vorzunehmen, je nachdem, wo die bessere Performance verzeichnet wird. So würde die Zielgruppe also nicht weiter vergrössert werden.

Die Ausweitung ist speziell für das detaillierte Targeting und nicht auf Targeting nach Standort, Alter oder Geschlecht anwendbar. Targeting-Ausschlüsse oder andere Targeting-Optionen ausserhalb des detaillierten Targetings (bezüglich Alter, Geschlecht, Standort und Sprache) werden somit weiterhin berücksichtigt.

Was sich nun ändert

Die Targeting-Ausweitung wird also nun bei der Optimierung für Conversions, Wert oder App-Ereignissen automatisch aktiviert, während das Ziel “Conversions” verwendet wird:

Quelle: Screenshot Facebook Ads Manager

Neu wird in diesem Fall die Targeting-Ausweitung somit automatisch aktiviert und kann nicht mehr deaktiviert werden:

Quelle: Screenshot Facebook Ads Manager

Bei der Optimierung für andere Aktionen als Conversions, Wert- oder App-Events ist die Targeting-Ausweitung standardmässig deaktiviert, kann jedoch aktiviert werden.

Fazit

Eigentlich ist diese Standardisierung durchaus sinnvoll, da die Tests ja gezeigt haben, dass sich die Ergebnisse verbessern. Leider zeigt es im Ads Manager jedoch nicht an, wie stark die Ausweitung angewendet wird, wenn sie aktiviert ist. Zusätzliche Conversions ausserhalb der festgelegten Zielgruppe durch die Targeting-Ausweitung sind also nicht sichtbar.

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