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11.04.2019 Facebook Ads / Werbeanzeigen

Facebook: Neue Massnahmen zur Verbesserung der Brand Safety

Über die neu eingeführten Inventarfilter (Full Inventory, Standard Inventory und Limited Inventory) können Werbetreibende nun noch besser kontrollieren, in welchem Umfeld ihre Anzeigen in Instant Articles, Facebook In-stream Videos und dem Audience Network ausgespielt werden.

Claude Sprenger
2 Min. Lesezeit
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Facebook führt einen Inventarfilter ein und ergänzt damit die bestehenden Massnahmen für die Brand Safety. Über diese Inventarfilter gibt Facebook Wertbetreibenden die Wahl, wo ihre Anzeigen in kontextbezogenen Platzierungen erscheinen dürfen.

Mehr Kontrolle dank dem Inventory Filter

Eine Werbeanzeige im falschen Kontext. Negative Presse. Schlechtes Image. Shitstorm. Kein Werbetreibender möchte, dass dieser Fall eintritt. Facebook stellt deshalb immer wieder neue Optionen für die sogenannte “Brand Safety” vor, über welche Werbetreibende mehr Kontrolle über die Platzierung ihrer Werbeanzeigen erhalten.

Mit der soeben kommunizierten Einführung der “Inventory Filter” bietet Facebook nun eine weitere Option für eine verbesserte Kontrolle darüber, wo Anzeigen im kontextbezogenen Umfeld (Audience Network, Facebook In-Stream-Video, Instant Articles) angezeigt werden dürfen und wo nicht. Werbetreibende haben über diese Inventarfilter drei Auswahlmöglichkeiten, um die Platzierung von Anzeigen einzuschränken:

Auswahl des Inventory Filter. Quelle: Facebook

Full Inventory: Minimaler Schutz – Anzeigen werden für alle Inhalte bereitgestellt. Diese Option selektiert keine Inhalte heraus und stellt somit das höchste Risiko für die Schaltung von Werbeanzeigen auf Platzierungen mit möglichen, kritischen Inhalten.

Standard Inventory: Moderater Schutz – Anzeigen werden bei leicht kritischen Inhalten bereitgestellt. Diese Option ist die von Facebook vorgegebene Standardauswahl bei der Anzeigenausschaltung und entspricht der bisherigen Platzierung ohne vorgenommene Blockierung von Kategorien.

Limited Inventory: Maximaler Schutz – Anzeigen werden nur platziert, wenn keine kritischen Inhalte vorhanden sind. Diese Option entspricht in etwa der bisherigen Möglichkeit, sämtliche Inhaltskategorien (Debatable Social Issues, Mature, Tragedy & Conflict, Dating, Gambling) zu blockieren.

Je nach Auswahl werden Anzeigen im kontextbezogenen Umfeld also nur noch dort platziert, wo es …

  • … keine problematischen Inhalte (Limited Inventory),
  • … nur wenige problematische Inhalte (Standard Inventory) oder …
  • … mehrere Fälle mit problematischen Inhalten gibt.

Hinweis:
Inventory Filter ersetzen die bisherige Kontrolle der Anzeigenplatzierung über Kategorie-Ausschlüsse. Der Rollout dieser Inventarfilter ist noch nicht abgeschlossen. Möglicherweise steht die Option noch nicht in allen Ad Accounts zur Verfügung.

Weitere Massnahmen für mehr Brand Safety

Die Einführung der Inventarfilter ergänzen bestehende Massnahmen, welche Facebook bereits eingeführt und zur Verfügung gestellt wurden:

  • Transparenzkontrolle – Möglichkeit zur Überprüfung, wo Anzeigen vor Beginn einer Kampagne geschaltet werden können (Publisher lists)  und wo sie erschienen sind (Publisher delivery reports).
  • Blockierlisten – Möglichkeit um die Platzierung von Anzeigen in bestimmten Apps oder Webseiten zu verhindern.
  • Brand Safety Zertifizierung – Zertifizierung von Drittpartnern, die über eigene Lösungen Werbetreibende bei der Kontrolle der Anzeigenplatzierung unterstützen.

Fazit

Facebook arbeitet kontinuierlich an Tools und Hilfsmitteln, die Werbetreibenden eine bessere Kontrolle darüber geben, wo Anzeigen erscheinen sollen und wo nicht. Mit der Einführung der Inventory Filter bieten sie nun auch eine verbesserte Möglichkeit der bisher bekannten Kategorieausschlüsse, um die Platzierung im kontextbezogenen Umfeld (Instant Articles, Facebook In-Stream Videos, Audience Network) zu steuern. Wie stark sich diese Optionen auf die mögliche Reichweite auswirken, lässt sich im Moment nicht abschätzen. Aber im Zweifel lässt man eine Anzeigenausspielung lieber sein, als dass die Anzeige in einem falschen Kontext, dem falschen Zielpubllikum und zur falschen Zeit angezeigt wird.

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