11.08.2022 Google Ads

Google Ads: Neue Funktionen für Google Discovery Ads

Google Discovery Ads Kampagnen bekommen vier wichtige Updates. Neben neuen Ad-Experiences wird der Setup Prozess durch erweiterte Tooltips und Hilfestellungen erleichtert. Ausserdem erhalten Werbetreibende jetzt auf der Statistik-Seite erweiterte Einblicke in die Performance einzelner Zielgruppensegmente sowie Berichte zur Asset-Performance. Neben diesen Neuerungen können Google Ads Discovery Kampagnen künftig auch über den Google Ads Editor oder die Google Ads API verwaltet werden.

Dominik Braitsch
4 Min. Lesezeit
2 Kommentare

Google Discovery Ads Kampagnen bekommen ein weitreichendes Update spendiert. Gleich vier neue Funktionen rollt Google aus, um es Werbetreibenden zu ermöglichen, sich optimal für die Ferien-Saison und das Weihnachtsgeschäft vorzubereiten. Dabei handelt es sich um neue Möglichkeiten, die Performance der Kampagne zu analysieren, Reporting-Ansichten, Funktionen, die das Kampagnenmanagement erleichtern und Ad Experiences.

Was sind Discovery Ads Kampagnen?

Discovery Ads Kampagnen sind ein Kampagnenformat von Google, welches via Google Ads geschaltet werden kann. Ausgespielt wird die Werbung lediglich innerhalb des Google Universums in den verschiedenen Google-Feeds. Dabei handelt es sich um die YouTube Startseite, den Feed «Empfohlene Videos», die Gmail-Tabs «Werbung» und «Soziale Netzwerke» sowie Googles «Discover» Feed. Laut Google nutzen bis zu 3 Milliarden Menschen diese Dienste, welche somit ein ausserordentliches Potenzial haben eine grosse Menge an Kunden zu erreichen. Vorteile sind, dass Google die Absichten der Anwender sehr genau erkennen kann und die Feeds dadurch mit personalisierter und aussagekräftiger Werbung bespielt werden können. Ebenfalls werden die zur Verfügung gestellten Bild- und Text-Assets optisch ansprechend und passgenau in die Google-Feeds eingefügt. Auch bei Discovery Ads Kampagnen können die automatischen Gebotsstrategien wie «Conversions maximieren», Ziel-CPA oder auch Ziel-ROAS genutzt werden.

Neue Funktionen für Google Discovery Ads

Videos in Google Discover, neue Text-Overlays und bessere Ad Experience

Neben den bisher bekannten Anzeigenformaten, die via Discovery Ads ausgespielt werden können, wie Produkt-Karussells, Lead-Formulare und Bilder im Porträt Format, werden in Zukunft auch Video-Formate im Feed Einzug halten. Diese sind jedoch noch in der Testphase, sollen zukünftig aber nativ eingebunden werden. Werbetreibende können so den Kunden eine tiefergreifende, emotionalere Botschaft vermitteln. Auch bei den Bild-Anzeigen will Google es den Werbetreibenden ermöglichen, über die Ads eine kohärente Story zu vermitteln und die Ästhetik eines Bildes durch weniger Text-Overlays herauszustreichen. Zu den Neuerungen zählen neben den neuen Bildoptionen, Ads mit weniger Text, sowie die Integration von Produktbildern und Preisen im Gmail «Werbung» und «Soziale Netzwerke» Tab.

Beispiel für Google Discovery Ads von UGG (Quelle: Google)

Beispiel für Google Discovery Ads von UGG (Quelle: Google)

Erleichterte Einrichtung von Discovery Kampagnen

Um dem Werbetreibenden den Setup Prozess von Google Discovery Ads Kampagnen zu erleichtern, hat Google den Einstieg komplett überarbeitet. Während der Erstellung der Werbeanzeigen erhält der Werbetreibende deutlich mehr Hinweise und Instruktionen zur korrekten Vervollständigung der Werbeanzeige. So werden beispielsweise Hinweise eingeblendet, die bei der Auswahl der geeigneten Bild-Assets unterstützen. Der Anwender wird auf fehlende Bilder mit weiteren Seitenverhältnissen hingewiesen oder aufgefordert, die Anzeigentitel einzigartiger zu gestalten.

Ähnlich wie bei den responsiven Suchanzeigen wird auch hier nun ein Feedback zur Anzeigeneffektivität von Google zur Verfügung gestellt. Diese Bewertung reicht von «Unvollständig», sollten gewisse Assets fehlen, über «Schlecht» bis hin zu «Sehr gut». Diese Hinweise erleichtern dem Werbetreibenden, effektive Anzeigen zu erstellen, die vom Google Algorithmus möglichst frei zusammengestellt und getestet werden können. Ebenfalls wird inzwischen auf Kampagnenebene ein «Optimierungsfaktor» vergeben, wie es auch von anderen Kampagnentypen wie Such- und Displaykampagnen bekannt ist. Dieser reicht von 0 % bis 100 % und ist ein Indikator, ob mit der Kampagne das grösstmögliche Potenzial ausgeschöpft wird. Zusammen mit dem Optimierungsfaktor stellt Google dem Werbetreibenden eine Liste von Empfehlungen zur Verfügung, wie die Discovery Ads Kampagne optimiert werden kann.

«Statistik»-Seite für mehr Performance-Insights bei Discovery Kampagnen

Auch bei den Discovery Kampagnen hält jetzt die «Statistik»-Seite Einzug. Werbetreibenden erhalten die Möglichkeit, zu analysieren, welche Zielgruppensegmente den grössten Einfluss auf die Performance der Discovery Kampagne haben. Über einen Asset-Bericht zu Discovery Kampagnen können alle einzelnen Assets wie Bilder, Texte und zukünftig Videos anhand derer Performance miteinander verglichen werden. Auch hier bewertet Google die Effektivität der Assets zwischen «Niedrig», «Gut» und «Am besten». Diese Erkenntnisse können als Grundlage für Entscheidungen zur Asset-Optimierung verwendet werden. Assets können deaktiviert oder rotiert werden. Wird ein neues Element hinzugefügt, bekommt es den Status «Lernt» bis der Algorithmus genügend Daten zur Leistung gesammelt hat.

Aufbauend zur Analyse, welche Zielgruppensegmente für das Unternehmen interessant sind, kann jetzt die «optimierte Ausrichtung» von Google genutzt werden, um entweder neue Zielgruppen oder Zielgruppen mit hoher Conversion-Wahrscheinlichkeit zu erreichen. Diese Funktion sucht automatisch Zielgruppensegmente, die vom Werbetreibenden übersehen wurden und ergänzen diese. Ebenfalls neu ist, dass die relevanten Zielgruppen via Audience-Builder erstellt und wiederverwendet werden können. So kann dieselbe Zielgruppenstrategie über mehrere Kampagnen hinweg genutzt werden.

Discovery Kampagnen werden im Google Ads Editor unterstützt

Wer das Kampagnenmanagement lieber offline im Google Ads Editor durchführt, kann dies nun auch mit Discovery Ads machen. Mit dem neusten Update lassen sich Discovery Kampagnen im Google Ads Editor erstellen und verwalten. Auch die Google Ads API wurde entsprechend erweitert und bietet jetzt Discovery Ads vollumfänglich an.

Fazit

Obwohl Performance Max Kampagnen mittlerweile ebenfalls auf den Discovery-Placements ausgespielt werden, werden Discovery Kampagnen von Google weiterhin mit Updates versorgt. Die neuen Ad-Experiences ermöglichen es Werbetreibenden pünktlich zum Weihnachtsgeschäft emotionale Botschaften und Videos vorzubereiten und zu vermitteln. Durch den erleichterten Einstieg und die neuen Tooltips beim Einrichten der Kampagne ist es leichter denn je, Discovery Kampagnen zu schalten. Die Statistik-Seite mit den Reports zu Zielgruppensegmenten und Assets ermöglichen eine detaillierte Auswertung der Discovery Ad Performance. Zusammen mit der Integration in den Google Ads Editor sowie die Google Ads API stellt Google den Werbetreibenden hier einige hilfreiche und wichtige Neuerungen zur Verfügung.

 

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  1. meinesmartwatchwelt@gmail.com' Cengiz sagt:

    Sehr interessanter Beitrag Dominik. Wir selbst nutzen schon länger Google Ads SEA & Shopping. Von der Discovery Ads haben wir aber bis jetzt noch keinen Gebrauch gemacht. Eventuell weil es keine wirkliche ROAS Funktion gab. Aber das ist ja nun pase. Wir werden das bald auch mal ausprobieren!

    Viele Grüße,
    Cengiz

  2. meinesmartwatchwelt@gmail.com' Cengiz k. sagt:

    Sehr interessanter Beitrag Dominik. Wir selbst nutzen schon länger Google Ads SEA & Shopping. Von der Discovery Ads haben wir aber bis jetzt noch keinen Gebrauch gemacht. Eventuell weil es keine wirkliche ROAS Funktion gab. Aber das ist ja nun pase. Wir werden das bald auch mal ausprobieren!

    Viele Grüße,
    Cengiz

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