04.03.2021 Google Ads

Google: Google stoppt Third-Party-Tracking

Google liess gestern mit einer Mitteilung aufhorchen: Nachdem die Third-Party-Cookies in Google Chrome nicht mehr getrackt werden, soll auch keine Alternative für diese Art des Trackings von Personen über das Internet angeboten werden. Google macht mit dieser Ankündigung einen Schritt in Richtung eines Privacy-First Internets.

Peter Kammerer
3 Min. Lesezeit
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In einem neuen Artikel im Google Ads & Commerce Blog gab Google bekannt, dass es keine Alternative zum aktuell auslaufenden Third-Party-Tracking in Google Chrome geben wird. Das bedeutet, dass Menschen zukünftig nicht mehr aufgrund ihrer Internetaktivität getrackt werden. Mit Massnahmen, die weg vom Cookie-Tracking gehen, wird Google hier aber auch in Zukunft eine Möglichkeit bieten, die auf der einen Seite die Privacy der Menschen schützt und auf der anderen Seite auch weiterhin personalisierte Werbung möglich machen wird.

Worum geht’s?

Laut dem Artikel wurde in einer Studie des Pew Research Centers bekannt, dass 72% der Personen denken, dass fast alles, was sie online machen, durch Werbetreibende getrackt wird. 81% sagen sogar, dass die potenziellen Risiken, die durch das Sammeln dieser Daten entstehen, höher sind als die Vorteile, welche dieses mit sich bringt. Google erläutert, dass, sollte man nicht auf diese Sorgen eingehen, die Zukunft eines freien und offenen Internets aufs Spiel gesetzt wird.

Darum gab Google bereits im letzten Jahr bekannt, dass sie den Support für Third-Party-Cookies im Chrome Browser deaktivieren möchten, um so den grösser werdenden Sorgen der Menschen, im Hinblick auf den Datenschutz, entgegenzuwirken. Gleichzeitig arbeite man an der Privacy Sandbox, einem Projekt, welches sowohl den Datenschutz fördern, als auch nützliche Daten für die Werbetreibenden und die Publisher bereitstellt, damit diese weiterhin gute Resultate erzielen.

Auf die Frage, ob Google eine Alternative zu Third-Party-Cookies schaffen wird, die auf Nutzer-Ebene stattfindet, wie es andere in der Ad Tech Industrie machen, gab es von Google ein klares Nein. Google glaube nicht, dass dies den Ansprüchen der Menschen an die Privacy gerecht würde. Stattdessen werden die Google-Produkte in Zukunft APIs nutzen, welche auf einem höheren Datenschutz-Level basieren und dem Werbetreibenden gute Resultate liefern, obwohl sie das individuelle Tracking verhindern.

Individuelle Identifikation durch Privacy-schützende Massnahmen ersetzen

“Menschen sollten nicht akzeptieren müssen, über das Internet getrackt zu werden, um die Vorteile von relevanter Werbung geniessen zu können. Werbetreibende brauchen einzelne Personen nicht über das Internet zu tracken, um die Performance-Vorteile von digitaler Werbung zu erhalten.”

Aufgrund von Fortschritten in Aggregation, Anonymisierung und weiteren Massnahmen im Hinblick auf den Datenschutz, zeigt Google einen Weg vor, um individuelle Identifikation zu ersetzen. Im Januar gab Google Details zu FLoC bekannt, einen Schritt in Richtung Cookie-Less-Tracking, über welches Personen ohne individuelles Tracking grossen Gruppen mit gemeinsamen Interessen zugeordnet werden. Erste Tests mit FLoC für Werbetreibende sollen im Q2 auf Google Ads verfügbar gemacht werden.

Dies soll einen Ausblick auf eine Privacy-sichere Zukunft werden, welche nicht zulasten von Advertising und der Monetarisierung von Inhalten gehen soll.

Fokus auf First-Party-Daten

Weiters sagt Google, dass es für erfolgreiche Unternehmen weiterhin wichtig ist, starke Bindungen zu seinen Kunden aufzubauen. Noch wichtiger wird dieser Ansatz in einer Privacy-First-Welt werden, darum wird der Support für First-Party-Daten auf seinen Werbeplattformen weiterhin erhalten bleiben. Zusätzlich werden neue Lösungen gesucht, um diese direkten Beziehungen zwischen Menschen, Firmen und Publishern zu fördern.

Zu guter Letzt wird nochmal betont, dass es Google wichtig ist, das Internet für alle zugänglich zu halten und dass es mehr Effort vonseiten Googles braucht, um die Daten der Personen zu schützen. Ein erster Schritt hierfür wird durch das Abschaffen von Third-Party-Cookies und das Tracking von Menschen über das Internet gesetzt.

Fazit

Google möchte mit diesem Schritt ein Internet erhalten, welches den Menschen die Möglichkeit gibt, auf eine grosse Menge von Inhalten zuzugreifen und ihre Daten geschützt zu haben. Welche genauen Auswirkungen dieser Schritt auf die Zielgruppen in Google Ads hat, kann man nur vorahnen. Interessant wird definitiv die Test-Phase der FLoC-Zielgruppen, welche bereits im April ausgerollt werden soll. Wir sind gespannt. Es wird natürlich auch in Zukunft möglich sein, auf Google personalisierte und zielgerichtete Werbung auszuspielen. Dafür werden neue Technologien wie FLoC sorgen.

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