23.11.2021 Marketing

LinkedIn: Als Marketer die Welt zu einem besseren Ort machen

Marketer sind Spezialisten in der zielgruppengenauen Ansprache und der Beeinflussung von Menschen – warum setzen so wenige diese Fähigkeit sinnstiftend ein? Ghandi wusste, dass Menschen selbst die Veränderung sein müssen, die sie von der Welt wünschen – er wusste aber nicht, dass Marketing-Spezialisten die perfekten Multiplikatoren dafür sind.

Markus Edelberg
4 Min. Lesezeit
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Jeder einzelne kann die Welt ein kleines bisschen besser machen, aber nur wenige sind dazu in einer so hervorragenden Ausgangsposition wie (digitale) Marketing-Spezialisten. Wer sonst versteht die Wahrnehmung der Menschen so gut, kann die Dringlichkeit professionell kommunizieren und sämtliche digitale Massnahmen in die Richtung einer besseren Welt ausrichten? Besonders in den sozialen Netzwerken genügt die reine Überzeugungskraft schon lange nicht mehr. Menschen wünschen sich von Marken klare Positionierungen zu gesellschaftlichen Themen und eindeutige Aufforderungen, diesen Positionen zu folgen.

Betrachtet man die problemlose Mobilisierung tausender Demonstranten nach der Ermordung von George Floyd in den USA oder die breitflächigen Forderungen für den Klimaschutz und «Refugees Welcome»: Immer mehr Menschen bauen ihren Einfluss als Social Brand Aktivisten aus und Marken müssen ihren Platz in den wandelnden Bedingungen finden.

Quelle: sproutsocial.com & linkedin.com

Wie können Marketer und ihre Marke in der Welt von heute ihre Position finden, um die Arbeit auch sinnstiftend zu gestalten? LinkedIn gibt hier im aktuellen Blogartikel gute Gedanken und Ansatzpunkte preis, bei denen sich mehrere Blicke lohnen:

Zitate, mit denen man seinen Einsatz unterstreichen kann

Was ist sinnvolle Arbeit und was ist sie für jeden einzelnen Menschen wert? Nicht immer muss es die eigene kreative Leistung sein, mit der Marketer ihre Position unterstreichen können. Gerade zu Beginn des Engagements ist der Mix aus Zitaten und Diagrammen sowie Infografiken äusserst nützlich. In Verbindung mit echter, aufrichtiger Intention erzeugt man nachhaltige Effekte bei den Menschen.

Nobody in the world ever wins success or a place of usefulness until he or she is absolutely wedded to a cause.
(Nannie Helen Burroughs über Natasha Pinon)

Wieso wünschen sich Menschen, dass Marken sich positionieren und handeln?

In einer Studie zum Veränderungspotenzial durch Marken von Sprout Social ergab, dass rund zwei Drittel der Verbraucher glauben, dass Unternehmen und Marken eine echte Veränderung bewirken können – beispielsweise aufgrund der Nähe zu den jeweiligen Zielgruppen und der daraus gezielteren Platzierung der Botschaften. Ebenfalls hielten mehr als 40 % der befragten Personen Marken für vertrauenswürdige Quellen. Diese Zahl würde sicherlich steigen, wenn Marken mit einer klaren Positionierung zu gesellschaftlich relevanten Themen auftreten.

Quelle: sproutsocial.com & linkedin.com

Die Marke mit echten Werten verbinden

Eingenommene Positionen sollten für das Unternehmen eine direkte Relevanz haben. Wenn sich kirchennahe Träger für die Arbeitsbedingungen bei Herstellern von Kriegsgütern einsetzen, wirkt dies bestenfalls zweifelhaft auf die Menschen, wohingegen der aktive Einsatz in der und für die Flüchtlingshilfe eine sinnvolle Positionierung ist. Ohne eine direkte, thematische Verbindung zwischen Marken-/Unternehmenszweck und Positionierung, wird die Zielgruppe dies nur schwer als aufrichtig und authentisch empfinden und somit keine Relevanz darin sehen.

Marketing als kulturelle Währung

Marketer sind in der Position, das Denken der Menschen direkt beeinflussen zu können und so den Blick der Zielgruppen auf die Welt zu verändern. Marketing kann nicht nur das Kaufverhalten verändern, sondern die gesamte Gesellschaft und deren Werte. Diese Macht sollte von Unternehmen genutzt werden – nicht nur für direkte unternehmerische Ziele: Storytelling eröffnet Perspektiven und dadurch, welche Geschichte wie erzählt wird, entscheidet die Kommunikation, in welche Richtung Menschen denken.

Einer für alle

Führung ist wichtig, aber individueller Einsatz zugunsten einer Gruppe bildet und stärkt ein Team. Begeisternde Partner in Leitungsfunktion bewegen mehr, als klassische Vorgesetzte. Dies gilt nicht nur innerhalb eines Unternehmens, sondern auch bei der Zusammenarbeit von beispielsweise gemeinnützigen Organisationen. Die Art und Weise der Zusammenarbeit spiegelt die eigene Haltung einer Marke so wider, wie es Kunden sehen wollen.

Vielfalt, Gerechtigkeit und Inklusion sind wachstumsorientierte Denkweisen

Kein Unternehmen und kein Marketer macht immer alles richtig. Wer dazu steht, zeigt keine Schwäche oder «tugendhaftes Verhalten», sondern Verantwortungsbewusstsein und eine hochwertige Fehlerkultur. Nur mit einer solchen Haltung fliesst Vielfalt, Gerechtigkeit und Inklusion in die Seele eines Unternehmens, was aus Wachstumssicht ein zwingender Schritt für nachhaltigen Erfolg darstellt. Hier Angst zu zeigen, ist nicht nötig: Angst ist lediglich eine Illusion und Mut zu einem solchen Schritt nur die bewusste Entscheidung, dass das Handeln wichtiger und wertvoller ist.

Fazit

Das Engagement für mehr Diversität, Inklusion – und somit mehr Gerechtigkeit – ist in meinen Augen nicht nur ein guter, sondern notwendiger Schritt. Gerade soziale Netzwerke sind ein zentrales Element des gesellschaftlichen Austauschs und Miteinanders. Leider bringt dieser Austausch auch die Schattenseiten zum Vorschein und wenige Personen zeigen lautstark, wie dringend es ist, dass sich die Plattformen selbst positionieren. Die Ausrichtung des Blogs von LinkedIn ist dahingehend ein beispielhafter Start, der aber noch stärker in die Gemeinschaftsrichtlinien und Moderationsteams einfliessen muss. LinkedIn kann, muss und wird (dessen bin ich mir sicher) zeigen, welchen Wert ein Netzwerk für das gesellschaftliche Vorankommen haben kann.

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