24.02.2021 HR / Recruiting / Employer Branding / Talent Solutions

LinkedIn: Die Talent Solutions werden automatisierter und datengetriebener

Im neuesten Update von den LinkedIn Talent Solutions stehen vor allem Automatisierungen des Bewerbungsprozesses im Fokus. So sollen qualifizierte Bewerber noch schneller gefunden und kontaktiert werden können. Neue Daten helfen den Recruitern zukünftig, Personen schon vor einem bewussten Unternehmenswechsel anzugehen.

Livia Mosberger
3 Min. Lesezeit
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LinkedIn präsentiert Erneuerungen im Bereich der Talent Solutions, welche voraussichtlich im 3. Quartal 2021 zur Verfügung stehen sollen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Automatisierung und einem detaillierteren Selektionsverfahren. LinkedIn stützt sich damit auf eine eigene Studie aus dem August 2020, in der  65% der befragten Personalverantwortlichen sagen, dass Technologie und Automatisierung die wichtigsten Dinge sind, die die Personalbranche im Moment beeinflussen.

Optimierung und Automatisierung im Recruiting-Prozess

Neu sollen für jede Stellenausschreibung eindeutige Ja-/Nein-Fragen oder numerische Fragen gestellt werden können. Kandidaten müssen diese Fragen bei der Bewerbung beantworten. Ziel ist, das Kandidaten-Screening zu verbessern bzw. zu erleichtern, da die richtigen Kandidaten so besser gefunden und unpassende Bewerber einfacher aussortiert werden können. Diese Fragen zeigen auch den Bewerbern besser auf, was dem Unternehmen bei Bewerbenden wirklich wichtig ist. So können auch Interessierte schon zu Beginn der Bewerbung abschätzen, ob sie auch wirklich zum Job oder zum Unternehmen passen.

Beispiel einer obligatorischen Fragestellung bei der Bewerbung via LinkedIn (Quelle: LinkedIn Talent Solutions)

Bewerbende profitieren von weiteren Neuerungen. So werden die Kandidaten in Zukunft besser und vor allem automatisch über den Stand ihrer Bewerbung informiert. Als Beispiele nennt LinkedIn, wenn sich Recruiter den Lebenslauf ansehen oder wenn eine Jobanzeige geschlossen wird. Es sollen noch weitere automatische Updates geben, auf diese geht LinkedIn aber nicht konkret ein. Mit den sogenannten Hearing Back-Features soll auch die Markenwahrnehmung verbessert werden, denn eine Rückmeldung kommt bei Kandidaten immer gut an, egal ob diese negativ oder positiv ist. Negative Erlebnisse im Bewerbungsprozess sollen so verringert werden. Der einzige Nachteil aus Bewerber-Sicht: Die Funktion muss in der LinkedIn Talent Solutions Plattform von einem Recruiter aktiviert werden und steht somit nicht per se zur Verfügung, sondern nur, wenn das Unternehmen das auch möchte.

LinkedIn Recuiter wird datengetriebener

Potenzielle Kandidaten finden, bevor diese selbst wissen, dass sie den Job oder das Unternehmen wechseln wollen? Mit einer weiteren neuen Funktion im LinkedIn Recruiter werden Personen hervorgehoben, die potenziell Interesse an einem Jobwechsel haben. Das sind beispielsweise Personen in Unternehmen, die gerade in grösserem Stil Personen entlassen müssen oder eine allgemein hohe Fluktuation haben. Ausserdem soll angezeigt werden, ob eine Person schon länger als der Branchendurchschnitt beim Unternehmen arbeitet, und so tendenziell bald einen Wechsel anstreben könnte. Diese Funktion kann Recruitern helfen, potenzielle Kandidaten als Erste anzugehen.

Neue Funktion hebt Personen hervor, die bald das Unternehmen wechseln könnten (Quelle: LinkedIn Talent Solutions)

Mit Hilfe einer Stichwortsuche soll es Recruitern noch einfacher fallen, die richtigen Kandidaten zu finden. Die Stichwortsuche erlaubt es Recruitern nämlich, LinkedIn-Profile nach gewünschten Begriffen zu durchsuchen. Gerade bei spezifischen Skills ist diese Funktion von Vorteil und kann die Kandidatensuche erleichtern. Um die Suche noch spezifischer zu gestalten, können boolesche Operatoren wie AND oder OR eingesetzt werden.

Reports speichern im Talent Hub

Recruiter und Talent Hub-Nutzer können neu Berichte speichern und wiederkehrend ausführen lassen. Bis zu 25 Reports können so gleichzeitig erstellt werden. Leider lassen sich diese gespeicherten Berichte (noch) nicht teilen, sondern sind auf den Lizenzinhaber beschränkt.

Um sich weiter zu verbessern und eine bessere Übersicht über die eigenen Leistungen zu erhalten, fügt LinkedIn neue Felder hinzu, die den LinkedIn Recruiter übersichtlicher gestalten sollen. So lassen sich beispielsweise Verantwortlichkeiten definieren und ID’s auslesen.

Diversität fördern und Talente finden

Das Thema Diversität fördern steht bei LinkedIn im Moment hoch im Kurs. Davon zeugt auch der aktuelle Report namens «Diversity strategy playbook», den LinkedIn zusammen mit den oben genannten Updates veröffentlicht hat. In diesem Report führt LinkedIn einige interessante Zahlen und Insights auf, warum es sich für Unternehmen lohnt, vermehrt auf Diversität zu setzen bzw. diese bei der Bewerbersuche zu berücksichtigen. Eine der Hauptaussagen aus dem Report ist beispielsweise, mehr Fokus auf Fähigkeiten und Leistungen zu legen statt auf Titel. Auch gibt der Report Tipps und Anleitungen, wie man die Diversität im eigenen Unternehmen besser messen und stärken kann.

Der komplette Report kann hier heruntergeladen werden.

Fazit

Die genannten Neuerungen zeigen, dass sich LinkedIn verstärkt auf Automatisierung des Recruiting-Prozesses fokussiert, um diesen effizienter abzuwickeln. Die neuen Funktionen bieten Recruitern wie auch Jobsuchenden ein besseres Erlebnis und sollen Unternehmen und Arbeitnehmende noch schneller und nachhaltiger zusammenbringen. Auch der datengetriebene Ansatz, den LinkedIn verfolgt, um Personen aufzuspüren, die bald das Unternehmen wechseln könnten, ist sehr interessant und bietet noch viel Potenzial.

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