30.03.2021 HR / Recruiting / Employer Branding / Talent Solutions

LinkedIn: Was der neue Ratgeber für Führungskräfte zu bieten hat

Dutzende Guidelines, Talent Insights, der Economic Graph und vieles mehr stellt LinkedIn allen Interessierten auf der Welt zur Verfügung – was dazu nötig ist? Lediglich ein Internetanschluss. Die grösste Business-Plattform weltweit bietet nicht nur einen Ort für den globalen Austausch an, sondern unterstützt die Fach- und Führungskräfte in etlichen Belangen. Zurzeit probiert die Plattform ihre Mitglieder während den schweren Zeiten einer Pandemie so gut es geht zu unterstützen, damit der Anpassungsweg zur neuen Arbeitswelt nicht mehr so steinig ist.

Belinda Weibel
8 Min. Lesezeit
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LinkedIn bietet nicht nur eine Fläche für berufliches Netzwerken, HR-Marketing, Werbemöglichkeiten oder für den Vertrieb, sondern die Plattform bietet sehr viele kostenlose E-Books oder auch Ratgeber an. Laut LinkedIn will die Plattform Chancen schaffen, indem sie relevante Personen, Unternehmen und Inhalte zusammenbringen. Damit aber auch das Zusammenführen von neuen Mitarbeitern und Arbeitgebern ein langfristiges Erfolgsziel ist, müssen Arbeitgeber daran interessiert sein, neue Mitarbeitende zu rekrutieren und zu halten. Da mindestens 39% aller LinkedIn Mitglieder in einer Führungsposition sind, hat LinkedIn einen weiteren genau für diese Karrierestufe Ratgeber veröffentlicht.

Der LinkedIn Ratgeber für Führungskräfte

Mit dem Ratgeber für Führungskräfte zeigt LinkedIn in 6 Schritten auf, wie das Profil für Führungskräfte optimal gestaltet wird, das Netzwerk ausgebaut wird, wie ansprechende Inhalte erstellt und wie die Ziele am besten erreicht werden. Der Ratgeber zeigt auf, wie die Möglichkeiten, die LinkedIn zu bieten hat, trotz hektischem Alltag völlig ausgeschöpft werden können.

1. Der Austausch mit der Community

Ein LinkedIn Mitglied ist immer nur so stark, wie die eigene Community. Dies gilt nicht nur für Führungskräfte, sondern für alle LinkedIn Mitglieder. Jedoch ist es für Führungskräfte möglicherweise noch ein bisschen spürbarer, dass man nur gemeinsam erfolgreich zum Ziel kommt als im Alleingang. Allgemein will LinkedIn den Führungskräften ans Herz legen, ein strategisches Netzwerk aufzubauen und nicht einfach willkürliche Vernetzungsanfragen zu versenden. Durch den gezielten Aufbau des Netzwerks können auch gezielt mehrere Menschen in aktuelle Diskussionen miteinbezogen werden, was Engagement einbringt aber vor allem neue Ideen und interessante Gespräche auf Augenhöhe rund um den Globus vorantreiben.

Der Ratgeber soll dazu animieren, dass von Führungskräften ein Mehrwert auf der Plattform geschaffen wird. Eine Präsenz aufzubauen ist der erste Schritt aber lange nicht der letzte. Denn um Mehrwert schaffen zu können, muss qualitativ hochwertiger Content für das Netzwerk produziert und zugänglich gemacht werden. Ein Mehrwert soll nicht nur für Kunden entstehen, sondern durch die Plattform erhalten Führungskräfte auch neue Wege mit seinem Team besser zu interagieren und Transparenz zu zeigen. Transparenz schafft Vertrauen in die Führungsperson und somit auch in den Arbeitgeber.

Arbeitgeber, die nicht nur einfach eine Präsenz in sozialen Medien haben, sondern auch aktiv sind, werden um:

Unternehmen in Sozialen Medien (Quelle: LinkedIn)

Unternehmen in sozialen Medien (Quelle: LinkedIn)

2. Präsenz führt zum Erfolg

Der erste Schritt ist eine eigene Präsenz aufzubauen. Es sind auf LinkedIn 8.2 Millionen Top-Führungskräfte mit einem eigenen privaten Profil vertreten. Mit der Präsenz will LinkedIn den Ansporn liefern, dass nicht nur ein einmaliges Aufsetzen eine gute Präsenz ist, sondern auch die Aktualität und Aktivität dahinter. Beispielsweise kann der Profilbereich “Info” beliebig angepasst werden. Aber auch der Profil-Slogan kann für den ersten Blick Mitglieder ans Profil fesseln. Ein LinkedIn Profil ist viel mehr als nur eine digitale Form des eigenen CVs. Es ist das Aushängeschild für die eigene Expertise und gleichzeitig auch für den aktuellen Arbeitgeber.

Durch den Auftritt auf LinkedIn können Führungskräfte Vertrauen aufbauen und Ihren Führungsstil nach aussen transparent leben. Somit wird nicht nur Vertrauen geschaffen, sondern das Mitglied wirkt für potenzielle neue Mitarbeitende und für alle andern Stakeholder authentischer und fassbarer. Mit dem privaten Profil kann jedes Mitglied für sich selbst entscheiden, welche Art von Informationen mit dem Netzwerk geteilt werden sollten und wie die Ansprache gestaltet wird.

3. Auf gute Kontakte kommt es an

Wie man sich bettet, so liegt man. Auf der grössten Business-Plattform weltweit sind nun knapp 740 Millionen Mitglieder aus allen Branchen und Karrierestufen vertreten. Auf der Plattform können viele spannende Insights zu den unterschiedlichsten Themen Platz finden und jedes Mitglied hat die Möglichkeit, sich selbst zu positionieren. Auf LinkedIn stehen der Mensch und seine Aktivitäten, Innovationen sowie Entwicklungen im Vordergrund. Wer sich von anderen Führungskräften abheben will und sich als authentische und empathische Führungsperson positionieren will, kommt am Austausch mit anderen Mitgliedern nicht vorbei.

Auf der Plattform gibt es unterschiedliche Wege sich mit anderen Personen auszutauschen und einen Dialog voranzutreiben – private Nachrichten, Kommentare, Erwähnungen und vieles mehr. Damit Führungskräfte für potenzielle Mitarbeitende sowie für das aktuelle Team einen Mehrwert schaffen können, ist es von Vorteil, wenn Mitarbeitende miteinbezogen werden. LinkedIn kann als weitere Austauschplattform genutzt werden, um Meilensteine zu feiern, neue Teammitglieder willkommen zu heissen oder ein erfolgreich abgeschlossenes Projekt mit den Mitarbeitenden zu zelebrieren. Dadurch können zwischenmenschliche Beziehungen gestärkt und eine neue Ebene des Commitments gegenüber Arbeitnehmenden und Arbeitgebern geschaffen werden.

Engagement von Mitarbeitenden anerkennen (Quelle: LinkedIn)

Engagement von Mitarbeitenden anerkennen (Quelle: LinkedIn)

Damit der Austausch auf der Plattform auch mit den richtigen Mitgliedern geteilt werden kann, ist eine starke und richtige Community das A und O. Ein Netzwerk kann nicht von 0 auf 100 aufgebaut werden und dann vor sich hinvegetieren. Nein. Beziehungen brauchen eine gewisse Pflege und müssen auch auf LinkedIn aufgebaut werden. Neue Kontakte können geknüpft werden, wenn beispielsweise ein gemeinsames Interesse besteht. Je aktiver ein Mitglied auf der Plattform ist und sich in Diskussionen einbringt oder auch eigene Statements mit Beiträgen oder Artikeln publiziert, desto erfolgreicher ist es ein nachhaltiges Netzwerk aufzubauen. Ist es nicht wunderbar, wenn ein aktueller Kunde sieht, was ihr Geschäftspartner für die eigenen Mitarbeitenden unternimmt beispielsweise in Zeiten einer Pandemie? Wird dadurch nicht auch gleich die Kundenbeziehung gestärkt? Ja, das wird sie. LinkedIn bietet einen unendlichen Platz für den direkten Austausch unter Mitgliedern und um sich und seine Expertise entfalten zu können.

4. Führungskräfte als Wegweiser

Wenn die Präsenz aufgebaut ist und ein Netzwerk begonnen hat zu wachsen, soll es entsprechend gepflegt und auch erweitert werden. Es gibt nichts besseres, als sein KnowHow zu teilen. Jeden Tag werden sehr viele Inhalte von Fach- und Führungskräften sowie von Unternehmensseiten publiziert und füllen die Newsfeeds der Mitglieder. Seien es Branchentrends, Denkanstösse oder diverse Inhalte von Experten. Damit das Netzwerk auch immer mehr Interesse an den eigenen Inhalten erhält, ist es wichtig, eine Content-Strategie zu erarbeiten, welche zu den eigenen Interessen und dem Fachgebiet passt.

Als Fach- und Führungskraft mit dabei sein (Quelle: LinkedIn)

Als Fach- und Führungskraft mit dabei sein (Quelle: LinkedIn)

Das Veröffentlichen von Beiträgen oder Artikeln fördert nicht nur den Personal-Brand, sondern auch die Reputation des Unternehmens. Thought Leadership führt gemäss Entscheider dazu, dass das Vertrauen in Unternehmen zu 89% erhöht wird und auch das Markenimage zu 87% steigt.

Thought Leadership fördert Vertrauen und Image (Quelle: LinkedIn)

Thought Leadership fördert Vertrauen und Image (Quelle: LinkedIn)

Führungs- und Fachkräfte können ihre eigene Marke stärken, indem sie den persönlichen Kontakt zu anderen Mitgliedern suchen. Durch das Teilen von Unternehmenspräsentation können Einblicke in die Vision und Mission von Unternehmen erlangt werden, ohne die Plattform verlassen zu müssen. Interessante Branchen-News und Unternehmenserfolge sind wichtige Eckpfeiler für den eigenen Auftritt. LinkedIn bietet die verschiedensten Formate an, damit das Netzwerk auch abwechslungsreiche Inhalte erhalten kann, sofern sie von Content-Produzenten auch genutzt werden.

5. Wettbewerbsfähig bleiben

Eine Führungsperson allein kann schnell an Vertrauen verlieren, wenn die Person kein Team um sich hat, welches ebenfalls am selben Strang zieht. Es ist deshalb umso wichtiger, dass Führungspersonen das eigene Team befähigen, sich eine eigene Marke auf der grössten Business-Plattform weltweit aufzubauen. Dadurch ist das Unternehmen viel authentischer und überträgt ein Gefühl von Partnerschaft und Teamspirit. Gemeinsam kann sich ein Team einen viel besseren Überblick über die Veränderungen der eigenen Branche verschaffen und sich auf dem Laufenden halten. Beiträge und Artikel können auf der Plattform ganz leicht miteinander geteilt werden. Auch unternehmenseigene Beiträge können problemlos an das gesamte Team zugestellt werden, sodass Informationen nicht unbeachtet bleiben.

6. Vertrauen durch eine starke Marke schaffen

Als Führungs- und Fachpersonen wird nicht nur der Personal-Brand, sondern immer auch die Marke des Unternehmens auf- oder abgewertet. Sind Führungs- und Fachkräfte eines Unternehmens aktiv, sollte auch die Unternehmensseite ihre eigene Präsenz stärken. Die Abwechslung an Inhalten macht es aus. Durch Teilen von vielfältigen und zugleich relevanten Business-Inhalten als Gesamtpaket wird die Affinität zur Marke aufgebaut. Wichtig ist, dass zuerst auch die Präsenz und somit das gesamte Profil und die Seite vollständig und strategisch gepflegt sind. Denn Unternehmensseiten mit einem vollständigen und ansprechenden Profil erhalten 30% mehr Ansichten pro Woche als Firmen, welche eine unvollständige Seite haben.

Durch hochwertigen Content von Mitarbeitern und Unternehmensseiten können nicht nur Kunden aufgebaut werden, sondern die Vakanzen von Unternehmen erhalten viel mehr Aufrufe. Deshalb ist die Pflege des Erscheinungsbildes von Profilen und Seiten sehr wichtig. Es soll immer eine Strategie mit vordefinierten Zielen verfolgt werden. Eine starke Marke wird hauptsächlich mit dem wertvollsten Gut erzielt – dem Human Kapital. Es ist also wünschenswert, wenn das aktuelle Human Kapital auch innerhalb des Unternehmens bleibt und sich erweitern kann. Die interne Lernkultur eines Unternehmens sollte deshalb immer im Fokus stehen. LinkedIn bietet für Unternehmen auch einen Zugang zu LinkedIn Learning.

Fazit

Der Ratgeber wird von LinkedIn für Führungskräfte angepriesen, was sicherlich empfehlenswert ist. Jedoch ist der Ratgeber auch an Fachkräfte gerichtet, welche sich als Experten auf der Plattform positionieren möchten und den aktuellen Austausch mit dem Netzwerk vertiefen wollen. Der Ratgeber ist eine gute Leitplanke, um sich auf das Wesentliche zu fokussieren. Auf der Plattform soll ein Zusammenspiel von Mitarbeitenden und Führungskräften entstehen, welches zugleich die Reputation des Arbeitgebers stärkt und somit eine vertrauensvolle und authentische Basis für neue Mitarbeitende sowie Kunden und Partner schafft. Wichtig ist, dass der Aufbau einer Präsenz mit einer Strategie von Anfang an klar durchdacht ist. Dadurch werden nachhaltige Beziehungen aufgebaut, welche den Fach- und Führungspersonen sowie den Unternehmen zugutekommen. Der Ratgeber kann hier heruntergeladen werden.

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