21.01.2021 Marketing

TikTok: Besserer Schutz von Jugendlichen auf der Plattform

Die Kurzvideoplattform TikTok ist vor allem bei der jüngeren Zielgruppe die Plattform der Stunde und viele Minderjährige tummeln sich dort. TikTok verbessert nun die Privatsphäre dieser Altersgruppe und führt höhere Datenschutz-Standards ein.

Livia Mosberger
2 Min. Lesezeit
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In einer Pressemeldung kündigt TikTok an, die registrierten Konten von Jugendlichen zwischen 13 und 15 Jahren per Default auf «privat» zu setzen. Mit dieser Einstellung kann man selbst entscheiden, wer dem eigenen Konto folgen und die darauf geposteten Videos sehen kann. Das bedeutet, dass Videos von Teenagern in diesem Alter nur noch von den Freunden / Followern gesehen werden können.

TikTok schreibt zu dieser Massnahme:

«Durch diese neuen, voreingestellten Privatsphäre-Einstellungen wollen wir jüngeren Nutzer*innen veranschaulichen, welche Vorteile die Einstellungen bringen. So können sie gut informiert ihre eigenen Entscheidungen über ihre Privatsphäre-Einstellungen im Internet treffen.»

Weitere Massnahmen angekündigt

TikTok geht aber noch weiter:

  • Neu wird eingeschränkt, wer Videos von 13 bis 15-Jährigen kommentieren darf. Die Funktion kann entweder für niemanden oder nur für die Freunde freigegeben werden. Die öffentliche Kommentarfunktion steht bei diesen Accounts nicht mehr zur Verfügung.
  • Duette und Stitches (ein fremdes Video in das eigene Video einbauen) sind nur noch für Inhalte verfügbar, die von Menschen über 16 Jahren erstellt wurden. Inhalte von jüngeren Personen können somit nicht mehr weiterverwendet werden. Standardmässig ist die Funktion für 16 bis 18-Jährige für «Freunde» freigegeben.
  • Videos von Jugendlichen zwischen 13 und 15 Jahren können nicht mehr heruntergeladen werden. Auch bei 16- und 17-Jährigen wird die Funktion deaktiviert, im Gegensatz zu den jüngeren Jugendlichen kann diese Gruppe die Funktion aber wieder aktivieren.
  • Die Funktion «Schlage anderen dein Konto vor» wird bei Accounts von 13 bis 15-Jährigen deaktiviert.

Verschärfung der Massnahmen aus dem Frühling 2020

Schon früher hat TikTok die Accounts von Jugendlichen in Bezug auf Privatsphäre und Sicherheit eingeschränkt. So können nur Personen über 16 Live-Streams hosten oder Nachrichten über TikTok senden und empfangen. Der Kauf, Versand oder Empfang von virtuellen Geschenken steht nur Personen über 18 zur Verfügung. Und mit dem sogenannten «Begleiteten Modus» können Eltern die Account-Einstellungen ihrer minderjährigen Teenager auf TikTok verwalten. Diese Einschränkungen sind bereits seit Frühling 2020 im Einsatz.

Fazit

Die Schritte, die TikTok zur Verbesserung der Sicherheit und Privatsphäre von Minderjährigen unternimmt, sind wichtig und richtig. Gerade diese Personengruppe muss besonders geschützt werden, und das auch im digitalen Raum. Die Einschränkungen werden bei den Betroffenen wohl keine Begeisterung auslösen, doch TikTok hat auch eine Verantwortung, die so wahrgenommen wird. Da eine Einführung eines Mindestalters für TikTok keine Option ist durch die hohe Beliebtheit bei Jugendlichen, waren die Einschränkungen wohl auch der einzige Weg, Minderjährige besser zu schützen. Und wie TikTok angekündigt hat, werden das auch nicht die letzten Massnahmen gewesen sein, die für den Schutz von Jugendlichen ergriffen wurden.

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