17.06.2020 WhatsApp

WhatsApp: Der Rollout von WhatsApp Pay hat begonnen

Nach ApplePay und GooglePay liess nun auch WhatsApp Pay nicht lange auf sich warten. Das zu Facebook gehörige Unternehmen hat gestern seinen eigenen Zahlungsservice in Brasilien gelauncht.

Anna Fries
2 Min. Lesezeit
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Gestern ging WhatsApp offiziell mit dem globalen Rollout von WhatsApp Pay, einem neuen Bezahldienst aus dem Hause Facebook, an den Start. Den Anfang macht Brasilien. Und wird von dort aus über die kommenden Monate in weitere Länder eingeführt. Über eine Einführung in Europa ist zu diesem Zeitpunkt noch nichts bekannt.

WhatsApp Pay (Quelle: Facebook)

Nach ApplePay und GooglePay liess nun WhatsApp Pay nicht lange auf sich warten. Das zu Facebook gehörige Unternehmen hat gestern seinen eigenen Bezahldienst in Brasilien gestartet. „Wir freuen uns, dass ab dem heutigen Tag unsere Benutzer in Brasilien digitale Zahlungen per Whatsapp tätigen können“ gibt Facebook in seiner Pressemitteilung vom 15.06.2020 bekannt.

Es bleibt in der Familie

Überraschend ist dieser Schritt nicht, ihn hat Facebook doch bereits im letzten Jahr Facebook Pay vorgestellt und in den USA und weiteren auserwählten Ländern ausgerollt, um ein komfortables, sicheres und konsistentes Zahlungserlebnis über Facebook, Messenger, Instagram und WhatsApp anzubieten. “Da Zahlungen auf WhatsApp durch Facebook Pay ermöglicht werden, wollen wir es in Zukunft für Privatpersonen wie auch Unternehmen möglich machen, die gleichen Kartendaten in der gesamten App-Familie von Facebook zu verwenden.”, so Facebook.

Wie es funktioniert

Die neue Funktion ermöglicht, dass Geld sicher versendet oder Zahlungen getätigt werden können, ohne, dass hierfür der Chat verlassen werden muss. Zudem stellt Facebook damit eine relativ unkomplizierte Zahlungsinfrastruktur zur Verfügung, die flächendeckend über die hauseigenen Apps zum Einsatz kommt. Eine Kombination, der gerade für die über 10 Millionen Micro- und Kleinunternehmen in Brasilien, die keinen Zugang zu komplexeren Zahlungsstrukturen über Finanzinstitute haben, ein grosser Vorteil darstellen kann. Grundsätzlich erhofft sich Facebook, dass dies dazu beiträgt, mehr Unternehmen in die digitale Wirtschaft zu bringen und neue Wachstumschancen zu eröffnen.

So wie es mittlerweile gelernt ist, Unternehmen via Direktnachricht anzuschreiben oder Produktkataloge über WhatsApp abzurufen, so soll es möglich sein, den Kaufprozess direkt dort abzuschliessen, wo er begonnen wurde – im Chatfenster. Des Weiteren möchte Facebook es auch Privatpersonen möglichst einfach machen, Geld an Freunde und Familie versenden zu können, und das so einfach, wie es eben auch einfach ist eine Nachricht zu versenden.

Um den Dienst zu nutzen, müssen Personen Zahlungen entweder mit einem eigens für den Service eingerichteten sechsstelligen PIN-Code oder dem Fingerabdruck freigeben. Für Privatpersonen ist der Service kostenfrei, Unternehmen müssen eine Bearbeitungsgebühr für den Empfang von Kundenzahlungen entrichten.

Wann der Service Europa erreichen wird ist ungewiss, doch kündigt Facebook an, dass sie sich darauf freuen, die Funktion für alle Menschen zugänglich zu machen.

Fazit

Wie eingangs erwähnt, ist es keine Überraschung, dass Facebook ähnlich seiner Konkurrenten den Ausbau des Finanzdienstleistungsangebotes weiter verfolgt und mit ApplePay und GooglePay mithalten will. Es ist sicherlich ein intelligenter Schachzug, das Angebot über alle bestehenden Facebook Plattformen zu integrieren, um maximale Abdeckung zu erzielen. Wir warten gespannt weitere Entwicklungen ab und berichten wieder.

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