Themen
08.11.2019 WhatsApp

Whatsapp: Schluss mit unerwünschten Gruppen

Die beliebte Messaging-App im Besitz von Facebook wurde mit vielen Kontroversen über die Rolle konfrontiert, welche Gruppen auf der Plattform spielen – sowohl für die Rolle von Gruppen bei der Verbreitung von Spam, Fehlinformationen oder Schlimmerem, als auch für die Tatsache, dass es sehr schwer sein kann zu kontrollieren, wann man von wem hinzugefügt wurde. […]

‎Dorian Kostanjsek
3 Min. Lesezeit
Keine Kommentare

Die beliebte Messaging-App im Besitz von Facebook wurde mit vielen Kontroversen über die Rolle konfrontiert, welche Gruppen auf der Plattform spielen – sowohl für die Rolle von Gruppen bei der Verbreitung von Spam, Fehlinformationen oder Schlimmerem, als auch für die Tatsache, dass es sehr schwer sein kann zu kontrollieren, wann man von wem hinzugefügt wurde.

Nun scheint es, dass Whatsapp endlich damit beginnt, einige Schritte zu unternehmen, um dies zu ändern. Gestern kündigte das Unternehmen an, dass es damit beginnen wird, weltweit ein Update einzuführen, so dass Einzelpersonen entweder einige oder alle Personen blockieren können, um sie davon abzuhalten, sie zu Gruppen hinzuzufügen.

Gemäß einem Update, welches bald ausgeliefert werden sollte, kann in den Datenschutzeinstellungen in der App definiert werden, wer jemanden zu einer Gruppe hinzufügen kann. Wenn etwas anderes als “jeder” ausgewählt wird, erhaltet man eine Benachrichtigungen, in welcher nachgefragt wird, ob man der jeweiligen Gruppe beitreten möchte.

Hinweis: Die Funktion erfordert weiterhin, dass der Benutzer proaktiv zu seinen Einstellungen navigiert und sie selbstständig aktiviert.

Hintergründe und Klarstellung

WhatsApp hat bereits im April 2019 eine Version dieser Funktion angekündigt, bei welcher entweder:

  • niemand,
  • alle oder
  • die eigenen Kontakte (aber keine bestimmten Kontakte)

ausgewählt werden konnten, um Sie zu Gruppen hinzuzufügen zu dürfen. Damals verkündete Whatsapp, dass die Kontrolle weltweit eingeführt wird. Es stellte sich heraus, dass dies nie der Fall war.

(Tatsächlich wurde die Funktion erwähnt kurz nachdem bekannt wurde, dass Gruppen in Indien manipuliert wurden, um die politische Meinung zu beeinflussen. In Indien wurden täglich hunderte von Hoaxes auf der Plattform verbreitet, wobei Gruppen als Medium verwendet wurden. Das gab WhatsApp eine schlechte Presse und so fühlte sich das Feature wie eine sofortige Antwort darauf an.)

Stattdessen hörte WhatsApp auf, darüber zu reden, und wartete darauf bis die Problematik vergessen ging.

Springt man zu heute scheint es, dass WhatsApp sich davon erholt hat, aber auch dazu verpflichtet, die Gruppenproblematik zu lösen. Ein Sprecher bestätigte gegenüber Techcrunch, dass diesmal die Gruppenkontrolle wirklich für alle Benutzern auf iOS und Android ausgerollt werden soll.

“Based on feedback from users during our initial rollout, instead of the ‘Nobody’ option we are now providing a ‘My Contacts Except’ option,” schreibt WhatsApp in seinem Blog-Post-Update. “This allows you to choose to exclude specific contacts or ‘select all’. This update is rolling out to users around the world on the latest version of WhatsApp.”

Die App ist nicht dafür bekannt, dass sie sich bei Änderungen Zeit lässt: Es dauerte Jahre bis WhatsApp wirklich anfing, mit Business-Dienstleistungen auf den Markt zu kommen. Und es gibt noch eine Reihe weiterer Beispiele dafür, wie das Unternehmen Features nicht überstürzt einführt. Es existieren schon lange Gerüchte darüber, wie das Unternehmen Interesse daran hat, Geldtransfer- und Zahlungsdienste für Verbraucher einzuführen, was aber bis heute nicht umgesetzt worden ist.

Wer aber die Funktion in den Datenschutzeinstellungen aktiviert hat, kann anschliessend auswählen ob er Gruppen beitreten will, wenn er von nicht bekannten Kontakten hinzugefügt wurde und erhält die folgende Eingabeaufforderung:

Fazit

Das Hinzufügen zu unerwünschten Gruppen kann entweder aus nervigen Firmen-Chats, Gruppen aus zu gesprächigen Teilnehmern oder im schlimmsten Fall aus Fake News oder Belästigungen bestehen.

Weil die App auch von Minderjährigen (in einigen Märkten bereits 13 Jahre alt, obwohl vermutet werden darf dass die User tatsächlich noch jünger sind), anderen gefährdeten Menschen und Milliarden anderer genutzt wird, brauchen Gruppen auf WhatsApp wesentlich bessere grundlegende Kontrollen, welche schlussendlich nicht nur von denen genutzt werden, welche Tech-Blogs lesen. Dies Funktion ist deshalb schon lange überfällig und wir freuen uns darauf dass sie bald für alle verfügbar sein wird.

Kommentar via Facebook

Bitte akzeptieren Sie die Cookies um die Facebook Kommentare zu nutzen.

Schreib uns einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Kennst Du schon unsere wöchentlichen Newsletter?

Facebook & Instagram   LinkedIn