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08.10.2019 Hutter Consult AG

AFBMC 2019 Berlin: Geballtes Know-How für euer Social Media Marketing!

Die 19te AllFacebook Marketing Conference ist Geschichte. 40 Speaker, 5 Bühnen, unzählige Talks & Sessions. Wir waren dabei und haben unsere Eindrücke zusammengefasst.

Pelin Cingöz
66 Min. Lesezeit
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Am vergangenen Montag (30. September 2019) lockte die All Facebook Marketing Conference (AFBMC) viele Besucher nach Berlin. Die mitunter erfolgreichste Facebook und Social Media Marketing Konferenz im deutschsprachigen Raum findet zweimal im Jahr statt und feiert im nächsten Jahr ihr 20. Jubiläum. Auch dieses Mal waren in Berlin 40 Speaker dabei, die parallel auf 5 Bühnen ihr Expertenwissen in unterschiedlichen Tracks und Sessions teilten. Thomas Hutter war in Begleitung mit seinem Team der Hutter Consult AG auch auf der AFBMC und überzeugte mit seinem “Eye-Opening” Speak on stage. In seinem Vortrag zeigte er die Vorteile einer Full-Funnel Strategie im Gegensatz zu einzelnen Kampagnen auf.

Begrüssung & Opening

Die #AFBMC wurde von den Organisatoren Philip Roth und Jens Wiese feierlich eröffnet. Nach einem kurzen Ausblick zu dem bevorstehenden Programm und dem Konferenztag, wurden auch schon die Keynote Opening Speaker auf die Bühne gebeten. Reinhard Lanner, CDO von Österreich Werbung und Marlene Urbann, Social Media Verantwortliche von Österreich Werbung, hielten unter dem Titel “The Art of beautiful Communication” einen Vortrag zu Social Media Aktivitäten. Dabei vertrat Herr Lanner eher eine kritische Haltung und appellierte an alle eine gewisse Ethik bei der Kommunikationsarbeit mitzubringen. Frau Urbann dagegen befürwortete in ihrem Talk die Kommunikation und den Dialog mit den Usern. Ihrer Meinung nach benötigen Marken und Unternehmen diesen Dialog, um einen Blick von aussen zu ihren Produkten und Dienstleistungen zu erhalten. Sie sollten daher diesen Dialog fördern und keine Angst vor ihm haben.

Nach einer 30-minütigen Kaffeepause, die man zum Austauschen und Networking nutzen konnte, starteten die Tracks 1-5. Zwischen diesen hatte man kurze Pausen, um die Räume zu wechseln und sich unterwegs mit Getränken aufzufrischen. In den einzelnen Sessions wurden spannende Insights, Cases und Tipps & Tricks zu verschiedenen Themen wie Performance Marketing, Attribution, Facebook, Instagram, Pinterest, YouTube und Google vorgestellt. Wogegen einige Sessions die Themen eher oberflächlich behandelten, ging es in anderen Talks richtig “nerdy” zu. Die Experten von der Hutter Consult haben an den unterschiedlichen Sessions teilgenommen und die wichtigsten Learnings und Insights in ihren Recaps zusammengestellt.

 


  1. Facebook: Die glorreichen 5 – So werden Online Ads zum Erfolg.
  2. 42 – The Crazy Sauce of Instagram
  3. Attribution Modelling: Die Zukunft des Digital Marketings oder doch Humbug?
  4. Social Media in Behörden und Verbänden: Eine Bestandsaufnahme
  5. Fünf Q4 Performance-Hebel für deine Facebook & Instagram Ads
  6. Eat that! Warum LEH auf Instagram nicht nur Food sein muss
  7. Instagram Story Ads – The Good, the Bad, the Ugly
  8. Performance Creative Design – Brind deine Werbeanzeige auf das nächste Performance-Level
  9. Masken für Millionen – Wie Marken Instagram Filter für Branded Storytelling nutzen können
  10. Google Data Studio – Reporting mit einem Fingerschnipp
  11. Mehr als Selfies und Sunset: Politische Kommunikation am Beispiel der FDPBT auf Instagram
  12. How to: Facebook Dynamic Ads for your Online Shop
  13. DSGVO, Uploadfilter und E-Privacy – Neue europäische Vorgaben für Social Media
  14. Wie geht erfolgreiches Messenger Marketing nach dem Ende der WhatsApp Newsletter?
  15. Hack the GIF
  16. Einzelne Kampagnen vs. Funnel Strategien – Die einzelne Ad hat schon lange ausgedient
  17. Konzept schlägt Budget auf Instagram
  18. So schlägt dein YouTube-Auftritt Facebook
  19. Willkommen Zukunft: Baue dir deinen eigenen AR Filter
  20. Organize it! Dokumentation, Methoden, Tools – Wie Anzeigenschaltungen zum Teamerfolg wird
  21. Instagram Story Games: Best Cases und Live Hands On
  22. Content Modelling als Basis einer ganzheitlichen Customer Experience
  23. 10 Dinge, die Bild über Facebook Gruppen gelernt hat
  24. LinkedIn Personal Branding – Nur das Beste für Dich und Deine Marke
  25. Die Facebook Algorithmen – Nackt und in Farbe
  26. Fail forward: So entwickelst du die perfekte Social Media Strategie?!
  27. Geo-Fencing – Hyperlokales B2B Marketing mit Facebook Ads
  28. Closing Talk: Social Media ist tot, es lebe Social Media


 

1. Facebook: Die glorreichen 5 – So werden Online Ads zum Erfolg

Quelle: Iva R. Zaharieva auf der #AFBMC

Iva R. Zaharieva von Facebook zeigte in knapp 40 Minuten die fünf effektiven Instrumente von Facebook, die Werbetreibende mit Unterstützung von maschinellem Learning und Automatisierung zum Erfolg führen sollen. In der Einführung in die «Power5», so werden die glorreichen 5 international genannt, zeigte Iva, dass durch das maschinelle Lernen der Facebook Algorithmus bessere Leistungen erzielen kann, wenn die Kampagne entsprechend eingerichtet wird:

  • 4x günstigere Conversion-Kosten
  • 74% mehr Conversions

Durch die entsprechenden Werkzeuge versucht Facebook nicht nur bessere Performance für den Werbetreibenden zu generieren, sondern auch die Arbeit abzunehmen und somit wertvolle Zeiten zu sparen.

Quelle: Facebook Power 5 aus dem Vortrag von Iva R. Zaharieva

Doch was sind denn nun die sogenannten «Power5»?

  • Advanced Matching: Exaktere Attribution und Erweiterung der Zielgruppen Grösse durch erweiterten Datenabgleich der Kunden-Daten.
  • Account Simplification: Mehr Effizienz durch weniger Anzeigengruppen oder wie es kurz und einfach lauten kann «Lass Facebook entscheiden, wer deine passende Zielgruppe ist»
  • Campaign Budget Optimization: Bessere und effektivere Verteilung des Mediabudgets auf die bestehenden Anzeigengruppen. Das Budget wird da ausgegeben, wo der Algorithmus das höhere Potential feststellt. Kann aber mit dem Ausgabenlimit manuell nach oben und unten eingegrenzt werden.
  • Automatic Placements: Zeige deine Ads da an, wo diese die beste Performance erreichen und erreiche die Personen da, wo sie sich online auch befinden und am wahrscheinlichsten dein Kampagnen-Ziel erfüllen.
  • Dynamic Ads: Zeige der Zielgruppe das individuell passende Produkt an, die auf Basis seiner Interessen am ehesten passen oder erstelle unterschiedliche Produktpaletten zu entsprechenden Zielgruppen.

Als Schlusswort gibt Iva noch auf den Weg, dass es ihr persönliches Wunschszenario wäre, zukünftig nur noch Kampagnen zu sehen die auf dieser Methodik basieren.

Fazit

Aus meiner Sicht sind die einzelnen Tools sehr stark, speziell die Dynamic Ads und die Option zur Campaign Budget Optimization (CBO), aber dennoch nicht pauschal für jeden Werbetreibenden das Passende. Für mich als Performance Marketing orientierte Person ist zudem die Option «Account Simplification» nicht empfehlenswert, da mich dies in der Optimierung, aber auch in der individuellen Ansprache innerhalb der Customer Journey stark einschränkt.

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(Ein Recap von Daniel Stark, Advertising Specialist)


2. 42- The crazy sauce of Instagram

Peter Mestel hat in Anlehnung an Deep Thoughts’ Lösung auf alle Fragen aus dem Buch “Per Anhalter durch die Galaxis” versucht, das Geheimrezept für den erfolgreichen Umgang mit Instagram zu verraten. Geht es im Film um denn Sinn des Lebens oder Universums, sollte man sich bei Instagram etwas spezifischere Fragen stellen, wie zum Beispiel:

  • Wie erreicht man sein Zielpublikum am besten? (Inhalt)
  • Wann erreicht man sein Zielpublikum am besten? (Tag und Zeit)
  • Wo erreicht man sein Zielpublikum am besten? (Platzierung)

Ausserdem wurde erwähnt, dass mit der geplanten Shopping-Funktion, welche demnächst auch zu uns kommen soll, User direkt auf Instagram shoppen können ohne die App zu verlassen. Dadurch wird Instagram noch wichtiger werden als digitaler Touchpoint, weil sich die User aufgrund der integrierten Shopping-Funktion noch länger auf der Plattform befinden dürften. Nichts desto trotz, sollten sich Unternehmen nicht nur auf Instagram fokussieren, sondern auch auf neueren Plattformen wie Snapchat, TikTok oder Giphy präsent sein und die Accounts untereinander so gut wie möglich zu verknüpfen. Abschliessend wurde die aufkommende Bedeutung von WhatsApp, Messenger und IG Direct erwähnt und der Wandel von Social Media zu Conversational Media.

Fazit

Es war mir schon klar, dass es nicht die Zauberformel gibt und falls doch, diese bestimmt nicht vor paar 100 Leuten einfach so rausgehauen wird. Aber doch hat Peter Mestel einen guten allgemeinen Überblick über aktuelle Trends und Empfehlungen gegeben.

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(Ein Recap von Dorian Kostanjsek, Consultant & Ads Specialist)


3. Attribution Modelling: Die Zukunft des Digital Marketings oder doch Humbug?

Welche Interaktion war für die schlussendliche Conversion zuständig? War es der Klick auf die Anzeige in Facebook? Der View des Instagram-Bildes einen Tag vor dem Kauf oder die Suchanfrage bei Google? Waren es eventuell alle? Und falls ja: Welcher Kanal zu wie viel Prozent? Thomas Petroczi, Head of Social Media bei dreifive, hat sich diesen Fragen in seinem Talk «Attribution Modelling: Die Zukunft des Digital Marketings oder doch Humbug?» angenommen und kritisch hinterfragt, inwieweit Attribution ein vollständiges Bild vermitteln kann und ob man überhaupt auf Attributionsmodelle setzen soll. Und wir haben nachfolgend die wichtigsten Punkte aus dem Vortrag zusammengefasst: Die drei Arten der Attribution

  • Kanalisolierte Attribution Bei der kanalisolierten Attribution wird jeder Kanal für sich über die jeweiligen Auswertungstools (Beispiel: Facebook Ads Manager) betrachtet. Diese Herangehensweise setzt einen Kanal in den Fokus und ignoriert andere Touchpoints innerhalb der Customer Journey. Die Auswertungen auf dieser Basis sind isoliert und lassen keine Rückschlüsse auf den effektiven Erfolg des Kanals zu.
  • Statische, kanalübergreifende Attribution Die statische, kanalübergreifende Attribution betrachtet mehrere Touchpoints innerhalb der Customer Journey und weist – je nach Wahl des Attribitionsmodells – die Conversions den jeweiligen relevanten Kanälen zu. Hierfür werden Tools von Drittanbietern (Beispiel: Facebook Attribution) eingesetzt, wobei hierfür jedes einzelne Werbemittel aufwändig vertrackt werden muss, um ein holistisches Bild zu erhalten.
  • Dynamische, kanalübergreifende Attribution Die dynamische Variante der kanalübergreifenden Attribution überlässt das Attributionsmodell dem Algorithmus und weist die Erfolge so den jeweiligen Touchpoints zu. So entfällt die komplexe Wahl des Attributionsmodells und wird den Algorithmen überlassen.

Die Grenzen der Marketing Attribution

Auch mit Attribution Modelling ist das Tracking aller Aktivitäten nie zu 100% vollständig. Denn in der kompletten Customer Journey sind nicht alle Touchpoints messbar, wie zum Beispiel:

  • SEA-Impressions,
  • Influencer-Impressions,
  • Offline-Massnahmen oder
  • Word-of-Mouth Empfehlungen.

Marketing Attribution bietet somit zwar die Möglichkeit, auszuwerten, welcher Kanal zu wie viel Prozent an einer Conversion beteiligt ist. Allerdings muss zwingend beachtet werden, dass die Wahl des Attributionsmodells und die eingeschränkten Möglichkeiten, gewisse Touchpoints zu tracken, einen Einfluss auf die Resultate haben können.

Auf was man unbedingt achten sollte

Marketing Attribution ist für erfolgreiche Werbetreibende unabdingbar. Damit über diese aber sinnvolle Aussagen gemacht und Entscheidungen getroffen werden können, gibt es einige Punkte zu beachten. Für Thomas Petroczi stehen dabei folgende im Mittelpunkt:

  • Sich auf keinen Fall auf alleinstehende Kanalreportings verlassen
  • Vorgängig Ziele setzen / konkrete Hypothesen aufstellen
  • Ein geeignetes Attributionsmodell für diese Ziele evaluieren
  • So viele Touchpoints der Customer Journey wie möglich in das Tracking einfliessen lassen
  • Das Lookback-Window bestimmen (je nach Produkt / Dienstleistung unterscheidet sich die Dauer des Kaufprozesses)
  • Verschiedene Attributionsmodelle vergleichen, um Learnings zu generieren

Facebook Test and Learn als (alternative) Evaluierungsmethode

Die Wahl des Attributionsmodells ist komplex und benötigt konzeptionelle Vorarbeit. Die Evaluierung, welches Modell für die gesetzten Ziele & Hypothesen am sinnvollsten ist, steht in der Komplexität in nichts nach. Thomas Petroczi verweist deshalb in seinem Talk auf eine oft ignorierte Möglichkeit: Facebook Test and Learn. Neben den Vorteilen zur Kampagnenoptimierung, die Facebook Test and Learn grundsätzlich bietet, kann das von Facebook zur Verfügung gestellte Tool auch dafür benutzt werden, das gewählte Attributionsmodell zu hinterfragen und zu validieren.

Fazit

Erfolgreiche Werbetreibende brauchen zwingend ein möglichst holistisches Bild der aufgebauten Werbeaktivitäten. Für eine sinnvolle Budget-Allokation, für die strategische Beurteilung der gewählten Kanäle sowie für ein übergreifendes Reporting führt deshalb kein Weg an Marketing Attribution vorbei. Leider ist es Thomas Petroczi nicht gelungen, dies bei seinem Talk hervorzuheben. Dafür hat er mit «Facebook Test and Learn» einen spannenden Ansatz aufgezeigt, mit welchem bestehende Attributionsmodelle «gechallenged» werden können.

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(Ein Recap von Claude Sprenger, Head of Development)


 

4. Social Media in Behörden und Verbänden: Eine Bestandsaufnahme

Quelle: Christiane Germann von der Amt 2.0 Akademie

Christiane Germann von Amt 2. Akademie fordert auf in Behörden und Verbände folgende fünf Basic-Tipps für ein erfolgreiches Social Media Marketing zu befolgen:

  1. Mut zur Nische Behörden und Verbände haben oft Posts ohne Mehrwert. Es soll nicht einfach eine zweite Webseite sein, sondern ein richtiger Mehrwert für die User. Es ist wichtig, sich über die Ziele und Zielgruppen Gedanken zu machen, um diese dann in der Social Media Strategie abzuholen. Christiane Germann fordert auf zum Mut zur Nische, wie zum Beispiel das Landwirtschaftsministerium Deutschland. Diese erklären auf ganz einfache Art & Weise ihrer Community verschiedenes Gemüse und setzen nicht einfach uninteressante Posts über Sitzungen ab.
  1. Engagiert euch in anderen Communities Es soll nicht nur ein Monolog stattfinden, sondern ein Dialog. Die Behörde oder Verband soll sich unbedingt auch in anderen Communities engagieren.
  1. Social-Media-Sachbearbeiter abschaffen Oftmals scheitere es bereits in der Personalrekrutierung. Eine gute Stellenausschreibung soll vor allem aufzeigen, was die Behörde bietet und nicht, was verlangt wird. Simple Voraussetzungen, wie eine adäquate Arbeitsausstattung ist vielerorts bereits eine grosse Hürde, dass zum Beispiel ein Mobiltelefon oder Tablet zur Verfügung stehen oder dass ein freier Internet- sowie Social Media Zugang besteht. Die interne Hierarchie sollte angepasst werden und der Social Media Verantwortliche müsste gleichgestellt sein wie der Pressesprecher, denn Print und Online müssen gleichberechtigt sein. Die Verantwortung für den Inhalt ist bei beiden gleich gross. Idealerweise sollten dem Mitarbeiter flexible Arbeitszeiten und Homeoffice gewährt werden. Somit wären die Voraussetzungen gleich, wie andere Unternehmen in der Privatwirtschaft, was das Rekrutieren von qualifiziertem Personal anbelangt.
  1. Personal Branding: Macht euren Behördenleiter zum #SocialCEO
  2. Unterstützt, fördert und wertschätzt interne Influencer Nicht nur Behördenleiter sollen gezeigt werden, sondern auch Geschichten von «normalen» Mitarbeiter, wie zum Beispiel Polizisten im Alltag, welche oft sehr hohe eine hohe Reichweite generieren können. Wenn jemand aktiv wird und ist, diese Person auch unterstützen und nicht mit Regulationen Handschellen verpassen.

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(Ein Recap von Sarah Fehr-Edelmann, Advertising Specialist)


5. Fünf Q4 Performance Hebel für deine Facebook & Instagram Ads

Florian Litterst sprach in seinem Talk über fünf Performance Hebel für die Facebook & Instagram Ads in Q4 und ging dabei auf folgende Punkte näher ein

  • DPAs
  • Audiences
  • Bidding & Placements
  • Anzeigen
  • Reporting & Optimierungen

Was ist der wichtigste Hebel? Ganz klar die Creatives. Eine Studie von Facebook sagt, dass erfolgreiche Werbetreibende 11 x mehr Creatives erstellen als der Durchschnitt. Fragestellungen für die Q4 Planung

  • Welche Zielgruppen sprichst du wann, wie mit welchem Angebot an?
  • Wie nutzt du alle verfügbaren Zielgruppen sinnvoll (Prospecting und Retargeting)
  • Welche Gebotsstrategien nutzt du? Wann?

Danach hat der Speaker mögliche Strategien für Q4 vorgestellt und betont, dass sich jeder Werbetreibende das herausnehmen sollte, was für ihn am besten passt. Somit gibt es wie so oft keine “one size fits all”-Strategie. Die von Iva aus Talk 1 angesprochene Account Vereinfachung spielt eine Rolle, aber Flo Litterst sieht das ein wenig anders, wie nachfolgende Folie zeigt 😉. Er empfiehlt für Black Friday die Retargeting Plus Strategie anzuwenden.

Quelle: Folie von Florian Litterst

Den Hauptteil seiner Präsentation bildeten die 5 Hebel, die nun nachfolgend näher erläutert werden.

#Hebel 1 – Advanced Dynamic Ads Retargeting Setup: Seiner Meinung nach wird hier zu viel Simplification betrieben (nur Standardoptionen bei Ziel Katalogverkäufen wie zum Beispiel “hat Produkte zum Warenkorb hinzugefügt” oder “hat sich Produkte in den letzten 30 Tagen angesehen” und als Format werden nur Carousel eingesetzt). Daher empfiehlt der Speaker unbedingt Custom Combinations einzusetzen. Generell sollten bei DPAs auch Collection Ads genutzt werden, da diese super gut funktionieren und ein extrem klick- und conversionstarkes Anzeigenformat sind, was auch wir definitiv bestätigen können. Darüber hinaus sollen noch die Matching Rate und die Frequenz im Auge behalten werden.

#Hebel 2 – Must Have Zielgruppen und Kampagnensetups für Q4: – Auch hier gibt es laut Florian Litterst keine one size fits all Budgetverteilung. Dennoch sein Vorschlag in der Folie unten dargestellt. Wichtig ist es die maximale Varianz in alle Teile des Funnels zu bringen. Er betonte die Bedeutung der Loyalty Strategie (5 % des Budgets), also Personen, die bei schon mal gekauft haben erneut anzusprechen und versuchen diese zu einem Cross- oder Upsell zu bewegen. Ausserdem macht es seiner Meinung nach sehr viel Sinn jetzt noch Prospecting zu betreiben, da die Preise jetzt noch günstiger sind.

Quelle: Folie von Florian Litterst

# Hebel 3 – Gebotsstrategien (how to bid) Der nächste Hebel beschäftigte sich mit den Gebotsstrategien in den einzelnen Funnel Stufen, wo im Grund genommen überall Lowest Cost Bidding eingesetzt werden soll. BOFU: Lowest Cost Bidding aufgrund der maximalen Reichweite MOFU: Lowest Cost Bidding oder Value Bidding TOFU: Lowest Cost Bidding bei keinen Erfahrungswerten, Cost Cap Bidding bei Erfahrungswerten oder Mindest ROAS (aber nur bei grossen Zielgruppen). Als Geheimtipp empfiehl Florian auch CPC Bidding für Black Friday einzusetzen.

# Hebel 4 – Creative Tipps für Q4 Hier sollte man sich folgende Fragen stellen

  • Welche Zielgruppe sprichst du mit welchem Angebot an?
  • Was sind deine Top Seller-Produkte?

Dabei kann man sich Google Analytics oder FB Analytics (Funnel Aufbau) zu Nutze machen. Generell empfiehlt Florian Link Ads mit grossem Störer, Collection Ads oder Slideshow Ads sowie Usergenerated Content (ev. verbunden mit Umfragen) einzusetzen.

# Hebel 5 – Reporting & Optimierung like a Pro Hier empfiehlt es sich in den Werbeanzeigenberichten Custom Metrics zu erstellen, wo beispielsweise die CVR automatisch berechnet werden kann. Ausserdem ist es wichtig, den Custom Feedback Score im Auge zu behalten, da bei einem Score unter 1 die Werbung geblockt wird. Die abschliessende Folie stellt nochmal eine Q4-Checkliste dar.

Quelle: Folie von Florian Litterst

Fazit

Florian Litterst ist es gelungen, sehr viel Input in kurzer Zeit anschaulich und verständlich zu vermitteln. Wie immer gab es von ihm als Draufgabe für die Zuhörer sehr wertvolle Tipps aus der Praxis. Seine Präsentation war vermutlich aber für viele Besucher doch etwas zu detailliert, da sich diese nicht täglich mit dem WAM beschäftigen. Einmal mehr wurde aber aufgezeigt, dass die von Facebook vorgeschlagene Accountvereinfachung in der Theorie schön klingt, aber die Praxis etwas anders aussieht. Wenn Florians genannte Performance Hebel berücksichtigt und die Anzeigen 1 Woche vor Black Friday eingebucht werden (längerer Review), dann sollte einem erfolgreichen Q4 somit nichts mehr im Wege stehen.

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(Ein Recap von Michaela Gahbauer, Advertising Specialist)


6. Eat that! Warum LEH auf Instagram nicht nur food sein muss.

Die Social Media Verantwortliche von Kaufland hat uns einen Einblick gegeben, wie das Unternehmen seinen Instagram Auftritt aufgebaut und optimiert hat. Christina Doliwa legte dabei von Anfang an sehr viel Wert auf Ästhetik und Struktur, was sich schlussendlich gelohnt hat und gut anschauen lässt. So wurde klar eine Aufteilung der Spalten definiert, wobei in der ersten Phase auf der linken Spalte Sprüche, in der mittleren Spalte Essen und in der rechten Spalte User Generated Content zu finden war.

Quelle: Instagram-Account Kaufland Spaltenaufteilung

Der Account wurde dann kontinuierlich analysiert und beobachtet und es wurden dabei stetig Optimierungen durchgeführt. So wurde zum Beispiel die Spalte mit den Sprüchen entfernt, es kam eine Spalte mit Rezepten hinzu und die Repost-Spalte wurde entfernt, weil es vor allem in dieser schwierig war ein einheitliches Bild zu bewahren. Ausserdem wurden die Bilder so aufgenommen, dass diese Zusammengesetzt werden können, wie in der linken Spalte im folgenden Bild ersichtlich ist. Dies ist möglich, weil sämtlicher Content bei Kaufland mittlerweile inhouse produziert wird.

Quelle: Instagram-Account Kaufland fortlaufende Bilder

Ein weiteres optisches Feature, welches genutzt wurde, sind Spezial-Anlässe, welche eine ganze Zeile einnehmen, wie zum Beispiel die Wahnsinns Wacken Woche. Mit solchen Hervorhebungen kann das Standardraster  ausnahmsweise mal verändert werden und der Fokus auf besondere Anlässe gelegt werden.

Quelle: Instagram-Account Kaufland Spezial-Anlässe

Fazit

Auch wenn ein Instagram-Profil nicht so häufig aufgerufen wird, kann jeder mit wenig Aufwand und etwas Planung dieses einheitlicher, übersichtlicher und ansprechender Gestalten, um sich von der grossen Masse abzuheben.

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(Ein Recap von Dorian Kostanjsek, Consultant & Ads Specialist)


 

7. Instagram Story Ads – The good, the  bad, the ugly

Quelle: Steffi Kegel zu Instagram Story Ads auf der #AFBMC

Steffi Kegel Leiterin Social Media Advertising bei eprofessional hat die Key-Learnings zu Instagram Story Ads in die folgenden vier Take-Aways unterteilt:

(1) Geschäftsziel vorab definieren und muss passen:

  • Werbeziel = Handlung, die Personen ausführen sollen, wen sie die Werbeanzeige sehen
  • Geschäftsziel vor der Erstellung der Werbeanzeigen überlegen
  • Werbeziel hängt davon ab, was du erreichen möchtest

Wichtig: FB optimiert immer auf das eine gewählte Werbeziel!

(2) Facebook auf EIN Werbeziel optimieren. Andere KPI werden ggf. nicht die gewünschten Ergebnisse erreichen Grundsätzlich können folgende Werbeziele in der Kampagne im Werbeanzeigenmanager in den einzelnen Phasen ausgewählt werden:

  • Für Awareness: Brand Awareness, Reach
  • Für Consideration: Traffic, App installs, Video views. Lead generation
  • Für Conversions: Conversions, Catalog sales, Store traffic

Damit die gewünschten Ziele erreicht werden können, lohnt es sich (3) Split Tests durchzuführen, um strategisch signifikante Ergebnisse zu erzielen. Hierzu empfiehlt es sich Werbeziele, Zielgruppen oder Ads gegeneinander zu testen. Schlussendlich gilt: (4) testen, testen, testen und nochmals testen und herausfinden, was das beste Werbeziel für das Unternehmen und die Kampagne ist.

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(Ein Recap von Sarah Fehr-Edelmann, Advertising Specialist)


8. Performance Creative Design – Bring deine Werbeanzeige auf das nächste Performance-Level

Quelle: Lena Gmeiner, Performance Creative Design

Lena Gmeiner, ehemals verantwortlich für die Performance Creatives bei Just Spices, hielt in ihrem spannenden und interessanten Vortrag sympathisch und effizient die Unterschiede von «Creatives, die gut aussehen» versus «Creatives, die gut performen» und warum das ist, fest. Damit auch dem letzten Zuschauer im Saal klar wird, warum gute Creatives wichtig sind, gab es zuerst ein paar Fakten zum Verhalten des Nutzer in der Social Media Welt:

  • 350 Mio. Fotos werden jeden Tag weltweit gepostet
  • 100 Mio. Stunden Videozeit werden tagtäglich hochgeladen
  • 32 Min. verbringt der durchschnittliche User pro Tag auf Instagram
  • … 20 Min. pro Tag auf Facebook
  • Maximal 1.7 Sekunden Aufmerksamkeitsspanne erhält ein Creative im Durchschnitt

Das bedeutet für alle Werbetreibenden: Aufmerksamkeit erhöhen

Schätze das Kaufverhalten deiner Kunden ein, erstelle Creatives, die auf den Interessen deiner Zielgruppe angepasst sind und vergiss dabei nicht die Psychologie-Techniken im Kaufentscheidungsprozess. User befinden sich in den unterschiedlichsten Phasen der Kaufentscheidung oder wissen erst noch gar nicht, dass es dein Produkt gibt und müssen das entsprechende Bedürfnis erst bekommen. Dabei wird zwischen biologischen Bedürfnissen, wie Hunger und Durst, und kognitiv orientierten Bedürfnissen, zum Beispiel Anerkennung und Leistung, unterschieden. Des Weiteren zeige Lena auf, dass die unterschiedlichen Phasen im Funnel unterschiedliche Ansprachen und Informationen benötigen. Personen die noch keinen Kontakt zu deiner Brand hatten, brauchen mehr allgemeine Infos und diese in nur wenigen Sekunden. Personen, die weiter im Funnel sind, brauchen mehr Vertrauen und Benefits des Produktes.

Creative: Design vs. Performance

Lena erzählte anhand eines Beispiels wie sie für sich das Performance Creative Design entdeckt hatte und sich auf dieses Thema spezialisiert hatte. Als sie die entsprechende Creative-Abteilung gebrieft hatte, hatte sie immer Werbemittel erhalten, die absolut auf höchstem Niveau, allerdings nicht performancegetrieben waren und sich nicht geeignet hatten, die bestmögliche Performance zu erreichen. Was hat sie getan? Sie hat sich hingesetzt, das Werbemittel eigenhändig mit «Störern» (Elemente die Eye-Catching erzeugen) ergänzt und die dann entsprechend in zahlreiche Split-Tests gegeneinander ausgespielt.

Fazit

Die Aussagen und Insights von Lena decken sich mit denen meiner Erfahrungen. In der Regel performen Creatives besser, wenn diese mit einzelnen Elementen, Störern und Call-To-Actions erweitert werden, die oftmals weniger gut aussehen, aber auffallen und somit die Aufmerksamkeit des potentiellen Users gewinnen und schlussendlich ist es in der Regel das, das was zählt.

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(Ein Recap von Daniel Stark, Advertising Specialist)  


9. Masken für Millionen – Wie Marken Instagram Filter für Branded Storytelling nutzen können

AR-Filter sind in aller Munde und begeistern die User auf sämtlichen Plattformen. Facebook hat die Idee der Filter sehr erfolgreich übernommen und ermöglicht es Unternehmen ihre Markenbotschaften zu verbreiten und Branded Storytelling zu betreiben. Wie wichtig die Augmented / Virtual Reality Technologie für Facebook ist, wiederspiegelt sich einerseits mit der Lancierung der Spark AR Plattform und andererseits mit der angekündigten Online-Welt Horizon.

AR-Filter auf fast allen Plattformen

Quelle: Facebook Newsroom, F8 2017: AI, Building 8 and More Technology Updates From Day Two

Facebook hat die AR-Filter konsequenterweise auf fast sämtlichen Plattformen integriert und bietet diese heute im Facebook Messenger und auf Instagram an. Es ist sehr wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit, bis die von den Usern sehr geschätzten Filter auch auf WhatsApp zur Verfügung stehen werden. Zum aktuellen Erfolg der AR Filter hat sicherlich auch dazu beigetragen, dass Facebook mit Spark AR eine komplette Entwicklungsumgebung kostenlos zum Download bereitstellt. Für die Bedienung werden keine vertieften Programmierkenntnissen vorausgesetzt und der Creator kann bereits nach einer sehr kurzen Einarbeitungszeit erste Filter erstellen und diese auch gleich testen.

Do it
Wie so oft, geht probieren über studieren – wie das von Sven Wiesner, CEO von Neon Gold Innovations, vorgestellte Beispiel eines Face Filter von Brooklyn Soap aufzeigt:

Quelle: Face Filter von Brooklyn Soap; https://www.instagram.com/brooklynsoapco/

 Neben dem Face Filter von Brooklyn Soap wurden aber auch weitere erfolgreiche branchenspezifische AR-Filter präsentiert und als kleiner Bonus wurde auch der OMR Artikel «Diese Teenies generieren Milliarden von Views mit AR-Effekten auf Instagram und Snapchat» als Lesetipp empfohlen. Es stellt sich jedoch die Frage, was macht einen erfolgreichen AR Filter aus und was muss hierfür berücksichtigt werden. Sven Wiesner hat im Rahmen seiner Präsentation auf diese fünf wesentlichen Punkte hingewiesen:

  1. Keep it simple
  2. Nutzer zentrieren
  3. User first, Brand second
  4. Kreativ um die Ecke gedacht
  5. Triggert den Spieltrieb

Fazit

Sven Wiesner hat in seiner Session eindrücklich aufgezeigt, was einen erfolgreichen Filter ausmacht und was nötig ist, damit die eigene Zielgruppe begeistert werden kann. Dass erfolgreiche Filter so ganz nebenbei die organische Reichweite erhöhen, ist doch auch ein ganz schöner Nebeneffekt. Für mich persönlich ist jedoch auch extrem eindrücklich, dass sich heute grundsätzlich mit Spark AR jeder ganz einfach seinen persönlichen Filter «createn» kann ohne je eine Zeile Code schreiben zu müssen.

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(Ein Recap von Stefano Lungaretti, Head of Platforms)


10. Google Data Studio – Reporting mit einem Fingerschnipp

Wie können alle verschiedenen Statistikdaten in einem vernünftigen Reporting abgebildet werden? Mit dieser Frage leitete Andreas Wolfsberger seinen Talk ein und erzählte seine Geschichte, die ihn von Excel-Reportings zu Google Data Studio geführt hat. Wir fassen zusammen:

Excel-Reportings: Isoliert und aufwändig

Auch wenn Excel umfassende Möglichkeiten bietet, so bestehen bei der Erstellung von Social Media Reportings diverse Fragen, die vorgängig geklärt werden müssen:

  • Welche Kanäle bieten überhaupt einen Excel-Export?
  • Wie können die verschiedenen Daten sinnvoll konsolidiert werden?
  • Wie können eine hohe Automatisierung und Aktualisierung der Daten hergestellt werden?
  • Wie können die Reportings sinnvoll visualisiert und für verschiedene Stakeholder zur Verfügung gestellt werden?

Besonders die Konsolidierung und Aktualisierung der Daten sind mit einer hohen Komplexität versehen und verursachen grosse Aufwände. Was Andreas Wolfsberger dazu bewogen hat, alternative Tools zu prüfen.

Google Data Studio: Connect, Visualize und Share

Google Data Studio bietet gegenüber Excel die Möglichkeit, mehrere verschiedene Datenquellen gleichzeitig einzubinden, diese Daten zu konsolidieren und automatisch zu aktualisieren. Hierfür sind grundsätzlich nur drei Schritte notwendig:

  1. Connect Über sogenannte «Konnektoren» werden Datenquellen angebunden. Diese Konnektoren werden teilweise von Google (kostenlos) oder von Drittanbietern (wie zum Beispiel Supermetrics) zur Verfügung gestellt und können intuitiv eingerichtet werden.
  2. Visualize Auf Basis einer vorgängigen Zieldefinition können Reportings mit mehreren Ansichten per Drag & Drop und unzähligen Elementen aufgebaut werden. Kleiner Tipp von Andreas: Als Format für die Reportings das DIN A4 Format wählen und vorgängig alle Firmenfarben (CI) hinterlegen.
  3. Share Stehen die Reportings, so müssen sie nur noch den verantwortlichen Personen zur Verfügung gestellt werden. Google Data Studio bietet hierfür verschiedene Möglichkeiten: – PDF – E-Mail-Reportings – Link-Freigabe (Webansicht)

Google Data Studio benötigt etwas Einarbeitungszeit, ist aber dank bestehender Templates und einer einfachen Benutzerführung intuitiv zu erlernen.

5 Tipps für die Optimierung von Google Data Studio Reportings
Andreas Wolfsberger hat für STAEDTLER diverse Reportings in Google Data Studio umgesetzt, wie zum Beispiel ein monatlicher Online-Performance-Report, Redaktions-Reportings oder Kampagnen-Reportings. Aus dieser Erfahrung gibt er folgende Tipps weiter:

  • Metriken in Google Data Studio umbenennen, so dass sie klar verständlich und sprechend sind
  • Kanalübergreifende, eigene Metriken erstellen, welche die gewünschten Daten berechnen
  • Interaktive Filter nutzen, damit die Reportings einfach eingeschränkt werden können
  • Google Analytics in die Reportings integrieren, um die Nutzung der Reports zu analysieren und darüber Erkenntnisse für mögliche Optimierungen zu gewinnen

Fazit

In einem sehr praxisbezogenen Talk ging Andreas Wolfsberger, Online Marketing Manager bei STAEDTLER, auf die Möglichkeiten von Google Data Studio ein und zeigte auf, wie in wenigen Schritten ein automatisiertes Social Media Reporting erstellt und im Unternehmen eingeführt werden kann. Durch einen direkten Einblick in die bei STAEDTLER im Einsatz stehenden Reportings und die dahinter liegenden Konzepte hat er sauber aufgezeigt, wie Google Data Studio funktioniert, was das Tool alles kann und wie man strukturiert zum gewünschten Ziel kommt.

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(Ein Recap von Claude Sprenger, Head of Development)


11. Mehr als Selfies und Sunset: Politische Kommunikation am Beispiel der FDPBT auf Instagram

Katrin Grothe zeigt, wie die FDP-Fraktion im Bundstag seit April ihren Instagram-Account aufgebaut und mit diesem etwas erreicht hat, was im deutschsprachigen Politikumfeld noch weit gesucht werden muss – moderner und zielgruppengemässer Content. In ihrem Talklüftet sie ihr Erfolgsgeheimnis. Die wichtigsten Learning für politische Instagram Channels gibt es hier:

  1. Individuellen Content für Instagram erstellen!
  2. Persönliche Informationen zu Politikern, besonders auch bei eher unbekannten Gesichtern und regionale Informationen nicht vergessen.
  3. Serieller Content, Planung und Vorproduktion von Content macht euch das Leben leichter. Zudem haben eure Abonnenten etwas worauf sie sich freuen können.
  4. 60 Sekunden-Messages: Das Politiker sich kurzfassen ist manchmal schwer durchzusetzen. Instagram bietet hier den idealen Rahmen: 60 Sekunden und dann ist fertig.
  5. Der letzte und wichtigste Input: Verzichtet auf klassische Politische Kommunikation. Keine steifen Gruppenbilder und Sitzungsfotos. Stattdessen erfolgreiche Instagram-Formate verwenden und adaptieren.

Beispiel:

  • Original bei Barbara auf Instagram.
  • Adaptiert für die FDP

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(Ein Recap von Andrea Löpfe, Consultant)


 12. How To: Facebook Dynamic Ads for your Online Shop

Quelle: Rahul Agarwal, Head of Marketing Trenkwalder, in seiner Session auf der #AFBMC

In der Session von Rahul Agarwal, Head of Marketing bei Trenkwalder, ging es sehr technisch zu.  Er stellte nicht nur die vielen Möglichkeiten von Facebook Dynamic Ads vor und zeigte auf, wie Unternehmen ihre Ads effizienter aussteuern und Kosten einsparen können, sondern auch, dass man mit Dynamic Ads nicht nur Fashion verkaufen kann. Die Session wurde auf Englisch gehalten, was wahrscheinlich dazu führte, dass die Anzahl an Teilnehmern in seinem Track überschaubar war. Denn eins ist klar: an seinem Wissen und seiner Expertise kann es nicht gelegen haben.


Facebook Dynamic Ads – Viele Wege führen nach Rom

Agarwal zeigte auf, wie Trenkwalder bei der Ausschreibung von Stellen Facebook Dynamic Ads einsetzt und wie ein möglicher Produktkatalog für Stellenbeschreibungen und Berufsfelder aufbereitet werden muss. Seiner Meinung nach, steht man im Gegensatz zu E-Commerce bei der Bewerbung von Stellenausschreibungen vor der Herausforderung ein “unsexy” Thema zu kommunizieren und die richtigen User zu finden, die potenziell für die Stellen in Frage kommen. Selbst wenn man eine ausgefuchste Retargeting-Strategie umsetzt, wird sie nie so genau sein können wie wenn Facebook dynamische Ads an User basierend auf ihrem Verhalten ausspielt (auf der Webseite bestimmte Kategorien angesehen etc..). E-Commerce Unternehmen, die in ihrem Online Shop über Tausende Produkte zum Verkauf anbieten, könnten gar nicht statisch so viele Ads für das Retargeting erstellen, basierend darauf, welches Produkt User sich im Online Shop angesehen oder in den Warenkorb gelebt haben. Genau so verhält es sich mit Stellenausschreibungen. Trenkwalder ist ein österreichisches HR-Unternehmen, das für ihre Kunden nach geeigneten Bewerbern und Kandidaten sucht. Auch wenn das Unternehmen Dienstleistungen und verschiedene Services anbietet, betrachten sie die “Jobs” als ihre Produkte, so dass sie Stellenausschreibungen ebenfalls in einem “Produktkatalog” zusammenstellen und für die Dynamic Ads einsetzen, die alle benötigten Informationen aus dem Katalog beziehen.

Was wird für die Facebook Dynamic Ads benötigt?

  1. Produktkatalog: Ein Katalog, der alle Informationen zu den Produkten enthält, die angeboten werden.
  2. Facebook Pixel: Neben der Implementierung des Basis-Codes werden auch Eventcodes (ViewContent, AddToCart & Purchase) benötigt, um Dynamic Ads einsetzen zu können. Diese Eventcodes werden auf den relevanten Seiten integriert, so dass schlussendlich Custom Audiences basierend auf ihrem Verhalten und den ausgeführten Ereignissen auf der Webseite gebildet und für das Retargeting eingesetzt werden können.

Quelle: Trenkwalder Germany XML Job Feed

Fazit

Ich denke, dass die meisten halbwegs erfahrenen Werbetreibenden etwas mit Facebook Dynamic Ads anfangen können und sie bereits in ihrem täglichen “Doing” einsetzen. Auch wie Produktkataloge funktionieren und wie man sie aufsetzt, war meines Erachtens nach nichts Neues. Allerdings war es sehr spannend zu sehen, wie man ein Produktkatalog aus verschiedenen Jobs erstellt und welche Parameter dazu eingesetzt werden. Das Beispiel von Trenkwalder zeigt wieder einmal, dass die Möglichkeiten von Facebook fast unbegrenzt scheinen, wenn man mit mehr Flexibilität und mit ein wenig Querdenken Dinge ausprobiert. Dies war definitiv eine Session für “Techies” und “Nerds”.

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(Ein Recap von Pelin Cingöz, Senior Consultant)


13. DSGVO, Uploadfilter und E-Privacy: Neue europäische Vorgaben für Social Media

Carsten Ulbricht von Menold Bezler Rechtsanwälte gibt Auskunft über die neuen, gesetzlichen Vorgaben für Social Media.

Datenschutzrechtliche Grundlagen

Ulbricht erklärt, wann die DSGVO grundsätzlich zur Anwendung kommt: Und zwar, wenn ein Unternehmen mit kommerzieller Absicht personenbezogene Daten verarbeitet (Art. 4 Nr. 1), welcher einer natürlichen Person zuzuordnen sind und/oder wenn ein pseudonymisches Nutzungsprofil (z.B. über Cookies, Pixel etc.) angelegt werden kann. Werden diese Daten verarbeitet, braucht man die Legitimation bzw. die Einwilligung des Users und die Informationspflicht an den Nutzer ist vorhanden. Besteht ein gesetzlicher Erlaubnistatbestand (z.B. Einwilligung, Vertragsabwicklung/vorvertragliche Anfrage z.B. durch einen Kauf oder berechtigtes Interessen durch ein vernünftiges Erwarten), braucht es die Einwilligung sowie die Informationspflicht nicht.

Messenger Marketing

Beim Messenger Marketing, allen voran WhatsApp, ist es dahin problematisch unter der DSGVO, dass die Kontaktdaten an den Server von WhatsApp in den USA gesendet werden. Die Datenweitergabe könnte z.B. durch Tools oder durch die WhatsApp API verhindert werden. Auf jeden Fall muss der Nutzer die Einwilligung geben, dass die Datenverarbeitung durch den Messengerdienst erlaubt ist.

Tracking und Targeting

Tracking ist die Webanalyse durch z.B. Google Analytics oder Targeting (Online Behaviourals Advertising und Retargeting) sind «berechtigte Interessen» laut DSGVO. Man ist sich zurzeit nicht einig und es ist auch gerichtlich nicht geklärt, ob das Tracking und Targeting auf der eigenen Webseite mit einem Opt-In oder Opt-Out gemacht werden muss. Ein gutes Beispiel stellt er von Online Marketing Rockstars vor. Ulbricht denkt, dass die nächsten Bussgelder in diesem Bereich kommen werden. Bei den Custom Audiences from File braucht es auf jeden Fall eine Einwilligung, da dies nicht mehr unter «berechtigte Interessen» fällt. Er hält den Einsatz von Google Analytics für ein «berechtigtes Interesse» und benötigt deshalb kein Opt-In. Facebook Analytics hingegen schon. Er verweist diesbezüglich auf seinen ausführlichen Artikel: www.kurzlink.de/webseite

E-Privacy-Verordnung

Die E-Privacy-Verordnung wird kommen, doch schätzungsweise nicht vor 2022 bzw. 2023.

Mitverantwortlichkeit

Nach Art 26 DSGVO, wenn zwei oder mehrere Parteien die gleichen Daten nutzen hat man eine gemeinsame Verantwortung. Dies betrifft zum Beispiel Page-Betreiber einer Facebook-Seite und Facebook selber. Diese haben nach der DSGVO eine «gemeinsame Verantwortung». Man weiss aber heute immer noch nicht, was das genau heisst, da ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts aussteht. Ulbricht empfiehlt folgende Massnahmen, um vorbereitet zu sein:

  • Seiten Insights Erweiterung von Facebook einbinden
  • Datenschutzerklärung für Verarbeitung der Facebookseite
  • Information an die User über gemeinsame Verantwortung

Man hat auch Mitverantwortung, wenn man solche Social Plugins auf der Webseite einbindet. Problemfälle sind Like und Share-Button und weitere Social Plugins. Diese sollte man durch Zwei-Klick Buttons (Shariff, Embetty) ersetzen sowie mit einem Hinweis in der Datenschutzerklärung aufführen. Weiterführender Artikel: www.kurzlink.de/mitverantwortung

Urheberrechtsrichtlinie

Grundsätzlich soll ein gerechter Ausgleich zwischen Rechteinhaber und Plattformen/Nutzer gewährleistet werden. Diese Urheberrechtsrichtlinie richtet sich an “Online Content Service Sharing Provider” wie z.B. YouTube, Facebook, Instagram etc. und nicht an einzelne Unternehmen. Mit dieser Richtlinie soll erreicht werden, dass keine Urheberverletzungen mehr passieren. Zudem ist

  • die Urheberrechtsrichtlinie ist «nur» eine Richtlinie. Diese muss zuerst noch umgesetzt werden. Davor werde hier nichts passieren.
  • Die Umsetzung muss zuerst in den Mitgliedstaaten erfolgen.
  • Darauf folgt eine Umsetzungsfrist.

Somit wird dies noch einige Zeit dauern und vor allem die erwähnten “Online Content Service Sharing Provider” betreffen.

Influencer Marketing

Dies betrifft Werbung und die darauffolgende Kennzeichnungspflicht (z.B. #Werbung #Anzeige) auf Posts über YouTube, Instagram etc. Die Kennzeichnungspflicht besteht, wenn ein kommerzielles Interesse (Förderung des eigenen oder fremden Absatzes) besteht, ausser, wenn das kommerzielle Interesse offensichtlich ist. Das bedeutet, dass Unternehmensseiten dies nicht erwähnen müssen, da dies offensichtlich ist. Im Wesentlichen rät Ulbricht:

  • Bei Eigenkauf: kein Kennzeichnungspflicht
  • Kostenlose Zusendung des Produkts: Steht das Produkt im Mittelpunkt, dann besteht eine Kennzeichnungspflicht. Steht das Produkt nicht im Mittelpunkt ist kein Hinweis nötig.
  • Bei einer Gegenleistung ist die Kennzeichnungspflicht immer erforderlich.

Weiter empfiehlt Ulbricht die folgenden Punkte bei einer Vertragsgestaltung eines Kooperationsvertrages mit einem Influencer zu definieren:

  • Leistungsgegenstand
  • Umfang/Produkt/Kampagne
  • Nutzungsrechte (Medien, Bearbeitung, Sprache etc.)
  • Sponsoringleistung
  • Mitwirkungspflichten (Produktion/Promotion Termine)
  • Einhaltung der Transparenzpflichten, sonst Risikoverteilung)
  • Exklusivität für ein bestimmtes Produkt / eine bestimmte Dienstleistung
  • Geheimhaltungspflichten

Take-Aways

Social Media ist schlicht mit rechtlichen Unwägbarkeiten verbunden. Die Risiken können aber mit folgenden Massnahmen etwas abgefedert werden. Ulbricht erklärt, dass es stets wichtig sei, dass man gegenüber der Datenschutzbehörde gut argumentieren kann. So wird es eher keine Bussen geben, sondern man muss sein Vorgehen einfach einstellen.

  • Durch die Einhaltung rechtlicher Mindeststandards, können Risiken reduziert werden. Mann soll sich Gedanken machen über:
    • Risikoabwägung (Einwilligung vs. berechtigtes Interesse)
    • Dokumentation im eigenen Verarbeitungsverzeichnis
    • Erfüllung der Informationspflichten
    • Widerspruchsmöglichkeit (Opt-Out) anbieten
  • Bussgelder werden kommen

(obenstehender Artikel ist eine Zusammenfassung des Vortrags von Carsten Ulbricht. Es wird keinerlei Haftung über die Rechtstatbestände übernommen.)

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(Ein Recap von Sarah Fehr-Edelmann, Advertising Specialist)


14. Wie geht erfolgreiches Messenger Marketing nach dem Ende der WhatsApp Newsletter?

Vielversprechend hörte sich der Titel dieses Slots an und insgeheim erhoffte ich mir natürlich nun die bahnbrechenden und ultimativen News in Form von «Ja, WhatsApp Newsletter werden wieder in einer anderen Form funktionieren» zu erhalten. Die Hoffnung stirbt bekanntlich ja zuletzt… aber ja, sie starb und starb immer mehr im Verlaufe des Vortrages von Matthias Mehner. Trotz keiner bahnbrechenden Neuigkeiten gab es natürlich trotzdem ein paar interessante Informationen und Fakten auf die Ohren.

Alternativen

Vorab: Es gibt grundsätzlich Alternativen – WhatsApp kann hierbei aber nur eine davon das Wasser reichen: WeChat. DER Messenger schlechthin, welcher auch zulässt, Newsletter zu versenden. WeChat ist der ultimative Messenger, welcher lediglich ein grosses Manko aufweist – er ist nur dann sinnvoll, wenn die Kunden aus China sind. Was bleibt also für den DACH-Raum noch übrig? Da wäre noch Viber, welcher in DE leider nur 2.6 Mio. Nutzer zählt, jedoch den Versand von sogenannten Updates an die eigenen Fans zulässt. Die Kosten hierbei sind bei 1-2 Cent pro Empfänger. Dann gibt’s da noch Threema mit dem Stempel «Made in Switzerland», welche als sehr sicher gilt, jedoch auch nur 2 Mio. Nutzer in Deutschland zählt. Threema wird insbesondere als unternehmensinterner Messenger genutzt, da die App als sehr sicher gilt. Broadcasts sind mittels monatlichen Abogebühren möglich. Mit 5 Mio. Nutzern ist Telegram die bestmögliche Alternative, da sie kostenlos ist und ebenfalls als sehr sicher gilt. Viele Unternehmen, welche bisher über WhatsApp Newsletter versendet haben, ziehen ihre Abonnenten dahin um. Die Alternative mit der grössten Reichweite wäre letztendlich dann noch der Facebook-Messenger. Aber auch da wurde der Riegel Mitte 2019 für Broadcast geschoben, so das nur noch sogenannte Subscription-Messages möglich sind, welche nur für Seiten erlaubt sind, welche über den News Page Index (NPI) registriert sind. Ansonsten bleibt die Möglichkeit über den FB Messenger Sponsored Messages einzubuchen um bestehende Kontakte direkt in ihrem Messenger-Postfach zu erreichen. Der Nachteil hierbei: es wird keine 100% Auslieferung garantiert.

WhatsApp als Servicekanal

Trotz der Einschränkungen in Bezug auf Broadcast birgt WhatsApp für den Kundenkontakt ein enormes Potenzial. WhatsApp will sich als Servicekanal etablieren und setzt hier auf eine Kombination aus Services (Customer Care) und Notifications (z.B. Buchungsbestätigungen). Nimmt ein Kunde mit dem Unternehmen über WhatsApp Kontakt auf, so sind Nachrichten innerhalb des 24h-Fensters nach wie vor kostenlos. Im Gegensatz zu den Notifications – diese sind kostenpflichtig, dafür aber jeder Zeit einsetzbar. Für Notifications bietet WhatsApp 10 erlaubte Templates an:

  • Konto-Updates
  • Bezahl-Aufforderung
  • Versand-Status
  • Rechnung- / Finanz-Update
  • Reservation-Update
  • Reise-Update
  • Termin-Erinnerung
  • Ticket-Update
  • Alert-Update
  • Service-Neuaufnahme

In Deutschland kostet der Versand eines solchen Templates ausserhalb des 24h-Fensters 7 Cent.

Kunden wollen Service via WhatsApp

Und das ist auch der Grund, weshalb WhatsApp, je nach Unternehmen, zwingend in die Strategie aufgenommen werden sollte. Denn gemäss einer Studie von Messengerpeople wünschen sich 52% der Befragten im Alter von 18-24, Unternehmen via WhatsApp kontaktieren zu können. Ok, ist ja klar – das ist ja auch eine junge Zielgruppe. Schaut man sich aber die Antworten aller Altersklassen an, dann ist dieser Wunsch auch bei älteren Generationen klar zu spüren. Sogar in der Altersklasse 55+ sind es noch immer 31%.

Und was machen die Unternehmen?

In 81% der Unternehmen wird Kundenservice über E-Mail angeboten. Dicht gefolgt, mit 76%, vom Telefon-Support. Unvorstellbar aber Realität: 41% der Unternehmen bieten Kundenservice auch über Fax an (der Link soll denen dienen, die nicht mehr wissen, was ein Fax ist). Lediglich 21% der Unternehmen bieten Services via Messenger Apps und 7% via Webseiten-Live-Chats an.

Was zum Schluss bleibt

Unternehmen sollen sich nun also Gedanken machen, wie sie für sich dieses riesengrosse Potenzial in Form von Pull-Marketing nutzen können. Hierzu hatte Matthias Mehner unter anderem ein paar schöne Beispiele bzw. Cases von Radio Köln, der Deutschen Bahn und dem ADAC mitgebracht. Alternativen zum klassischen WhatsApp Broadcast sind z.B. Telegram. Notifications haben Potenzial in sich, wenn der Use Case passt. Und wenn trotzdem unbedingt WhatsApp Marketing, dann in Form von Pull-Marketing und Kundenservice. Und zum Schluss: WhatsApp wird gemäss eigenen Aussagen ab 2020 Story-Ads in den Statusmeldungen für Werbetreibende verfügbar machen. So findet auf WhatsApp dann doch noch ein kleines bisschen Push statt. Ebenso sollen zukünftig Payments in WhatsApp integriert werden können, was letztendlich dazu führt, dass über den Kanal die komplette Customer Journey abgewickelt werden kann.

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(Ein Recap von Adi Zumbühl, Senior Consultant)


15. Hack the GIF

Quelle: Aus dem Vortrag zu “Hack the GIF”

Svenja Walter von Waltermedia erzählte in ihrer Präsentation, wie sie es geschafft hat, mit Ankündigung diverse GIFs viral zu schicken und was bei der Erstellung von GIFs beachtet werden sollte. Gerade einmal vor vier Monaten hat Svenja Walter begonnen, sich mit GIFs auseinanderzusetzen. Ihr Ziel war, ein virales GIF zu kreieren. Bevor sie jedoch ins Detail ging, wie sie die GIFs erstellte, wurde der Hintergrund von GIFs erläutert. Die bekannteste Plattform für GIFs, nämlich Giphy, sei eigentlich gar keine Plattform, sondern eine Suchmaschine, die weit mehr zu bieten hat als nur GIFs. Und der grosse Vorteil dieser Suchmaschine ist der, dass man bereits während der Suche unterhalten wird, da die angezeigten GIFs direkt abgespielt werden. Auch wenn die verfügbare Menge an animierten Sticker-GIFs schon enorm ist, stecken sie gemäss Svenja Walter noch in den Kinderschuhen und haben noch enorm viel Potenzial. Die New York Times hat dieses Potenzial schon gut erkannt und bringt schon ganze Portraits als GIF-Reihe heraus. Sie hat vier Faktoren ausgemacht, warum in GIFs noch viel Potenzial steckt:

  1. Content game – it’s all too much. Deshalb wird sogenannter Micro-Content immer wichtiger.
  2. Content on top of other content.
  3. Content wird passiver, aber unterhaltsamer.
  4. GIFs und kurzformende Loops oder auch Memes sind der nächste Evolutionsstep, um unsere komplexen Gedanken und Gefühle in der Kommunikation besser und umfassender vermitteln zu können.

Im nächsten Teil hat sie erklärt, wie sie die GIFs erstellt und welche Learnings sie daraus gezogen hat. Ihre GIFs erstellt sie alle auf dem iPad mit dem Apple Pen in der App “Procreate” und animiert sie anschliessend mit Photoshop. Auch hier war ihr grösstes Learning, seit sie sich mit GIFs beschäftigt, dass sie immer strategisch denken und vorgehen muss. So speichert sie viele Einzelteile eines GIFs separat ab, um sie später wiederverwenden oder anpassen zu können. Ihr hat es ausserdem geholfen, bei Videos die Bewegungen anzuschauen und diese anschliessend abzuzeichnen, so werden ihre GIFs sehr authentisch. Auch ihre Farbpaletten erstellt sie mithilfe von ähnlichen Videos und Fotos. Was sie auch gemerkt hat: Ein GIF muss nicht perfekt der Realität entsprechen, sondern gut und schön anzuschauen sein, dann wird es auch benutzt. Ganz zum Schluss kam sie schliesslich darauf zu sprechen, wie sie es schaffte, dass ihre GIFs, die sie zum Münchner Oktoberfest erstellt hat, viral gingen. Ihre Strategie: Sie kennt sich mit dem Thema gut aus, für welches sie die GIFs erstellt. Zudem hat sie die Zielgruppen genau definiert, an die sich ihre GIFs richten. Der dritte Punkt ihrer Strategie war die zeitliche Begrenztheit, die den GIFs den nötigen Boost geben sollte, nämlich das erste Wiesn-Wochenende. Alle diese Ziele konnte sie dank dieser Strategie erreichen und ihre GIFs wurden via Instagram millionenfach angesehen und geteilt.

Fazit

Wer mit GIFs erfolgreich sein will, braucht eine klare Strategie und das Wissen, welche Personen man ansprechen möchte und wie man diese erreicht. Es braucht nicht viel, um ein GIF zu erstellen, ein gutes GIF zu zeichnen erfordert jedoch einiges an Arbeit und Know-how.

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(Ein Recap von Livia Mosberger, Consultant)


16. Einzelne Kampagnen vs. Funnel Strategien – Die einzelne Ad hat schon lange ausgedient

Thomas Hutter, einer der bekanntesten Experten im deutschsprachigen Raum zu dem Thema Facebook Marketing war ebenfalls mit einem Talk auf der Bühne und erklärte, wieso ein Full-Funnel Ansatz bei der Umsetzung von Facebook Kampagnen zielgerichteter und vor allem kosteneffizienter ist als einzelne Kampagnen. Wie man dazu auf kreative Art und Weise seine Zielgruppe erneut ansprechen und mit verschiedenen Botschaften durch den Kommunikations-Funnel führen kann, zeigte er anhand von zwei Beispielen auf.

Das Userverhalten ist sehr komplex und vielschichtig

Die Customer Journey von vielen Usern ist in der heutigen digitalen Zeit schon längst nicht mehr linear und aufgrund der Möglichkeit, ständig und überall online zu sein, auch sehr komplex und vielschichtig. Hinzu kommt die Herausforderung, dass User in der kurzen Zeit, in der sie Facebook nutzen, mit vielen Botschaften angegangen und konfrontiert werden, was insgesamt zu weniger Aufmerksamkeit führt. Marken stehen daher vor allem vor der Herausforderung in der Flut von Inhalten genau in dieser kurzen Aufmerksamkeitsspanne bei den Usern relevant zu werden und zu bleiben. Die Lösung ist ein Full-Funnel Ansatz, der durch eine Zielgruppensegmentierung zwischen den Funnelstufen nur noch interessierte User weiter an die Hand nimmt und durch die Story führt. Es geht also vorwiegend darum, seine Zielgruppe am richtigen Ort, zur richtigen Zeit und auf die richtige Art und Weise mit relevanten Inhalten anzusprechen. Die richtige Zielgruppenansprache ist in den meisten Fällen entscheidend für den Erfolg einer Kampagne. 

Worum geht es bei einem Full-Funnel Ansatz?

Ein Funnel ist ein “Trichter” und zielt darauf ab, aus interessierten Menschen wertvolle Kunden bzw. Käufer zu machen. Die Person durchläuft dabei mehrere Touchpoints und wird auf dem Weg zu seiner Kaufentscheidung geleitet und gezielt angegangen, um letztlich am Ende eine bestimmte Aktion auszuführen. Je nachdem, welches Kampagnenziel verfolgt wird eignen sich unterschiedliche Funnel: Marketing Funnel, Sales Funnel, Lead Funnel etc.

SEE-THINK-DO-CARE

Um die komplexen Entscheidungswege von potenziellen Kunden nachvollziehbar und die Informations- und Interaktionsbedürfnisse von Personen in ihrem Kaufprozess verständlich zu machen, wurden bereits verschiedene Modelle erarbeitet. Thomas Hutter empfiehlt das “See-Think-Do-Care”-Modell von Avinash Kaushik.

  • See Phase: Alle Nutzer erreichen, die potentiell als Kunden in Frage kommen, Interessierte einsammeln, qualifizierten Traffic herstellen (Bildet Basis fürs Retargeting)
  • Think Phase: Nutzer, die ihren Bedarf erkannt haben und über einen Kauf / eine Buchung nachdenken, das Interesse der User wird verstärkt.
  • Do Phase: Kaufbereite Nutzer, die konkret nach einer Lösung suchen. Die Kaufentscheidung endet in einer konkreten Handlung.
  • Care Phase: Nutzer, die gekauft haben werden mit Loyalitäts- und Treueangeboten erneut zum Kaufen animiert. Neue Kaufreize werden gesetzt.

Quelle: Thomas Hutter / Customer Journey Hotelbuchung

Fazit

Mit dem effizienten Einsatz eines Funnel Modells und einer Strategie kann die Kundenansprache systematisch umgesetzt, interessierte User mit relevanten Inhalten weiter an de Kaufentscheidung herangeführt und dank der genauen Messung und der Optimierung in den einzelnen Funnel-Stufen insgesamt bessere Resultate erzielt werden als bei einzelnen Kampagnen. Die komplette Präsentation von Thomas Hutter anlässlich der AFBMC in Berlin gibt es in unserem Chatbot.

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(Ein Recap von Pelin Cingöz, Senior Consultant)


17. Konzept schlägt Budget auf Instagram

André Krüger ist selbstständiger Digital Stratege und entwickelt Social Media Konzepte für Unternehmen. Er hat in seiner Session aufgezeigt, wie man vorgehen sollte, um ein Konzept zu erstellen und sich dabei auf relevante Inhalte zu konzentrieren. Diese relevanten Inhalte sind die Schnittmenge der Informationen, welche das Unternehmen mitteilen und was die User sehen wollen. Es wurden auch die folgenden Maximen aufgestellt, welche aktuell als gültig angesehen werden können:

  1. Emotionen funktionieren auf Social Media. Immer! Als Beispiel können hier politische Kampagnen angesehen werden.
  2. Menschen interessieren sich vor allem für Menschen. Inhalt mit Menschen funktioniert per se besser. Aber, zu schöne Menschen können vom eigentlichen Produkt ablenken.
  3. Menschen wollen Dinge, die zwar bekannt, aber nicht zu bekannt sind. Vor allem bei den Jugendlichen setzt sich dieses Phänomen durch, denn sobald Mama und Papa auch auf Instagram wechseln, wird dieses weniger interessant werden und es findet eine Verlagerung statt.
  4. Aus möglichst wenig möglichst viel machen. Es sollten verschiedene Assets für einzelnen Platzierungsmöglichkeiten erstellt werden, damit diese optimal dargestellt werden können.

Konzeptvorschlag:

Quelle: Skizze Dorian Kostanjsek

Fazit

Dieser Vortrag war meiner Meinung nach ziemlich philosophisch und allgemein gehalten, hat aber dennoch gewisse Empfehlungen für erfolgreichen Content übermitteln können. Ausserdem kann der Konzeptvorschlag als Framework verwendet werden.

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(Ein Recap von Dorian Kostanjsek, Consultant & Ads Specialist)


18. So schlägt dein YouTube-Auftritt Facebook

Quelle: Aus dem Vortrag zu “So schlägt dein YouTube Auftritt Facebook”

Basics

Jonathan Guthy, Online Journalist, empfiehlt dass man mit folgenden Basics einen erfolgreichen YouTube-Kanal betreiben kann:

#1 Kanalkonzept: Welches Kanalthema habe ich? Welche Ziele habe ich? Welche Zielgruppe möchte ich ansprechen?

#2 Beliebte Formate regen an, den Kanal zu abonnieren, da meistens ein bestimmtes Format einen User ansprechen und somit der User zu einem Abonnenten umgewandelt werden kann.

#3 Mehrwert muss geboten werden z.B. im Bereich Unterhaltung / Wissen / Problemlösung

Werden diese drei Basics nicht beachtet, scheitern leider die meisten Unternehmenskanäle.

Drei Schlüssel zum Erfolg

Guthy zeigt zudem folgende drei Schlüssel für einen erfolgreichen YouTube-Kanal:

  1. Content: gute Videothemen finden z.B. in den Bereichen Problemlösung, Trend-Themen, Keyword-Orientierung, emotionale & kontroverse Themen

Für eine erfolgreiche Viralität empfiehlt Guthy das Buch: „Contagious: Why Things Catch On“ von Jonah Berge, mit seiner STEPPS-Theorie und folgenden Erfolgsfaktoren:

  • Social Currency Triggers Emotion Public (Verfügbarkeit)
  • Practical Value Stories (Geschichten)

Auch die Videoproduktion ist sehr wichtig. Und zwar soll ein Wiedererkennungswert (z.B. gleicher Schnittstil, Vor-Abspann etc.) vorhanden und die Videos sollten kurzweilig sein. Bei der Aufmachung sollte der Titel nicht zu lang sein, ein Klickanreiz sollte gegeben sein und zentrale Keywords sowie ein Call-to-Action sollten enthalten sein. Keywords kann man gut mit Google Trends recherchieren. Bei den Thumbnails eignen sich am besten grosse Bilder, Gesichter, bunte Farben und/oder starke Kontraste.

  1. Konstanz
    Wenn Klicks zu Fans gemacht werden sollen, ist Konstanz elementar. Klicks sind Zuschauer und durch Konstanz werden sie zu Abonnenten. Und anschliessend, mit
  1. Kommunikation (Community) entstehen Fans. Dies kann durch simple Aktionen gefördert werden mit
    – Kommentaren beantworten
    – Fragen- & Antworten-Videos als Format
    – Abstimmungen

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    (Ein Recap von Sarah Fehr-Edelmann, Advertising Specialist)


    19. Willkommen Zukunft: Bau dir deinen eigenen AR-Filter

    Quelle: Adi Zumbühl beim Testen des Hutter Filters

    Mit unserem guten Kollegen Torsten Schiefen stand ein weiteres, bekanntes Gesicht aus der Branche auf der Bühne und versprach uns, dass wir gemeinsam und LIVE vor Ort unseren ersten AR Filter mit Facebooks Spark AR bauen werden. Die technischen Götter standen an diesem Tag jedoch nicht auf Thorstens Seite. Irgendwie wollte Spark AR am Nachmittag nicht so wirklich und dann war Photoshop Thorsten auch nicht gerade gut gesinnt. Also hiess es: improvisieren. Primär für Thorsten – aber auch für die Teilnehmenden. Trotz keiner LIVE-Vorführung konnte Thorsten aus dem Publikum kommende Fragen beantworten und den Teilnehmenden einen Einblick in die Welt von Spark AR gewähren.

     

    AR Filter für Jedermann

    Das coole an Spark AR ist wirklich, dass es für jeden Nutzer zugänglich ist. Setzt man sich kurz mit den Funktionen auseinander, so kann man sich innert Kürze einen ersten, einfachen AR Filter damit erstellen und diesen auch gleich auf den eigenen Kanälen testen. Wer sich also denkt, dass für einen ersten Test gleich eine grosse Agentur notwendig ist, hat weit gefehlt. Dies macht sicher dann Sinn, wenn es sich um Filter mit verschiedenen Funktionen handelt, welche zusammenspielen sollen. Beim Freigabeprozess zur Veröffentlichung eines Filters können gemäss Thorsten da und dort noch Schwierigkeiten auftreten.

    Fazit

    Facebook hat das Ding wirklich sehr intuitiv aufgebaut. Gerade Personen, welche sich mit Photoshop oder Premiere einigermassen auskennen, werden ihre Freude an Spark AR haben. Bleibt also nur zu sagen: 1, 2, 3 – TESTEN! P.S.: wir werden übrigens in naher Zukunft ein Tutorial für deinen ersten eigenen AR Filter auf unserem Blog veröffentlichen.

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    (Ein Recap von Adi Zumbühl, Senior Consultant)


    20. Organize it! Dokumentation, Methoden, Tools – wie Anzeigenschaltungen zum Teamerfolg wird

    «Anzeigenschaltung ist ein kreatives und komplexes Problem» (Marc Grönnebaum) Anzeigenschaltung im Team führt zu Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Fehlende Informationen, individuelle Meinungen, unterschiedliche Qualitätsverständnisse und schlechte Dokumentationen führen schnell dazu, dass Reibung im Team entsteht und damit die Kampagnenergebnisse negativ beeinflusst werden. Marc Grönnebaum hat seinen Vortrag genutzt, um pragmatisch aufzuzeigen wie Anzeigenschaltungen von der Strategie über die Planung, Gestaltung und Konfiguration bis hin zur Optimierung im Team angegangen, organisiert und dokumentiert werden können. Das haben wir mitgenommen:

    Briefing, Dokumentation & Visualisierung

    Keine Anzeigenschaltung ohne Strategie und Zielsetzung. Damit jedes Teammitglied über alle wichtigen Parameter einer Kampagne (Ziel, Wording, Creatives, Zeitplanung, etc.) vollständig informiert ist, sollte ein umfassendes Briefing erstellt werden. Das vermeidet Unklarheiten und bildet eine solide Basis dafür, dass alle Mitwirkenden am selben Strang ziehen. Die Definition von Zielgruppen und die Konfiguration der Kampagnen sollten laufend und umfassend dokumentiert werden. Sinnvollerweise wird diese Dokumentation zentral abgelegt, so dass diese jederzeit und für alle zuständigen Mitarbeitenden zur Verfügung steht. Transparent und übersichtlich. Für die Optimierung der Kampagnen-Funnels ist es unabdingbar, dass die jeweiligen Funnel visualisiert werden. Eine solche Visualisierung bietet einen schnellen Überblick, schafft Klarheit und zeigt auf, in welcher Funnelstufe Optimierungen möglich und zielführend sind. Je mehr Standardisierung im Prozess der Anzeigenschaltung vorhanden ist, desto weniger Reibung entsteht. Um die besten Ergebnisse herauszuholen, sind standardisierte Methoden, eine agile Vorgehensweise und unterstützende Tools Pflicht.

    Das optimale Tool-Setup

    Doch was braucht es an Tools, um diesen Anzeigenschaltungs-Prozess zu unterstützen? Marc Grönnebaum hat da seine Favoriten, die wir Euch nicht vorenthalten wollen:

    • Facebook Business Manager für die Organisation und Verwaltung der Rechte und Zugriffe
    • Standardisierte Briefing-Dokumente, die mit allen relevanten Parametern ergänzt werden
    • Kanban-Tools wie Trello oder Asana, um die Projekte agil zu strukturieren
    • Zentrale Datenablagen in der Cloud, um Assets, Dokumentationen und Briefings für alle zugänglich zu machen und diese langfristig zu archivieren
    • Gestaltungstools für die Produktion der Werbeanzeigen wie Canva oder Adobe XD
    • Intuitive Tools für die Visualisierung des Funnels (Beispiel: io)

    Fazit

    Standardisierung und eine transparente Dokumentation sind unabdingbar für eine erfolgreiche, effektive Zusammenarbeit im Team. Auch wenn die im Vortrag erwähnten Aussagen und Empfehlungen von Marc jedem erfolgreichen Werbetreibenden bewusst sein dürften, hat die Erinnerung an die Wichtigkeit standardisierter Prozesse und Methoden wohl keinen der Teilnehmenden geschadet.

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    (Ein Recap von Claude Sprenger, Head of Development)


    21. Instagram Story Games – Best Cases und Live Hands On

    Quelle: Daniel Zoll beim Vortrag zu “Instagram Story Games”

    Daniel Zoll zeigte in seinem Vortrag, wie Unternehmen ihre Kunden auf Instagram mit Story Games unterhalten und zu Interactions bewegen können. Mit Instagram Stories können Unternehmen nah an ihre Kunden heranrücken und einfach mit ihnen kommunizieren. Die Konkurrenz um die Aufmerksamkeit der User ist aber gross, deshalb müssen kreative Wege her, damit die Stories angeschaut werden. Gelingen kann das mit Instagram Story Games. Im ersten Teil seiner Präsentation ging Daniel darauf ein, wie ein gewünschtes Verhalten, nämlich das Spielen des Spiels, zustande kommt. Als erstes muss der Nutzer motiviert werden, das Spiel zu spielen und eine gewünschte Handlung durchzuführen. Er muss aber auch fähig sein, das zu tun. Das Spiel darf also nicht zu kompliziert und komplex sein, denn sonst springt man innert Sekunden ab. Die Nutzer müssen also durch das Spiel geführt werden. In einzelnen Stories wird Step by Step erklärt, wie das Spiel funktioniert. Der Nutzer muss sich nur durchklicken, und hat dann verstanden, was zu tun ist. Eingeleitet wird das Ganze mit einem Trigger, damit der Nutzer, der Stories üblicherweise in einem enormen Tempo «abarbeitet» auch wirklich länger in der Story verweilt. Instagram Story Games sind kaum Grenzen gesetzt. Man kann Lückentexte erstellen und zwei Antwortmöglichkeiten geben, man kann mit GIFs spielen, oder auch ganze Offlinespiele in Stories umsetzen. Ein Beispiel für ein Offline-Game ist das Gäste-Quartett des Neo Magazin Royales.

    Quelle: Best Cases zu IG Story Games

    Fazit

    Instagram Story Games sind ein kreativer Weg, die Interaktion zu fördern. Man muss aber wissen, welche Interaktion man haben möchte, um dann das Game darauf auszurichten. Und wie bei allem gilt auch hier: Testen, analysieren und optimieren. Und das schöne an Instagram Story Games ist, dass man auch einfach einmal ausprobieren kann, was bei den Nutzern gut ankommt, ohne dass ein grosses Budget dahinter stehen muss.

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    (Ein Recap von Livia Mosberger, Consultant)


    22. Content Modelling als Basis einer ganzheitlichen Customer Experience

    «Inhalte sind das Lebenselixier eines Unternehmens», mit diesem Satz startet die Session von Melanie Kröpfl und da stimmen wir ihr alle zu.

    Herausforderungen

    Melanie Kröpfl zeigt auf, was die Schwierigkeiten bei der Erstellung von gutem Inhalt sind und an was es in der Regel fehlt:

    • Verantwortlichkeiten
      Niemand hat den Hut auf | Off- und Online-Inhalte sind unterschiedlich | Inhalte werden in vielen Abteilungen produziert | keine Absprache
    • Standards
      Guidelines für Produktion der Inhalte | Orientierung für externe Dienstleister
    • Prozesse
      Regelmässige Meetings | CMS Suche
    • Qualitätsmanagement

    Neben den erwähnten Herausforderungen müssen die Inhalte entsprechend den neuen Touchpoints und optimalerweise entlang des Sales Funnels erarbeitet werden, nachdem als Grundlage eine solide Datenbasis basierend auf einer internen und externen Datenerhebung erstellt wurde.

    Content Modell

    Im von Melanie Kröpfl präsentierten Beispiel eines Speaker-Templates wurden die Content-Typen «Person Name», «Biografie» und «Twitter Handle» zu einem Template zusammengestellt.

    Quelle: Modell aus dem Vortrag – Content Typ und Attribute 

    Das Speaker-Template, welches auf gut strukturierten Inhalten basiert, beantwortet die spezifischen Fragen der User, wie z. B.:

    • Wer hält die Session
    • Welche Expertisen hat der Vortragende?
    • Für welche Unternehmung arbeitet der Speaker?
    • Wie kann ich ihm folgen?

    Vorteile des Content Model

    Die Erarbeitung eines Content Modells ist sicherlich sehr zeit- und ressourcenintensiv und darf nicht unterschätzt werden. Aber wie Melanie Kröpfl aufzeigt, lohnt sich der Aufwand weil:

    • Die Inhalte aus dem Kunden heraus gedacht werden
    • Dies die Basis ist für intelligente Inhalte, die strukturiert auffindbar, wiederverwendbar und konfigurierbar sind
    • Es die Grundlage für ein nahtloses Kundenerlebnis ist
    • Inhalte einmalig produziert und vielfach veröffentlicht werden können
    • Die Kosten für Erstellung, Verwaltung und Verteilung von Inhalten sinken
    • Die Kundenzufriedenheit und -bindung steigert

    Fazit

    Das Content Modell erinnert mich persönlich stark an mein Informatikstudium, wo wir entsprechende Datenmodelle beim Erlernen der objektorientierten Programmiersprachen aufzeichnen mussten. Ohne entsprechende Vorkenntnisse kann es allenfalls schon ein wenig abstrakt sein, aber ja – alles, was Melanie Kröpfl aufgezeigt hat, macht absolut Sinn.

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    (Ein Recap von Stefano Lungaretti, Head of Platforms)


    23. 10 Dinge, die BILD über Facebook-Gruppen gelernt hat

    Marc Biskup, Head of Platforms bei der BILD-Gruppe, hat über die Erfahrungen berichtet, die er und sein Team bei der Administration und Moderation von diversen Facebook-Gruppen gemacht haben.

    1. Ziel der Gruppe definieren
      Zu Beginn muss klar definiert werden, was für das Unternehmen das Ziel dieser Facebook-Gruppe ist und welchen Mehrwert die Gruppe für interessierte Nutzer hat.
    1. Thema der Gruppe setzen und kommunizieren
      Das Thema der Gruppe muss klar mit den Nutzern kommuniziert werden, damit auch wirklich nur Personen in der Gruppe sind, denen die Gruppe etwas bringt. Das Ziel sollte dabei möglichst einfach und verständlich formuliert sein, um Missverständnisse auszuschliessen.
    1. Eine Gruppe ist keine Fanpage
      Eine Gruppe zielt auf Interaktionen ab. Es sollte darum klar eingegrenzt werden, welche Zielgruppe angesprochen werden soll. So kann die Interaktionsrate gesteigert werden.
    1. Direkten Kontakt herstellen
      Eine Gruppe erlaubt einen sehr direkten Kontakt zwischen Unternehmen, Ansprechpartnern und Gruppenmitgliedern. Diese Möglichkeiten sollte man nutzen, eine sinnvolle Moderation ist aber das A und O.
    1. Transparente Regeln aufstellen und durchsetzen
      Es muss klar definiert werden, was in der Gruppe erlaubt ist und was nicht. Falls Mitglieder gegen die Regeln verstossen, muss man konsequent sein und diese Regeln auch durchsetzen, damit der Sinn der Gruppe gewährleistet werden kann.
    1. Zufriedenheit durch Nutzerteilhabe
      Wenn die Gruppe Nutzern einen grossen Mehrwert bietet, werden diese die Gruppe auch weiterbringen und freiwillig mithelfen.
    1. Einstellungsmöglichkeiten bewusst nutzen
      Idealerweise entscheidet man schon bei der Gruppenerstellung, welche Einstellungen und Möglichkeiten man den Nutzern gibt. So kann man diese konsequent durchziehen.
    1. Auffindbarkeit und Bewerbung optimieren
      Eine gute Grösse der Gruppe ist ganz vom Ziel abhängig. Die Gruppe sollte jedoch von den Interessierten einfach gefunden werden können.
    1. Finde Enthusiasmus im Team und räume Zeit dafür ein
      Intern muss Begeisterung für die Gruppe gegeben sein. Findet man enthusiastische Personen im Team, sollte man diesen auch Zeit geben, diesen Enthusiasmus in der Gruppe umzusetzen.
    1. Teste, was das Zeug hält
      Nichts klappt von Anfang an perfekt. Darum muss man auch hier testen, die Ergebnisse analysieren und Optimierungen vornehmen.

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    (Ein Recap von Livia Mosberger, Consultant)


    24. Die Facebook Algorithmen – Nackt und in Farbe

    Tim Ebner, der seit über 7 Jahren als Berater für datenorientiertes Content & Performance Marketing tätig ist, hat uns den Facebook bzw. die Facebook Algorithmen als Modell aufgezeigt.

    Relevanzfaktoren
    Wie definiert Facebook mit seinem Algorithmus, was mir als Nutzer im Newsfeed angezeigt wird? Diese Frage stellt sich wahrscheinlich jeder User und kann im Grunde genommen auch nicht mit 100% Sicherheit beantwortet werden. Es gibt aber verschiedene Interviews und Bekanntgaben von Facebook, externe Studien sowie eine wachsende Szene, welcher dieser Frage nachgeht und folgendes Modell erarbeitet hat:

    Quelle: Folie aus dem Vortrag – Relevance Score

    Die Sichtbarkeit eines Beitrags wird von drei Faktoren bestimmt, je höher der Relevance Score eines Beitrags ist, desto weiter oben im News-Feed wird dieser als Impression angezeigt:

    • Affinity (Daten von Dir, Beziehung zwischen dem Absender und dem Empfänger )
    • Weight (Daten von Anderen)
    • Deacay (Aktualität)

    Diese drei Faktoren sind die relevantesten, allerdings gibt es noch zahlreiche weitere Einzelfaktoren, welche die Bewertung auch beeinflussen. Die Auslieferung einer Werbeanzeige basiert grundsätzlich auf dem gleichen Prinzip, wobei im Newsfeedalgorithmus der Beitrag mit allen anderen möglichen Beiträgen konkurrenziert (Competition), im Auktionsalgorithmus hingegen der Gebotswert pro Anzeige (Market) mitentscheidend ist.

    Faktoren beeinflussen
    Tim Ebner hat verschiedene Massnahmen erläutert, wie die drei relevanten Faktoren positiv beeinflusst werden können:

    • Affinity steigern: Generelle Analysen, Content Strategie erarbeiten, Beziehungspflege, UX (Landingpages) verwenden
    • Weight steigern: Beziehungspflege, User Generated Content fördern, Kreation, Assets bündeln, Overlaps minimieren bzw. verhindern
    • Decay senken: Content Strategie erarbeiten, Community Management pflegen, Social Listening betreiben, kontinuierliche Redaktion, Timing optimieren

    Zudem hat Tim ein paar generelle Empfehlungen gegeben, um möglichst weit oben im Newsfeed platziert zu werden:

    • Konkurrenz abhängen: Wettbewerbsanalysen und Trendanalysen betreiben
    • Markt beherrschen: AFMBC Talks besuchen 😉

    Fazit

    Nun, die Facebook Algorithmen sind noch nicht komplett aufgedeckt und werden wahrscheinlich im gleichen Safe wie die Coca-Cola Formel unter Verschluss gehalten, aber zumindest hat uns Tim Ebner verschiedene Ansätze aufgezeigt, wie diese positiv beeinflusst werden können.

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    (Ein Recap von Stefano Lungaretti, Head of Platforms)


    25.LinkedIn Personal Branding – Nur das Beste für Dich und Deine Marke

    Brands werden immer persönlicher und die Person immer mehr zur Marke. Katja von der Burg und Steffen Jecke zeigen in ihrem Talk zu Personal Branding auf, wie man seinen Account dafür optimiert.

    Doch wie kommt man überhaupt zu einem erfolgreichen Profil? Zu allererst sollte man sich einen White Space suchen. Also eine noch wenig oder unbelegte Nische suchen, in der man sich als Fachexperte, Business-Ansprechpartner oder Produktekenner positionieren möchte. Dann müssen die Grundlagen des persönlichen Profils richtig aufgesetzt werden. Zudem hilft es zu relevanten Themen Pulse-Artikel zu veröffentlichen, diese erhalten zwar keine so grosse Reichweite wie LinkedIn dies verspricht, aber sie eignen sich, um sich in einem Thema zu positionieren und werden prominent im Profil angezeigt.

    Ein paar gute Beispiele, wie ein erfolgreiches LinkedIn Profil aussehen kann gibt es bei den LinkedIn Top Voices von 2018 

    Wieso sollte man sich überhaupt einen persönlichen Brand auf LinkedIn aufbauen? Die Reichweite einer Person auf LinkedIn ist ein Vielfaches der Unternehmensreichweite. Gerade organischer Content sollte also unbedingt auch über persönliche Accounts verbreitet werden.

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    (Ein Recap von Andrea Löpfe, Consultant)


    26. Fail forward: So entwickelst du die perfekte Social Media Strategie?!

    Nemo Tronnier und Carmelo Russo von Social DNA versprachen in ihrem Slot, dass wir als Besucher erfahren, wie man eine zeitgemässe Social Media Strategie erstellt, wie man die häufigsten Fehler bei der Social Media Strategie vermeidet und was die wesentlichen organisatorischen und kommunikativen Elemente sind.

    Der klassische (Anfänger-)Fehler

    Gemäss Aussage von Nemo und Carmelo erhalten sie oft Anfragen von Kunden, welche eine Social Media Strategie verfasst haben und nun den Wunsch äussern, dass sie doch einmal ein Auge darauf werfen sollen. Hierbei fällt den beiden auf, dass 3 von 5 Strategien nach wie vor auf Community-Building mit Fokus auf Interaktion und Reichweite aufgebaut sind. Es fehlt hierbei jegliche Integration einer Werbestrategie. Eine Integration von bezahlten Massnahmen in die Social Media Strategie ist also zwingend notwendig.

    Fokus auf die richtigen Plattformen

    Nicht jedes Unternehmen muss auf allen Social Media Plattformen aktiv sein. Es ist wichtig, dass man sich Gedanken zur eigenen Zielgruppe macht und dahingehend die dafür geeignetsten Plattformen in die Strategie einbezieht. Sei da aktiv, wo deine Kunden sind. Unterschieden hat Nemo die Plattformen an dieser Stelle dann auch noch in weitere Elemente. So betitelt er z.B. Facebook als die Cashcow, Instagram und Youtube als die Heroes, Tiktok und LinkedIn als Rising Stars und machte aus Xing, Twitter, Snapchat und Pinterest die Specialists. Es ist also wichtig, sich an der Zielgruppe und deren Verhalten auf Social Media zu orientieren und gerade auch neue Plattformen im Auge zu behalten. Den einfachsten Wert bietet einem hierbei schon mal die Altersverteilung. In einer Strategie darf auch eine Vielzahl an Plattformen auftauchen – diese sollten jedoch nach Prioritäten eingeordnet werden.

    Guter Content allein reicht nicht

    Der Content eines Unternehmens kann noch so gut sein – wenn ich damit aber keine Reichweite generiere, dann habe ich als Unternehmen nichts davon. Es nützen auch die teuersten Videoproduktionen nichts, wenn die keiner sieht. Wobei wir wieder beim Punkt mit den bezahlten Massnahmen wären. Integriert in die Strategie nicht nur Ressourcen und Massnahmen für die Erstellung von Content, sondern legt euch auch was für die Distribution beiseite. Gemäss einer aufgezeigten Studie wird im Jahr 2020 mehr Geld für Social-Ads ausgegeben als für TV-Werbung. Interessant an dieser Stelle fand ich den Vergleich mit dem Super Bowl:

    «Unternehmen bezahlen 5 Mio. USD für 30 Sekunden Werbung beim Super Bowl und erreichen damit 200 Mio. Zuschauer aus einer extrem generischen Zielgruppe. Mit dem gleichen Budget könnte man ein ganzes Jahr lang täglich 3 Mio. Menschen dieser Zielgruppe über Facebook & Instagram erreichen.»

    Influencer Marketing

    60% der 14-29-jährigen haben schon einmal ein Produkt gekauft, welches von einem Influencer beworben wurde. Gerade im B2C-Bereich sollte somit vielleicht auch Influencer-Marketing ein Teil der Strategie sein. Hierbei sei es wichtig darauf zu achten, dass der Influencer zur anvisierten Zielgruppe und zum Produkt passt. Und aufpassen sollte man, dass keine überbezahlten Influencer eingesetzt werden. Hierbei wurde auf den «Influencer Earnings Calculator» aufmerksam gemacht, welcher berechnet, wie viel Wert ein Post des gewünschten Influencer denn tatsächlich hat. Viel wichtiger jedoch ist, dass man die internen Influencer – also die eigenen Mitarbeitenden – in die Strategie integriert. Stellt den Mitarbeitenden die nötigen Inhalte korrekt zur Verfügung und lasst sie in deren Netzwerk streuen. So entsteht der gewünschte Netzwerkeffekt durch geteilte Inhalte.

    Quelle: Folie aus dem Vortrag von Nemo Tronnier und Carmelo Russo

    Organisatorische vs. Kommunikative Ebene

    Beide dieser Ebenen spielen eine wichtige Rolle für die Social Media Strategie. Auf organisatorischer Ebene ist es wichtig, dass Personen aus unterschiedlichen Bereichen und Schichten beim Erstellen der Strategie miteinbezogen werden. Nur wenn man genügend Stakeholder mit im Boot hat, sind die Chancen gut, auch den Zuspruch vom Management zu erhalten. Denn ohne diesen Zuspruch gibt es keine Strategie und ohne Strategie kein Geld und keine Ressourcen. Auf kommunikativer Ebenso müssen die Prozesse und Zuständigkeiten klar definiert werden. Ziele und KPI sollten sinnvoll erläutert sein, bestehende Marketingziele unterstützen und da ansetzen, wo sie dem Unternehmen am meisten Mehrwert bringen.

    Die klassischen Fails vermeiden

    Zum Schluss des Referats präsentierten Nemo und Carmelo noch die Social Media Fails Checkliste, an welcher man sich beim Erstellen der Strategie orientieren soll. Die wichtigsten Dont’s im Überblick:

    • Ausrichtung nur auf Facebook
    • Kein Social Advertising
    • Kein Bewegtbild
    • Keine Stories
    • Keine Mobile-first-Ausrichtung
    • Social Media mal nebenbei – ohne Support aus dem Top-Management
    • Auslagerung an «Hilfskräfte» (Praktikant) oder Job-Anfänger
    • Irrelevante Zielsetzungen, die nicht auf Unternehmensziele einzahlen (z.B. Fans)
    • Keine Kernbotschaften – kein Redaktionsplan
    • Keine oder oberflächliche Zielgruppendefinition
    • Unklare Zuständigkeiten

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    (Ein Recap von Adi Zumbühl, Senior Consultant)


    27. Geo-Fencing – Hyperlokales B2B Marketing mit Facebook Ads

    Dennis Fäckeler (Head of Growth, Homelike) ging in seinem Talk auf das Thema «Hyperlokales Marketing im B2B» näher ein. Ziel des Hyperlokalem Marketings ist es, zu einer bestimmten Zeit und an einem bestimmten Ort Aufmerksamkeit zu erzeugen. Beispielsweise kann ein Ladenlokal bei jenen Leuten beworben werden, die sich gerade in der Nähe aufhalten. Die Vorteile dieser Werbeform sind:

    • Relevanz
    • In meiner Nähe suchen
    • Nahe am “Buyer intent”

    Das Pixel ist laut Dennis die einzige Voraussetzung für Geotargeting. Besonders gut funktioniert hyperlokales Marketing bei:

    • Ladengeschäften (Filialsysteme)
    • Vor Ort Beratungen zB Versicherungen und Banken
    • Lokal erreichbare Zielgruppen
    • Orte an denen sich die Zielgruppe aufhält (zB Flughafen)

    Geo-Targeting Möglichkeiten auf FB

    Quelle: Folie von Dennis Fäckeler

    Auf Facebook stehen 4 Zielgruppensegmentierungen nach Standort zur Verfügung:

    • Jeder an diesem Ort
      • Hinterlegte Stadt im FB Profil
      • Mobil device location
    • Personen die an diesem Ort leben
      • Hinterlegte Stadt im FB Profil
      • IP Adresse
      • FB Freunde
    • Personen die kürzlich an diesem Ort waren
      • Mobile device location
    • Personen die diesen Ort besuchen
      • Mobile device location
      • Heimatadresse liegt mind. 200 km entfernt

    Dennis wies auf ein paar Tücken hin, die es beim Geotargeting zu beachten gilt. Beispiel: Wenn Personen, die in Köln leben und kürzlich in Köln waren, betrachtet werden, dann könnte man eigentlich davon ausgehen, dass diese einen 100%-igen Overlap haben müssten. Wie die Folie zeigt kann lediglich ein Overlap von 26 % ermittelt werden. Laut Dennis müssten eigentlich die Personen, die kürzlich in Köln waren in der Zielgruppe «Personen die in Köln leben» beinhaltet sein, aber die Zielgruppe «Personen, die in Köln leben» sind mehr. Seiner Meinung nach müsste es genau umgekehrt sein.

    Quelle: Folie von Dennis Fäckeler

    Gründe für diese Diskrepanz sind laut Dennis

    • Mobile Device Location
    • Stadt im Facebook Profil
    • Heimatadresse im FB Profil

    Nach den allgemeinen Erklärungen ging der Speaker auf die Frage ein, wie am meisten aus Hyperlokalem Marketing rausgeholt werden kann:

    • Optimierung auf “Daily Unique Reach” (Reichweite optimieren für Personen die sich gerade in der Geofencing Area aufhalten).
    • Ad Schedules: zB während der Mittagspausen bespielen
    • Interst overlays: passende Interessen ein- und ausschliessen
    • Retargeting: Leute am nächsten Tag erreichen; zB Store Visits erneut angehen

    Einschränkungen des Geotargetings

    • Grossflächiges Targeting umfasst nicht alle Orte (zB Europa umfasst nicht alle Orte)
    • Orte ausschliessen, schliesst nicht die Schaltung von Ads komplett aus
    • Drop-in Pins sind nicht länderübergreifend (sobald der Radius visuell über eine Ländergrenze hinaus geht, bedeutet dies jedoch kein automatischer Einschluss der Personen über der Ländergrenze)
    • Bedingungen sind ortsbezogen

    Fazit

    Dennis zeigte viele interessante Möglichkeiten des Pin Targetings auf. Leider hatte er etwas Probleme mit dem Time-Management und daher konnten drei Slides nicht mehr gezeigt werden, aber diese sollten danach den Zuhörern zur Verfügung gestellt werden.

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    (Ein Recap von Michaela Gahbauer, Ads Specialist)


    28. Closing Talk: “Social Media ist tot, es lebe Social Media!”

    Wenn ihr als Werbetreibender der Meinung seid, ihr versteht etwas von Social Media, dann wurdet ihr definitiv in diesem sehr inspirierenden Talk von Eva Reitenbach, Managing Director bei oddity jungle, vom Gegenteil überzeugt.

    Quelle: Eva Reitenbach beim Closing Talk auf der #AFBMC

    Während viele Marken und Unternehmen sehr viel Hirnschmalz dafür aufbringen, Marketingbotschaften in “hipper” Form für ihre Zielgruppe zu kreieren und beim Versuch dabei “authentische” Inhalte zu erstellen, kläglich scheitern, ist die Generation Z ganz anders unterwegs. Ihnen ist es egal, wie Stories aussehen, sie halten die Kamera hin, regen bewusst Diskussionen an, da sie auch kritische Themen unverblümt thematisieren. Während die ersten “Digital Native” also Generation Y meint etwas vom Fach zu verstehen und beim Erstellen ihrer Contents sehr darauf achten, schöne und inspirierende Inhalte zu teilen.

    Die Blase der Authentizität 

    Die neu heranwachsende Generation Z ist in ihrem digitalen Verhalten ganz anders als wir meinen. Sie laden zum Dialog ein, sind menschlicher und nahbarer. Sie sind aber auch fauler: Während die Millenials (Generation Y) zum Beispiel auf WhatsApp noch liebend gerne textet, sendet Gen Z zu jeder Minute Sprachnachrichten. Während Generation Y grundsätzlich passiv interaktiv gerne kommentiert und Likes verteilt, setzt Generation Z einfach um. Kurz: Diese Generation nutzt die technischen Möglichkeiten anders und viel flexibler als wir es tun. Diese Zielgruppe ist total real und total echt, indem was sie produziert und was sie selbst sieht. Da ist keine Angst vor Entblössung und es gibt auch kein Sinn für Ästhetik, aber es gibt Dialoge. Wenn nun Marken und Unternehmen mit ihren Inhalten, bestehend aus Störern und Slogans wie “Kaufe mich!”, “Teste mich!” ihre Kommunikation fortführen, ist es nicht verwunderlich, dass sie bei der neuen Generation nicht die Relevanz erhalten, die sie sich wünschen.

    Deshalb wurde die Authentizität erfunden. Der Versuch von Marken ein Blick hinter die Kamera unter Einbindung von “echten” Menschen (“Influencer”), die ihre Produkte nutzen und lieben, aufzuzeigen, wird als authentischer Content bezeichnet.  Eva Reitenbach ist der Meinung, dass “authentischer” Content nichts mit der Welt der Generation Z zutun hat und ebenfalls als “Störfaktor” wahrgenommen wird. Wenn wir so mit Social Media weiter machen, wie bisher, wird Social Media irgendwann tot sein.

    Quelle: Eva Reitenbach / Beispiel für Influencer Content

    Was bewegt die Generation Z?

    Laut Reitenbach will diese Zielgruppe nicht in Schubladen reingesteckt werden, sie will keinen Stereotypen entsprechen und selbst ihre eigene Identität finden und herumexperimentieren. Sie suchen sich Nischen und Communities, weil sie verstehen wollen, was andere bewegt und keine Angst vor der Konfrontation haben. Ihrer Meinung nach ist sie also eine Generation, die nach dem Wahren sucht und Authentizität, wie sie heute umgesetzt wird, ist schlicht und weg nicht wahr und echt.

    Was aber bedeutet wahr?

    Menschen sind diverser (Menschen mit Behinderung, mit einer anderen Sexualität etc.) und man sollte sich darauf einlassen. Unternehmen sollten aber nicht einfach behaupten sie seien divers, sie sollen es auch sein. Es sollte nicht nach Use Cases gesucht werden, wo die Strategie bereits erfolgreich war. Dialoge sollten einfach sein, selbst wenn ein möglicher Shitstorm stattfindet. Unternehmen sollten keine Angst vor diesen Dialogen haben. Sie sollten offener für Nischen sein, fleckiger und mutiger werden und auch manchmal selbstironisch.

    Wohin wird sich Social Media bewegen?

    Quelle: Eva Reitenbach / Social Media Inhalte

    Eva Reitenbach ist der Meinung, dass es zwei mögliche Achsen gibt, wohin sich die Inhalte bewegen sollten. Zum einen die Achse der grossen Emotionen: Menschen lieben seit Jahrhunderten Geschichten, sie träumen gerne und lassen sich gerne bewegen. Die andere Achse: das hässliche Schöne. Ihrer Meinung nach gibt es davon momentan noch zu wenig. Das meiste, was sich in den Streams & Feeds tummelt, ist die graue Blase (siehe Grafik oben), die keinen interessiert. Mit viel Glück schreibt die Generation Z vielleicht noch etwas unter solche Inhalte, aber in den meisten Fällen, werden sie sofort weggeswiped, weil es egal ist. Unternehmen sollen daher dagegen etwas tun und Social Media mit dieser Generation bauen, so dass sie nicht anfängt sich vor uns in irgendwelchen Nischenplattformen verstecken, da wo sie von Marken und Unternehmen nicht mehr genervt werden.

    “Hört auf über eure Marken zu diskutieren und fangt an euch für die Menschen zu interessieren, die sich für eure Marken interessieren sollen.” (Eva Reitenbach)

    Fazit

    Ein wirklich gelungener und vor allem inspirierender Talk, der Unternehmen und Werbetreibende sicherlich wachgerüttelt hat.

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    Die #AFBMC – All Facebook Marketing Conference findet zweimal im Jahr (in München und in Berlin) statt und hat sich in den vergangenen Jahren als eine der wichtigen Social Media Marketing Konferenzen in Deutschland etabliert. So werden bei jeder Veranstaltung hunderte Besucher begrüsst, die einen Tag lang die neuesten Insights zu Facebook, Instagram, WhatsApp, LinkedIn, Pinterest, Twitter und YouTube von bekannten Social Media Marketing Experten erhalten. Darüber hinaus gibt es oftmals die Gelegenheit sich mit anderen über ihre Erfahrungen auszutauschen und durch Networking näher kennenzulernen.

    Auch wir hatten Gelegenheit auf der #AFBMC in Berlin viele Kollegen, Partner und Kunden zu treffen und uns zu neuen Strategieansätzen und Konzeptideen auszutauschen. Die Gründer Philipp und Jens stehen bereits in den Startlöchern für die nächste #AFBMC. Im März 2020 wird die 20.(!) All Facebook Marketing Konferenz in München stattfinden. Wir freuen uns jetzt schon!

    TIPP: Interessierte, die bei der nächsten #AFBMC Konferenz im März nächstes Jahr dabei sein wollen, können sich mit unserem Code “HUTTERAFBMC” einen 15% Rabatt auf die Tickets sichern! 

    Quelle: Alle Speaker beim Closing auf der AFBMC

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