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05.10.2019 Facebook Ads / Werbeanzeigen

Facebook: Wie man mit dem Facebook Pixel den Produktekatalog automatisch aktualisiert

Es gibt diverse Möglichkeiten, um Artikel in einem Facebook Produktekatalog dynamisch zu verwalten. Eine davon ist das Facebook Pixel, welches eine automatische Aktualisierung des Katalogs in Echtzeit ermöglicht. Wir zeigen auf, für welche Kataloge diese Methode verwendet werden kann, wie sie funktioniert und was dafür benötigt wird.

Claude Sprenger
5 Min. Lesezeit
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Facebook Produktekataloge eignen sich dafür, Produkte ohne die Erstellung individueller Werbeanzeigen über Facebook Dynamic Ads zu bewerben. Für die Erstellung und Verwaltung der Facebook Produktekataloge greifen viele Werbetreibende auf XML-Feeds der E-Commerce Plattform zurück. Doch auch mit dem Facebook Pixel kann eine automatisierte Aktualisierung der Katalogdaten umgesetzt werden. Wir zeigen auf, für welche Kataloge diese Methode verwendet werden kann, wie sie funktioniert und was dafür benötigt wird.

Grundlegende Methoden für das Hinzufügen von Katalogartikeln

Es gibt drei verschiedene Methoden, um einen Facebook Katalog zu ergänzen und zu aktualisieren:

1) Manuell:
Die manuelle Aktualisierung eignet sich für Kataloge mit weniger als 50 Artikeln und einem niedrigen Aktualisierungsintervall. Die Aktualisierung oder Ergänzung von Produkten erfolgt direkt im Facebook Katalog und ist entsprechend aufwändig.

2) Über einen Daten-Feed:
Kataloge mit mehr als 50 Artikeln können über einen Daten-Feed (XML, CSV, TSV) aktualisiert werden. Ein solcher Daten-Feed wird meist direkt aus dem Shop-System dynamisch generiert. Alternativ kann ein solcher Feed auch mit Google Spreadsheet umgesetzt werden (“Wie Du den Feed für den Produktekatalog mit Google Sheets erstellen und verwalten kannst“). Diese Lösung ist weniger zeitintensiv als die manuelle Methode, benötigt aber ein regelmässiges Hochladen des Feeds.

3) Über das Facebook Pixel:
Die Verwaltung und Aktualisierung über das Facebook Pixel eignet sich für E-Commerce-Kataloge mit mehr als 50 Artikeln und einem Inventar, dass sich häufig ändert. Da sich der Katalog automatisch über das Facebook Pixel aktualisiert, benötigt diese Methode nur einen sehr niedrigen Wartungsaufwand. Im Gegensatz zu den anderen Methoden kann diese aber ausschliesslich für E-Commerce-Kataloge verwendet werden.

Wie man Produkte mit einem Facebook Pixel zu seinem Facebook Produktekatalog hinzufügt

Ziel-Voraussetzungen

Zusammenfassend werden folgende Punkte für die Verwaltung und Aktualisierung eines E-Commerce-Katalogs über das Facebook Pixel benötigt. Wir gehen in den nächsten Kapiteln Schritt-für-Schritt durch die Einrichtung dieser Anforderungen:

  • OpenGraph Tags
    Die erforderlichen OpenGraph-Tags, die Informationen über das Produkt enthalten, sogenannte Mikrodaten, müssen auf den Produktseiten vorhanden sein.
  • Facebook Pixel
    Das Facebook Pixel muss korrekt installiert sein und seit mindestens 7 Tagen “ViewContent”-Events auf den Produktseiten auslösen.
  • Facebook E-Commerce-Katalog
    Der Katalog muss korrekt eingerichtet und mit dem Facebook Pixel verknüpft sein.

Schritt 1: OpenGraph Tags hinzufügen

Um das Facebook Pixel als Methode für das Hinzufügen und Aktualisieren der Produkte nutzen zu können, müssen sogenannte Mikrodaten auf dem Online-Shop integriert werden. Für diese Mikrodaten stehen verschiedene Formate zur Verfügung:
– OpenGraph
– Schema.org
– JSON-LD

Wir fokussieren uns auf OpenGraph Tags. Diese Tags platzieren im Quellcode Hintergrundinformationen zum Produkt, wie zum Beispiel den Preis, die Marke oder die Verfügbarkeit. Diese Informationen sind beim Aufruf des Online-Shops nicht direkt ersichtlich. Das Facebook Pixel liest bei einem Aufruf der Produktseite diese Mikrodaten aus und übermittelt diese an den Facebook Produktekatalog.

OpenGraph Tags werden im Head-Bereich (<head> </head>) des Onlineauftritts integriert. Für die Übermittlung der Informationen über das Facebook Pixel an den Katalog sind folgende OpenGraph Tags erforderlich:

  • og:title – Der Titel des Produkts
  • og:description – Die Beschreibung des Produkts
  • og:url – Die komplette URL der Produkteseite
  • og:image – Link zum Produkte-Bild
  • product:brand – Der Markenname des Produkts
  • product:availability – Verfügbarkeit des Produkts (folgende Werte sind erlaubt: in stock, out of stock, preorder, available for order, discontinued)
  • product:condition – Zustand des Produkts (folgende Werte sind erlaubt: new, refurbished, used)
  • product:price:amount – Preis des Produkts, exkl. Währungsangaben
  • product:price:currency – Währungseinheit für den Preis im ISO-Format (EUR, USD, CHF)
  • product:retailer_item_id – Eindeutige ID des Produkts

In einer Beispiel-Umsetzung führt das zu folgender Ausgabe im Quellcode des Onlineshops:

OpenGraph Tags für Facebook Kataloge (Beispiel)

Um zu prüfen, ob die OpenGraph Tags korrekt integriert wurden, kann das von Facebook zur Verfügung gestellte “Microdata Debugger Tool” verwendet werden. Dieses prüft die Tags auf Vollständigkeit und gibt an, ob die integrierten Tags für die Aktualisierung eines Produktekatalogs verwendet werden können.

Schritt 2: Facebook Pixel installieren

Wie die OpenGraph Tags wird auch das Facebook Pixel im Head-Bereich (<head> </head>) der Webseite integriert. Dies kann entweder direkt oder über ein Dritt-Tool wie den Google Tag Manager erfolgen.

Sollte noch kein Facebook Pixel vorhanden sein, so sind für die Installation folgende Schritte notwendig:

  1. Facebook Pixel über den Events Manager im Werbeanzeigenmanager erstellen (Events Manager > Pixel)
  2. Facebook Pixel in die Webseite integrieren
  3. ViewContent-Event integrieren

Facebook Pixel mit ViewContent-Event (Beispiel)

Ob das Facebook Pixel korrekt integriert wurde, kann mit dem im Werbeanzeigenmanager vorhandenen Tool für Test-Events getestet werden. Alternativ stehen auch offizielle Browserplugins (Facebook Pixel Helper) für die Überprüfung der Pixel-Integration zur Verfügung.

Schritt 3: Facebook Katalog konfigurieren

Damit die Produkte über den Facebook Pixel an den Katalog übermittelt werden können, muss nun noch der E-Commerce-Katalog mit dem Facebook Pixel verbunden werden. Für den Fall, dass noch kein E-Commerce-Katalog besteht, muss dieser vorgängig erstellt werden (Anleitung).

Sollte bereits ein Katalog bestehen, kann das Facebook Pixel wie folgt als Datenquelle hinzugefügt werden:

1) Im Werbeanzeigenmanager den Punkt “Kataloge” auswählen (Elemente > Kataloge) und den E-Commerce-Katalog auswählen, welchem Produkte hinzugefügt werden sollen

2) Den Punkt “Produktdatenquellen” aufrufen und über “Datenquelle hinzufügen” den Punkt “Neues Produkt hinzufügen” aus dem zur Verfügung stehenden Dropdown auswählen

3) “Connect Facebook Pixels” auswählen und auf “Weiter” klicken

4) Das Pixel auswählen, welches verknüpft werden soll und dann auf “Weiter” klicken. Sollte der gewünschte Pixel mit “Nicht bereit” markiert sein, so liefert er noch nicht lange genug entsprechende Daten.

Falls gewünscht und somit optional: Im nächsten Schritt kann über “Filter hinzufügen” eingeschränkt werden, welche Produkte über das Pixel hinzugefügt, aktualisiert oder aus dem Katalog entfernt werden können. Hierfür steht im entsprechenden Dialog die Möglichkeit zur Verfügung, die “Locale” zu definieren.

5) Die Standardwährung, die der Katalog verwenden soll, muss festgelegt werden falls keine Währung auf der Seite gefunden wird. Mit einem Klick auf “Weiter” wird der Pixel als Datenquelle hinzugefügt.

6) Auf “Fertig” klicken

7) Das Pixel wird nun unter dem Punkt “Produktdatenquellen” aufgeführt. Dort ist es auch möglich, die Konfiguration zu prüfen und anzupassen.

    Das war es schon! Das Pixel ist jetzt mit dem Katalog verknüpft und aktualisiert diesen jedes Mal, wenn die Produkteseite aufgerufen wird. Normalerweise geschieht das in Echtzeit. Eine Aktualisierung innerhalb von 15 Minuten ist aber völlig normal und kein Grund zur Beunruhigung.

    Fazit

    Für Werbetreibende, die einen E-Commerce-Katalog mit einem grossen und sich häufig ändernden Inventar bewirtschaften, ist die automatische Verwaltung und Aktualisierung des Produktekatalogs über den Facebook Pixel sehr gut geeignet. Sie verursacht zwar initial einen etwas grösseren Aufwand, bietet dann aber einen vollautomatisierten Abgleich des Katalogs basierend auf den Web-Aktivitäten – und somit auf Basis der ViewContent-Events – auf den Produkteseiten. Für Werbetreibende mit einem eher kleineren, statischen Inventar eignet sich eher die Lösung über einen Daten-Feed.

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