28.05.2021 Marketing

LinkedIn: Post Boosting TOP oder FLOP?

Der Kampagnen Manager Lite, welcher im Juli 2020 vorgestellt wurde, erhielt zu Beginn diesen Jahres eine neue Bezeichnung: Post Boosting. Das Boosten von Beiträgen wird nun ausgerollt und ist für einige LinkedIn Mitglieder schon verfügbar.

Belinda Weibel
3 Min. Lesezeit
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LinkedIn macht keinen Halt bei der Umsetzung der Roadmap im Bereich der Marketing Solutions. Im Juli 2020 wurde ein neues Tool vorgestellt – der Kampagnen Manager Lite. Mit ihm sollen ohne Zugang zum jetzigen Kampagnen Manager Beiträge simpel beworben werden können. Zu Beginn dieses Jahres entschied sich LinkedIn dafür, diese Funktion nun “Post Boosting” zu nennen.

Post Boosting

Die Funktion “Post Boosting” ist auf der Unternehmensseite ersichtlich, sofern die Seitenrechte “Super Admin” oder “Content Admin” gegeben sind. Die Boost-Funktion ist neu oberhalb in der rechten Ecke des Beitrags, wo vorher der Button “Team informieren” war. Bei Beiträgen, welche die neue Funktion zur Verfügung haben, wurde die Funktion “Team informieren” nach unten versetzt (siehe untenstehendes Bild).

Post Boosting (Quelle: LinkedIn)

Post Boosting (Quelle: LinkedIn)

Die Funktion ist für Link-Posts mit Bild, Bild-Posts, Video-Posts, Text-Posts und Event-Posts verfügbar. Alle anderen Arten von Beiträgen können zurzeit nicht geboostet werden.

Ablauf der Boosting Funktion

Sobald auf den Button geklickt wird, öffnet sich ein neues Fenster, welches dem Namen Kampagnen Manager Lite wortwörtlich entspricht:

Übersicht Post Boosting Einstellungen (Quelle: LinkedIn)

Übersicht Post Boosting Einstellungen (Quelle: LinkedIn)

Die Oberfläche ist sehr einfach gehalten und es ist ein klarer Ablauf ersichtlich. Rechts neben den Einstellungen sind Ergebnisprognosen und eine Vorschau ersichtlich. Für die oben erwähnten Beitrags-Formate gibt es verschiedenen Kampagnenziele, welche ausgewählt werden können:

Kampagnenziele im Post Boosting (Quelle:LinkedIn)

Kampagnenziele im Post Boosting (Quelle: LinkedIn)

Nach dem Kampagnenziel kann anschliessend die Zielgruppe definiert werden. Bei der Zielgruppe haben Marketers aber deutlich weniger Targeting-Optionen zur Auswahl als mit dem Kampagnen Manager. LinkedIn stellt für die Boost-Funktion drei Targeting-Bereiche zur Verfügung:

Anhand des Profils

Es stehen den Marketer lediglich die folgenden Bereiche zur Verfügung:

  • Karrierestufe
  • Tätigkeitsbereich
  • Branche

Anhand von Interessen 

Bei der Definition der Zielgruppe anhand von Interessen gibt es nur eine Auswahl: LinkedIn Gruppen. Es stehen für das Targeting alle Gruppen auf LinkedIn zur Verfügung. Jedoch muss auch wie im Kampagnen Manager im Vorfeld eine Analyse der Gruppen stattfinden.

LinkedIn Zielgruppenvorlagen 

Wie im Kampagnen Manager besteht die Möglichkeit das Targeting anhand der vordefinierten Zielgruppen von LinkedIn zu erstellen. Anders als im Kampagnen Manager kann diese Auswahl nicht weiter mit anderen Targeting-Optionen kombiniert werden. Zudem kann bei dieser Option auch nichts ausgeschlossen werden.

Die geografische Definition der Zielgruppe sowie die Definition der Profilsprache ist bei allen Targeting-Bereichen zusätzlich verfügbar.

Erweiterte Funktionen 

Nach der Definition der Zielgruppe für den Beitrags-Boost ist die Möglichkeit gegeben, die automatische Zielgruppenerweiterung zu aktivieren. Mit dieser Funktion wird der Beitrag auch Mitgliedern ausgespielt, die ähnliche Merkmale aufweisen wie die zuvor definierte Zielgruppe. Die zweite Möglichkeit ist, dass das LinkedIn Audience Network miteinbezogen wird. Wird diese Funktion aktiviert, erscheint die Werbung auch auf Partner Apps und Seiten von LinkedIn. Wer weitere Einstellungsmöglichkeiten haben will, wird gebeten zum aktuellen Kampagnen Manager zu wechseln.

Budget und Zeitplan 

Wem die Einstellungen bei der Boosting-Funktion genügen und nicht in den Kampagnen Manager wechselt, muss wohl auch auf die Gebotsstrategien verzichten. Es kann lediglich ein Start- und Enddatum sowie ein Laufzeitbudget hinterlegt werden. Gleich wie im Kampagnen Manager gibt es auch ein Mindestbudget von CHF 10.00/Tag.

Bearbeitung und Überprüfung

Sobald der Beitrag gesponsert wurde, kann die Kampagne im Kampagnen Manager bewirtschaftet werden. Es ist also möglich die Kampagne im Nachhinein zu optimieren und allfällige Ergänzungen im Kampagnen Manager vorzunehmen. Wer noch keinen Ad Account hat, kann auch das Post-Boosting nicht starten, sondern muss zuerst einen Ad Account aufsetzen.

Aufgrund der Einführung des Post-Boostings, gab es im Feed eine Erneuerung für den Upload von Videos. Neu können auch Thumbnails und Videountertiteldateien mit einem Video hochgeladen werden.

 

Ergänzung zum Video-Upload (Quelle: LinkedIn)

Ergänzung zum Video-Upload (Quelle: LinkedIn)

Fazit

Es ist schön zu sehen, dass LinkedIn auch Funktionen aufnimmt, die wir bereits von anderen Plattformen kennen. Die Boosting-Funktion ist zudem sehr übersichtlich und ganz simpel aufgebaut. Leider sind aber nicht alle Targeting-Optionen im “Kampagnen Manager Lite” vorhanden. Ebenfalls wird der geboostete Beitrag letztlich doch im Kampagnen Manager erfasst und als “normale” Kampagne aufgeführt. Optimierungen oder auch Auswertungen müssen also wieder im Kampagnen Manager vorgenommen werden. Also bietet es sich an, die Kampagne lieber sauber von A bis Z im Kampagnen Manager aufsetzen und von allen Targeting-Optionen Gebrauch machen. Es ist sicherlich vorteilhaft, einen Beitrag schnell und einfach zu bewerben – insbesondere für Personen, die sich mit der Erstellung im Kampagnen Manager schwertun.

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