05.01.2022 Pinterest

Pinterest: Voraussetzungen für Pinterest Shopping

Noch nie war das Shoppen auf Pinterest so einfach wie jetzt. Damit E-Commerce Unternehmen die Vorteile und Möglichkeiten von Shopping auf Pinterest gezielt nutzen können, sind die erforderlichen Voraussetzungen in diesem Artikel zusammengefasst.

Lena Eberhardt
7 Min. Lesezeit
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Böse Zungen behaupten, dass einige E-Commerce Unternehmen noch immer nicht das Potenzial der Inspirationsplattform erkannt haben. Schon seit Beginn des Rollouts von Pinterest Ads in einigen EU-Ländern sind viele auf den Zug aufgesprungen und nutzen bereits die Shoppingmöglichkeiten der Plattform. Doch welche Grundlagen müssen geschaffen werden, bevor eine Shopping-Kampagne gestartet werden kann?

Pinterest Shopping Voraussetzungen

In welchen Ländern ist Pinterest Shopping überhaupt verfügbar?

Pinterest Shopping ist auf dem Vormarsch und kann aktuell in den unten aufgeführten Länder eingesetzt werden.

Verfügbarkeit von Pinterest Shopping (Quelle: Pinterest Help)


Unternehmenskonto einrichten und Personen hinzufügen

Um auf Pinterest Shopping-Anzeigen schalten zu können, wird ein Unternehmenskonto benötigt. Bestehende, private Konten können auch mit einem Unternehmenskonto verknüpft oder in ein Unternehmenskonto umgewandelt werden. Ist das Unternehmenskonto erstellt, sollten alle notwendigen Profilinformationen hinterlegt werden.

Sind die Grundlagen, wie das Einrichten eines Unternehmenskontos umgesetzt worden, können die Inhaber zusätzliche Personen (z.B. Werbetreibende oder externe Agentur-Mitarbeiter) zu ihren Anzeigenkonten hinzufügen. So können auch die einzelnen Zugriffsebenen für jede Person festgelegt werden. Auf diese Weise können Einzelpersonen dann Anzeigen im Namen des Unternehmens aktivieren und verwalten, ohne dass das Unternehmen die Anmeldedaten teilen muss. Mit dem Unternehmenszugriff ist dies noch einfacher zu verwalten. Hier gibt es einen ausführlichen Artikel zu den verschiedenen Einsatzmöglichkeiten des Unternehmenszugriffes.

Mehr zu den Grundlagen für Business-Anfänger und eine Anleitung zur Erstellung eines Unternehmenskontos ist hier zu finden.


Webseite verifizieren

Damit Werbetreibende Zugriff auf Analytics zu den Pins erhalten, muss die Webseite anfangs verifiziert werden. Pro Pinterest-Konto können mehrere Webseiten verifiziert werden. Jede dieser Webseiten muss sich an einer Second-Level-Domain, einer Subdomain oder einer Sub-Path-Domain befinden. Die Verifizierung ist ausschliesslich auf dem Desktop möglich. Es kann ausserdem ausgewählt werden, ob die Verifizierung durch das Hinzufügen eines HTML-Tag auf der Webseite, durch das Hochladen einer HTML-Datei oder durch das Hinzufügen eines DNS-TXT-Datensatzes auf der Webseite erfolgen soll.

Weiterführende Links:


Produktkataloge

Um die zu bewerbenden Produkte über Shopping-Anzeigen ausspielen zu können, benötigt es einen Produktkatalog, welcher als Datenquelle für die Erstellung der Pins dient. Diese Datenquelle ist eine Liste der Produkte und deren jeweiligen Attribute, welche in einer bestimmten Art strukturiert ist. Anhand dieser Datei werden täglich dynamische Pins zu den integrierten Produkten erstellt. Pinterest aktualisiert diese Datenquelle alle 24 Stunden. Um den Produktkatalog auf dem neusten Stand zu halten, sollte die Datenquelle täglich aktualisiert werden. Es ist möglich, die Datenquellenaktualisierung zu planen, jedoch wird aktuell keine On-Demand-Einpflege unterstützt. Es sollte immer darauf geachtet werden, dass die Produktdatenanforderungen den Händlerrichtlinien von Pinterest entsprechen.

Unternehmen, welche bereits einen Produktkatalog für Facebook im Einsatz haben, müssen diesen dann anhand der Anforderungen für Pinterest anpassen.

Weiterführende Links:

Definition der Datenfelder (CSV)

Um die Datenquelle richtig nutzen zu können, müssen alle sieben Pflichtfelder im Datenfeed angegeben werden. Ist eines der Felder nicht vorhanden oder hat das falsche Format, kann es passieren, dass der komplette Feed von Pinterest nicht eingepflegt wird. Zu den Pflichtfeldern gehören:

  • id
  • title
  • description
  • link
  • image_link
  • price
  • availability

Weitere Beschreibungen zu den einzelnen Pflichtfeldern und zu weiteren optionalen allgemeinen Attribute, Felder für Produktkennung und Produktmerkmale sind hier zu finden.

Damit die Erstellung des Datenfeeds für Anfänger leichter gemacht wird, hat Pinterest einige Beispielformate bereitgestellt:

Produktkatalog hochladen

Befindet man sich im Business Hub, kann unter «Anzeigen» > «Kataloge» die Datenquelle hinzugefügt werden. Dabei sollen entsprechende Felder ausgefüllt werden:

  • Name
  • Produkt-Feed-URL
  • Dateiformat (wählbar zwischen CSV, TSV, XML)
  • Standardverfügbarkeit (none, in stock, out of stock, preorder)
  • Anmeldedaten für den Produkt-Feed (optional)
  • Land/Region
  • Sprache
  • Standardwährung
  • Zeit und Zeitzone

Pinterest prüft nun den hochgeladen Datenfeed und informiert, sobald bei der Erstellung von Produkt-Pins ein Fehler aufgetreten ist. Hier gibt es tiefergehende Informationen darüber, wie Fehler in der Datenquelle behoben werden können.


Produktgruppen

Damit in Shopping-Anzeigen die Pins dynamisch erstellt werden können, benötigt es Produktgruppen, welche aus dem Produktkatalog erstellt werden. Diese müssen vor Beginn der Kampagne festgelegt werden. Sie bieten sich gut an, um zum Beispiel Produktgruppen der meistverkauften Kleider zu erstellen. Es gibt neben manuell erstellten Produktgruppen auch die Möglichkeit, automatisierte Produktgruppen erstellen zu lassen. Hier sollte abgewogen werden, inwieweit man als Unternehmen dabei die Kontrolle behalten möchte.

Produktgruppen manuell erstellen:

  1. Nach dem Hinzufügen einer Datenquelle in die Dropdownliste «Anzeigen» wechseln und die Option «Kataloge» auswählen.
  2. «Produktgruppen anzeigen» auswählen und auf «Produktgruppe erstellen» klicken.
  3. Produkte filtern, indem in den Dropdownmenüs verschiedene Optionen ausgewählt werden (Brands, Category, Item ID, Product type etc.). Es können mehrere Filter angewendet werden.
    Tipp: Die Gesamtanzahl der Produkte in jeder Produktgruppe und das letzte Aktualisierungsdatum findet man auf dem Tab «Produktgruppe» unter «Kataloge».
  4. «Filter anwenden», dann «Nächster Schritt» und die Produktgruppe benennen. Anschliessend auf «Fertig» drücken, um die Produktgruppe zu speichern.

Automatisierte Produktgruppen erstellen:

Es gibt neben manuell erstellten Produktgruppen auch die Möglichkeit, automatisierte Produktgruppen erstellen zu lassen. Dabei kann Pinterest automatisch die folgenden sechs Produktgruppen erstellen:

  1. Alle Produkte: Alle Produkte im letzten erfolgreichen Upload des Feeds.
  2. Meistverkaufte Produkte: Falls das Conversion-Tag installiert ist, sucht Pinterest nach Produkten mit der höchsten Conversion-Rate und erstellt daraus eine Produktgruppe.
  3. Wieder verfügbar: Pinterest betrachtet, wie sich der Feed von einem auf den anderen Tag ändert und stellt so fest, welche Produkte vorher nicht mehr vorrätig und nun wieder vorrätig sind.
  4. Beste Angebote: Pinterest betrachtet das Feld «sales_price» und vergleicht es mit dem Preisfeld. So werden die Produkte mit dem größten Preisrückgang (%) berechnet, wodurch Pinterest eine Gruppe auf Grundlage dieser Produkte erstellt.
  5. Neu eingetroffen: Besteht aus Produkten, die neu im Katalog hinzugefügt worden sind.
  6. Am beliebtesten: Diese werden auf Basis der Nutzerinteraktion (Anzeigen und organisch) berechnet, um festzustellen, welche Produkte gut bei den Pinnern ankommen.

Pinterest-Tag

Um mit Pinterest Kampagnen auch die Käufe und den Umsatz messen zu können, benötigt es ausserdem die Implementierung des Pinterest-Tags. Dieser ist ein Stück JavaScript-Code und funktioniert ähnlich wie der Facebook Pixel. Die Grundlage bietet auch hier der Base Code, welcher auf jeder Seite der Webseite eingerichtet werden muss, damit die Eventcodes funktionieren und der Webseiten Traffic generiert werden kann. Um bestimmte Aktionen auf der Webseite messen zu können, werden nach der Integration des Base Codes, die Eventcodes anhand eines HTML-Snippets eingerichtet. Um zu prüfen, ob alles richtig eingerichtet wurde, kann man den Pinterest-Tag mit dem Ads Manager testen. Weitere Informationen und Links nachfolgend zu finden.

Bei Pinterest wird, gemäss dem Pinterest-Tag Helper, aktuell der Standard-Pixel ausgewiesen. Dieser trackt somit die einzelnen Seitenaufrufe. Um alle relevanten Informationen über das Kaufverhalten zu erhalten, sollte der Tag mit folgenden möglichen Conversion-Tags ausgestattet werden:

  • PageVisit: Aufzeichnung von Produkt- und Artikelseiten.
  • ViewCategory: Aufzeichnung von Ansichten von Kategorieseiten.
  • AddToCart: Aufzeichnung, wenn Artikel zu Warenkörben hinzugefügt werden.
  • Checkout: Aufzeichnung von abgeschlossenen Transaktionen.
  • Signup: Aufzeichnung von Registrierungen für Produkte oder Dienstleistungen.
  • Lead: Aufzeichnung des Interesses an Produkten und Dienstleistungen.
  • Custom: Diesen Ereignisnamen verwendet man, um ein bestimmtes Ereignis zu verfolgen, das man in den Conversion-Bericht aufnehmen möchte.

Erforderliche Events für Katalogverkäufe und dynamisches Retargeting

Damit eine Katalogverkaufskampagne auf Pinterest erstellt werden kann, muss der Event «Checkout» hinterlegt werden. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Produkt-ID als auch der Wert und die Währung mitgegeben werden. Um auch das dynamische Retargeting in einer Katalogsverkaufskampagne nutzen zu können, sollten ausserdem der Seitenaufruf (PageVisit) und der AddToCart jeweils mit der Produkt-ID integriert werden.

Weiterführende Links zur Implementierung des Pinterest-Tags

Tipp: Die Implementierung der Events kann ganz einfach mit einer Chrome Extension überprüft werden (ähnlich wie der Facebook Pixel Helper). Dafür muss einfach der Pinterest-Tag Helper installiert werden.


Fazit

Sind die Vorbereitungen und Voraussetzungen eingerichtet, können Werbetreibende mit Shopping-Kampagnen auf Pinterest starten. Durch die vielfältigen Möglichkeiten, sollte es für jedes E-Commerce Unternehmen möglich sein, Produkte bei potenziellen Kunden während ihrer Inspirationssuche zu präsentieren. Durch die Erstellung von manuellen Produktgruppen können gewisse Themen gezielt an Zielgruppen ausgespielt werden. Wichtig ist, dass das Tracking bereits vor Kampagnenstart sinngemäss implementiert worden ist, um in einer späteren Analyse besser Rückschlüsse ziehen zu können.

(Quelle: Pinterest Help, Dezember 2021)

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