08.12.2021 Seiten

Praxistipp: 11 Praxistipps für die Unternehmensseite – Teil 2

LinkedIn verzeichnet nach wie vor ein starkes Mitgliederwachstum, denn viele Arbeitgeber sowie Arbeitnehmer sind auf der Plattform aktiv. In diesem Beitrag nennen wir ein paar Tipps, wie vor allem Arbeitgeber mit ihrer Unternehmensseite die Business-Plattform optimaler nutzen können.

Tanja Nägele
7 Min. Lesezeit
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Im ersten LinkedIn Praxistipp wurde aufgezeigt, mit welchen Tipps und Tricks das eigene LinkedIn-Profil optimiert werden kann. Doch nicht nur Privatpersonen, sondern auch Unternehmen nutzen und profitieren von der Plattform. Im Beitrag mit 8 Praxistipps zu Unternehmensseiten wurde aufgezeigt, wie sich Unternehmen optimal auf LinkedIn positionieren können. Und hiermit folgt nun der zweite Teil der Tippreihe für die Praxis.

1. Tipp: Vom Unternehmen empfohlene Inhalte für Mitarbeiter teilen

Dies ist eine neue Funktion, welche es Unternehmen ermöglicht, spannende Inhalte für Mitarbeitende zu empfehlen:

  • Administratoren einer Unternehmensseite können entsprechende Inhalte für Mitarbeitende als Empfehlungen abbilden (auf der Unternehmensseite unter Inhalte «Inhalte empfehlen» anwählen).
Screenshot LinkedIn Beitrag empfehlen (Quelle: LinkedIn)

Screenshot LinkedIn Beitrag empfehlen (Quelle: LinkedIn)

  • Mitarbeitende (aus der Mitgliederansicht) können die Beiträge ganz einfach übernehmen und in ihrem Netzwerk als eigenen Beitrag veröffentlichen.
Screenshot LinkedIn empfohlener Beitrag teilen (Quelle: LinkedIn)

Screenshot LinkedIn empfohlener Beitrag teilen (Quelle: LinkedIn)

2. Tipp: Analyse zu Besucher:innen

In diesem Bereich sind einige Traffic-Kennzahlen für die LinkedIn Unternehmensseite sichtbar. Es zeigt zusammengefasste Kennzahlen für alle Tabs sowie die Performance der einzelnen Tabs:

  • Highlights: Alle Seitenaufrufe und individuellen Besucher insgesamt im Zeitverlauf sind ersichtlich. Die Daten werden anhand eingeloggter LinkedIn Mitglieder auf Desktops und Mobilgeräten erfasst und die individuellen Besucher werden täglich ermittelt.
  • Seitenansichten: Die Daten zu den Zugriffen durch individuelle Besucher sowie zu den Seitenaufrufen können im Zeitverlauf angesehen werden. Die Kennzahlen für Mobilgeräte berücksichtigen Zugriffe über die native LinkedIn-App und mobile Webbrowser. Verfügbar sind alle Seiten, Start, Info, Insights und Personen.
  • Demografische Daten: Hier werden zusammengefasste demografische Daten von LinkedIn Mitgliedern beim Besuch der Unternehmensseite aufgeführt. Tätigkeitsbereiche, Orte, Karrierestufen, Branchen und Unternehmensgrössen sind somit sichtbar.
Screenshot LinkedIn Analyse zu Besucher:innen (Quelle: LinkedIn)

Screenshot LinkedIn Analyse zu Besucher:innen (Quelle: LinkedIn)

3. Tipp: Analyse zu Updates

Im Bereich «Updates» ist das Engagement der gesponserten und organischen Updates im Zeitverlauf ersichtlich:

  • Highlights: Die Anzahl Likes, Kommentare und Shares, welche die Updates insgesamt in den letzten 30 Tagen erzielt haben, sind ersichtlich. Die Daten werden für organische und gesponserte Updates, einschliesslich Direct Sponsored Content, gemessen.
  • Kennzahlen: Die Engagement-Kennzahlen für die organischen und gesponserten Updates werden im Zeitverlauf aktualisiert. Die Kennzahlen für gesponserte Inhalte enthalten Sponsored Updates und Direct Sponsored Content. Der Filter für die Zeitspanne berücksichtigt Daten, an denen die Updates von LinkedIn Mitgliedern angesehen wurden.
  • Engagement: Die Engagement-Daten für einzelne Updates werden in Echtzeit aktualisiert und dargestellt. Die Zahlen für Sponsored Updates decken das Engagement insgesamt bei organischen und gesponserten Updates ab. Der Filter für die Zeitspanne bezieht sich auf das Erstellungsdatum der Updates. Alle Daten (Datum und Uhrzeit) sind in UTC angegeben. Die Videoaufrufe sind auf die Ansichten der letzten sechs Monate beschränkt.
Screenshot LinkedIn Analyse zu Updates (Quelle: LinkedIn)

Screenshot LinkedIn Analyse zu Updates (Quelle: LinkedIn)

4. Tipp: Analyse zu Follower

In diesem Bereich sind Kennzahlen zu den Followers der Unternehmensseite abrufbar:

  • Highlights: Hier ist die Gesamtzahl der Follower sowie neue Follower der LinkedIn Unternehmensseite der letzten 30 Tage ersichtlich.
  • Zahlen: Die Anzahl der neuen Followers allgemein und Daten zu gesponserten Followern zeigen die über Anzeigen und Sponsored Content gewonnenen Follower.
  • Alle Followers: Auflistung der aktuellen Followers der Unternehmensseite.
Screenshot LinkedIn Analyse zu Follower (Quelle: LinkedIn)

Screenshot LinkedIn Analyse zu Follower (Quelle: LinkedIn)

Im Analyse-Bereich kann zudem ein Export mit den entsprechenden Kennzahlen generiert werden. Leider ist es aber nicht möglich, die Followers zu exportieren.
Da dank dieser neuen Analyse-Möglichkeiten mehr Insights zur Unternehmensseite ersichtlich sind, kann der Content entsprechend angepasst werden, wie im nächsten Tipp beschrieben.

5. Tipp: Beiträge für unterschiedliche Zielgruppen

Nicht nur die Unternehmensseite kann in unterschiedlichen Sprachen verfasst werden, sondern auch Beiträge (ähnlich wie auf Facebook). Dazu kann bei einem neuen Beitrag auf «Alle» geklickt werden, wo dann das Feld «Zielgruppe» geöffnet wird.

Beitrag an definierte Zielgruppe ausspielen (Quelle: LinkedIn)

Beitrag an definierte Zielgruppe ausspielen (Quelle: LinkedIn)

Zielgruppe für Beiträge einstellen (Quelle: LinkedIn)

Zielgruppe für Beiträge einstellen (Quelle: LinkedIn)

Nun können Zielgruppeneinstellungen gemacht werden für:

  • Sprachen
  • Regionen
  • Tätigkeitsbereiche
  • Orte
  • Hoch-/Berufsschule
  • Unternehmensgrösse
  • Karrierestufe
  • Branche
Zielgruppeneinstellungen (Quelle: LinkedIn)

Zielgruppeneinstellungen (Quelle: LinkedIn)

Wer dieses Feature verwenden will, muss sich bewusst sein, dass die Unternehmensseite pro Eingrenzung mindestens 300 Follower hat. Ansonsten kann das Ausspielen von Beiträgen nicht Zielgruppen gerichtet ausgespielt werden. Ebenfalls muss klar sein, dass die Sprache immer die Profilsprache der Follower ist. Das heisst, wer Englisch als Profilsprache hat, sieht die deutschen Posts nicht. Auch, wenn die Person in der DACH-Region wohnhaft ist und der Beitrag dafür relevant wäre.

6. Tipp: LinkedIn Event mit Unternehmensaccount veranstalten und «LinkedIn Live»

Ebenfalls über die Admin-Tools können Events erstellt werden, worauf wir schon im ersten Praxistipp hingewiesen haben. Dabei kann seit kurzen auch mit «LinkedIn Live» gearbeitet werden. Dank LinkedIn Live profitieren Marketers von einem intensiveren Austausch mit der Zielgruppe und erreichen im Schnitt 7-mal mehr Reaktionen und 24-mal mehr Kommentare als native Videos derselben Art. LinkedIn Events können auch ohne «LinkedIn Live» erstellt werden. Mit Events kann das Engagement der Teilnehmenden generell erhöht und mehr Aufsehen erregt werden.

Event erstellen (Quelle: LinkedIn)

Event erstellen (Quelle: LinkedIn)

Wie wir bereits anfangs Dezember verkündet haben, wurden einige Funktionen für «LinkedIn Live» eingeführt respektive einige wieder entfernt. Neu können beispielsweise Personen, die berechtigt sind Veranstaltungen live zu hosten, bei der Erstellung einer neuen Veranstaltung im Dropdown-Menü das Veranstaltungsformat «Live» auswählen. Das Live-Event wird nach Auswahl des präferierten Partneranbieters (Streamyard, Restream, Socialive, Vimeo und Switcher) automatisch über dessen Streaming-Tool angezeigt.

Live Event erstellen (Quelle: LinkedIn)

Live Event erstellen (Quelle: LinkedIn)

Zudem wird der geplante Live Event nach der Erstellung nun automatisch im Feed der Unternehmensseite angezeigt.

7. Tipp: Follow Plugin

Mithilfe von Plugins können LinkedIn-Funktionen relativ einfach auf der Unternehmens-Website eingebunden werden. Beispielsweise das Follow Company Plugin ermöglicht es den Websitenbesuchenden direkt der Unternehmensseite auf LinkedIn zu folgen.

In der Anleitung von microsoft.com wird beschrieben, wie das JavaScript-Snippet erstellt und in der Website eingefügt werden. Auf derselben Seite werden auch weitere Plugins für LinkedIn beschrieben.

LinkedIn Follow Plugin (Quelle: microsoft.com)

LinkedIn Follow Plugin (Quelle: microsoft.com)

8. Tipp: Interaktive Inhalte

Wie auch auf Facebook lebt LinkedIn als soziales Netzwerk von Interaktionen. Daher darf ruhig bei einem Beitrag auch einmal die Community miteinbezogen werden. Beispielsweise mit Fragen, Rätseln etc.

Hier ein Beispiel des Migros-Genossenschafts-Bunds, welche regelmässig bei Beiträgen direkt die Community anspricht:

LinkedIn Beitrag Migros-Genossenschafts-Bund (Quelle: LinkedIn)

LinkedIn Beitrag Migros-Genossenschafts-Bund (Quelle: LinkedIn)

Eine weitere spannende Möglichkeit die Community mitreden zu lassen, ergibt sich mittels der Umfrage-Funktion:

Umfrage-Beitrag (Quelle: LinkedIn)

Umfrage-Beitrag (Quelle: LinkedIn)

Mithilfe des Einbezugs der Community wird nicht nur gezielt die Interaktion angekurbelt, sondern auch eine Beziehung zur Zielgruppe aufgebaut. Wichtig ist diese Beziehung im Rahmen von Community Management aufrechtzuerhalten und gut zu organisieren.

Folgend ein paar Tools von LinkedIn, die für Unternehmen sehr spannend sind.

9. Tipp: LinkedIn Learning

Oben rechts bei «Mehr» kann «LinkedIn Learning» angewählt werden – eine Plattform für digitales Lernen mit vielen verschiedenen Kursen. Anhand hochwertigen Lern-Videos kann man sich selbst oder sein Team relativ günstig weiterbilden. Also für Unternehmen als auch für Arbeitnehmende selbst eine sehr interessante Möglichkeit, denn es gibt mehr als 16’000 Kurse und es werden um die 60 Kurs-Stunden wöchentlich neu hochgeladen. Dabei gilt es zu beachten, dass für viele der Kurse eine Premium-Mitgliedschaft benötigt wird.

Für Unternehmen speziell interessant ist, dass es ein Company Account gibt, wo Unternehmen ihren Mitarbeitenden Zugriff auf die Learning-Plattform gewähren können und auch deren Fortschritte sehen. Zudem ist es möglich, diverse Kurse zu definieren, welche für Mitarbeitende sichtbar sein sollen.

LinkedIn Learning (Quelle: LinkedIn)

LinkedIn Learning (Quelle: LinkedIn)

10. Tipp: Gezielte Neukundengewinnung

Mit dem LinkedIn Sales Navigator oder LinkedIn Marketing Solutions (kostenpflichtig) kann die Wunschzielgruppe optimal erreicht werden. Im Sales Navigator können Leads und Accounts im Zielmarkt gefunden werden, Echtzeit-Einblicke für Warmakquisen gewonnen werden und auch Beziehungen zu Leads und Kunden aufgebaut werden.
Der Bereich Marketing Solutions hilft hingegen individuelle Zielgruppen mit effektiven Werbeanzeigen zu erreichen, um so Leads zu generieren, Brand Awareness zu schaffen oder aber auch Event-Anmeldungen zu generieren.

11. Tipp: Benchmarking mit Mitbewerbern

Mit einer der neusten Funktionen von LinkedIn, die nun laufend ausgerollt wird, können die Leistungen mit den Mitbewerbern verglichen werden. Ein spezifischer Mitbewerber kann also ausgewählt werden und folgende Statistiken können dann exportiert werden:

  • Follower gesamt
  • Neue Follower
  • Gesamte-Engagement
  • Beiträge gesamt
LinkedIn Beitrag von William Saulnier (Quelle: LinkedIn)

LinkedIn Beitrag von William Saulnier (Quelle: LinkedIn)

Fazit

Wie festzustellen ist, bieten sich auf LinkedIn unzählige Möglichkeiten für Unternehmen an und der Analyse-Bereich wird laufend erweitert. LinkedIn ist also eine ideale Plattform, um eine Arbeitgebermarke aufzubauen, geeignete Menschen für das Unternehmen zu finden, Leads zu generieren, das Team in die Aktivitäten einzubinden und vieles mehr. Es lohnt sich, die verschiedenen Bereiche genau unter die Lupe zu nehmen. LinkedIn ergänzt stetig neue Produkte und Funktionen, wie beispielsweise eine Newsletter-Funktion, die in Kürze ausgerollt werden sollte.

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