23.03.2021 XING

Facelift Social Network Sessions 2021: One Day, All Networks

Ein Nachmittag voller Vorträge rund um Social Media, und das von Vertretern aller grossen Social Media Plattformen: Das war der Facelift Summit vom 17. März 2021 in der ersten virtuellen Ausgabe. Die wichtigsten Erkenntnisse, Zahlen und Trends haben wir hier kompakt zusammengefasst.

Livia Mosberger
16 Min. Lesezeit
Keine Kommentare

Vieles war anders am diesjährigen Facelift Summit, der am 17. März 2021 stattfand. Zum einen der Name, denn die Veranstaltung fand dieses Jahr unter dem etwas sperrigen Namen Facelift Social Network Session statt. Und auch das Format der Online-Veranstaltung war für diesen Anlass eine Premiere, denn die letztjährige Ausführung Anfang März 2020 konnte noch als eine der letzten grösseren Veranstaltungen vor Ort im CinemaxX in Hamburg durchgeführt werden (wir waren dabei und berichteten hier). Gleich war hingegen das Motto der Veranstaltung, nämlich «One Day, All Networks». So haben an einem Nachmittag Vertreter aller grossen Social Media-Plattformen in einer virtuellen Session über die eigene Plattform sprechen und Fragen beantworten können.


Social Media Acceleration – Framing the Day with Trends, Data and Perspectives

Wie schon im Jahr 2020 begann der Event mit Jan Honsel, dem CEO von Upljft. Er startete seinen Vortrag mit einem Throwback zum Event vom letzten Jahr und zeigte in eindrücklichen Daten und Statistiken die Trends auf, die in einem Jahr Corona-Pandemie entstanden sind und sich auch auf die Social Media-Welt niedergeschlagen haben. Auf einmal mussten Unternehmen über geschlossene Läden, Abholungskonditionen oder Hygienemassnahmen informieren. In Bezug auf COVID-19 wurde festgestellt, dass sich die Kernbotschaften von anfänglichen Danksagungen zur Etablierung von neuen Services mit Bezug auf die aktuellen Bedürfnisse gewandelt haben. Nicht weiter erstaunlich war die Aussage, dass die TikTok App weltweit gesehen die am häufigsten heruntergeladene App ist – und die etablierten Plattformen wirklich herausgefordert. Der Userzuwachs auf Plattformen wie Pinterest und Snapchat ist allerdings nicht zu unterschätzen, was die These unterstreicht, dass Social Media Werbung multidimensional ausgelegt werden sollte. Vor allem, wenn berücksichtigt wird, dass Social Media für die Generation Z / Millennials der relevanteste «Discovery Channel» – noch vor Search, TV und Webseiten – geworden ist.

Honsel geizte nicht mit Zahlen und Statistiken und verglich die Entwicklung der Internetnutzung (verbesserungswürdig in Deutschland), Social Media-Nutzung (starker Anstieg) und die durchschnittliche, an einem Tag auf Social Media gescrollte Strecke auf dem Smartphone (444 Meter oder so hoch wie das Empire State Building) mit vorherigen Jahren. Interessant zu sehen war, wie sich das Pandemie-Jahr in Facebook Ad-Spend niedergeschlagen hat. So gab es im März 2020 einen markanten Einbruch, da die Unsicherheit gross war und viele Werbetreibende Kampagnen gestoppt haben. Anfang September hingegen gab es einen starken Anstieg, nicht nur durch die anstehende Weihnachtszeit, sondern auch dadurch, dass viele Werbetreibende das eingesparte Budget aus Q1 und Q2 dann im Q4 eingeplant haben.

Honsel schloss seine 30-minütige Keynote mit folgenden Tipps sowie sieben Gründen, weiter an Social Media festzuhalten und auch notwendige Budgets zur Verfügung zu stellen:

  • Ads sollten nicht mehr nur wie Ads aussehen, sondern vermehrt wie redaktionelle Inhalte aufbereitet werden.
  • Wenn es um Ads Design geht, ist das Bauchgefühl nichts wert. Nur Testen und Optimieren führt diesbezüglich zum Erfolg.
  • Unternehmen auf Social Media sollen authentisch bleiben und das «Social» auch wörtlich nehmen, z.B. indem man sich bei der Community bedankt und auch mal kommentiert oder interagiert.
  • Inspiration und Transaktion rücken näher zusammen. Social Commerce wird die Social Media-Plattformen in den nächsten Jahren stark prägen.

Quelle: Upljft, Jan Honsel


LinkedIn – Connect with the new generation of Decision Makers

Shankho Mukkerjee (Agency Lead DACH, LinkedIn Marketing Solutions), hat mit seiner Präsentation den Fokus darauf gesetzt, wie die neue Generation von Entscheidungsträgern auf LinkedIn erreicht werden kann und wer diese sind.

Die neuen Entscheidungsträger werden dabei mit der Abkürzung «BETA» bezeichnet, was für die folgenden Eigenschaften steht:

  • B: Blurred. Die Linie zwischen Privatleben und Arbeit verschwimmt.
  • E: Evolution. Identifikation wird über den Status auf der Arbeit, die Persönlichkeit und Selbstentwicklung definiert.
  • T: Technology. Technologie hat den grössten Einfluss auf die Einstellung von BETAs.
  • A: Action. BETAs erwarten von Marken Taten bezüglich sozialer Probleme.

Es handelt sich dabei um Millennials, die sportlich aktiv sind, streamen anstatt kaufen, umweltbewusst leben und immer mehr Tätigkeiten, wie das Buchen von Taxis oder Essensbestellungen, auf dem Smartphone durchführen. Der Einfluss von BETAs nimmt kontinuierlich zu, weshalb die Relevanz von ihnen berücksichtigt werden sollte.

BETAs arbeiten meistens länger und später und prüfen ihre E-Mails und Nachrichten auch ausserhalb der Geschäftszeiten. Die Arbeit ist oft der Hauptbestandteil im Leben. Sie nutzen soziale Medien, um beruflich zu kommunizieren und sich über aktuelle Themen zu informieren.

Darüber hinaus nutzen BETAs vermehrt Online-Learning Angebote. Sie bevorzugen die Arbeit mit verschiedenen Personen aus den unterschiedlichsten Kulturen, Idealen und Lebensstilen. Ausserdem ist es ihnen wichtig, sich in Gemeinschaften zu beteiligen und sie sind bereit, mehr zu bezahlen für nachhaltige und umweltfreundlichere Produkte.

Somit ergeben sich die folgenden Handlungsempfehlungen:

Blurred

  1. Kommunikation soll zielgerichtet und direkt sein.
  2. Inhalt soll über soziale Medien und andere einfach konsumierbare Formate verteilt werden.
  3. Der Schutz vor Burnout soll berücksichtigt werden.

Evolution

  1. Kundenerfolge sollen öffentlich gefeiert werden.
  2. Risiko vermindern, damit defensiven Entscheidungen vermieden werden können.
  3. Talente erkennen und fördern.

Technology

  1. Sicherstellen, dass die Lösungen nahtlos und technikzentriert sind.
  2. Mobile-First und Video-lastig.
  3. Technologie zum Sammeln von Informationen nutzen.

Action

  1. Einen klaren Markengrund entwickeln und in die Community investieren.
  2. Aktiv werden betreffend sozialen Problemen, welche die eigene Community betreffen.
  3. In Langfristigkeit investieren, auch wenn kurzfristige Themen darunter leiden.

Diese und weitere Informationen lassen sich im Whitepaper: Work in BETA: The Rising B2B Decision Makers» nachlesen.


10 Years of Instagram – Past/Present/Future

Benjamin Keller, Client Partner Automotive und Nadine Neubauer, Product Marketing Manager bei Instagram, haben in ihrem Vortrag eine kleine Zeitreise in die Anfänge von Instagram gemacht und insgesamt 10 Fakten über Instagram präsentiert, die man kennen sollte.

  1. Instagram bringt einen näher zu Personen und Dingen, die man liebt.
  2. Interessen vereinen Menschen und Unternehmen auf Instagram. 90% der Accounts auf Instagram folgen einem Unternehmen. Diese Interessen sind auch entscheidend bei Käufen. Instagram ist heute ein massgeblicher Faktor bei Verkäufen, da sich viele Interessierte über Instagram über ein Produkt informieren oder dem Unternehmen oder der Marke auf Instagram folgen.
  3. Instagram wird immer wichtiger für Unternehmen in allen Industrien. Längst geht es nicht mehr nur um guten Content, Instagram ist auch ein schlagkräftiges Tool, um die Absätze zu fördern und näher mit Kunden und Interessenten zu interagieren.
  4. 2020 – das Jahr der Verhaltensänderungen. Durch die Corona-Pandemie hat sich das Verhalten der Leute verändert. Man hat weniger direkten Kontakt, reist weniger und arbeitet im Home-Office. Instagram hat diese Verhaltensänderungen unterstützt und neue Tools und Ressourcen eingeführt. So gab es beispielsweise die Stay-At-Home-Sticker für Stories oder die Verweise auf die offiziellen Seiten von Gesundheitsbehörden oder WHO. Auch neue Formate rückten auf einmal in der Vordergrund. Vor allem Live-Formate, Gruppen-Videotelefonie und IGTV haben im vergangenen Jahr stark zugelegt, weshalb Instagram diese Formate auch ständig weiter optimiert hat. So soll es in naher Zukunft IGTV-Ads geben, und auch Live-Shopping wurde in extrem kurzer Zeit getestet und umgesetzt.
  5. Einführung von Reels für Unternehmen und die Community. Mit Reels soll die Kreativität gefördert werden, denn Reels sollen vor allem unterhalten und Trends abbilden.
  6. Instagram Shopping als ganzheitliches Ökosystem für Social Commerce. 84 % der Menschen auf Instagram nutzen die Plattform, um neue Produkte zu entdecken. Die Shopping-Funktionen wurden über die ganze Plattform ausgedehnt und lassen sich auch in Reels, Live oder Stories integrieren. So können Unternehmen vor allem die jüngere Zielgruppe gut erreichen.
  7. Erweiterung von Branded Content. Influencer spielen eine wichtige Rolle bei Kaufentscheidungen, doch für Unternehmen ist es wichtig, einen passenden Influencer zu finden, der zur Marke passt. Darum hat Instagram auch hier Erweiterungen eingeführt, sodass Branded Content nicht mehr nur organisch, sondern auch als Ads möglich sind. Auch Live-Videos und Reels können als Branded Content markiert werden (wir berichteten hier).
  8. Creatives in Stories sind massgeblich über den Erfolg oder Misserfolg einer Kampagne. Es gilt der Story First-Ansatz: Ein Creative muss speziell für die Story konzipiert sein, damit es erfolgreich sein kann. Auch die Nutzung von organischen Elementen wie der Poll-Sticker fördern die Interaktion mit einem Story-Ad und sollten dementsprechend genutzt werden. Story Carousels eignen sich besonders gut für längere Messages und haben den Vorteil von mehr Screentime und mehr Freiheiten. Stories sind gekommen, um zu bleiben und haben sich längst als eines der wichtigsten Formate etabliert. Wer mit seinen Kampagnen erfolgreich sein will, darf dieses Format nicht wie ein Stiefkind behandeln.
  9. Weiterentwicklung von AR und Co. Die beliebten AR-Filter und AR-Möglichkeiten im Allgemeinen werden in nächster Zeit von Instagram stark weiterentwickelt. AR-Features sollen bald auch für Ads möglich werden.
  10. Wo man Informationen findet. Um auf dem aktuellsten Stand zu sein, empfiehlt Instagram den Account @instagramforbusiness und die Seite instagram.com. Alternativ berichten wir natürlich auf hier auf dem Blog über die neusten Features und Anpassungen auf Instagram, Facebook und Co.

Die zwei grossen Themen im Jahr 2021 für Instagram sind AR-Features und Social Commerce. Gerade beim Thema Commerce hat sich Facebook einiges vorgenommen, denn der Commerce Manager ist gerade für Grossunternehmen noch nicht sinnvoll brauchbar, da wichtige Funktionen wie lokalisierte Kataloge noch nicht zur Verfügung stehen. Instagram Shopping sei in 8 Wochen getestet und lanciert worden und bietet viele Vorteile für Kleinunternehmer*innen, doch grössere Unternehmen müssen sich noch etwas gedulden, bis der Commerce Manager auch für sie sinnvoll aufgegleist wird.

Quelle: Instagram, Benjamin Keller und Nadine Neubauer


The relevance of XING as a social business platform

Jens Meyer, der Managing Director von Xing Marketing Solutions vermittelte in seiner Session klar die Botschaft, dass sich die Arbeitswelt verändert. Das geht aus der Digitalisierung, Skills Shortage und der Generation Y hervor, die vor allem Wert auf eine ausgewogene Work-Life-Balance legt. Xing möchte mit dieser Veränderung mithalten, weshalb ihre Vision wie «For a better working life» lautet.
Bei der vierten Ausgabe der NEW WORK EXPERIENCE (NWX21) Ende April 2021 dreht sich also alles darum, wie die Pandemie unsere Bedürfnisse für unsere Lebens- und Arbeitsbedingungen verändert hat. Wie hat sich «New Work» durch die Krise verändert und hat und ob «New Work» eben nun das «New Normal» ist. Doch was ist eben dieses «New Work» genauer? Bei «New Work» geht es um den Erfolg von Business Events, eine intelligente Platzierung von Ads, gute Talente zu finden und diese zu behalten sowie Kunden und kultivierte Kontakte zu gewinnen.
Des Weiteren erläuterte Jens Meyer die verschiedenen Xing Marketing Solutions, wobei vor allem die erst kürzlich gelaunchte und brandneue Ad-Möglichkeit «Xing User Network» sehr betont wurde. Xing schaltet aktuell die ersten User Network Ads, basierend auf Xing User Data. Werbetreibende haben neu die Möglichkeit, die 19 Millionen Xing User auch ausserhalb der Plattform zu erreichen. Sehr bald steht zudem ein Relaunch der Xing-App bevor und die Plattform selbst soll verstärkt für den sinnvollen Austausch im Business-Netzwerk dienen. Aus diesem Grund wird die App mehr «Messenger-Like» erscheinen und soll folgende Versprechungen erfüllen: Ort für bedeutsamen Austausch, Fokus auf relevante Business-Kontakte und somit auch eine nachhaltige Community – ganz im Sinne für ein besseres Working Life.


Oh Snap, what a year

Götz Trillhaas, Managing Director Snap Inc., sprach in seiner Session ebenfalls darüber, wie das Jahr 2020 digitale Unternehmen vorwärts gebracht hat und was man für das eigene Unternehmen im Jahr 2021 im Blick haben sollte. So haben im vergangenen Jahr viele neue Begriffe in unseren Wortschatz Einzug gehalten, beispielsweise die Zoom Fatigue. Wir empfinden virtuelle Meetings als anstrengend und haben Mühe, Aufmerksamkeit in Meetings zu bekommen und diese auch zu halten. Auch Snapchat hat in einem Jahr Pandemie auf die neuen Umstände reagiert, nämlich mit Stickern, neuen Filtern oder Verlinkungen auf aktuelle Regelungen der WHO. Ausserdem hat Trillhaas über die Generation Snapchat gesprochen. Diese Generation strebt Veränderungen an und ist engagiert, beispielsweise in den Fridays for Future-Protesten. Interessant sind auch die Nutzungszahlen dieser Generation: Snapchat erreicht in Deutschland 80% aller Personen zwischen 13 und 24 Jahren. Übrigens sei es ein Mythos, dass Snapchat-Nutzer*innen sehr jung sind. 80% der Nutzer sind nämlich älter als 18 Jahre. Das bedeutet, dass diese Altersgruppe nicht aus der Plattform herauswächst, sondern mit der Plattform älter werden. Spannend war zu sehen, dass auch Snapchat im Pandemie-Jahr zugelegt hat. Wurden 2020 rund 4 Milliarden Snaps täglich erstellt und versendet, sind es im Jahr 2021 bereits 5.5 Milliarden täglich.

Im Jahr 2021 möchte Snap mit neuen Funktionen aufwarten und präsentiert Spotlight. Mit Spotlight kommuniziert man nicht mehr nur ausschliesslich mit engen Freunden, sondern man kann selbst zum Content Creator werden und eine grössere Reichweite erhalten. Ziel ist, dass solche Content Creators damit sogar Geld verdienen können. Auch AR wird im Jahr 2021 abermals ein wichtiges Thema sein und soll Snapper vermehrt im Alltag unterstützen. AR ist längst nicht mehr nur lustige Linsen, sondern kann auch Rechnungen lösen, eine Hunderasse erkennen oder Barcodes scannen und Zutatenlisten ausgeben.

Wie schon im vergangenen Jahr endete der Vortrag mit dem Appell, Snapchat doch eine Chance zu geben und die Plattform auszuprobieren – auch wenn man sich selbst nicht in der Generation Snapchat sieht.


Facebook – Discovery Commerce

Alexandra Streufert, Agency Partner Facebook widmete sich in ihrer Session dem Thema Discovery Commerce. Auch sie leitete den Vortrag mit den Verhaltensänderungen ein, die wir im Jahr 2020 durch die Pandemie durchgemacht haben. Interessant war zu sehen, welche Verhaltensänderungen langfristig erhalten bleiben werden: Sport in den eigenen vier Wänden, Nutzung von Mobile Payment, Videotelefonie und -konferenzen, Home-Office und Food Delivery, Online Shopping. Nicht nur der Einkauf findet vermehrt Online statt, sondern es startet bereits schon bei der Produktfindung. Im Gegensatz zu E-Commerce finden bei Discovery Commerce die Produkte die Kunden, die daran interessiert sein könnten. Anschliessend erklärte Streufert, wie Facebook arbeitet und herausfindet, welche Produkte für Kunden interessant sein könnten. Für Personen, die sich etwas intensiver mit Facebook auseinandersetzen, war das allerdings nichts Neues.

Quelle: Facebook, Alexandra Streufert

Der Vortrag endete mit einigen Tipps für gute Facebook Ads und einem Blick in die Zukunft. So erzielen Dynamic Ads sehr gute Resultate, durch Collaborative Ads können zwei Marken zusammenspannen und so Synergien bündeln, und Live Shopping wird aktuell in Asien getestet und wird in Zukunft auch bei uns funktionieren.


Reaching an inspired audience on Pinterest

Omid Madani Rascado, Agency Lead und Dr. Martin Holzberg von Pinterest setzten den Fokus ganz klar auf Inspiration anhand folgender zwei Aussagen:

“Auf Pinterest gibt es keine Diskussionen, nur Inspirationen” und “Das Ende der Unterbrechungen, der Beginn von Inspirationen”.

Ausserdem wurde darüber gesprochen, dass Pins gut für Shopping auf externen Systemen genutzt werden können, weil jeder Pin über einen individuellen Link auf eine Seite führen kann. Solche Pins sind für Werbezwecke zu empfehlen, um eine entsprechende Reichweite zu erhalten. Aber auch organische Pins können Traffic generieren, wenn es sich um wertvolle Inhalte im Ziel und auf Pinterest handelt.

Ausserdem ist es zu empfehlen, einen Blick in Pinterests Voraussagen für 2021 zu werfen, welche hier zu finden sind.


Google – Leverage the rising power of location intelligence for your business

Auch Frank Liebold, Industry Lead Retail & Telecommunications, Google Maps Platforms, startete seine Session mit einem kleinen Rückblick auf das Pandemie-Jahr 2020. Die lokale Nachfrage ist seit dem Start der Pandemie extrem angestiegen. Mithilfe von «Google Location Intelligence» wird das Geschäft von Einzelhändler stark verbessert. Mit «Google My Business» zum Beispiel findet die lokale Bevölkerung den betreffenden Store auf Google Maps und Google Search. Dieses Tool ist immer noch sehr wichtig und sollte stets aktuell sein.
Um jedoch noch eine grössere Besucherzahl im Store und die damit verbundene Zunahme an Verkäufen zu generieren, eignen sich «Google Local Ads». «Google Maps Platforms (API)» erweist sich zudem hervorragend für die Standortbestimmung auf Store-Websiten oder Store-Apps.
Frank Liebold erklärte, wie sich die «Purchasing Journey» aufgrund des vergangenen Jahres verändert hat:

Quelle: Google Maps Platform, Frank Liebold

Einzelhändler müssen sich auf das neue Verbraucherverhalten einstellen und grossartige Benutzerlebnisse bieten, um die Kunden in den Store zu locken. Der «Store Locater Plus» beispielsweise eignet sich optimal dafür und gibt dem Kunden die Informationen, die er braucht – und das automatisch.
Ein weiteres Tool, um Benutzerlebnisse zu schaffen ist «Click & Collect», wobei die Möglichkeit für den Kunden besteht, Produkte online zu sammeln und beim Store der Wahl abzuholen.
Abschliessend erwähnte Frank Liebold, dass die Checkout Experience nicht nur die User Experience und die Kundenzufriedenheit erhöht, sondern auch einen grossen Einfluss auf die Conversion Rate hat und somit Kosten reduziert.


How to build your brand on TikTok

Eine App, bei der sich Personen nach der Anwendung einfach nur besser fühlen und neue Dinge entdecken können? Das ist TikTok! Doch was verbirgt sich dahinter und welche Chance eröffnet dies für Brands?
Thomas Wlazik, Managing Director für Global Business Solutions Deutschland, nannte ein paar sehr eindrückliche Fakten zur allbekannten Generation-Z-Plattform. Vorneweg: Es sind nicht nur Jugendliche auf TikTok unterwegs (wie man so oft meint), sondern auch Millennials und die Generation X. Mittlerweile zählt TikTok über 100 Millionen User allein in Europa. Fast die Hälfte der Menschen fühlt sich nach der Konsumation der TikTok Inhalte besser als zuvor – somit könnte man die App auch als «Feel-Good-App» bezeichnen. Rund 1/5 der Personen geben an, dass sie die Plattform nutzen, um Neues zu entdecken. Denn auf TikTok zeigen sich Brands von einer ganz neuen Seite und können so auf eine authentische Art und Weise die Personen für ihre Produkte inspirieren. Zudem ist die «Engagement Rate» auf TikTok 31% höher als auf anderen Plattformen.
Das Geheimrezept auf TikTok liegt im Zusammenspiel von organischen und bezahlten Posts. Zudem fordert Wlazik Brands dazu auf, den Mut zu haben «TikTok Natives» zu werden oder aber Partnerschaften mit Creators (eben solchen Natives) zu knüpfen. Wichtig ist zudem, dass eine Marke seine eigene Stimme findet. Er unterscheidet diese wie folgt:

  • Relatable: sehr vertrauensvoll und humorvoll, nah bei den Leuten
  • Aspirational: luxuriös, hochklassig, aber trotzdem kreativ und lustig (z. B. die Gucci Challenge)
  • Informative: helfend, informativ, Lifehacks etc.
  • Inspirational: furchtlos, motivierend, Hero Content

Ausserdem hat Wlazik einen Creator Marketplace angekündigt. Dieses Tool soll Unternehmen helfen, eine passende Influencerin oder Influencer zu finden.

Wlazik schloss mit folgenden Empfehlungen:

Quelle: TikTok for Business, Thomas Wlasik


Fazit

One Day- All Networks. Facelift ist dem Motto treu geblieben und hat von allen grösseren Plattformen Vertreter als Redner organisieren können. Besonders spannend war zu hören, was sich bei den einzelnen Plattformen im vergangenen Pandemie-Jahr getan hat und wohin die Reise als Nächstes geht. Das Schlagwort des Tages war wohl «Social Commerce», welches Werbetreibende in nächster Zeit wohl ziemlich beschäftigen dürfte.

Auch wenn der Anlass professionell aufgegleist war, wird eine Online-Veranstaltung nie die Atmosphäre und das Networking einer Veranstaltung vor Ort ersetzen können. Umso mehr freuen wir uns auf eine Durchführung im Jahr 2022 im CinemaxX in Hamburg wenn es wieder heisst: Popcorn, Vorträge & Networking.

Facebook Instagram Twitter LinkedIn Xing TikTok

Kommentar via Facebook

Bitte akzeptieren Sie die Cookies um die Facebook Kommentare zu nutzen.

Schreib uns einen Kommentar

Kennst Du schon unsere wöchentlichen Newsletter?

Facebook & Instagram   LinkedIn