30.06.2020 Youtube

Google Videoanzeigen: Werbeformate im Überblick

Google-Videoanzeigen sind dank der vielen verfügbaren Werbeformate eine gute Möglichkeit, Aufmerksamkeit zu generieren. Dieser Artikel gibt einen detaillierten Gesamtüberblick.

Elias Giesinger
6 Min. Lesezeit
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Es gibt verschiedene Arten von Google Ads: Google Search Ads, Google Display Ads und Google Shopping Ads sind bekannte Beispiele. Ein Google Ads Typ, welchem so ziemlich jeder aktive Internetnutzer schon einmal begegnet ist, sind die Videoanzeigen. Diese werden primär auf der Videoplattform YouTube, sowie auf ausgewählten Plattformen von Videopartnern im Displaynetzwerk ausgespielt. Die Platzierung kann beim Aufsetzen der Kampagne bestimmt werden.

Abbildung 1: Auswahl der Platzierungen (Quelle: Google Ads Manager)

Werbeformate

Wer Video-Anzeigen auf YouTube oder auf Plattformen von Videopartnern schalten möchte, hat eine breite Palette an Werbeformaten zur Verfügung. Das sind folgende:

  • Überspringbare In-Stream-Anzeigen
  • Nicht überspringbare In-Stream-Anzeigen
  • Bumper-Anzeigen
  • Video Discovery-Anzeigen
  • Out-Stream-Anzeigen
  • Masthead-Anzeigen

Überspringbare In-Stream-Anzeigen

Überspringbare In-Stream-Anzeigen (Skippable Instream Ads) sind eine der am häufigsten auftretenden Videoanzeigenformate. Es handelt sich hierbei um Videoanzeigen, welche von Personen nach fünf Sekunden übersprungen werden können. Überspringbare In-Stream-Anzeigen können vor, während oder nach anderen Videos ausgeliefert werden. Sie erscheinen auf YouTube-Wiedergabeseiten sowie auf Websites und in Apps, die bei Google-Videopartnern geschaltet werden.

Für überspringbare In-Stream-Ads bieten sich verschiedene Gebotsstrategien an: Ziel-CPM, Ziel-CPA und Conversions maximieren sind möglich, wobei bei allen drei nach Impressions abgerechnet wird. Dies sieht bei den CPV-Geboten etwas anders aus. Dort bezahlt der Werbetreibende nur, wenn das Video bis zum Schluss oder mindestens 30 Sekunden lang angesehen wird.

Die Zielvorhaben, mit welchen überspringbare In-Stream-Anzeigen verwendet werden können, umfassen folgende:

  • Umsätze
  • Leads
  • Zugriffe auf die Website
  • Markenbekanntheit und Reichweite
  • Produkt- und Markenkaufbereitschaft

Alternativ kann auch eine Kampagne ohne Zielvorhaben erstellt werden.

Abbildung 2: Beispiel einer überspringbaren In-Stream-Ad

Nicht überspringbare In-Stream-Anzeigen

Nicht überspringbare In-Stream-Anzeigen (Non-skippable Instream Ads) haben viele Gemeinsamkeiten mit überspringbaren In-Stream-Anzeigen. Sie können ebenfalls vor, während oder nach einem Video ausgespielt werden und werden in YouTube-Videos sowie auf Websites und in Apps von Google-Videopartnern ausgeliefert.
Im Gegensatz zu überspringbaren In-Stream-Anzeigen ist es der Person bei nicht überspringbaren In-Stream-Anzeigen offensichtlich nicht möglich, die Anzeige vor Ablauf des Werbevideos zu überspringen. Dies ermöglicht es Werbetreibenden, der Person, die das Video schaut, die volle Werbebotschaft zu vermitteln.
Nicht überspringbare In-Stream-Ads haben eine maximale Dauer von 15 Sekunden (Überspringbare In-Stream-Ads: maximal 30 Sekunden). Es werden Ziel-CPM-Gebote verwendet, die Bezahlung verläuft also auf Impressionen-Basis (pro 1000 Einblendungen).
Um nicht überspringbare In-Stream-Anzeigen zu verwenden, muss als Zielvorhaben für die Kampagne zwingend «Markenbekanntheit und Reichweite» ausgewählt oder eine Kampagne ohne Zielvorhaben erstellt werden.

 

Abbildung 3: Beispiel einer nicht überspringbaren In-Stream-Ad (Quelle: www.blog.mynd.com)

Video Discovery-Anzeigen

Video Discovery-Anzeigen (Video Discovery Ads) unterscheiden sich in einem wesentlichen Punkt von In-Stream-Anzeigen: Sie werden nicht in ein bestehendes Video integriert, sondern erscheinen oft neben normalen Videos und zwar an folgenden Orten:

  • In YouTube-Suchergebnissen
  • Neben ähnlichen YouTube-Videos
  • Auf der mobilen YouTube-Startseite

Video Discovery-Anzeigen bestehen aus einem Thumbnail sowie etwas Text. Dieser setzt sich zusammen aus einem Anzeigentitel (max. 25 Zeichen) sowie zwei Beschreibungszeilen à 35 Zeichen. Video Discovery Ads können je nach Position, an der sie bereitgestellt werden, eine andere Grösse haben und regen Personen zum Anklicken an. Das Video wird dann auf der YouTube-Wiedergabe oder Kanalseite ausgespielt.
Für den Werbetreibenden entstehen nur Kosten, wenn Personen auf das Thumbnail klicken.
Um Video Discovery-Anzeigen schalten zu können, muss für die entsprechende Kampagne das Zielvorhaben «Produkt- und Markenkaufbereitschaft» ausgewählt werden oder eine Kampagne ohne Zielvorhaben erstellt werden.

Abbildung 4: Beispiel zweier Video Discovery-Anzeigen (Quelle: www.webnativ.de)

Bumper-Anzeigen

Bumper-Anzeigen (Bumper Ads) werden, wie die überspringbaren und nicht überspringbaren In-Stream-Anzeigen, entweder vor, während oder nach einem «normalen» Video ausgespielt. Sie werden in YouTube-Videos sowie auf Websites und in Apps von Google-Videopartnern ausgespielt.
Bumper Ads sind bis zu sechs Sekunden lang und nicht überspringbar. Dadurch sind sie besonders attraktiv für Werbetreibende, die potenzielle Kunden mit einer kurzen, einschlägigen Botschaft erreichen möchten. Bei Bumper-Ads werden Ziel-CPM-Gebote verwendet, es wird also auf der Basis von Impressionen bezahlt. Um Bumper-Ads ausspielen zu können, muss für die Kampagne das Zielvorhaben «Markenbekanntheit und Reichweite» ausgewählt werden, oder es kann eine Kampagne ohne Zielvorhaben erstellt werden.
Ein Beispiel einer Bumper-Ad von Tchibo gibt es hier zu sehen.

Out-Stream-Anzeigen

Out-Stream-Anzeigen (Out Stream Ads) sind quasi das Pendant zu den oben besprochenen In-Stream-Anzeigen. Sie werden anfangs ohne Ton ausgespielt und erhalten erst eine akustische Komponente, wenn die Person auf das Video klickt.
Out-Stream-Anzeigen sind ausschliesslich auf Mobilgeräten verfügbar und werden nur auf Websites und in Apps von Google-Videopartnern ausgeliefert – nicht aber auf YouTube. Sie können auf viele verschiedene Arten ausgespielt werden. Im Web werden sie in Bannern eingeblendet, während sie in Mobile-Apps in Bannern, Interstitials in Feeds nativ sowie im Hoch- und Vollbildmodus erscheinen. Die Abrechnung erfolgt per CPM, wobei nur bezahlt werden muss, wenn das Video mindestens zwei Sekunden lang wiedergegeben wurde.
Um Out-Stream-Anzeigen ausspielen zu können muss bei der Kampagne das Zielvorhaben «Markenbekanntheit und Reichweite» ausgewählt werden.

Abbildung 5: Beispiel einer Out-Stream-Anzeige (Quelle: www.adzine.de)

YouTube Masthead-Anzeigen (YouTube Masthead Ads)

Masthead-Anzeigen gehören zu den auffälligeren Formaten von Google-Videoanzeigen. Sie sind nur für die Videoplattform YouTube verfügbar und werden dort ganz oben prominent eingeblendet (s. Bild). Eine Masthead-Anzeige besteht hauptsächlich aus einem grossen Video, welches je nach Gerät auf unterschiedliche Art und Weise abgespielt wird:

Auf Computern
Auf Computern wird das Masthead-Video beim Öffnen des YouTube-Startseitenfeed ganz oben mit einer maximalen Dauer von 30 Sekunden automatisch ausgespielt. Die Abspielung des Videos erfolgt ohne Ton, sofern dieser durch die Person nicht durch einen Klick aktiviert wird. Die Anzeige kann entweder im Seitenverhältnis 16:9 oder im Breitbildformat ausgespielt werden. Die rechte Seite der Anzeige enthält einen Informationsbereich, in dem automatisch Assets aus dem Kanal verwendet werden. Ergänzend können hier bis zu zwei Companion-Videos eingefügt werden. Klickt eine Person auf das Video oder den Thumbnail, wird sie automatisch auf die YouTube-Wiedergabeseite des entsprechenden Videos weitergeleitet.

Auf Mobilgeräten
Auf Mobilgeräten im Browser oder in der YouTube-App werden Masthead-Anzeigen automatisch über die volle Dauer ohne Ton wiedergegeben. Video-Thumbnail, Anzeigentitel, Beschreibungen und CTA-Button können durch den Werbetreibenden angepasst werden. Klickt eine Person auf die Masthead-Anzeige, wird sie automatisch auf die YouTube-Wiedergabeseite des entsprechenden Videos weitergeleitet.

Auf TV-Bildschirmen
Auf TV-Bildschirmen wird das Video einer Masthead-Anzeige automatisch über die volle Dauer ohne Ton ausgespielt. Das Anzeigenformat ist entweder 16:9 oder ein Breitbildformat. Klickt die Person nach Ende des Videos auf das Video oder den Thumbnail, gelangt sie zur Wiedergabeseite, wo sie das Video im Vollbildmodus sehen kann. Im Unterschied zur Platzierung auf Mobilgeräten und Computern können auf TV-Bildschirmen keine CTAs eingefügt werden.

Mastheads erreichen innert kürzester Zeit eine grosse Anzahl Personen. Damit eignen sie sich besonders gut für Brand-Awareness-Kampagnen sowie für die Neueinführung von Produkten und Dienstleistungen.
Speziell ist bei Masthead-Anzeigen auch die Abrechnung. Bezahlt wird bei Mastheads nicht nach dem CPC- oder CPV-Prinzip – ein Masthead muss für einen bestimmten Zeitraum und eine bestimmte Region gebucht werden. Somit erfolgt die Bezahlung üblicherweise mittels Tagespauschale (Cost-per-Day).

Abbildung 6: Beispiel einer Masthead-Anzeige (Quelle: socialbeat.in)

Fazit

Wer Videoanzeigen bei Google schalten möchte, hat eine breite Palette an Werbeformaten zur Auswahl. In-Stream-Anzeigen, Bumper-Ads, Mastheads und weitere Formate haben alle ihre Vorteile, sodass sich für jedes Kampagnenziel die passende Videoplatzierung finden lässt. Transparente Gebotsstrategien (CPV, CPC, CPD etc.) garantieren zu jederzeit volle Kostenkontrolle über die geschalteten Videoanzeigen. Mit einem qualitativen, zielgerichteten Werbevideo und dem entsprechenden Marketing-Knowhow sind Google-Videokampagnen ein Erfolgsgarant.

Hier geht es zu den Google Search Werbeformaten.
Eine Übersicht der verfügbaren Werbeformate im Google Displaynetzwerk gibt es hier.

 

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